Social Networking-Probleme
Posted by Bastian • Tuesday, December 5. 2006 • Category: Aktuell: , i love my computerKein Tag ohne neuen StudiVZ-Eintrag beim Don. Diesmal aber mehr auf der Meta-Ebene. Wo sind die Probleme des Social Networkings?
Werden die Daten die man selber irgendwo angegeben hat in Zukunft unangenehm als Bumerang zurück vor den Kopf prallen und zwar sehr unangenehm?
Meine Antwort: Kommt drauf an was man angibt.
Klar ist, dass StudiVZ hat dem Datenmissbrauch in der Vergangenheit Tür und Tor offen gelassen durch den nachlässigen Datenschutz. Doch 100%ig sicher kann so eine Social-Networking-Plattform niemals sein.
Alle Daten die eingegeben werden sollen ja bis zu einem gewissen Grad auch anderen zugänglich sein und somit ausgelesen werden können. Ohne Output kein Social und kein Networking.
Auch Henning macht sich gerade Gedanken dazu, denen ich so erstmal zustimmen würde.
Schön wäre es, wenn solche Daten bei der Auswahl von Bewerbungen bei einem Job egal wären und es nur auf Leistung ankommen würde, aber leider ist das nicht der Fall.
Das Problem beim Social Networking ist, dass es sich langsam zu einem Massenphänomen entwickelt, was an sich ja auch so gewünscht ist. Leider steigt mit der Anzahl der Leute die daran teilhaben auch der Teil der User die sich über solche Dinge keine Gedanken machen, Stichwort mangelnde Medienkompetenz.
Wurde Social Networking anfangs hauptsächlich von Early Adoptern betrieben die zum Großteil auf Erfahrung im Umgang mit den Netz zurückblicken können kommen nun auch weniger informierte Benutzer dazu.
Sein wir doch mal ehrlich und gestehen uns ein, dass auch wenn das innerhalb der Blogosphere anders aussieht der Großteil der Menschen dem Internet unbedarft gegenübersteht.
Diese Leute benutzen Google indem sie einfach eine ganze Frage da eintippen, Amazon und Ebay besuchen und einen Freemailer ihrer Wahl, das ganze machen sie mit dem Internet Explorer oder falls sie T-Online benutzen mit dem "T-Online Browser".
Gechattet wird mit ICQ und fertig (tabbed browsing z.B. wird dem durchschnittlichen IE-Benutzer vollkommen egal sein, genau wie Cookies etc. wohl ein Fremdwort sein werden).
Man weiss nicht genau wie es funktioniert, es tut einfach in etwa was man will und gut ist, und da man die Zauberkisten auch eh nicht so genau durchschaut kommt man auch gar nicht auf die Idee, dass der zu freie Umgang mit Daten irgendwelche Probleme mit sich bringen könnte.
Nur leider ist es eben so, dass im Internet erstmal nichts verloren geht. Auch wer sich schon länger mit dem Netz beschäftigt wird irgendwann man so angefangen haben wie die oben beschriebenen, gelegentlichen Nutzer.
Und genau diesen Usern muss man diesen Umgang mit dem Medium Internet, Social Networking, Foren etc. erstmal beibringen.
Das ist ausnahmsweise nicht das Problem des StudiVZ oder anderen Plattformen, die können sich noch so abschotten. Solange Daten von angemeldeten Usern, ja durchaus beabsichtigt, eingesehen werden können sollte man sich überlegen was man von sich Preis gibt.
Leider lesen die wenigsten die sich jetzt davon angesprochen fühlen Blogs, geschweige dieses und wenn ich mir die Kommentare im StudiVZ-Blog so ansehe habe ich auch nicht das Gefühl, dass sie es einsehen wollen.
In dem Fall muss man wohl erst auf die Fresse fliegen um es einzusehen.

4 Comments
Mir stinkt es schon, dass ich ein Impressum angeben muss, über das meine Daten im Internet angegeben werden. Wer mich ein bisschen kennt, wird sicherlich recht interessante Daten von mir ans Tageslicht fördern können. Ob sie jetzt vor oder nachteilig sind, kommt natürlich wieder auf den Standpunkt an.
Aber schön zu lesen, dass mal jemand nicht nur schwarz und weiß kennt, sondern schreibt, dass vollkommen außer Frage steht, was da bei SVZ für eine Sch... abgelaufen ist, ABER eine gewissen grundlegende Medienkompetenz nicht schlecht wäre, langsame.
[partielle Ironie]
(Sagen aber ausgerechnet wir Blogger, die ihre Tagebücher online stellen. Kommt auch komisch
[/teilweise Ironie]
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