<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    <title>Gedankenstücke - The Pirates Gospel</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/</link>
    <description>(m)ein Leben durch den Sucher</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 1.5.3 - http://www.s9y.org/</generator>
    
    

<item>
    <title>Post Privacy – Seine Gendaten und persönliche Merkmale teilen? </title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2445-Post-Privacy-Seine-Gendaten-und-persoenliche-Merkmale-teilen.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2445-Post-Privacy-Seine-Gendaten-und-persoenliche-Merkmale-teilen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2445</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2445</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    &lt;div&gt;Zusammen mit &lt;a href=&quot;http://twitter.com/#!/PhilippBayer&quot;&gt;Philipp&lt;/a&gt;, arbeite ich zusammen an einem Projekt, das sich mit dem öffentlichen &lt;a href=&quot;https://github.com/gedankenstuecke/snpr&quot;&gt;zur Verfügung stellen von genetischen Informationen&lt;/a&gt; befasst. Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, habe ich meine Gen-Test-Ergebnisse, direkt nachdem ich sie von &lt;em&gt;23andMe&lt;/em&gt; geliefert bekommen habe, &lt;a href=&quot;https://github.com/gedankenstuecke/genotyping_23andme&quot;&gt;zu GitHub geladen&lt;/a&gt;. Dort stehen sie jetzt für jeden Interessierten zum Download bereit, zusammen mit ein paar kleinen Skripten zur Analyse der Gen-Marker. Damit bin ich &lt;a href=&quot;http://www.snpedia.com/index.php/Genomes&quot;&gt;weder alleine, noch der erste&lt;/a&gt;. Aber wie viele Leute würden sich eigentlich dafür entscheiden, ihre Daten so zu teilen? Immerhin sind das Daten, die nicht nur so personenbezogen sind, wie es Daten überhaupt nur sein können. Sondern auch Daten, die potentiell &lt;a href=&quot;http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/informatik/2011-03-18/der-nutzen-elektronischer-patientenakten&quot;&gt;mehr verraten als jede Krankenakte&lt;/a&gt;. Genau das macht die Daten aber (zusammen mit Krankenakten) zu einer spannenden Grundlage, für die Wissenschaft. Mit ausreichend vielen solcher Gen-Daten, kann man zum Beispiel neue Assoziationen zu Krankheiten ausfindig machen.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;23andMe&lt;/em&gt; hat dies, gepaart mit Fragebögen, die von den Kunden ausgefüllt wurden, schon häufiger &lt;a href=&quot;http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2011-06-24/die-positiven-nebenwirkungen-von-genotypisierungen&quot;&gt;unter Beweis gestellt und die Ergebnisse auch veröffentlicht&lt;/a&gt;. Aber die Rohdaten von den Kunden bleiben natürlich, aus Datenschutzgründen (und vermutlich auch um nicht endlos verklagt zu werden), unter Verschluss. Und so können nur jene Dinge getestet werden, die für die 23andMe entweder das ok gibt und entsprechende Umfragen einstellt, oder die &lt;em&gt;23andMe&lt;/em&gt; selbst in den Sinn kommen. Viel cooler wäre es natürlich, wenn die Daten dafür offen rumliegen würden, und jeder sich seine eigenen Studien ausdenken könnte. Klar, da wird nicht jeder mitmachen wollen und seine vermeintlich sensiblen Daten veröffentlichen wollen. Aber wie viele Leute wären trotzdem bereit dazu? Und würden damit Open Science ermöglichen?&amp;#160;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div&gt;Genau das würden Philipp und ich gerne rausfinden, und haben deshalb eine &lt;strong&gt;kleine Umfrage gebaut&lt;/strong&gt;, die genau das abfragt. Hier geht’s &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?hl=en_US&amp;amp;formkey=dFEtSW16YkxkU0MyWk1DUmxiUHo4dlE6MQ#gid=0&quot;&gt;zur englischen Variante&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; und hier &lt;strong&gt;&lt;a href=&quot;https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?hl=en_US&amp;amp;formkey=dDAyZ0RhRG11eHhkNGpSLS1xY0kwU3c6MQ#gid=0&quot;&gt;zur deutschen Variante&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; (Bitte nur an einer davon teilnehmen). Ihr würdet uns einen riesigen Gefallen tun, wenn ihr daran teilnehmen und sie noch etwas weiterverbreiten könntet.&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 30 Aug 2011 16:07:46 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2445-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Koch-Mehrin: Ich bin nutzlos, befördert mich</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2443-Koch-Mehrin-Ich-bin-nutzlos,-befoerdert-mich.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2443-Koch-Mehrin-Ich-bin-nutzlos,-befoerdert-mich.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2443</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2443</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Silvana Koch-Mehrin, Noch-Europa-Politikerin der FDP, ist ja in der Vergangenheit schon negativ aufgefallen, &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/s/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06AF/Doc~EAF23FE848FB342629F84718A76687EEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html&quot;&gt;nämlich mit chronischer Abwesenheit im Parlament&lt;/a&gt;. Dann kam auch noch dieses Internet vorbei und hat nicht nur gezeigt, dass sie nicht nur zu faul ist sich ins Parlament zu bewegen. Sondern hat auch nachgewiesen, dass sie offensichtlich &lt;a href=&quot;http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Skm&quot;&gt;nicht in der Lage ist ihren Kopf zum denken zu benutzen&lt;/a&gt;. Denn auch sie hat es nicht geschafft eine eigene Doktorarbeit zu schreiben, sondern musste sich per Copy &amp;amp; Paste das entsprechende Werk zusammenklicken (lassen). Dementsprechend hat die Universität Heidelberg ihr auch den Doktortitel aberkannt, &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,768607,00.html&quot;&gt;schliesslich habe sie keine „&lt;em&gt;selbständige wissenschaftliche Arbeit&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;“ abgeliefert. Und weil das ja noch nicht peinlich genug ist, hat sie sich noch weiter entblödet und sich damit verteidigt, dass die Uni ja schuld sei, schliesslich wäre ja damals schon klar gewesen, dass sie zu doof ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit, so hohl. Aber jetzt wurde Koch-Mehrin auch noch zum Vollmitglied des &lt;em&gt;Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie&lt;/em&gt;. Und als wäre es nicht schon genug Ironie, dass in diesen Ausschuss ausgerechnet jemand kommt, dem die Energie für Sitzungsbesuche genauso fehlt wie das Basiswissen über Forschung (Immerhin die Verbindung zur Industrie kann man bei der FDP aber sicherlich ungesehen glauben...): Sie ersetzt Jorgo Chatzimarkakis, ebenfalls Noch-Europa-Politiker der FDP, dessen Doktorarbeit von der Uni Bonn gerade auch wegen Plagiatsverdachts untersucht wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso Plagiate in der Wissenschaft nichts verloren haben, &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/wissenschaft-gesellschaft/2011-02-24/wieso-zitate-auch-ohne-geistiges-eigentum-wichtig-sind&quot;&gt;habe ich ja schon mal versucht zu erklären&lt;/a&gt;. Und dabei hat sich seit Guttenberg auch nichts geändert. Umso erfreulicher ist es, dass einige spontan entschlossene Scilogger sich heute &lt;a href=&quot;http://www.gopetition.com/petitions/resignation-of-silvana-koch-mehrin-from-the-european-pa.html&quot;&gt;direkt an einen Petitionstext gemacht haben&lt;/a&gt;.&amp;#160;Und fordern, dass Koch Mehrin doch bitte zurücktreten solle, denn: &lt;em&gt;Es ist inakzeptabel, dass jemand, der sich des akademischen Betrugs schuldig gemacht hat, in einem Ausschuss sitzt, der die europäische Forschungspolitik und ihre Finanzierung überwacht&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mehr muss man dazu auch gar nicht sagen. &lt;a href=&quot;http://www.gopetition.com/petitions/resignation-of-silvana-koch-mehrin-from-the-european-pa.html&quot;&gt;Hier geht es zum kompletten Petitionstext, wo man auch mitzeichnen kann.&lt;/a&gt; So möge der Ausschuss denselbigen jetzt bitte verlassen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 23 Jun 2011 20:58:06 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2443-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Urheberrechtsverletzungswahnsinn: 5000 Euro Strafe, pro Tag</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2431-Urheberrechtsverletzungswahnsinn-5000-Euro-Strafe,-pro-Tag.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2431-Urheberrechtsverletzungswahnsinn-5000-Euro-Strafe,-pro-Tag.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2431</wfw:comment>

    <slash:comments>9</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2431</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    &lt;a href=&quot;http://www.artchive.com/artchive/p/picasso/guernica.jpg&quot;&gt;Picassos Guernica gehört wohl zu einem seiner bekanntesten Werke&lt;/a&gt; (immerhin kenn sogar ich, als Banause, es). Er malte es nachdem die spanische Stadt Gernika &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Guernica_%28Bild%29&quot;&gt;während des spanischen Bürgerkriegs durch einen Luftangriff zerstört&lt;/a&gt; wurde und das Gemälde zeigt eindringlich die Konsequenzen von Krieg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nadia Plesner ist eine dänische Künstlerin, die zur Zeit in den Niederlanden studiert. Sie hat Picassos Idee aufgegriffen und &lt;a href=&quot;http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/darfurnica4.png&quot;&gt;mit der Darfurnica ein Gemälde geschaffen&lt;/a&gt;, dass sich mit den Konsequenzen der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Darfur#Darfur-Krise&quot;&gt;Darfur-Krise&lt;/a&gt;, sowie der Gleichgültigkeit unserer Medien zu dem Thema beschäftigt. Anstatt den Blick nach Darfur zu wenden, beschäftigt sich der Rest der Welt lieber damit das Schicksal von C-Promis wie Paris Hilton zu verfolgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.mediareport.nl/persrecht/07032011/louis-vuitton-sues-danish-artist-plesner-in-the-netherlands-over-depiction-of-bag-in-art-work/en/&quot;&gt;Und genau mit diesem Werk hat sie, nach Ansicht eines niederländischen Gerichts, eine Urheberrechtsverletzung begangen&lt;/a&gt;. Allerdings haben nicht die Rechteinhaber von Picassos Werk sie verklagt. Sondern Louis Vuitton, die damit den Titel Spitzen-Vollkoffer sowas von der verdient haben. Der Grund wieso geklagt wird: In dem Gemälde von Plesner sieht man ein afrikanisches Kind, welches neben einem hässlichen Hündchen eine Tasche, die an Louis Vuittons Design angelehnt ist, trägt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gericht, vor welches Louis Vuitton gezogen ist, hat ihnen recht gegeben. Und das ganz ohne Plesner anzuhören. Sie soll jetzt für jeden Tag an dem das Gemälde so weiter existiert 5000 Euro an Louis Vuitton zahlen. Damit darf sie das Werk auch weder ausstellen, noch auf ihrer Webseite zeigen. &lt;a href=&quot;http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/kvdl-716759-v1-english_translation_court_order_louis_vuitton_vs_plesner_27_january_2011.pdf&quot;&gt;Eine englische Übersetzung der gerichtlichen Anordnung ist bereits online&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In wie weit es von Louis Vuitton klug ist, dieses Werk über gerichtliche Urteile entfernen zu wollen sei mal dahingestellt (&lt;a href=&quot;http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/darfurnica4.png&quot;&gt;Streisand, anyone?&lt;/a&gt;). Ob es in dem Fall wirklich um den Schutz eines Designs geht, oder ob es Louis Vuitton doch mehr darum geht, dass man nicht im Kontext von Kriegsverbrechen und hungernden Kindern gesehen will ebenso. Aber der Fall zeigt mal wieder ziemlich eindrücklich, wie Schutzrechte für geistiges Eigentum genutzt werden können, um die Meinungsfreiheit und die künstlerische Freiheit zu unterdrücken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da helfen eben auch, die so oft als Lösung herbeigesehnten, Schranken im Urheberrecht oder Fair Use-Klauseln in meinen Augen nicht wirklich weiter. Nicht nur, weil es für den Laien nicht wirklich ersichtlich ist ob man sich noch durch Schranken oder Fair Use gedeckten Bereich bewegt. Sondern auch, weil es erstmal ziemlich egal ist, ob man Recht bekommen würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Finanzstarke Unternehmen, wie die Majorlabels oder hier eben Louis Vuitton, können schlicht erstmal klagen und damit eine Menge Druck auf Betroffene ausüben. Mit einem ausreichend auf IP-Rechte spezialisiertem Team und einem ausreichend hohen Streitwert ausgestattet, wird sich jeder, der so angeklagt wird, überlegen ob es ihm den Stress wert ist: Lange Klagewege gegen Konzerne, mit ungewissem Ausgang und der Möglichkeit am Ende zu verlieren und dann horrende Summen zu zahlen? Wer will das schon auf sich nehmen? Kein Wunder, dass viele deshalb auf außergerichtliche Einigungen zurückgreifen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade bei den IP-Rechten bleibt es wohl dabei: Recht haben, Recht bekommen und Gerechtigkeit sind drei verschiedene Paar Schuhe. Nadia Plesner wird sich erfreulicherweise gegen das Vorgehen wehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;*UPDATE*&lt;/strong&gt; Bei Twitter bin ich &lt;a href=&quot;http://twitpic.com/4a05l4&quot;&gt;auf ein schönes Alternativ-Muster für die Handtäschen&lt;/a&gt; hingewiesen worden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 16 Mar 2011 10:42:00 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2431-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Zukunft durch Bildung – Kraft durch Freude </title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2425-Zukunft-durch-Bildung-Kraft-durch-Freude.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2425-Zukunft-durch-Bildung-Kraft-durch-Freude.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2425</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2425</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    &lt;blockquote&gt;Sehr geehrter Herr Greshake,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
ihre Webseite http://twitter.com/gedankenstuecke weist ein hohes Maß an Qualität, Aktualität und Vernetzung mit Leser und anderen Webseites auf. Aus diesem Grunde treten wir an Sie heran, um Ihnen ein auch für Ihre Webseite interessantes Projekt vorzustellen.&lt;/blockquote&gt;Emails die schon so anfangen, da kann man sich ja sicher sein, dass es entweder nicht so richtig doller Spam ist oder, dass man von vermeintlichen PR-Genies, Social Media-Beratern oder SEO-Experten auf Linkfang angeschrieben wurde. In diesem Fall wohl eine Kombination aus allem... Eine Marketing-Agentur die eine selbsternannte Bildungsumfrage unterstützt...&lt;blockquote&gt;Viele politische und gesellschaftliche Themen erhalten heutzutage zumeist nur dann öffentliche Präsenz, wenn &lt;strong&gt;Menschen wie Sie&lt;/strong&gt; auf Ihren Web-Angeboten auf wichtige Themen aufmerksam machen und sich mit anderen Kommunikatoren vernetzen.&lt;/blockquote&gt;Und in der Regel funktioniert das auch ganz ohne PR-Agentur, die kostenlose Werbung haben will. Oder wer hat in Tunesien oder Ägypten die PR-Kampagne auf Twitter und Facebook organisiert?&lt;blockquote&gt;Ein Thema, welches die Unterstützung &lt;strong&gt;von Kommunikatoren wie Ihnen&lt;/strong&gt; in Deutschland verdient hat, ist das Thema Bildung.&lt;/blockquote&gt;Ich fühle mich ja gleich so in die Verpflichtung genommen, weil in HTML-Mails geschrieben wird, dass ein Thema wichtig ist. Und ich nur ganz alleine zur Rettung der Welt beitragen kann...&lt;blockquote&gt;Die Methode der Online-Befragung vertritt den &lt;strong&gt;demokratischen Gedanken des Internets&lt;/strong&gt;. Jeder kann frei seine Meinung äußern und jede Meinung hat dasselbe Gewicht.&lt;/blockquote&gt;Und wer das größere PR-Budget hat, der wird gehört. Das ist der demokratische Gedanke von Marketing-Heinis. Davon wie repräsentativ Online-Umfragen sind mal ganz zu schweigen. Vielleicht sollte man mal das &lt;em&gt;Bildblog&lt;/em&gt; oder &lt;a href=&quot;http://scienceblogs.com/pharyngula/&quot;&gt;Pharyngula&lt;/a&gt; befragen...&lt;blockquote&gt;Den Initiatoren &lt;em&gt;BILD&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Hürriyet&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Roland Berger Strategy Consultants&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;der Bertelsmann&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Stiftung&lt;/em&gt; ist es wichtig, dass bei dieser Online-Befragung nicht die Initiatoren, sondern das &lt;strong&gt;Thema der Umfrage im Vordergrund&lt;/strong&gt; steht. Bildung geht alle etwas an, aktuell und zukünftig ist ein funktionierendes Bildungssystem eminent wichtig für Deutschland.&lt;/blockquote&gt;Da haben sich ja die richtigen Leute gefunden. Die &lt;em&gt;BILD&lt;/em&gt; hat mit &lt;em&gt;BILD&lt;/em&gt;ung ja so viel zu tun wie mit Journalismus. Und den &lt;em&gt;Strategy Consultants&lt;/em&gt; und der &lt;em&gt;Bertelsmann Stiftung&lt;/em&gt; geht es natürlich genauso um den Wert von echter Bildung, und nicht etwa um möglichst effiziente Arbeitskräfte. Oder wie die &lt;em&gt;Bertelsmann Stiftung&lt;/em&gt; in ihrem Leitbild in schönstem Neusprech formuliert: „&lt;em&gt;Die Grundsätze unternehmerischer, leistungsgerechter Gestaltung [sollen] in allen Lebenslagen zur Anwendung gebracht werden.&lt;/em&gt;” Leistungsgerechtigkeit, der feuchte Traum der &lt;em&gt;FDP&lt;/em&gt;... Fragt mal Leute die von Bildung ein bisschen Ahnung haben, was die davon halten.&lt;blockquote&gt;Prominente Testimonials wie unter anderem &lt;strong&gt;Bundespräsident Christian Wulff, Franz Beckenbauer&lt;/strong&gt;, Moderatorin Nazan Eckes, Comedian &lt;strong&gt;Atze Schröder&lt;/strong&gt;, TV-Koch &lt;strong&gt;Horst Lichter&lt;/strong&gt;, Volkssänger &lt;strong&gt;Heino&lt;/strong&gt; und viele weitere konnten gewonnen werden, um die Studie zu unterstützen.&lt;/blockquote&gt;Jetzt bin ich überzeugt! Wenn ein fundamentalistischer Christ, ein netzweitbekannter Abmahn-Assi und ein abgewrackter Schlagerstar eine Bildungsstudie unterstützen, wie könnte ich dann nicht? Immerhin scheinen die Testimonials ja vor allem als abschreckende Beispiele zu fungieren: „&lt;em&gt;Passt auf liebe Kinder, das könnte aus euch werden, wenn ihr nix ordentliches lernt.&lt;/em&gt;” Für etwas anderes können die nicht wirklich taugen, oder?&lt;blockquote&gt;Sie können mit Ihrem Webangebot entscheidend dazu beitragen, dass sich möglichst viele Mitbürger an der Umfrage beteiligen und so Bewegung in das Thema kommt. Zudem erhalten Sie von uns &lt;strong&gt;regelmäßig aufbereiteten Content und exklusive Informationen&lt;/strong&gt;. Zusätzlich erstellen wir eine &lt;strong&gt;Verlinkung zu Ihrer Webseite&lt;/strong&gt; auf dem offiziellen facebook-Profil der Bildungsstudie und erwähnen Ihren Twitter-Account auf @tuthiernichtszusache.&lt;/blockquote&gt;Gibt es ernsthaft Blogger, außer dem Pallenberg, die auf die Masche mit „exklusiven” Informationen reinfallen?&lt;blockquote&gt;Wichtiger Hinweis: Diese E-Mail kann Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse oder sonstige vertrauliche Informationen enthalten. Sollten Sie diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, ist Ihnen eine Kenntnisnahme des Inhalts, eine Vervielfältigung oder Weitergabe der E-Mail ausdrücklich untersagt. Bitte benachrichtigen Sie uns und vernichten Sie die empfangene E-Mail. Vielen Dank.&lt;/blockquote&gt;Genau, erst mal Spam versenden und hoffen, dass er bzw. sein Inhalt veröffentlicht wird und dann so einen nichtigen Footer in der eMail unterbringen... Ich weiss ja nicht...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gesamte Kampagne ist genau das, was man am Blogger-Internet-Marketing-Zeugs eigentlich nur verabscheuen kann. Die Hoffnung auf einfache Backlinks, Blogger die für ihre PR-Maßnahmen nicht bezahlt werden sollen, den demokratischen Anteil des Internets nicht im Ansatz verstanden, und dazu auch noch organisiert von einigen der fiesesten Organisationen in ganz Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hab mich spaßeshalber mal ein bisschen durch die Umfrage geklickt. Und vom wissenschaftlichen Standpunkt her dürften die Ergebnisse &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html&quot;&gt;in etwa so repräsentativ und aussagekräftig wie die INDECT-Fragebögen sein&lt;/a&gt;. Gleichzeitig offenbaren die (meist ohne Freitext-Option festgelegten...) Antwortoptionen, welches Geistes Kind die Umfrage ist: Bei der Frage danach wer entscheiden sollte auf welche weiterführende Schule ein Kind kommt stehen zur Auswahl: „Eltern“, „Lehrer“, „Lehrer &amp;amp; Eltern“,  „Die Noten“. Von den Kindern? Keine Spur... Und auch die anderen Fragen haben mehr den Tenor von &lt;em&gt;„Bildung für alle? Ist das gerecht gegenüber denen, die Arbeiten?”&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein schönes Beispiel dafür, wie man das Internet nicht verstanden haben kann und wie man Umfragen nicht aufziehen sollte, wenn man sich echten Erkenntnisgewinn verspricht...&lt;br/&gt;&lt;br/&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 14 Feb 2011 21:40:04 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2425-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Verleger und das Internet...</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2423-Verleger-und-das-Internet....html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2423-Verleger-und-das-Internet....html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2423</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2423</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Mit dem Start-Up &lt;a href=&quot;http://www.commentarist.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;Commentarist&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; gab es, zumindest kurzzeitig, auch in Deutschland mal wieder eine ganz nette Idee: Die Seite aggregierte von über 1000 Journalisten Kommentare und Meinungsartikel und sortierte sie Kategorien zu. Neben der Überschrift und einem kurzen Anriss gab es dann den Link zu den Artikeln in voller Länge, zu den Webseiten auf denen die Kommentare erschienen sind. Im Endeffekt also nichts anderes als &lt;a href=&quot;http://news.google.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;Google News&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; für Meinungsartikel. Dummerweise haben sie ihre Pläne dabei ohne den Starrsinn und den fehlenden Verstand, in Dingen neue Medien, von deutschen Verlegern gemacht: Denn sowohl die Süddeutsche als auch die FAZ haben sofort &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,743649,00.html&quot;&gt;rechtliche Schritte angedroht&lt;/a&gt;. Und deshalb ist die Plattform damit auch schon wieder offline. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine &lt;a href=&quot;http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4985/kanonen-gegen-online-spatzen?utm_source=feedburner&amp;amp;utm_medium=feed&amp;amp;utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29&quot;&gt;ausführliche Beschreibung und sehr gute Bewertung der gesamten Vorgänge findet man beim Spiegelfechter&lt;/a&gt; und ich teile seine Einschätzung so weit. Hier sieht man jetzt schon wo hin die Reise der Verleger mit einem ja &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-IGEL-Gegen-den-feuchten-Traum-der-Verlegerlobby.html&quot;&gt;bereits angedachten Leistungsschutzrecht gehen soll&lt;/a&gt;: Nämlich ins Land der unbegrenzen Einnahmequellen. Es wäre ja auch zu schön, wenn man &lt;em&gt;Google News&lt;/em&gt;, Plattformen wie &lt;em&gt;Commentarist&lt;/em&gt; und auch jeden Blogger für Text-Auszüge zur Kasse bitten könnte um so doppelt zu verdienen. Denn was die Verlage ja gerne unter den Tisch fallen lassen: Sie verdienen so schon an jeder Verlinkung potentiell ganz gut. Durch Besucher die über Verlinkungen von Google, Blogs &amp;amp; Co zu ihnen kommen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsgemeinschaft_zur_Feststellung_der_Verbreitung_von_Werbetr%C3%A4gern#Pr.C3.BCfung_der_Online-Medien&quot;&gt;steigen nicht nur die Besucherzahlen sondern auch ihre Reichweite&lt;/a&gt;. An der sich wiederum die Preise für Werbung festlegen lassen. Und so hilft jeder Klick entspannt dabei sich die Taschen zu füllen. Oder was glaubt ihr, wieso wirklich jede Nachrichten-Seite aus den Verlagen mit strunzdummen Foto-Klickstrecken daher kommt? Anstatt aber jedem für Verlinkungen die Füße zu küssen droht man lieber mit dem Anwalt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass auch die Verleger einfach nicht verstanden haben welches die eigentlichen Chancen des Webs sind. Denn die Zeiten des One-Size-Fits-All sind im Web eindeutig angezählt. Immer mehr Leute beziehen ihre Nachrichten auf sie zugeschnitten: Ob über den &lt;em&gt;RSS&lt;/em&gt;-Reader, ihre &lt;em&gt;Twitter&lt;/em&gt;-Timeline, &lt;em&gt;Facebook&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Flipboard&lt;/em&gt; oder, ganz ohne Wissen um die Technik dahinter, über die &amp;quot;&lt;em&gt;dynamischen Lesezeichen&lt;/em&gt;&amp;quot; im Browser. Warum sollte ich mir auch den Boulevard-Teil nach Hause liefern lassen, wenn ich nur das politische Tagesgeschehen verfolgen will? Oder eben per Hand alle Verlagswebseiten nach klugen Kommentaren abgrasen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn das liebe Verlagshäuser ist die Zukunft. Auch wenn ihr &lt;em&gt;RSS&lt;/em&gt; aus schon nicht verstanden habt, wie eure verstümmelten Feeds, mit nichtssagenden Symbolbildchen und 1 1/2 Sätzen langen Anrissen beweisen. Ihr spekuliert darauf, dass Nutzer deshalb auf eure Seite kommen und euch Klicks bescheren. Aber ich will irgendwie nicht so recht daran glauben, denn für meinen Teil verzichte ich lieber ganz auf eure Feeds. Oder lasse mir die lesbare Form direkt über &lt;a href=&quot;https://www.readability.com/bookmarklets/&quot;&gt;&lt;em&gt;Readability&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ausgeben. Ob euch das Klicks bringt: Keine Ahnung. Aber zumindest ist es Werbefrei. Das man Volltext-Feeds anbieten kann, die dann sogar Werbung beinhalten zeigen die deutschen &lt;a href=&quot;http://www.scienceblogs.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;ScienceBlogs&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;. Und ich verrate euch was: Anders als im Browser haben nur die wenigsten Leute im Feedreader einen Werbeblocker installiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aggregatoren bieten dabei so viele Vorzüge im Kampf gegen das, was Cory Doctorow in einem seiner Romane im Vorwort so schön umschreibt: &amp;quot;&lt;em&gt;The big problem isn&#039;t piracy, it&#039;s obscurity.&lt;/em&gt;&amp;quot; Menschen die sonst nie auf die Idee gekommen wären eure Angebote zu nutzen, sei es Mangels Wissen darum oder Mangels Interesse am Gesamtpaket, kommen dadurch auf eure Webseite. Ein Beispiel, das zeigt wie es gut funktioniert, ist der Aggregator &amp;quot;&lt;a href=&quot;http://givemesomethingtoread.com/&quot;&gt;&lt;em&gt;Give me something to read&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;quot;, der aus Instapaper-Empfehlungen eine handverlesene Liste großartiger Artikel erzeugt. Aber dafür muss man natürlich Vertrauen in die Qualität der eigenen Angebote und Inhalte haben. Wenn das nicht da ist, dann hilft aber auch kein Schreien nach strengeren Gesetzen mehr...&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 09 Feb 2011 10:05:38 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2423-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Wikileaks</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2421-Wikileaks.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2421-Wikileaks.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2421</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2421</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Jochen Schäfer)</author>
    <content:encoded>
    Wikileaks wird zur Zeit massiv angegriffen, sowohl auf der technischen bzw. strukturellen Ebene - z.B. DNS-Sperren bzw. Kontosperren von &lt;em&gt;Paypal&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Mastercard&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Visa&lt;/em&gt; - als auch auf der persönlichen Ebene - Bedrängen von Wikileaks-Mitarbeitern und Aufrufe zur Ermordung von Julian Assange. Im folgenden möchte ich diese Angriffe einordnen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Warum wird Wikileaks angegriffen?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.&lt;/em&gt; &amp;#160;(Victor Hugo)&lt;/blockquote&gt;Immer wenn eine neue Idee entsteht, die den Status quo bedroht, ruft diese bei den Machthabern eine starke Reaktion gegen die Idee hervor. Dies war auch so im Umfeld eines Ereignisses, auf das die Pfälzer zu recht stolz sind: Das Hambacher Fest. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Napoleon 1815 endgültig gescheitert war, wurde die Pfalz, die seit 1793 von Frankreich annektiert war, unter die Verwaltung des Königreichs Bayern gestellt. Bayern musste allerdings die Einhaltung der Pfälzer Verfassung mit den von der Französischen Revolution inspirierten Rechten und Freiheiten garantieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1830 löste die Julirevolution in Paris auch in der Pfalz Unruhen aus, die &lt;a href=&quot;https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Julirevolution_von_1830#Weitere_Auswirkungen&quot;&gt;die Bayern durch Einschränken der Bürgerrechte zu unterdrücken versuchten&lt;/a&gt;. Die Verfassung ignorierend wurden politische Veranstaltungen verboten und Zensur eingeführt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher wurde am 29. Januar 1832 im pfälzischen Zweibrücken der „Deutsche Preß- und Vaterlandsverein“ mit dem Ziel gegründet, durch unabhängige Journalisten und Pressefreiheit &lt;a href=&quot;https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Deutscher_Pre%C3%9F-_und_Vaterlandsverein&quot;&gt;die nationale Einheit Deutschlands in einem freiheitlichen Europa zu erreichen&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verein formulierte also Ziele, die den Herrschenden nicht gefallen konnte. Einerseits konnte ein vereintes Deutschland den Fürsten nicht gefallen, die damit Macht eingebüßt hätten. Andererseits musste den deutschen Fürsten die liberale und freiheitliche Pfälzer Verfassung ein Dorn im autoritären Auge sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung fand das Hambacher Fest statt. Dies war ein europäisches Ereignis und gilt heute als der Höhepunkt des Vormärzes. Getarnt als Volksfest unterliefen die Veranstalter die verfassungswidrige Rechtslage und &lt;a href=&quot;https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Hambacher_Fest&quot;&gt;riefen in ihren Reden zum Widerstand gegen die Repression auf&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar wurden die Wortführer des „Deutschen Preß- und Vaterlandsvereins“ danach verhaftet und eingesperrt. Dies konnte aber letztlich die Deutschen Revolutionen 1848/49 nicht verhindern. Folgerichtig finden sich die in der Paulskirchenverfassung 1849 zum ersten Mal für Gesamtdeutschland formulierten Bürgerrechte im Kern unverändert auch in der Weimarer Verfassung und im Grundgesetz wieder. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Versuche Wikileaks abzuschalten, haben bisher nur eine gewaltige Solidarisierung gebracht und jeden Versuch, die Inhalte von Wikileaks aus dem Internet zu entfernen, durch über 1000 Spiegelungen vollkommen zunichte gemacht. Auch die persönlichen Angriffe auf Julian Assange und seine Mitarbeiter könnten höchstens dazu führen, dass Wikileaks seinen Dienst, das anonyme Whistleblowing zu unterstützen, einstellt. Aber die gerade gestarteten Projekte, wie &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/OpenLeaks&quot;&gt;OpenLeaks&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.derwesten-recherche.org&quot;&gt;&lt;em&gt;WAZ Recherche&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; zeigen, dass die Zeit der Idee von Whistleblowing und Plattformen zur Unterstützung von Whistleblowing gekommen ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wikileaks ist dabei nur der Anfang. Die Entwicklung anderer System und der Druck auf diese werden dazu führen, dass diese Systeme stetig verbessert und immer weitere Nutzerkreise finden werden. Die Erfahrung mit dem &lt;a href=&quot;https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Napster#Alternativen&quot;&gt;Kampf zwischen der Contentindustrie und Napster&lt;/a&gt; ist nur ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Machthaber dieser Welt werden sich aber darauf einstellen müssen, dass sie ihre politischen Spielchen nicht mehr im Dunkeln machen können, sondern das Flutlicht der Whistleblower auch den letzten Winkel ausleuchten wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;hr width=&quot;100%&quot; size=&quot;2&quot; /&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;Ein Gast-Beitrag von &lt;a href=&quot;http://twitter.com/josch1710&quot;&gt;Jochen Schäfer&lt;/a&gt;, der ihn auch &lt;a href=&quot;http://www.piraten-rlp.de/285/wikileaks/&quot;&gt;bei der Piratenpartei Rheinland-Pfalz&lt;/a&gt;, bei der er Beauftragter für Whistlebowing ist, veröffentlicht hat. Jochen ist Vorsitzender im Kreisverband Rhein-Pfalz und war hauptverantwortlicher Autor der Punkte des Grundsatzprogramms der Piratenpartei zum Thema Whistleblowing.&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 18 Jan 2011 13:08:20 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2421-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Das Personal Genome Projekt – Ein Privacy-Albtraum?</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-Das-Personal-Genome-Projekt-Ein-Privacy-Albtraum.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-Das-Personal-Genome-Projekt-Ein-Privacy-Albtraum.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2417</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2417</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Vor Weihnachten gab es bei der Bierologie schon &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/allgemein/2010-12-18/schon-wieder-ein-jahr-rum&quot;&gt;ein paar Buchtipps&lt;/a&gt; von Philipp und mir. Leider habe ich &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.com/Here-Human-Being-Personal-Genomics/dp/0061628336&quot;&gt;Here Is A Human Being (At The Dawn Of Personal Genomics)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; gerade erst durchgelesen. Sonst wäre das sicherlich auf der Liste der empfehlenswerten Bücher gelandet. Denn das Buch von Misha Angrist - bislang glaube ich nur auf englisch erschienen - ist für jeden der sich auch nur Ansatzweise für Genetik interessiert extrem spannend. Grundlagen der Genetik mit Fallbeispielen wie &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/BRCA2&quot;&gt;BRCA2&lt;/a&gt; (Ein Gen was bei der Entwicklung von Brustkrebs eine Rolle spielt), werden genauso erklärt wie moderne Sequenziermethoden und alles in allem gibt es rund um die Sequenzierung des menschlichen Genoms eine Abhandlung über das &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt&quot;&gt;Human Genome Project&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; (HGP), die Entwicklung auf dem Markt des &lt;em&gt;Next Generation Sequencing&lt;/em&gt; hin zu den Personal Genomics-Firmen wie &lt;a href=&quot;http://www.decodeme.com/&quot;&gt;&lt;em&gt;deCODEme&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://www.23andme.com/&quot;&gt;&lt;em&gt;23andme&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kernstück der gesamten Geschichte ist allerdings das &lt;a href=&quot;http://www.personalgenomes.org/&quot;&gt;&lt;em&gt;Personal Genome Project&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; (&lt;em&gt;PGP&lt;/em&gt;), was versucht die Genome von möglichst vielen Menschen zu veröffentlichen. Und Angrist ist selbst einer der ersten 10 Teilnehmer. Der Gründungs-Mythos des &lt;em&gt;PGP&lt;/em&gt; ist eigentlich schnell erzählt: Nachdem sowohl Venter als auch das HGP die ersten Genome fertiggestellt haben musste man leider doch recht schnell anerkennen, dass rein genomische Daten leider nicht von ganz so viel Wert sind, wie man gedacht haben könnte. Die Lösung die George Church mit dem &lt;em&gt;PGP&lt;/em&gt; vorschlägt ist daher simpel: Man braucht einfach nur mehr Daten. Und im Idealfall hat man nicht nur mehr menschliche Genome zur Hand (die auch schon helfen, immerhin hat man so mehr Vergleichsdaten und kann Unterschiede finden), sondern auch mehr Daten über die Phänotypen die Menschen mit dem Genom ausprägen, genauso wie deren Lebenssituation. Nun, und genau das versuchen sie nun auch umzusetzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da das PGP sehr viel Wert auf den freien Zugang zu den Daten legt, und diese unter einer &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/&quot;&gt;&lt;em&gt;Creative Commons Zero&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;-Lizenz veröffentlicht, kann sich jeder auf der Webseite nicht nur den &lt;a href=&quot;http://www.personalgenomes.org/public/&quot;&gt;Zugang zu den DNA-Sequenzen der Teilnehmer verschaffen, sondern auch Krankendaten, Portraitfotos etc. einsehen&lt;/a&gt;. Für Privacy-Verfechter vermutlich ein Albtraum und wohl so ziemlich das Maximum was man in der Richtung an Offenheit erzeugen kann. Und auch bei der Podiumsdiskussion zum Thema Privatsphäre/Post Privacy bei der &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;#om10&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; kam die Frage nach den Datenschutz-Problemen mit DNA auf. Und ein Grund den George Church für diese absolute Offenheit angibt (neben den offensichtlichen Vorteilen frei verfügbaren Daten) ist die Tatsache, dass man den Teilnehmern des &lt;em&gt;PGP&lt;/em&gt; nicht ernsthaft zusichern kann, dass ihre Daten anonym bleiben. Denn auch ohne Namen lässt sich aus den Daten in vielen Fällen relativ gut die Person zurück zuordnen (erst Recht, wenn man die ganzen phänotypischen Daten) dazu rechnet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch das redigieren von Daten ist keine so einfache Lösung wie man sich das vorstellt: Als prominentes Beispiel wird &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson&quot;&gt;James Watson&lt;/a&gt;, Mit-Entdecker der DNA-Struktur, angeführt. Dieser hatte sich vor der Veröffentlichung seines Genoms dazu entschlossen seine &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/ApoE&quot;&gt;&lt;em&gt;ApoE&lt;/em&gt;-Gene&lt;/a&gt; redigieren zu lassen. &lt;em&gt;ApoE&lt;/em&gt; spielt bei der Ausbildung von Alzheimer eine Rolle und er wollte nicht wissen ob er eine Prädisposition dafür hat. Dementsprechend wurden die betreffenden Teile redigiert. Allerdings gelang es mehreren Leuten trotzdem seinen Genotyp herauszufinden. Und zwar über ein Phänomen welches sich &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/Linkage_disequilibrium#Role_of_recombination&quot;&gt;Linkage Disequilibrium&lt;/a&gt; nennt: Chromosomale Neuordnungen passieren zufällig, allerdings bleiben dabei Gene, die eng nebeneinanderliegen, meist trotzdem zusammen (einfach da es unwahrscheinlich ist, dass genau an der kleinen Stelle dazwischen die Rekombination stattfindet). Und so konnte man alleine durch Kenntnis der umliegenden DNA-Sequenzen herausfinden welchen Genotyp Watson höchstwahrscheinlich hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viel unsere Gene und unser Genom auch über uns verraten mögen: Bislang waren solche Informationen einzig und allein dadurch geschützt, dass die Sequenzierung einzelner Gene, von Genomen gar nicht erst zu reden, unglaublich komplex und teuer war. Denn genetische Informationen verteilen wir alle jeden Tag so ziemlich überall. Doch mittlerweile kann fast jeder der nicht gerade 2 linke Hände hat in seiner Küche anfangen DNA-Sequenzen zu entschlüsseln: Die entsprechenden Thermocycler und Sequenzer lassen sich mittlerweile &lt;a href=&quot;http://cgi.ebay.com/ABI-PRISM-3700-DNA-ANYLYZER-SEQUENCER-fully-automated-/330512964596?pt=LH_DefaultDomain_0&amp;amp;hash=item4cf41b9bf4&quot;&gt;für weniger als 500 US $ bei Ebay ersteigern&lt;/a&gt;. Und erfreulicherweise geht Angrist in seinem Buch auch auf die Do It Yourself-Biologen in ihren Küchen ein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;George Church und das &lt;em&gt;PGP&lt;/em&gt; präsentieren auf jeden Fall eine ziemlich radikale Lösung für den Umgang mit diesen Entwicklungen.&lt;br/&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 19:46:36 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>IGEL: Gegen den feuchten Traum der Verlegerlobby</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-IGEL-Gegen-den-feuchten-Traum-der-Verlegerlobby.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-IGEL-Gegen-den-feuchten-Traum-der-Verlegerlobby.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2415</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2415</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Die Verlegerlobby bastelt ja schon seit geraumer Zeit an ihren Wunschgesetzen. Hinter den Vorschlägen der &lt;em&gt;„Leistungsschutzrechte für Presseverleger“&lt;/em&gt; verbirgt sich dabei nichts anderes als der Wunsch überalterte Geschäftsmodelle durch auf sie optimierte rechtliche Bedingungen auch im 21. Jahrhundert noch unverändert fortzuführen. Wer will schon die Realität und dieses Internet anerkennen? Und wenn das Verklagen von Filesharern für die Musik- und Filmindustrie so tadellos funktioniert, wieso sollte das auch nicht mit Texten gehen? Besonders schön finde ich dabei die Vorstellung, dass man für das Verwenden von &lt;em&gt;Snippets&lt;/em&gt; entlohnt werden möchte. Früher nannte man diese Dinger schlicht Zitate und waren nicht nur zentraler Bestandteil von wissenschaftlichen Arbeiten sondern auch eine ganz reguläre Kulturtechnik die so ziemlich von jedem verwendet wurden. Man munkelt sogar, dass Künstler, Autoren und Musiker sich dieser Technik bedient haben sollen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dieses Internet hat ja so vieles verändert. Und in diesem Netz taucht da auf einmal der Feind auf. Google News und überhaupt: Diese Suchmaschinen! Die nehmen doch glatt Zitate und nutzen diese um auf Verlagsangebote zu verlinken. Damit verlieren die Verlage natürlich Unsummen an Geld. Oder halt auch nicht... Denn ein guter Anteil der Besucher die sich auf die, mit Werbung zugepflasterten, Seiten der Verlage verirren kommen gerade über solche Quellen. Und mehr Besucher heissen auch mehr Werbeeinnahmen. Aber das macht ja nichts, diese Suchmaschinen bleiben böse. Da kann man auch schon mal vergessen, dass die Verlage ihre Inhalte aus freien Stücken frei und kostenlos zugänglich gemacht haben. Und es auch technisch ganz einfach wäre Pay-Walls zu errichten und Suchmaschinen-Roboter auszusperren. Denn vielleicht kann man ja noch ein paar Suchmaschinenbetreiber schröpfen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Links und Zitate als ungeheuerlich empfindet sollte sich einfach noch mal einen Nachhilfe-Kurs in &lt;em&gt;„Wie funktioniert das Internet“&lt;/em&gt; geben lassen. Genug SEO-Experten und Social Media-Berater gibt es bestimmt. Und sogar die haben das gerüchteweise ganz gut verstanden. Wer jetzt noch nicht genug hat von den abstrusen Ideen der Verleger kann sich seit heute glücklicherweise an einer zentralen Stelle über den (Un-)Sinn der Leistungsschutzrechte informieren: Bei der &lt;strong&gt;&lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://leistungsschutzrecht.info&quot;&gt;Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;findet man nicht nur die &lt;a href=&quot;http://leistungsschutzrecht.info/argumente&quot;&gt;Pro- und Contra-Argumente&lt;/a&gt; aufgelistet sondern auch die &lt;a href=&quot;http://leistungsschutzrecht.info/stimmen-zum-lsr&quot;&gt;Meinungen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft&lt;/a&gt;. Und man kann natürlich auch seine eigene Meinung dort hinterlassen. Und jetzt viel Spaß beim durchklicken. Die Verschwörungstheoretiker können sich dabei ja mal überlegen wieso in der Presse kaum etwas davon zu lesen ist&lt;br/&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Dec 2010 20:23:50 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Was macht eigentlich der Dritte Korb? </title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2412-Was-macht-eigentlich-der-Dritte-Korb.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2412-Was-macht-eigentlich-der-Dritte-Korb.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2412</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2412</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Anfang des Monats bin ich, gemeinschaftlich mit &lt;a href=&quot;http://twitter.com/#%21/library_pirate&quot;&gt;Kathi&lt;/a&gt;, vom Bundesvorstand der Piratenpartei als Koordinator für die Arbeit zum &lt;em&gt;Dritten Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft&lt;/em&gt; – oder auch kurz: dem 3. Korb – &lt;a href=&quot;http://vorstand.piratenpartei.de/2010/11/06/protokoll-zur-vorstandssitzung-2010-11-04/&quot;&gt;beauftragt worden&lt;/a&gt;. Ich hab mich auf die Zusammenarbeit mit Kathi gefreut und bislang haben wir vor allem hinter den Kulissen an dem Thema herumgewerkelt. Aber in der dieswöchigen Flaschenpost, dem Newsletter der Piraten, ist ein kurzes Interview mit uns erschienen. Okay, Interview ist dreist gelogen. Kathi und ich haben uns selbst die Fragen gestellt und wir wollen damit erstmal klar machen um was es überhaupt bei dem Thema geht und natürlich auch Mitstreiter finden. Im Text  geht es vor allem um die Historie der ersten beiden Körbe und was man bislang vom dritten Korb erwarten darf. Ihr könnt &lt;a href=&quot;http://bit.ly/dWjjHX&quot;&gt;die gesamte Flaschenpost als PDF herunterladen&lt;/a&gt;. Oder auch, etwas netter formatiert, direkt hier lesen: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Flaschenpost: Hallo Bastian. Hallo Kathi. Es ist schön, dass ihr euch dieses wichtigen Themas annehmt. Wie kam es zu dieser Beauftragung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Der ganze Urheberrechts- und Lizenz-Komplex begleitet mich jetzt schon seit ein paar Jahren und so hab ich natürlich auch die fatalen Urheberrechts-änderungen der letzten Jahre mit verfolgt. Seitdem im Juni die ersten Anhörungen zum Dritten Korb begonnen haben, &lt;a href=&quot;http://web.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100613-Presseverleger-Wissenschaftler-oder-Nutzer-Wer-kriegt-den-Dritten-Korb&quot;&gt;hat sich bei den Piraten nicht mehr viel zu dem Thema getan&lt;/a&gt;. Inspiriert durch die gute Arbeit durch die Beauftragungen bei INDECT, ACTA &amp;amp; Co habe ich zusammen mit Kathi überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre so etwas auch für den 3. Korb zu initiieren. Nachdem wir das Thema mit Wolfgang Dudda und Andreas Popp besprochen haben, kam es dann zu der Ausschreibung, für die sich sowohl Kathi als auch ich beworben haben. Und obwohl die Beauftragung vorläufig nur auf mich gefallen ist, werden wir das Thema zusammen bearbeiten. Gerade weil Kathi in Berlin bei den meisten Veranstaltungen direkt vor Ort mitwirken kann, bietet sich das natürlich besonders an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathi:&lt;/strong&gt; Ich war von Bastians Idee auch gleich begeistert. Durchs Studium (elende Theorie...) und durch die Arbeit in einer wissenschaftlichen Bibliothek (noch elendere Praxis) habe ich leidvolle Erfahrungen mit dem aktuellen Urheberrecht gemacht. Wenn nun um den Dritten Korb gerungen wird, müssen die Piraten dringend für die Rechte der Nutzer eintreten. Besonders die Privatnutzer - die wir alle sind - haben so gut wie keinen Fürsprecher in diesen Beratungen. Ich habe aber nur wenig Hoffnung, dass bei den nächsten Anhörungen die Piratenpartei irgendwie einbezogen wird. Das, was wir bisher davon mitbekommen konnten, kam ausschließlich von den wenigen engagierten Urheberrechtlern und Wissenschaftlern, die angehört wurden. Die spärliche Presseberichterstattung drehte sich fast nur um eigenes Terrain, das Leistungsschutzrecht für Presseverleger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Flaschenpost: Um was handelt es sich überhaupt genau bei dem dritten Korb?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Als &amp;quot;Dritter Korb&amp;quot; wird das dritte „Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“ bezeichnet, das derzeit von Justizministerium und Bundestag vorbereitet wird. Die umfangreiche Reform des deutschen Urheberrechts wurde durch die Richtlinie zum Urheberrecht im Informationszeitalter der Europäischen Union von 2001 nötig. Und obwohl der Titel der Richtlinie und der Gesetze sich so fortschrittlich anhört, sollte man sich davon unter keinen Umständen blenden lassen. In den ersten beiden &amp;quot;Körben&amp;quot; wurde das Urheberrecht unter dem Einfluss der Verwerter- Lobby und auf Kosten der Allgemeinheit massiv verschärft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathi:&lt;/strong&gt; Die bekanntesten Beispiele dafür sind in Piratenkreisen wohl das Verbot von &amp;quot;offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlagen&amp;quot; Privatkopien anzufertigen und der rechtliche Schutz von DRM-Systemen. Aber auch im Bereich Bildung und Wissenschaft wurde die Nutzung von geschützten Werken in Intranets sehr restriktiv, um nicht zu sagen, realitätsfern gefasst. Diese Sachen wurden bereits im Ersten Korb 2003 durch die rot- grüne Koalition beschlossen.&lt;br /&gt;Dem Zweiten Korb von 2007 verdanken wir schließlich die Kriminalisierung von Peer-To-Peer-Tauschbörsen und die anschließenden Massenabmahnungen. Aber zum Beispiel auch, dass Bibliotheken digitalisierte Werke an Computer-Arbeitsplätzen nur so häufig anzeigen dürfen, wie analoge Varianten im Bestand vorhanden sind. Die sich durch die Digitalisierung ergebenden Chancen wurden hier eindeutig verspielt. Und die Bedingungen in der Privatkopie-Schranke wurden in beiden Gesetzen so weit ausgedehnt, das diese heute praktisch nicht mehr zu gebrauchen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Und es ist zu befürchten, dass sich die Lage nach dem Dritten Korb nicht verbessern, sondern noch weiter verschlechtern wird...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Flaschenpost: Wie weit ist denn der Prozess um den dritten Korb?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Die Arbeit an dem Dritten Korb hat im Juni diesen Jahres angefangen. Federführend war bisher das Bundesjustizministerium, weshalb die Konsultationen unter Ausschluss der öffentlichkeit stattfanden. Und so hatten nicht nur wir als Piraten keine Möglichkeit daran teilzunehmen, sondern es wurde auch die breite öffentlichkeit so ihrer Mitwirkung in diesem Stadium beraubt. Stattdessen wurden mit den Lobbyvertretern der Verwertungsindustrie mal wieder die üblichen Verdächtigen an den Tisch gebeten. Wenn im nächsten Jahr der Deutsche Bundestag bzw. der Rechtsausschuss die Beratungen übernimmt, hoffen wir, dass dies transparenter geschieht. Einer der zentralen Punkte soll zumindest das Urheberrecht für den Wissenschafts- und Bildungssektor sein. Bislang wurden Forderungen seitens der Wissenschaftsgemeinschaft immer vertröstet, und so ist es kein Wunder, dass Deutschlands Open-Access-Bewegung in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen steckt. Wir unterstützen die Forderungen des Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ und hoffen, dass dieser Zusammenschluss von zahlreichen Wissenschaftsorgansiationen genug Gehör findet. Und auch wenn mittlerweile viele Fraktionen angekündigt haben ein unabdingbares Zweitverwertungsrecht zu begrüßen, sollte man hier weiterhin wachsam sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathi:&lt;/strong&gt; Außer zur Förderung von Open Access hat man wenigstens noch eine Anhörung zum Problem der &amp;quot;verwaisten Werke&amp;quot; durchgeführt. Das sind solche nicht wenigen Werke, dessen Rechteinhaber nicht auffindbar oder feststellbar sind. Dies ist bei einem Urheberrecht, das 70 Jahre nach dem Tod des Urheber andauert, schon beinahe vorprogrammiert, zumal bei Werken, an denen mehrere Personen beteiligt sind wie zum Beispiel Filme. Das Fatale an der Situation ist, dass zum Beispiel Archive und Museen, die solche Werke gerne digitalisieren und verfügbar machen würden (und es wegen Medienzerfalls sogar müssen!), dies nicht dürfen bzw. sich strafbar machen, wenn sie es dennoch tun. Im Zweifelsfall können sie für ihre Arbeit, das kulturelle Erbe zu erhalten, verklagt werden. Dieses Risiko gehen öffentliche Institutionen - im Gegensatz zu Google - in der Regel nicht ein. Hier müssen also dringend Regelungen geschaffen werden, die den allgemeinen Zugang zu diesen Werken ermöglicht und sichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Ein wichtiger Punkt bei dem wir Piraten die Augen unbedingt offenhalten und aktiv werden sollten, ist das Leistungsschutzrecht für Presseverleger, das in den letzten Wochen und Monaten oft durch die Medien geisterte. Die Verlage arbeiten auf ein eigenes Schutzrecht hin, durch das zur Vervielfältigung nutzbare Geräte mit Abgaben belegt werden sollen. So wie Urheber bzw. Verwerter durch Pauschalabgaben auf Druckern, CD-Rohlingen, Computern etc. entschädigt werden, wollen die Verleger nun ihre &amp;quot;Leistung&amp;quot; noch einmal zusätzlich entlohnt haben. Dabei ist besonders bedenklich, dass sich die Entwüfe der Verlage gegen Suchmaschinen wenden. Dienste, die nur kleine Informations-Häppchen aggregieren, remixen und verlinken, wie Google News beispielsweise, sollen so nicht nur zur Vergütung gezwungen werden. Gleichzeitig wollen die Verlage ein Verbotsrecht eingeräumt haben. Damit wackelt sogar die Freiheit des Zitats und damit die Informations- und Meinungsfreiheit! &lt;a href=&quot;http://donutpiraten.wordpress.com/2010/06/16/sls-die-berliner-rede-zum-%20lexspringer/&quot;&gt;Leider hat sich die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bisher hinter diese Forderung gestellt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathi:&lt;/strong&gt; Darüber hinaus sind Dinge wie eine weitere Einschränkung der Privatkopie und auch ein Verbot intelligenter Aufnahmesoftware für Webradios im Gespräch. Es gibt also mehr als genug Gründe, wieso wir uns sorgen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Flaschenpost: Und was können wir Piraten dagegen unternehmen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Bastian:&lt;/strong&gt; Damit der Dritte Korb nicht zu so einem der Allgemeinheit schädlichen Machwerk verkommt, müssen auch wir Piraten jetzt aktiv werden. Und das heißt vor allem den Widerstand in der breiten Bevölkerung zu aktivieren und so gut es geht zu bündeln, um das Feld nicht wieder der Verwerter-Lobby zu überlassen. Im ersten Schritt sind wir gerade dabei hier den Kontakt zu ähnlich eingestellten Organisationen herzustellen. Und da das Feld Urheberrecht kein gerade Kleines ist, brauchen wir natürlich noch Unterstützung. Sei es durch Leute, die in der Materie bereits tief drin stecken, sei es durch Leute die Werbematerial entwerfen können, Texter und ja: Eigentlich all diese Dinge, die man für eine Kampagne benötigt. Denn auch wenn der Gesetzesentwurf noch vergleichsweise am Anfang steht, sollten wir uns darauf einstellen, dass wir auch mit diesem Thema auf die Straße müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Kathi:&lt;/strong&gt; Und wenn man weiterdenkt, ist eine breite Diskussion und eine weitergehende Positionierung der Piraten zum Urheberrecht natürlich sehr wichtig. Auch&lt;br /&gt;
da gibt es noch viel zu tun, wie man bei den Diskussionen zu den Urheberrechts-Anträgen auf dem Parteitag in Chemnitz gesehen hat. Aber das ist eine andere Baustelle. &lt;img src=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 26 Nov 2010 23:09:31 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2412-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Keine Angst!</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2411-Keine-Angst!.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2411-Keine-Angst!.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2411</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2411</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Natürlich habe ich Angst vor Terror&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Terror, der (Substantiv, m)&lt;br /&gt;Bedeutungen:[1] Schreckensherrschaft.&lt;br /&gt;[2] Systematische Verbreitung von Angst und Schrecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herkunft:Der Staatsphilosoph Thomas Hobbes (1588-1679) betrachtete den „terror of legal punishment“, den Schrecken gesetzlicher Bestrafung, als notwendige Voraussetzung für das Funktionieren eines Staates. Während der französischen Revolution war „terreur“ die Selbstbezeichnung der Herrschaft Robespierre&#039;s und der Jakobiner. In dieser Zeit fand der Begriff Terror Eingang in die deutsche Sprache.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;siehe auch: &lt;a href=&quot;http://de.wiktionary.org/wiki/Terror&quot;&gt;http://de.wiktionary.org/wiki/Terror&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, vor genau der Art Terror habe ich Angst. Nämlich vor der Form den die Regierung zur Zeit verbreitet. Und zwar viel viel mehr als es ein paar durchgeknallte Spinner mit angeblichen Bomben jemals auszulösen vermögen. Denn wer terrorisiert hier eigentlich wen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bastian Greshake&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.twitter.com/gedankenstuecke&quot;&gt;http://www.twitter.com/gedankenstuecke&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ausgerechnet ich, der Mensch der die Worte „Keine Angst“ systemweit durch das Makro &lt;em&gt;/ka &lt;/em&gt;auslösen kann. Aber ernsthaft: Unter &lt;a href=&quot;http://wirhabenkeineangst.de/&quot;&gt;&lt;strong&gt;Wir haben keine Angst&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; gibt es eine schöne Aktion die sich gegen die aktuelle Hysterie und Panikmache wegen der Terrorwarnungen zu stellen. Oben könnt ihr meinen Beitrag dazu lesen. Und vielleicht hat hier ja noch der eine oder andere Lust &lt;a href=&quot;http://wirhabenkeineangst.de/pages/mitmachen&quot;&gt;seinen Beitrag einzureichen&lt;/a&gt;. Text, Standbild, Video, Audio. Werdet kreativ. &lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 23 Nov 2010 22:38:11 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2411-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Ein kurzes Fazit vom Netzpolitischen Kongress</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2410-Ein-kurzes-Fazit-vom-Netzpolitischen-Kongress.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2410-Ein-kurzes-Fazit-vom-Netzpolitischen-Kongress.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2410</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2410</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte für die letzten beiden Tage zu ihrem &lt;a href=&quot;http://nk10.de/&quot;&gt;Kongress zu Netzpolitik in den Räumen des Paul-Löbe-Haus geladen&lt;/a&gt; und zusammen mit dem bezaubernden Herrn Urbach habe ich mich auch auf den Weg dahin gemacht. Und eigentlich kann ich das Fazit was gestern Abend auf der Abschluss-Party diskutiert wurde nur unterschreiben: Es ist gut, dass das Thema bei den Grünen ankommt und das man versucht sich Wissen dazu anzueignen. Allerdings stecken die Grünen als Gesamtpartei so ziemlich in den Kinderschuhen was das angeht, auch wenn es vereinzelte Mitglieder gibt die in Netzpolitik schon fit sind. Sauer aufgestossen ist mir dabei allerdings die Tatsache, dass oft so getan wurde, als wären die Grünen per se schon kompetent was das Thema Netzpolitik angeht. Gerade die Eröffnungsrede von Renate Künast war dabei nicht mehr als ein zusammengegoogeltes Buzzword-Bingo. Dabei war das mangelnde Wissen mehr als einmal offensichtlich. Dabei ist es nicht verwerflich, dass man keine Ahnung hat wovon man redet und sich deshalb Hilfe sucht. Aber irgendwie sollte man dann auch schon so ehrlich sein und das auch offen zugeben können und nicht den Experten vorspielen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonst hat diese Hilfestellung glaube ich ganz gut geklappt, so mein Eindruck in den Gesprächen am Rande. Für Leute die in den Themen nicht seit Jahren drin stecken gab es einen guten Überblick über die aktuellen Debatten. Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei die Rede von Reto Hilty zum Urheberrecht die man auch &lt;a href=&quot;http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/wp-content/uploads/2010/11/Abstract-Hilty-2010-11-12.pdf%20&quot;&gt;als PDF runterladen kann&lt;/a&gt; und die aktuelle Situation ziemlich gut zusammenfasst. Weniger spannend war hingegen der Workshop „&lt;a href=&quot;http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/203/w2-jenseits-der-korbflechterei-interessenausgleich-im-urheberrecht&quot;&gt;&lt;em&gt;Jenseits der Korbflechterei. Interessenausgleich im Urheberrecht&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;” der am Freitag morgen stattfand, was aber auch daran lag, dass der Workshop dermaßen voll bzw. überfüllt war, dass es doch mehr auf ein reines konsumieren für die meisten hinausgelaufen ist (oh, und daran, &lt;a href=&quot;http://irights.info/?q=content/die-kulturflatrate-als-dritter-weg&quot;&gt;dass die Kulturflatrate immer noch nicht tot ist&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;Ebenfalls sehr spannend fand ich die Barcamp-Session zum Öffentlichkeitsbegriff von Hannah Arendt bei der unter anderem @9er0, @mspro, @elicee, @jensbest, @rka und der @herrurbach und ich dabei waren. Von @9er0 gibt es dazu auch bereits einen &lt;a href=&quot;http://9er0.wordpress.com/2010/11/13/%E2%80%9Eoffentlichkeit%E2%80%9C-auf-dem-netzkongress-der-grunen/&quot;&gt;Blogbeitrag der den Slot behandelt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Dinge sollte man beim nächsten Mal noch optimieren: Erstmal sollte keine Vermischung bzw. Überschneidung von Workshops &amp;amp; Barcamp-Slots stattfinden, da letztere auf jeden Fall darunter leiden. Und das ist schade, denn gerade mehr Interaktivität hätte dem Kongress oft gut getan. Und es muss mehr Pausen geben: Das Programm war voll und es wurde wie üblich standardmässig überzogen. Dabei Leben so Kongresse von den Pausen wo man sich austauschen und kennenlernen kann. Und ja: Man übt noch. Und das ist gut. Glückwunsch zum Auftakt. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 14 Nov 2010 17:02:32 +0100</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2410-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Hinter verschlossenen Türen: ACTA</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2408-Hinter-verschlossenen-Tueren-ACTA.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2408-Hinter-verschlossenen-Tueren-ACTA.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2408</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2408</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Andre, der in Münster den &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-Der-neue-Personalausweis.html&quot;&gt;Vortrag zum neuen Personalausweis&lt;/a&gt; gehalten hat, hatte mich vor einiger Zeit gefragt ob ich nicht in Bochum im &lt;a href=&quot;http://www.das-labor.org/&quot;&gt;&lt;em&gt;Labor&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; einen kurzen Vortrag über ACTA halten könnte. Und eigentlich hätte ich das auch gerne getan. Aber leider ist mir dann der Umzug nach Frankfurt kurzfristig dazwischen gekommen. Erfreulicherweise hat sich aber &lt;a href=&quot;http://blog.brechler-web.de/&quot;&gt;Philip&lt;/a&gt; bereit erklärt die Aktion zu übernehmen und für mich einzuspringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern Abend fand der Vortrag statt und freundlicherweise wurde der Vortrag nicht nur live gestreamt sondern auch aufgezeichnet. Hier eingebettet findet ihr die Aufzeichnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/8EfTt3R5y9k?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;hd=1&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot; /&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/8EfTt3R5y9k?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&amp;amp;hd=1&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot; /&gt;&lt;/object&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 27 Oct 2010 20:00:46 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2408-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2407-Die-Glaubwuerdigkeit-von-WikiLeaks.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2407-Die-Glaubwuerdigkeit-von-WikiLeaks.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2407</wfw:comment>

    <slash:comments>9</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2407</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    WikiLeaks hat in letzter Zeit für viel Wirbel gesorgt. Erst war da &lt;a href=&quot;http://www.dailymotion.com/video/xcufdj_collateral-murder-wikileaks_news&quot;&gt;das Video aus dem Irakkrieg&lt;/a&gt;, welches zeigt, wie aus einem Helikopter auf unbewaffnete und flüchtende Zivilisten geschossen wird. Kurz danach &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2010/wikileaks-dokumentiert-afghanistan-krieg/&quot;&gt;veröffentlichten sie zehntausende Militär-Dokumente aus dem Afghanistan-Krieg&lt;/a&gt; gefolgt von knapp &lt;a href=&quot;http://warlogs.wikileaks.org/&quot;&gt;400 000 Dokumenten aus dem Irakkrieg am Freitag Abend&lt;/a&gt;, die zwischen 2004 und 2009 angefallen sind. Gleichzeitig mit diesen Erfolgen beim Whistleblowing wächst aber auch die Kritik an Wikileaks. Und das ganz unabhängig von den &lt;a href=&quot;http://www.guardian.co.uk/media/2010/sep/01/sweden-julian-assange-rape-investigation&quot;&gt;Skandalen um die Persona Assange&lt;/a&gt; und den &lt;a href=&quot;http://www.gulli.com/news/daniel-schmitt-verl-sst-wikileaks-2010-09-25&quot;&gt;Streitigkeiten innerhalb von WikiLeaks&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits bei der Veröffentlichung des Videos unter dem Titel „&lt;em&gt;Collateral Murder&lt;/em&gt;“ gab es Kritik daran, dass WikiLeaks ihre zuvor neutrale Rolle aufgegeben haben und stattdessen als Editor aufgetreten sind und dem Video nicht nur einen eindeutigen Titel gegeben haben, sondern das Video auch zurechtgeschnitten und kommentiert haben. Auch wenn dieser Schritt im Sinne der Erregung von Aufmerksamkeit noch gerechtfertigt werden könnte, ist dies gleichzeitig schon ein erster Schritt weg von ihrem eigenen Anspruch: Nämlich Dokumente zu veröffentlichen, solange sie nur neu sind (selbst unabhängig davon, ob sie echt oder ein Fake sind).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Veröffentlichung der Dokumente aus Afghanistan wurden ca. 15 000 Dokumente zurückgehalten. Mit der Begründung, dass man hier die Namen der Informanten rauslöschen müsste, damit sie nicht den Taliban zum Opfer fallen. Was im ersten Moment nach einem vernünftigen Grund klingt, besiegelt allerdings den weiteren Vertrauensverlust in WikiLeaks. Ganz abgesehen von der Effizienz der Maßnahme: Denn das Löschen der Namen von Informanten zu deren Schutze funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass die Daten/Dokumente nicht an anderer Stelle auch an die Öffentlichkeit gelangt sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was in meinen Augen eine ziemlich vermessene Ansicht ist. Wieso sollten Informationen, die es einmal an die Öffentlichkeit geschafft haben, nicht auch an anderer Stelle wieder schaffen? Wenn man hier davon ausgeht, dass Dokumente auch öfter geleaked werden, erweist man dem Schutz der Informaten mit der Zensur der Namen nur einen Bärendienst. Denn sollten die Taliban in die Hände eines Original-Dokuments gelangen, ist es dank der Arbeit von WikiLeaks auf einmal ein leichtes, sämtliche Namen der Informanten herauszubekommen, ähnlich wie es bei DNS-Zensur der Fall ist, wenn die Sperrlisten leaken. Denn alles was ein findiger Terrorist noch machen muss, ist einmal &amp;quot;diff&amp;quot; in seine UNIX-Shell zu tippen und am Ende noch „Todesliste“ über das Ergebnis zu schreiben. Informantenschutz sieht irgendwie anders aus.Assange gibt gegenüber CNN sogar unverhohlen zu, dass es sich bei der Löschung der Namen &lt;a href=&quot;http://edition.cnn.com/2010/US/10/22/wikileaks.editing/&quot;&gt;in erster Linie um eine PR-Aktion handelt&lt;/a&gt;, und macht in einem Interview auch klar, dass &lt;a href=&quot;http://www.huffingtonpost.com/2010/10/23/julian-assange-walks-out-_n_772837.html&quot;&gt;Informatenschutz natürlich nicht gilt, wenn er fragt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Veröffentlichung der Dokumente aus dem Irak-Krieg geht man daher auch gleich noch einen Schritt weiter und &lt;a href=&quot;http://edition.cnn.com/2010/US/10/22/wikileaks.editing/&quot;&gt;löscht lustig noch mehr Details aus den einzelnen Berichten&lt;/a&gt;. Und führt damit den eigenen Grundsatz völlig ad absurdum und begräbt die eigene Glaubwürdigkeit. Da WikiLeaks alles andere als nachvollziehbar arbeitet, ist nun überhaupt nicht mehr klar, welche Informationen unter den Tisch gefallen sind und ob hier wirklich der Schutz von Informanten oder doch nur Agenda-Setting der Grund war. Durch dieses Vorgehen tut sich WikiLeaks keinen Gefallen und es operiert rein auf Basis der arroganten Grundannahme, dass Informationen nicht an anderer Stelle auch an die Öffentlichkeit gelangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was wäre die Alternative? Sollte man Menschenleben dadurch gefährden, dass man die Namen einfach mit veröffentlicht? Aber fragen wir doch lieber mal andersrum: Ist es eine Gefahr, wenn die Namen mit veröffentlicht werden? Wenn man davon ausgeht, dass Leaks so oder so vorkommen, macht es keinen Unterschied, ob man die Namen entfernt oder in den Dokumenten lässt (außer, dass die diff-Methode eben nicht mehr funktioniert). Und allgemeiner betrachtet muss man sagen, dass Informationen in der Vergangenheit ihren Wert daraus bezogen haben, dass sie selten waren. Für „&lt;em&gt;geheime&lt;/em&gt;“ Informationen ist das immer noch der Fall. Durch eine bedingungslose, allgemein zugängliche Veröffentlichung entwertet man solche Daten immens und stellt auf der Informationsebene Waffengleichheit her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider liegt WikiLeaks nicht besonders viel an der bedingungslosen und allgemein zugänglichen Veröffentlichung. Denn nicht nur sämtliche Dokumente, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, sind mittlerweile nicht mehr zugänglich. Selbst Collateral Murder und die War Diaries aus Afghanistan sind mittlerweile nicht mehr bei WikiLeaks zu finden. Herbert Snorasson, ein ehemaliger Mitarbeiter von WikiLeaks, &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/digital/2010-10/wikileaks-irak-snorasson?page=2&quot;&gt;sagte in einem Interview mit der ZEIT&lt;/a&gt;: &lt;em&gt;„Ich glaube, es ist gar nicht so wichtig, wer als Quelle genannt wird. Es ist einfach nur wichtig, dass die Information ans Tageslicht kommt.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf WikiLeaks kann man sich dabei wohl leider nicht mehr verlassen.&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 24 Oct 2010 13:31:27 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2407-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Death Of ACTA</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2406-Death-Of-ACTA.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2406-Death-Of-ACTA.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2406</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2406</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Der Rapper &lt;a href=&quot;http://twitter.com/itsDanBull&quot;&gt;Dan Bull&lt;/a&gt; hat mit &lt;em&gt;Death Of ACTA &lt;/em&gt;nun einen Song mit sehr schön produziertem Video vorgestellt der sich nicht nur mit dem &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2374-Wieso-wir-uns-vor-ACTA-fuerchten-sollten.html&quot;&gt;&lt;em&gt;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; beschäftigt sondern ausnahmsweise auch mal nicht aus dem direkten Umfeld der Piratenpartei stammt. Viel Spass beim Hören.&lt;br /&gt;&lt;br/&gt;&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/elUwRb4DroU?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/elUwRb4DroU?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 20 Oct 2010 12:37:05 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2406-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Der neue Personalausweis</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-Der-neue-Personalausweis.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-Der-neue-Personalausweis.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2404</wfw:comment>

    <slash:comments>3</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2404</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Gestern Abend gab es Besuch beim Stammtisch der Piraten in Münster. Neben einem Vertreter von Greenpeace der die Aktion „&lt;a href=&quot;http://www.donnerstag-veggietag.de/&quot;&gt;&lt;em&gt;Donnerstag ist Veggie-Tag&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;” vorgestellt hat (Die Idee ist Donnertags auf Fleisch zu verzichten um dem Klimawandel entgegenzuwirken, denn die Fleischproduktion ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen) gab es von &lt;a href=&quot;http://twitter.com/A_Kasper&quot;&gt;Andre Kasper&lt;/a&gt; einen sehr guten Vortrag zum neuen Personalausweis. Der Ausweis war ja nun häufiger in der Kritik wegen angeblicher Sicherheitslücken. Vom unbemerkten Auslesen bis zum Identitätsdiebstahl gingen die Vorwürfe zu der Technik im ePerso. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen viel weniger hysterischen und vor allem mit mehr Fakten gespickten Vortrag gab es dann gestern Abend. Der Tenor des Vortrags: Der Ausweis ist gar nicht so unsicher wie man einem glauben machen möchte und die Funktionen sind auch gar nicht so dumm. Ja, die elektronischen Funktionen lassen sich zerstören. Und ja, wer ein einfaches Lesegerät benutzt der sollte darauf achten, dass sich keine Malware auf seinem Computer befindet. Was nun aber auch schon ganz ohne ePerso so war. Denn mit Keyloggern kommt man heutzutage schon ganz bequem an die Logins für eBay, Paypal &amp;amp; Co wenn man denn will. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Problematischer sind da schon die Kosten die der neue Personalausweis verursacht. Nicht nur bei den Bürgern bei der Anschaffung, sondern auch bei den Kommunen die entsprechende Infrastruktur anschaffen und warten müssen. Genauso wie der Bestand an biometrischen Fotos die dem Staat damit auf einmal exklusiv zur Verfügung stehen und in Maschinerien wie der von &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html&quot;&gt;INDECT&lt;/a&gt; geplanten eingesetzt werden können. Wir haben den Vortrag auch aufgezeichnet. Ton und Bild sind leider nicht wirklich optimal, aber wer sich eine Stunde Zeit nehmen will um sich abseits der Hysterie informieren will kann hier fündig werden: Als &lt;a href=&quot;http://piratenpartei-muenster.de/wordpress/wp-content/uploads/movies/eperso.mp4&quot;&gt;MP4-Version&lt;/a&gt; sowie auch als &lt;a href=&quot;http://piratenpartei-muenster.de/wordpress/wp-content/uploads/movies/eperso.ogv&quot;&gt;OGG Video&lt;/a&gt;. &amp;#160; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 13 Oct 2010 17:47:49 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Diskriminierung von Informationen &amp; Datenschutz</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2399-Diskriminierung-von-Informationen-Datenschutz.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2399-Diskriminierung-von-Informationen-Datenschutz.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2399</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2399</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Nachdem es am Wochenende bei der openmind &lt;a href=&quot;http://twitter.com/#search?q=%23om10&quot;&gt;&lt;em&gt;#om10&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ja viel um Netzpolitik und Themen wie Urheberrecht, Bildung, Post-Privacy und die Neuronentheorie von Jean-Pol ging setze für mich gestern noch die Anhörung zu Netzneutralität bei der &lt;a href=&quot;http://www.bundestag.de/internetenquete/&quot;&gt;&lt;em&gt;Enquete des Bundestags zum Internet &amp;amp; digitale Gesellschaft&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;http://twitter.com/#search?q=%23eidg&quot;&gt;#eidg&lt;/a&gt;). Zu der om10 will ich mich hier auch gar nicht mehr unbedingt groß und viel zu einzelnen Dingen äußern, denn das haben schon so viele andere Leute gemacht. Und als Orga hab ich bislang auch leider gar nicht so viel von den Talks etc. mitbekommen (ich freue mich stattdessen auf die Videoaufzeichnungen). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ich versuche mich trotzdem an diesem Blogbeitrag der das alles mal zusammen bringt: Bei der &lt;em&gt;#eidg&lt;/em&gt; ging es ja gestern um Netzneutralität und die Frage danach ob man bestimmte Informationstypen bevorzugen kann und ob diese Bevorzugung irgendwie auch ohne eine Diskriminierung durchführen kann. Gleichzeitig war die Frage ob diese Unterscheidung irgendwie auch ohne Eingriff in die Privatsphäre gehen könnte. Denn um bestimmte Informationen zu bevorzugen muss ich ja den Inhalt der Daten kennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grundkonsens dürfte für viele Leute im Web wohl sein, dass man keine Diskriminierung von Daten haben möchte. Ganz egal ob man dafür in die Pakete schauen muss oder nicht. Stattdessen soll gelten: Jedes Bit ist gleich. Einer Forderung der ich mich so gerne auch anschliessen möchte. Spannend wird diese Forderung aber, wenn man wieder auf den Konflikt Privacy / Post-Privacy schauen möchte. Denn eigentlich sind Datenschutzforderungen im Endeffekt nichts anderes als die Diskriminierung von Information: Während File-Sharing und der freie Zugang zu Bildung &amp;amp; Wissen im Sinne der Freiheit von Informationen befürwortet wird kommt man ganz schnell an die Grenzen der Informationsfreiheit, wenn es um persönliche Daten geht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein überspitztes Beispiel: Auch auf der om10 kam das Beispiel von dem 16-Jährigen der irgendwas ins Netz schreibt und noch Jahre später deshalb Probleme mit potentiellen Arbeitgebern bekommt. Für den ein oder anderen nicht nur ein Fall von eventuell fehlender Medienkompetenz sondern auch ein Fall für den Datenschutz, da müsste man doch Löschfristen oder Ähnliches implementieren. Nehmen wir mal, for the sake of argument, an, dass dieser Zusammenhang Äußerung -&amp;gt; Negative Konsequenzen so stimmt. Wechseln wir jetzt aber mal den Blick und überlegen was wohl passieren würde wenn man mit 16 (aus welchen Gründen auch immer) mit seinen Freunden irgendwie Songs mit rechtsradikaler/rechter Musik aufnehmen würde die auch Jahre später noch ihre Runden bei den üblichen Torrent-Suchmaschinen machen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesen „Werken” bleiben durch die Urheberschaft weiter die persönlichen Daten verknüpft. Gleichzeitig müsste man als Befreier von Kunst/Kultur/Wissen aber wohl auch anerkennen, dass die freie Verfügbarkeit und das private Kopieren durch Tauschbörsen genau das ist, was man möchte. Und dies, obwohl diese Verfügbarkeit wohl ähnliche (hypothetische) Auswirkungen auf den zukünftigen Job haben dürfte wie die wenig bedachte Äußerung im sozialen Netzwerk seiner Wahl. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit landen wir wieder bei der Diskriminierung von Daten. Ist das Verfügbar halten der einen Information eine gute Sache, während es im anderen Fall ein Datenschutzproblem ist? Ist es überhaupt sinnvoll Daten/Informationen zu klassifizieren? Denn eigentlich entsteht mit so einer Klassifizierung immer ein Problem. Zum einen bleibt da die Frage die auch bei der Kulturflatrate nicht beantwortbar bleibt: Wer klassifiziert denn was verfügbar sein soll? Was ist Kultur und sollte so online bleiben und was ist keine Kultur und hat damit keinen Schutz? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wie Anfragen über das Informationsfreiheitsgesetz bereits heutzutage mit dem Argument „Datenschutz” blockiert werden, könnte man das natürlich auch genauso ausweiten: Selbst wenn uneingeschränktes File-Sharing legal wäre, wie lange würde es wohl dauern, bis Labels sich auf den Datenschutz ihrer Künstler berufen? Soll jedes Bit gleich sein? Das sind Fragen die man diskutieren muss. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 05 Oct 2010 19:28:19 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2399-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Von Haushaltsdebatten</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2400-Von-Haushaltsdebatten.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2400-Von-Haushaltsdebatten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2400</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2400</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Gestern Abend haben sich die Münsteraner Piraten wieder mal zum Arbeitstreffen eingefunden. Aktuell steht vor allem die Haushaltsplanung auf der Tagesordnung. Und dabei ist auch eine handliche Liste von über 180 Sparvorschlägen mit denen man den Haushalt sanieren und der Haushaltssicherung entgehen will. Und schon wird Politik auf einmal viel greifbarer als dies bei Themen wie &lt;em&gt;ACTA&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;INDECT&lt;/em&gt; &amp;amp; Co der Fall ist. Denn bei der Haushaltsdebatte geht es um die Verwaltung von Mängeln (dem Zustand den Piraten nicht so gut kennen, außer davon wenn zu viel Porn die Festplatten verstopft).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schliesst man die lokale PTA-Schule um Geld einzusparen? Lässt sich das mit dem Anspruch nach dem freien Zugang zu Bildung vereinbaren? Oder können die potentiellen Schüler in der Umgebung genauso gut ihre Ausbildung machen? Wie schaut es mit den Zweigstellen der Stadtbibliothek aus? Lohnt es sich die weiter geöffnet zu halten, trotz des Besucherrückgangs (der auch durch die bereits drastisch gekürzten Öffnungszeiten zustande kommt)? Wer nutzt diese Angebote überhaupt noch? Kann man Alternativen dafür finden? Will man bei der Volkshochschule sparen? Und wo da? Das sind alles Wichtige Fragen, und so gar nich so simpel zu beantworten...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am kommenden Montag wird auf jeden Fall weiter heiss diskutiert werden. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 06 Oct 2010 19:44:21 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2400-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Aus der interfraktionellen Strategiegruppe E-Government </title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2398-Aus-der-interfraktionellen-Strategiegruppe-E-Government.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2398-Aus-der-interfraktionellen-Strategiegruppe-E-Government.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2398</wfw:comment>

    <slash:comments>3</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2398</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Zusammen mit &lt;a href=&quot;http://www.alios.org/blog/&quot;&gt;Markus&lt;/a&gt; ging es heute Nachmittag in die Sitzung der interfraktionellen Strategiegruppe E-Government der Stadt Münster und das war wohl auch die erste Sitzung der Gruppe mit Piraten-Beteiligung. Auf der Tagesordnung standen neben dem ePerso und der Nutzung für E-Government-Zwecke auch die Umsetzung von ePayment-Methoden in den Verwaltungszwecken, die Optimierung des Rats-Informationssystem und ein wenig Einblicke in die Social Networking-Aktivitäten der Stadt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum ePerso gab es die obligatorische Demonstration des Pass selbst als auch des Kartenlesegeräts. Dabei wurde das Grobkonzept von PIN-Eingabe, Trust-Servern etc. erklärt und es wurde auch auf die vom &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2010/plusminus-erklart-den-eperso/&quot;&gt;CCC hingewiesenen Sicherheitsprobleme&lt;/a&gt; mit den Standard-Lesegeräten eingegangen. Die Stadt Münster wird diese Standard-Lesegeräte trotzdem verteilen. Insgesamt 50.000 Stück sollen zum Start des ePerso bereitstehen (30.000 direkt bei der Stadt und 20.000 werden an andere Institutionen vergeben). 30.000 entspricht dabei der Anzahl an Personalausweisen die jedes Jahr in Münster beantragt werden. Also sollen alle Bürger die im ersten Jahr einen neuen Personalausweis beantragen mit einem passenden Standard-Lesegerät ausgestattet werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist noch nicht ganz klar ob die georderten Lesegeräte bis zum Start überhaupt verfügbar sind. Und auch die Umsetzung von E-Government-Lösungen die mit dem ePerso umgesetzt werden sollen wird bis zur Einführung wohl knapp. Man hofft allerdings seitens der Stadt auf eine Punktlandung. Aber lassen wir uns mal überraschen. Im ersten Schritt sollen jedenfalls in 5 Ämtern Prozesse mit Hilfe des ePersos durchgeführt werden können. Darunter fällt unter anderem das Finden von Kindergartenplätzen sowie der Antrag auf Abholung von Elektroschrott (allerdings wird die AWM den ePerso wohl nicht entsorgen). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die elektronische ID, mit der man solche Amtstätigkeiten und später wohl auch Einkäufe &amp;amp; Co tätigen können wird, wird quasi als Opt-Out zur Beantragung des ePerso zur Wahl gestellt. Allerdings wird jeder Bürger auch darauf hingewiesen, dass eine spätere Freischaltung dieser Funktion extra kosten wird. Ich kann mir schon vorstellen was die Mehrheit der Bürger in dem Fall aktiveren lassen wird, weil es umsonst ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spannenderweise kann der ePerso standardmässig, und das war mir neu, nicht als elektronische Unterschrift genutzt werden. Dafür benötigt man als Endbenutzer noch ein extra Zertifikat, welches es gegen Geld aus der privaten Wirtschaft zu kaufen gibt. Und damit ist der ePerso für Amtsgeschäfte leider erstmal weitgehend nutzlos, denn viele Amtsgänge benötigen eben nun mal eine Unterschrift...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderer Punkt wo die Stadt nun aktiv werden will sind die angebotenen Methoden um zu Zahlen. Bislang setzen die Ämter vor allem auf das Lastschriftverfahren. Allerdings ist das bislang wohl den Ämtern überlassen, was genau sie anbieten. Hier soll eine Vereinheitlichung über eine zentrale Stelle stattfinden. Dabei soll auf jeden Fall die Kreditkarte als Zahlungsmittel eingeplant werden. Ob man Paypal und GiroPay anbieten soll ist gerade in Gesprächen und die Kosten dafür werden evaluiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest ein wenig erfreuliches gibt es auch bei der Ratsarbeit zu berichten. Der Stadtrat ist nun flächendeckend mit WLAN ausgestattet, Zugang gibt es wohl für Ratsleute &amp;amp; Co wenn ihre MAC-Adresse freigeschaltet ist. Und auch bei den technisch versierteren Ratsmitgliedern häuft sich der Unmut über das aktuelle Ratsinformationssystem. Denn es gibt bislang wohl keine Möglichkeit sich alle Vorlagen per Knopfdruck zu ziehen sondern die sind alle brav in einzelne PDFs verkapselt und dürfen einzeln per Hand runtergeladen werden. Noch trauriger ist allerdings die Bürger-Schnittstelle. Hier gibt es nur riesige PDFs mit Tagesordnungen und Ergebnissen. Natürlich ist das ganze Webfrontend nicht durchsuchbar. Also hilft nur das planlose runterladen und dann durchsuchen der PDFs. Metadaten sind genauso Fehlanzeige. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da gibt es noch einigen Nachholbedarf seitens der Stadt. Allerdings zieht die sich auf die Position zurück, dass sie das System des Marktführers nutzt und der hat in seinem System wohl solche Funktionen nicht vorgesehen. Es scheint also nicht so, dass es hier eine schnelle Lösung geben wird...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Punkt auf der Tagesordnung war das Auftreten der Stadt in sozialen Netzwerken. Bald kriegt die Stadt ihre eigene Facebook-Seite. So weit ganz nett. Und der Oberbürgermeister hat mit &lt;a href=&quot;http://direktzu.stadt-muenster.de/lewe/&quot;&gt;Direkt zu Lewe&lt;/a&gt; auch seine eigene Plattform. Dort können Bürger fragen an den Bürgermeister stellen und die Fragen anderer Bürger bewerten. Die am besten bewerteten Fragen werden dann auch beantwortet. So weit ganz nett die Idee. Bei der Idee so etwas doch für alle Mitglieder des Rats, analog zu Abgeordnetenwatch, anzubieten gab es dann aber gleich Gegenwind: «Wer hat denn so viel Zeit so etwas zu beantworten? Da müssen die Fraktionen doch extra Leute für einstellen die sich darum kümmern!»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sehe ja ein, dass die Ratsmitglieder neben ihrem Job alle ehrenamtlich tätig sind. Aber so wie es als Ratsmitglied dazu gehört sich auf den Volksfesten in seinem Stadtteil blicken zu lassen, so sollte es im Jahr 2010 auch dazu gehören, dass man für die Bürger online Rede &amp;amp; Antwort steht. Ganz abgesehen davon glaube ich auch, dass so eine Online-Plattform im Endeffekt sogar eine Zeitersparnis bedeuten kann. Denn viele Bürger schreiben jetzt schon Mails, Briefe &amp;amp; Co an die Ratsmitglieder, Fraktionen etc. Und wenn man die immer einzeln beantwortet muss man manche Fragen n-fach beantworten. Effizienter ist es da, wenn man online schon nachschlagen kann ob die Frage schon beantwortet wurde. Immerhin ist schon wer anders auf die Idee gekommen etwas ähnliches vorzuschlagen und wird das wohl bei der nächsten Sitzung, die im Januar sein wird, vorstellen. &amp;#160;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch Markus und ich werden da wohl etwas vorstellen: Nämlich LiquidFeedback. Heute konnte das Thema nur kurz angerissen werden, denn die Sitzung wurde so schon überzogen und im Anschluss fanden die Sitzungen der Fraktionen statt. Und da bald der Haushalt verabschiedet werden soll gab es da wohl mehr Gesprächsbedarf.&amp;#160; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 27 Sep 2010 19:31:32 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2398-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Ein Update aus dem Stadtrat und der Lokalpolitik</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2397-Ein-Update-aus-dem-Stadtrat-und-der-Lokalpolitik.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2397-Ein-Update-aus-dem-Stadtrat-und-der-Lokalpolitik.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2397</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2397</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Bei den Münsteraner Piraten gibt es Veränderungen zu vermelden. Als gewichtigste Neuerung dürfte dabei sein, dass der bisherige Ratsherr, &lt;a href=&quot;http://twitter.com/cptmarco&quot;&gt;Marco&lt;/a&gt;, uns verlassen hat. Das ist allerdings kein Grund betrübt zu sein, im Gegenteil: Marco hat gerade seinen Meisterbrief als KFZ-Mechatroniker entgegennehmen können und hat einen super Job in Gelsenkirchen gefunden den er natürlich antritt. Herzlichen Glückwunsch dazu auch auf diesem Kanal. Da dieser Umstand allerdings nicht zu dem Mandat als Ratsherr passt hat macht er Platz für den nächsten Bewerber auf der Liste. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ist nun Pascal, aka &lt;a href=&quot;http://twitter.com/robikraus&quot;&gt;@robikraus&lt;/a&gt;, in den Stadtrat nachgerückt und hat auch schon seine Arbeit aufgenommen. Immerhin erwarten einen im Rat auch nicht gerade kleine Berge an gedruckten Vorlagen die zur nächsten Ratssitzung durchgearbeitet werden wollen. Als Einzelkämpfer im Rat hat man es da auf jeden Fall schwerer als jene Ratsmitglieder die sich in Fraktionen befinden und die Möglichkeit haben Themenbereiche untereinander aufzuteilen. Aber so muss die Arbeit dann außerhalb des Rats erledigt werden, was auch irgendwie gehen muss. Letzte Woche am Donnerstag habe ich Pascal deshalb zum einen zu einem Treffen mit einigen grünen Lokalpolitikern begleitet um ein wenig über den Wechsel im Rat und das geplante weitere Vorgehen (nämlich: erstmal einarbeiten) geredet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach habe ich Pascal, ob einer Terminüberschneidung, bei der Aktion „&lt;em&gt;Der Sozialstaat gehört allen&lt;/em&gt;“ vertreten die von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe ins Leben gerufen wurde. Denn, was wohl die wenigsten wissen und was angesichts der aktuellen politischen Entwicklung eigentlich eine Farce ist: Die EU hat dieses Jahr zum &lt;em&gt;Jahr gegen Armut und Ausgrenzung&lt;/em&gt; erklärt. In Münster hat der &lt;em&gt;Fachdienst Wohnhilfen und Existenzsicherung&lt;/em&gt; von der Diakonie dazu einen Abend in seinem Tagestreff mit Lokalpolitikern und Co veranstaltet. Neben dem Ausschank von Erbsensuppe gab es auch die Gelegenheit mit einigen ehemals wohnungslosen Münsteranern über ihre Lebensgeschichte zu sprechen. Für diese, den Horizont erweiternden, Einblicke kann man nur danken. Wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe sind derzeit gut 300 Münsteraner wohnungslos. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Rahmen der Aktion gab es auch die Eröffnung einer Ausstellung von Gemälden die nun in den Räumen des Fachdienstes hängen. Eine Münsteraner Künstlerin hat Gedichte von Erich Fried in eigener Form auf Leinwand gebannt. Zur Eröffnung wurden die jeweiligen Texte unter anderem von NRWs Wissenschaftsministerin, Svenja Schulze, vorgetragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit zu letzter Woche. Heute geht es dann unter anderem mit der Sitzung der interfraktionellen Strategiegruppe E-Government weiter. Schauen wir doch mal was dort bislang, neben dem neuen Personalausweis, geplant ist.&amp;#160; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 27 Sep 2010 09:43:19 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2397-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>5 Minuten gegen den Gallo-Report</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2395-5-Minuten-gegen-den-Gallo-Report.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2395-5-Minuten-gegen-den-Gallo-Report.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2395</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2395</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    OK, es mal wieder so weit: Die Herren Greshake und Urbach brauchen spontan mal wieder kurz eure Zeit. Heute auf der Agenda: Der Gallo Report. Dieses Machwerk, wenn auch noch kein Gesetzestext sondern &amp;quot;nur&amp;quot; ein Initiativ-Report, wird das Copyright in Europa extrem verschärfen und den Contentfaschisten noch mehr Recht einräumen. Der Report stammt aus dem Hause Marielle Gallo, einem französischem Mitglied des Parlaments der aus dem Dunstkreis Sarkozys stammt. Wer sich noch &lt;a href=&quot;http://en.wikipedia.org/wiki/HADOPI&quot;&gt;an HADOPI und die Three Strikes in Frankreich erinnern kann&lt;/a&gt;, wird also wissen, worauf es hinauslaufen wird. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 22.09. wird das Europäische Parlament über diesen Report abstimmen. Heute haben wir die Gelegenheit, die Mitglieder des Europäischen Parlaments anzurufen und sie zu bitten, diesen Report abzulehnen und statt dessen den alternativen Report der S&amp;amp;D, europäischen Grünen und anderer anzunehmen. &lt;a href=&quot;http://www.laquadrature.net/wiki/Gallo_report_vote_campaign_Deutsch&quot;&gt;Alle wichtigen Fakten gibt es bei La Quadrature du Net&lt;/a&gt; und jetzt: Auf an die Telefone, angerufen und der Welt wieder ein Stück Freiheit schenken. Zusammen können wir es schaffen.&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;On behalf of #sektion31: Stephan Urbach (tomate) &amp;amp; Bastian Greshake (gedankenstuecke)&lt;/em&gt;&lt;/font&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 20 Sep 2010 12:44:16 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2395-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Aktion zum JMStV in Düsseldorf</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2394-Aktion-zum-JMStV-in-Duesseldorf.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2394-Aktion-zum-JMStV-in-Duesseldorf.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2394</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2394</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Das Wortungetüm namens Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, kurz JMStV, ist immer noch nicht vom Tisch. Und auch in NRW wird die Landesregierung in den nächsten Tagen und Wochen wieder über das Ding verhandeln. Eine &lt;a href=&quot;http://wiki.piratenpartei.de/Jugendmedienschutz-Staatsvertrag&quot;&gt;gute Quellen-Sammlung zu dem Vertragswerk gibt es hier&lt;/a&gt;. Dabei sind so spassige Dinge wie der Gedanke im Internet doch auch Sendezeiten einzuführen. Was in einem lokalen Broadcast-Medien wie TV oder Radio noch halbwegs funktioniert hat klappt in einem globalen Medium, in dem die Grenze zwischen Produzent und Konsument, völlig aufgeweicht ist natürlich gar nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Piraten in Düsseldorf haben sich deshalb eine schöne Kunst-Aktion einfallen lassen die sie heute durchgeführt haben. Zum 700. Jahrestag der Stadtwerdung Düsseldorfs hat sich die Stadt das &lt;em&gt;Statterhebungsmonument&lt;/em&gt; in die Innenstadt setzen lassen. Dieses Monument zeigt unter anderem die Schlacht von Worringen nach deren Ende Düsseldorf zur Stadt wurde. Und wie das bei Darstellungen von Schlachten so üblich ist, gehören dazu auch Totenköpfe, Waffen etc. Siehe auch dieses Bild: &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5005184004/&quot; title=&quot;Stadterhebungsmonument by gedankenstuecke, on Flickr&quot;&gt;&lt;img width=&quot;333&quot; height=&quot;500&quot; src=&quot;http://farm5.static.flickr.com/4147/5005184004_408a2e29d9.jpg&quot; alt=&quot;Stadterhebungsmonument&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Aber darf man so etwas eigentlich am helligten Tage in der Öffentlichkeit zeigen? Denkt denn niemand an die Kinder? Nach dem geplanten JMStV dürfte so etwas im Internet erst nach 22 Uhr gezeigt werden, während es in der Innenstadt offensichtlich niemanden stört. Niemanden? Nun, die Piraten haben mal geschaut was passiert wenn man ein öffentliches Monument aus Jugendschutzgründen bis 22 Uhr verhüllen will: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a title=&quot;Das verhüllte Monument by gedankenstuecke, on Flickr&quot; href=&quot;http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5004624555/&quot;&gt;&lt;img width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; alt=&quot;Das verhüllte Monument&quot; src=&quot;http://farm5.static.flickr.com/4146/5004624555_6736d1a60e.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Schnell das Monument mit Spannbettlaken und dem Banner „Hier gelten die Regeln des JMStV“ abgedeckt und geschaut was passiert. Seltsamerweise fanden sowohl die Anwohner, als auch die Stadtführungen es gar nicht so erheiternd, dass aus Jugendschutzgründen das Monument verhüllt wurde. Was dann auch damit endete, dass die Polizei zur Begutachtung der Kunstaktion vorbeischaute. Und nach der Verwarnung nicht mal einen Platzverweis aussprach. Mehr &lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/&quot;&gt;Bilder der Aktion gibt es bei Flickr zu begutachten&lt;/a&gt;. Und außerdem &lt;a href=&quot;http://twitter.com/doctorow/status/24940104064&quot;&gt;schaute auch Cory Doctorow vorbei&lt;/a&gt;, der auch ein paar Fotos geschossen hat. &lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 19 Sep 2010 19:44:57 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2394-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Wollen wir nicht alle Anerkennung?</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2393-Wollen-wir-nicht-alle-Anerkennung.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2393-Wollen-wir-nicht-alle-Anerkennung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2393</wfw:comment>

    <slash:comments>3</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2393</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Unter dem Titel &lt;a href=&quot;http://mspr0.de/?p=1623&quot;&gt;&lt;em&gt;«Leistungsschutzrecht und die sozialdemokratische Ideologie des Neoliberalismus»&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; hat mspro sich sehr treffend mit der Leistungs-Ideologie, die unsere Gesellschaft dominiert, auseinandergesetzt. &lt;em&gt;«Leistung muss sich wieder lohnen»&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;«Arbeit muss bezahlt werden»&lt;/em&gt;, das Leistungsschutzrecht, ja das Urheberrecht allgemein, spiegelt diesen Status Quo wider. Seine Schlussfolgerung: In einer Zukunft des Informationszeitalters müssen wir uns von genau dieser Ideologie trennen, um uns den Erfordernissen der Zeit stellen zu können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit, so gut. Und ich kann eigentlich so weit auch nur mit dem Kopf nicken und &amp;quot;ja, da hat er recht&amp;quot; sagen. Gestern Abend fand auf Twitter dann aber eine kurze Episode statt, die für mich die Frage nach der Anerkennung offen lässt. Kurz erklärt: Der Account @&lt;em&gt;hierwirdslustig&lt;/em&gt; zweitverwertet lustige Tweets anderer User und ist damit auch recht erfolgreich. Allerdings findet das Ganze komplett ohne eine Namensnennung statt. Darüber haben sich einige Twitter-User, darunter &lt;a href=&quot;http://twitter.com/mspro/status/24769664596&quot;&gt;eben auch mspro&lt;/a&gt;, geärgert. Um sich danach darüber zu ärgern, dass man sich überhaupt über so etwas ärgert. Weil genau dieses Verhalten ja auch Teil der Leistungsideologie ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ist das wirklich so? Den Neid, wenn jemand Flattr-Klicks für das Einbetten von Videos bekommt, spricht mspro selbst in seinem Artikel an. Und ich habe ja auch schon mal über die Neudefinition von Wert im digitalen Zeitalter geschrieben. Ganz entkoppelt von der Leistung mag ein eingebettetes Video für mich mehr Wert haben als der Artikel, an dem ein Autor zwei Wochen geschrieben hat. Was bei Betrachtung aber bislang völlig ignoriert wurde, ist die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Anerkennung&quot;&gt;Anerkennung&lt;/a&gt;. Ich bin weder Philosoph noch Psychologe, aber offensichtlich ist der Wunsch nach Anerkennung etwas, das sehr tief in jedem von uns verwurzelt ist und wonach jeder von uns in der einen oder anderen Form strebt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Traditionell passiert solche Anerkennung durch den schnöden Mammon. Wenn ich etwas getan/geleistet habe, dann soll ich dafür bezahlt werden. Das ist die Leistungs-Ideologie. Doch im Web-Betrieb haben wir uns davon schon gelöst. Anerkennung ist trotzdem noch, wonach wir streben. Sei es durch Follower bei Twitter, Retweets, Favs, Kommentare in Blogs, Flattr-Klicks, Trackbacks, Besucherzahlen, etc. Anerkennung kann man auf viele Arten bekommen im Web 2.0. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Beispiel mit dem eingebetten Video ist diese Anerkennung zum einen durch den Akt des Verbreitens des Videos, vermutlich mit automatisierter Namensnennung, gegeben. Wer nun flattered, erkennt sowohl die Verbreitung als auch den Inhalt als solches an, Anerkennung by Proxy quasi. Und genau diese Namensnennung ist integraler Bestandteil von Anerkennung im Web. Es ist kein Wunder, dass offene Lizenzen wie &lt;a href=&quot;http://creativecommons.org/about/licenses&quot;&gt;Creative Commons&lt;/a&gt; dieses als Mindeststandard setzen: Tut was ihr wollt, aber „Give Credit“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich frage mich: Ist das schon Leistungsideologie? Oder einfach nur tief verwurzelt menschlich? Sollten wir uns bemühen, diesen Anspruch nach Anerkennung zu übergehen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 18 Sep 2010 16:10:52 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2393-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Löschen? Das klingt so endgültig!</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2392-Loeschen-Das-klingt-so-endgueltig!.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2392-Loeschen-Das-klingt-so-endgueltig!.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2392</wfw:comment>

    <slash:comments>5</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2392</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Das unser Urheberrecht seltsame Stilblüten zu Tage fördert ist ja nichts neues. Und momentan steht der Vorgang des «&lt;a href=&quot;http://blog.tagesschau.de/?p=8089&quot;&gt;Depublizierens&lt;/a&gt;» mal wieder in der (Netz-)Öffentlichkeit. Mit diesem schönen, verharmlosenden Begriff ist nichts anderes gemeint als die Tatsache, dass die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten ihre Inhalte nicht grenzenlos im Internet publiziert halten dürfen. Stattdessen müssen diese nach einer Schonfrist entfernt werden. Diese Lage rührt von dem Einfluss der Lobby der privaten Medien-Industrie auf die Regierung her. Denn private Medien wie Verlage, Fernsehsender etc. befürchten unfaire Vorteile für die Öffentlich-Rechtlichen wenn diese einfach so ihre Inhalte im Netz verbreiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So weit, so abstrus. Und ja: Genau diese Medien, die &lt;a href=&quot;http://www.stefan-niggemeier.de/blog/die-medien-trifft-keine-schuld/&quot;&gt;einen Aufschrei veranstalten weil ein evangelikaler Hinterwäldler irgendwo in den USA Büchlein verbrennen wollte&lt;/a&gt;, zeichnen sich hauptverantwortlich dafür, dass wir im Jahr 2010 in Deutschland das digitale Gegenstück zur Bücherverbrennung bekommen haben. Da könnte man Doppelmoral vermuten: Aber Berichte über Koranverbrennungen machen Schlagzeilen und spülen damit Geld in die Kassen. Genauso wie die digitale Bücherverbrennung dem Schutz des eigenen Profits dienen soll. Passt so weit also. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pfiffige Aktivisten bemühen sich nun auf der Webseite &lt;a href=&quot;http://depub.org/&quot;&gt;depub.org&lt;/a&gt; darum dieser systematischen Zerstörung von Inhalten entgegenzuwirken. Die Inhalte werden außerhalb des Einflussbereichs der Öffentlich-Rechtlichen gespiegelt gesichert und bleiben so weiterhin für die Öffentlichkeit (man sieht vielleicht den Zusammenhang zwischen ÖR und Öffentlichkeit, wenn man ganz genau hinschaut) erreichbar. Bislang findet man dort das Archiv der Tagesschau-Webseite, andere Webseiten sollen folgen. Man könnte meinen, dass sich die ÖR nun darüber freuen? Aber Pustekuchen. &lt;a href=&quot;http://www.netzpolitik.org/2010/wird-ndr-gegen-depub-org-vorgehen/&quot;&gt;Der NDR will gegen diese Veröffentlichungen rechtlich vorgehen&lt;/a&gt;. Was so schon nur schwer zu verstehen ist wird noch abstruser wenn man weiss, dass der NDR die Inhalte der Satire-Sendung &lt;em&gt;extra3&lt;/em&gt; und des Magazins &lt;em&gt;zapp&lt;/em&gt; &lt;a href=&quot;http://www.dwdl.de/story/13486/zapp_und_extra_3_unter_creativecommonslizenz/&quot;&gt;selbst unter eine Creative Commons-Lizenz stellt&lt;/a&gt; um die weitere Nutzung zu ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wieso ist das überhaupt ein Problem mit dem Löschen? Nun, idealistisch argumentiert, ist es erst einmal die Vernichtung von Information, Kultur und Wissen die dort vorangetrieben wird. Aber auch rationaler betrachtet ist das Vorgehen nur schwer zu fassen: Immerhin wurden die Inhalte die von den Öffentlich-Rechtlichen erstellt wurden ja bezahlt. Und zwar von der Öffentlichkeit. Über die &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/GEZ&quot;&gt;GEZ&lt;/a&gt;-Gebühren die man ja auch für „neuartige Rundfunkempfangsgeräte”, sprich dieses Internet, zahlt/zahlen muss. Die Öffentlichkeit bezahlt also ganz explizit für Inhalte die für sie produziert werden und sie zahlt auch dafür, dass die Resultate online verfügbar gemacht werden. Und sollen dann wahllos nach einiger Zeit gelöscht werden? Weil Privatunternehmen Angst um ihre Umsätze haben? Ich tue mich nur schwer damit das zu akzeptieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Endeffekt läuft es auf die gleiche Argumentation hinaus die von Verfechtern von &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2364-Open-Access-beschneidet-die-Rechte-der-Urheber.html&quot;&gt;Open Access&lt;/a&gt; im Wissenschaftsbetrieb schon seit Jahren betrieben wird: Forschungsergebnisse werden von öffentlicher Hand mit Steuergeldern geschaffen. Deshalb sollte die Öffentlichkeit auch ein Anrecht auf den Zugriff auf das so geschaffene Wissen zu haben. Stattdessen befindet sich dieses Wissen in den Köpfen der Beteiligten. Und zusätzlich, mit Exklusivrechten versehen, in der Hand von großen Verlagen. Die, um ihren Profit willen, Paywalls um dieses Wissen aufstellen. Und nein, die &lt;a href=&quot;http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/open-access/2009-04-06/open-access-teil-1&quot;&gt;Wissenschaftler haben immer noch keine Wahl&lt;/a&gt;. Und ja, andere Länder, wie die USA, sind da schon ein ganzes Stück weiter als wir. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird Zeit, dass sich auch bei uns an dieser Einstellung etwas ändert. Der Bildungsstreik hat es eigentlich auf den Punkt gebracht: &lt;em&gt;&lt;strong&gt;„Wir kaufen nicht was uns gehört!” &lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 16 Sep 2010 17:07:44 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2392-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>#fsa10</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2391-fsa10.html</link>
            <category>A picture out of focus</category>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2391-fsa10.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2391</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2391</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Zur Freiheit statt Angst wurde eigentlich schon alles gebloggt, getwittert, zu Flickr und YouTube geladen. Deshalb mache ich es kurz: Danke an alle die sich um die Organisation und Durchführung gekümmert haben. Danke an alle die vor und hinter den Kulissen fleissig gewerkelt, Transparente gemalt, sich die Füße wundgelaufen und die Lungen rausgetrillert haben. Und ganz besonders an &lt;a href=&quot;http://twitter.com/hase_berlin&quot;&gt;Hase&lt;/a&gt;, ohne den die Jungen Piraten nicht so einen großartigen Wagen gehabt hätten.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/4986426444/&quot; title=&quot;Ballon der Jungen Piraten by gedankenstuecke, on Flickr&quot;&gt;&lt;img width=&quot;333&quot; height=&quot;500&quot; src=&quot;http://farm5.static.flickr.com/4126/4986426444_b269cdf764.jpg&quot; alt=&quot;Ballon der Jungen Piraten&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Sep 2010 13:38:50 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2391-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Mehr Details zu INDECT</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2390</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2390</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Die &lt;a href=&quot;http://www.piratenpartei.de/100908-Piratenpartei-veroeffentlicht-INDECT-Dokumente&quot;&gt;Piratenpartei hat heute&lt;/a&gt;, zusammen mit &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1660457/&quot;&gt;&lt;em&gt;futurezone&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;, 2 &lt;a href=&quot;http://files.piratenpartei.de/indect/&quot;&gt;Dokumente zu INDECT veröffentlicht&lt;/a&gt;, die Einblick in die Ziele des Projekts und auch in die gesamte Planung geben. &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2388-Was-ist-INDECT.html&quot;&gt;&lt;em&gt;INDECT&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; ist intern in 9 unterschiedliche Work-Packages unterteilt. Eines der Dokumente gibt einen guten Überblick über die verschiedenen Forschungsziele die in den einzelnen Work-Packages erreicht werden sollen. Darunter befinden sich die bekannten Ziele wie automatisierte, Algorithmen-basierte Videoüberwachung, Luftüberwachung durch Schwärme von computergesteuerten Drohnen, semantische Überwachung des Internets &amp;amp; Co. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Besonders spannend sind die Details die in dem zweiten Dokument über das Work-Package 1 gegeben werden. Das Ziel von diesem Paket ist es nämlich die Videoüberwachung weiter zu automatisieren. Denn bei den momentanen CCTV-Techniken ist der limitierende Faktor der Mensch. Ein einzelner Überwacher kann nur ein Maximum von X Überwachungskameras gleichzeitig im Auge behalten, irgendwo ist ja einfach Schluss mit der Aufnahmefähigkeit. Dieses “Problem” möchte man im INDECT-Projekt gerne damit umgehen, dass man Algorithmen entwickelt die auffälliges/verdächtiges/kriminelles Verhalten entdecken können und dem Überwacher am Monitor nur genau solche Szenen zeigt. Dadurch soll man eine Filterung erreichen und die Arbeit effizienter gestalten. So die Theorie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit der Algorithmus aber erkennen kann welche Verhaltensweisen in dieses Raster fallen benötigt man natürlich Definitionen davon. Der Verhaltensbiologe würde vom klassischen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Ethogramm&quot;&gt;Ethogramm&lt;/a&gt; sprechen. Und da Ethogramme von Verbrechern nicht so einfach zu bekommen sind hat man sich im INDECT-Programm doch ernsthaft für den guten, alten Fragebogen-Ansatz entschieden. Dabei hat man dann polnischen Polizisten Fragebögen vorgelegt, bei denen sie bitte ausfüllen sollten was, generell oder auch ortsspezifisch, für sie verdächtiges Verhalten ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sind dann Allgemeinplätze wie “&lt;em&gt;Rennen&lt;/em&gt;”, “&lt;em&gt;zu lange an einem Ort sitzen&lt;/em&gt;”, “&lt;em&gt;in die falsche Richtung laufen&lt;/em&gt;” und andere großartige Definitionen rausgekommen. Auch ein Ethogramm will halt gelernt sein, nicht umsonst verbringt man in der Verhaltensbiologie viel Zeit damit genau diese Technik zu erlernen. Ich hatte es &lt;a href=&quot;http://twitter.com/gedankenstuecke/status/23235918535&quot;&gt;gestern schon getwittert&lt;/a&gt;, bei der Art von Planung von INDECT würde man von der DFG niemals Forschungsgelder bekommen. Und seine Ergebnisse würde man auch niemals in einem echten Journal publiziert kriegen: Die Polizisten die an der Umfrage teilgenommen haben sind zum Großteil nicht definiert, über deren Expertise liegt in den meisten Fällen keine Information vor, die gesamte Stichprobe der Befragten bleibt damit ein schwammiges Etwas und dessen sind sich die INDECT-Planer sogar bewusst... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das die Ergebnisse der Fragebögen deshalb wertlos sind und im besten Fall die Vorurteile einer Stichprobe von Polizisten wiedergeben? Muss wohl so sein. Das automatisierte Überwachung anhand von Vorurteilen zu besonders abstrusen Ergebnissen führen wird? Steht außer Frage. Der Wissenschaftler in mir möchte nur weinen und schreien „&lt;em&gt;Sucht euch gefälligst jemanden der Ahnung von Studiendesigns hat!&lt;/em&gt;” Aber das die INDECT-Planer eine eigene Art der Logik anwenden sieht man auch schön an anderen Punkten. Denn so sind die Leute ernsthaft der Ansicht, dass es eine Verbesserung für die Privatsphäre ist wenn wir alle nur 24 Stunden am Tag automatisiert überwacht werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn zum einen kann man ja die Speicherdauer der Bilder verkürzen wenn verdächtiges Verhalten automatisch erkannt wird. Wer also Unauffällig ist, dessen Bild wird gleich wieder überschrieben. Und zum anderen sieht ja auch kein Mensch was ich tue solange es nicht verdächtig ist. Erst wenn ich auffällig werde bekommt ein Mensch die Bilder von mir auf den Monitor. Brainfuck deluxe und der Tod der Unschuldsvermutung: Präventiv überwacht und verdächtig weil der Computer es sagt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das die INDECT-Planer ein seltsames Verständnis von Bürgerrechten und Menschenrechten haben zeigt sich auch schon an folgendem Zitat:&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&amp;quot;Methods applied by the police are a step back as compared to those used by criminals. It is caused by two most important factors:&lt;br /&gt;- Level of finance, which is fast and precisely allocated.&lt;br /&gt;- Police have to respect the rule of law and human rights.&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Mehr braucht man auch eigentlich nicht sagen. Die Dokumente gibt es &lt;a href=&quot;http://files.piratenpartei.de/indect/&quot;&gt;auf den Servern der Piratenpartei zum Download&lt;/a&gt; und sind insgesamt gut 100 Seiten lang. Es gibt aber auch eine &lt;a href=&quot;http://www.piratenpartei.de/100908-Piratenpartei-veroeffentlicht-INDECT-Dokumente&quot;&gt;kurze Zusammenfassung der einzelnen Texte&lt;/a&gt; für all jene die nur wenig Zeit mitbringen. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 08 Sep 2010 11:47:44 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Freiheit statt Angst - Ein paar Themen</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2389-Freiheit-statt-Angst-Ein-paar-Themen.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2389-Freiheit-statt-Angst-Ein-paar-Themen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2389</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2389</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Am kommenden Samstag findet in Berlin wieder die Demonstration „&lt;a href=&quot;http://blog.freiheitstattangst.de/about/&quot;&gt;Freiheit statt Angst&lt;/a&gt;“, organisiert von einem Bündnis aus Parteien, Bürgerrechtsorganisationen et al., statt. &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2388-Was-ist-INDECT.html&quot;&gt;INDECT&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2374-Wieso-wir-uns-vor-ACTA-fuerchten-sollten.html&quot;&gt;&lt;em&gt;ACTA&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &amp;amp; Co zeigen es: Staatliche Überwachung ist und wird weiterhin ein Problem sein. Und auch wenn ich selbst für mich beanspruche, dass meine Daten offen sein dürfen, bin ich der Ansicht, dass Menschen selbst darüber entscheiden können sollen. Gerade bei staatlichen Maßnahmen ist das allerdings eigentlich nie gegeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Piraten, im letzten Jahr vor allem durch Flaggenschwenken, Techno-Truck und einen Mangel an Inhalten aufgefallen, werden wieder mit dabei sein. Spannender sind aber &lt;a href=&quot;http://www.junge-piraten.de/&quot;&gt;die Jungen Piraten&lt;/a&gt; die sich im Vorfeld mit einigen relevanten Themen auseinander gesetzt haben: Mit der Bildungscard und der Schüler-Datei, die zur Zeit in Berlin in der Diskussion ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712598,00.html&quot;&gt;Bildungscard ist das neue populistische Projekt&lt;/a&gt; der Bundesarbeitsministerin. Dass Kinder von Hartz-IV-Beziehern im Bildungsbereich durch Mangelversorgung konsequent schlechter behandelt werden, kommt so langsam auch in der Regierung an. Was wohl auch &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,709706,00.html&quot;&gt;an dem entsprechenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts&lt;/a&gt; liegt. Aber da Hartz-IV-Empfänger, wie ja jeder mit ausreichend Vorurteilen zu glauben weiß, ihr Geld sowieso nur für billigen Alkohol und Stopftabak ausgeben, kann man solchen Menschen ja nicht einfach mehr Geld für die Bildung ihrer Kinder geben. Stattdessen muss man das mit Gutschein-Modellen machen... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb sollen die Kinder von Hartz-IV-Empfängern nach den Träumen des Bundesarbeitsministeriums bitte Chipkarten bekommen. Mit diesen sollen sie sich dann Musikschulen, Volkshochschulen aber auch den Zoo-Besuch etc. leisten können. Neben der ganz offensichtlichen Diskriminierung („Schau mal, der muss mit der Karte zahlen, dessen Eltern sind faule Arbeitslose“) übergeht man damit auch gleich das Erziehungsrecht der Eltern. Was ja gewollt ist, denn der gemeine Hartz-IV-Bezieher weiß ja offensichtlich nicht, was gut für seine Kinder ist... Dass man dabei all jene Kinder vernachlässigt, deren Eltern gerade über dem Hartz-IV-Satz liegen, ist da auch nur noch ein Kollateralschaden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlich toll sind die Überlegungen der Berliner Landesregierung zur &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%BCler-ID&quot;&gt;Schüler-Datei&lt;/a&gt;. Da die Verwaltung von Schülern ein bürokratischer Aufwand ist, sollen die Datensätze der Schüler nun dezentral verfügbar gemacht werden. So sollen Schulwechsel erleichtert werden, die Verteilung von Lehrern soll vereinfacht werden und all so Zeugs. Allerdings sollen die Daten nicht nur für die Schulen, die bei einem Schulwechsel Interesse daran haben, sondern für eine ganze Reihe von Behörden verfügbar gemacht werden. So sollen auch Polizei, Jugendämter, die Bewährungshilfe, Gesundheitsbehörden und einige andere Stellen Zugriff auf die Daten bekommen. Unter den Daten nicht nur relevantes Zeug wie Name, Adresse etc. sondern auch Dinge wie besuchte Förderungsmaßnahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klingt bedenklich&lt;font color=&quot;#005151&quot;&gt;&lt;font face=&quot;verdana,arial,geneva,helvetica,sans-serif&quot;&gt;?&lt;/font&gt;&lt;/font&gt; Oh ja. Wahlloser Zugang von Behörden auf solche Daten ist nicht nur an sich problematisch, sondern birgt erst recht die Gefahr von Leaks. Und durch die Einführung durch den Staat hat auch kein Schüler die Möglichkeit, sich dagegen zu wehren. In Brandenburg gibt es mit der Schüler-ID Pläne ein ähnliches System einzuführen, Bayern hat mit den Stimmen von CSU und FDP eine leicht entschärfte Version bereits verabschiedet. In Nordrhein-Westfalen wurden vergleichbare Bestrebungen nach Bedenken der Landesdatenschutzbehörde erst einmal eingestellt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch 2010 gibt es also gute Gründe, die Freiheit statt Angst zu besuchen. Man sieht sich also am Samstag in Berlin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;Der Artikel ist auch als Gastbeitrag &lt;a href=&quot;http://www.junge-piraten.de/2010/09/07/freiheit-statt-angst-%E2%80%93-ein-paar-themen/&quot;&gt;auf der Webseite der Jungen Piraten erschienen&lt;/a&gt;.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 07 Sep 2010 10:27:53 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2389-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Plädoyers offline zu sein?</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2387-Plaedoyers-offline-zu-sein.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2387-Plaedoyers-offline-zu-sein.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2387</wfw:comment>

    <slash:comments>17</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2387</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Ich hab gestern 2 Blogbeiträge gelesen die sich etwas kritischer mit diesem Internet beschäftigen als es &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2386-Bloggen-als-Notwehr-Oder-als-Mittel,-die-Gesellschaft-zu-veraendern.html&quot;&gt;mein letzter Eintrag getan hat&lt;/a&gt;. Zum einen wäre da der Text &lt;a href=&quot;http://www.spreeblick.com/2010/09/03/tageshochsatz/&quot;&gt;&lt;em&gt;Tageshochsatz&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; von Felix Moniac der &lt;a href=&quot;http://www.spreeblick.com/2010/09/03/tageshochsatz/&quot;&gt;bei Spreeblick erschienen ist&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;«Mir kommt es heute immer häufiger so vor als liefe unsere Kultur darauf hinaus, dass wir uns unseres eigenen Daseins entledigen wollten. Warten wir nur auf den Tag, dass Roboter für uns aufstehen und unser Leben für uns leben? Das, was hier aussieht, wie die Plattitüde eines Feinds des Fortschritts, ist gar nicht so weit hergeholt. Man ersetze nur den Gang zur Bibliothek mit Google Books, den Einkauf mit dem Internet-Bestellservice, das Erinnern an alte Bauernregeln mit der Weather-App, die Kochüberlegung mit der vorschlagsgenerierenden Site — die Roboter sind schon überall!»&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;&lt;strong&gt;Felix Moniac&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Text von Felix will ein Plädoyer sein. Für das Abschalten, das Erleben, das Spontane. Und wirkt dabei oft so, als ginge dies nur ohne die Roboter die sich überall in unser Leben einmischen und uns aus &lt;em&gt;der echten™ Welt&lt;/em&gt; in digitale Welten zerren wollen. Doch gibt es diese strikte Trennung? Offline gleich gut, online gleich böse? Das ist die alte Schreckensvision: Menschen die vereinsamt vor ihren Rechnern sitzen und im Internet surfen. Und, obwohl es solche Fälle gibt, ist es nicht zur Regel geworden. So wie dem Internet kann man dies aber auch anderen Dingen vorwerfen: Büchern, Politik, Fernsehen, Musikinstrumenten, Freunden/Freundinnen und was euch noch so einfällt. Alles kann dazu führen, dass man &lt;em&gt;die Schönheit™&lt;/em&gt; von anderen Dingen nicht mehr wahrnimmt und verpasst. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso kann man auch bemängeln, dass Menschen nicht mehr ohne Navigationsgerät fahren und sich deshalb vielleicht nicht mehr daran erfreuen, dass sie auf der Fahrt etwas von der Welt sehen können. Man kann aber auch sehen, dass es tausende von Menschen gibt die sich nicht nur trotz sondern auch wegen modernen Medien in der Natur umher bewegen. Die Wanderkarte und Straßenkreide ersetzt durch einen mobilen Zugang zum Internet und ein GPS-Gerät wird von vielen Menschen &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Geocaching&quot;&gt;Geocaching&lt;/a&gt; betrieben. Und die Webseite mit Rezepten und Kochtipps ermöglicht es auch jenen Leuten zumindest einen Einstieg zu finden, die sonst nur dank Convenience Food überleben konnten. Werden wir also alle vor Langeweile sterben wegen des Internets? Ich denke nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;«Noch zielen &amp;quot;Aktivisten&amp;quot; der Digitale Armee Fraktion angeblich nur auf verpixelte Häuserfassaden von Google-Streetview-Gegnern. Aber wer garantiert denn dauerhaft, dass nicht die Namen und Gesichter der Hausbesitzer in einer weiteren Eskalationsstufe in eine Online-Prangerdatei gestellt werden? Oder jeder, der keine Lust hat auf die schöne, neue Onlinewelt? Nach dem Motto: Und willst Du nicht mein Facebook-Freund sein, dann schlag ich Dir den Schädel ein. Die Erfahrung der jüngeren Geschichte lehrt jedenfalls, dass sich die Aktivisten, die wenig später die RAF gründeten, nicht lange damit zufrieden gaben, Kaufhäuser abzufackeln.»&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;&lt;strong&gt;mark793&lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Text über den ich gestolpert bin ist &lt;a href=&quot;http://mark793.blogger.de/stories/1689293/&quot;&gt;&lt;em&gt;Unfreiwillige vor!&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; von mark793, erschienen bei &lt;a href=&quot;http://mark793.blogger.de/stories/1689293/&quot;&gt;der dunklen Seite&lt;/a&gt;. Mark stört sich auch an der These, dass man eigentlich heute schon online sein müsse und sieht dies als Bedrohung. Der Rückzug ins Analoge als Lösung? Vermutlich nicht. Nicht nur, weil man dann die gesamte Kontrolle verliert. Sondern auch weil dies auf Dauer nicht mehr machbar sein wird. Bereits heute ist es eigentlich nicht mehr wirklich eine Option analog zu bleiben und dieser Druck wird in Zukunft steigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir benötigen keinen Rückzug ins Analoge, wir benötigen soziale Normen und Lösungsansätze mit den Möglichkeiten umzugehen. Technik ist per se wertfrei. Die Erfindung des Schwarzpulver wurde für bunte Feuerwerkskörper genauso genutzt wie als Treibladung für Schusswaffen. Auf Schienennetzen bewegt sich der Personen- und Güterverkehr, in der Vergangenheit wurde es zur Deportation benutzt. Endgültig verdammt haben wir deshalb keine dieser Techniken und haben Möglichkeiten gefunden damit umzugehen. Den ersten Führerschein gab es auch nicht vor der Erfindung des Automobils. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anstatt Rückzüge zu feiern sollte wir lieber gemeinschaftlich schauen wie wir neue Techniken sinnvoll nutzen können.&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Sep 2010 13:48:09 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2387-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Was ist INDECT?</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2388-Was-ist-INDECT.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2388-Was-ist-INDECT.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2388</wfw:comment>

    <slash:comments>1</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2388</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Jetzt dreht er also völlig durch. Erst quatscht er einen immer mit diesem &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2374-Wieso-wir-uns-vor-ACTA-fuerchten-sollten.html&quot;&gt;ACTA&lt;/a&gt;&lt;/em&gt; voll und nun noch &lt;em&gt;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/INDECT&quot;&gt;INDECT&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;? Ich denke mir diese Abkürzungen wirklich nicht selber aus. &lt;em&gt;INDECT&lt;/em&gt; steht für &lt;em&gt;Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment&lt;/em&gt; und ist ein Projekt der EU in dessen Rahmen man an neuartigen Überwachungsmethoden arbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei sollen bekannte Instrumente wie die Vorratsdatenspeicherung genauso benutzt und verknüpft werden mit Methoden wie der Analyse von Sozialen Netzwerken, Gesichtserkennung über biometrische Merkmale, Nummernschilderkennung. Und auch die unbemannte Luft-Überwachung durch Drohnen (z.B. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Quadrocopter&quot;&gt;Quadrocopter&lt;/a&gt;) ist Bestandteil des Projekts. Und, genau wie bei &lt;em&gt;ACTA&lt;/em&gt;, sollen die Informationen für die Öffentlichkeit nun &lt;a href=&quot;http://futurezone.orf.at/stories/1659751/&quot;&gt;auf ein Minimum reduziert werden&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scary Shit der sich stark nach 1984 anhört. Auf dem Landesparteitag der Piratenpartei Bayern hat @&lt;a href=&quot;http://twitter.com/GrumblingGeek&quot;&gt;GrumblingGeek&lt;/a&gt;, der Koordinator der Piraten zum Thema, einen kurzen Vortrag zu &lt;em&gt;INDECT&lt;/em&gt; gehalten den ich unten embedded habe. Ihr solltet euch die Zeit nehmen ihm zuzuhören.&lt;br /&gt;&lt;br/&gt;&lt;object width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/Vrn6kr2S1zQ?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/Vrn6kr2S1zQ?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;560&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 06 Sep 2010 09:32:12 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2388-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Bloggen als Notwehr? Oder als Mittel, die Gesellschaft zu verändern?</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2386-Bloggen-als-Notwehr-Oder-als-Mittel,-die-Gesellschaft-zu-veraendern.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2386-Bloggen-als-Notwehr-Oder-als-Mittel,-die-Gesellschaft-zu-veraendern.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2386</wfw:comment>

    <slash:comments>6</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2386</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Meine These zum Privacy-Panel auf der &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/content/teilnehmer-der-podiumsdiskussion&quot;&gt;openmind #om10&lt;/a&gt; war ja kurz und knackig: „&lt;em&gt;Wer sein Leben öffentlich im Netz lebt, der verliert nicht seinen Job, sondern seine Angst.&lt;/em&gt;“ Das ist natürlich arg verkürzt. Aber ich sehe eigentlich 2 gute Gründe, wieso man ruhigen Gewissens Teile seines (Privat-)Lebens veröffentlichen kann und vielleicht auch sollte. Zum einen haben wir bereits einen gewissen Status Quo erreicht, der seinerseits viele neue Fragen aufwirft. Und das andere ist die Frage nach der Gesellschaft in der wir leben wollen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Status Quo hat mspr0 bereits einen &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/streetview-opt-in?page=1&quot;&gt;sehr spannenden Artikel veröffentlicht&lt;/a&gt;. Denn es ist mitnichten so, dass einzelne Personen gezielt offline bleiben können. Lehrer, Dozenten, Handwerker, Ärzte, Restaurants und was nicht noch alles werden bereits online bewertet. Und das egal ob sie das wollen oder nicht. Das Internet gibt den Kunden/Usern die Möglichkeit, so auch jene aus der offline-Welt ins Netz zu ziehen. Vielleicht nicht in erster Linie deren Privatleben. Aber die Grenze ist, gerade bei Berufen wie Lehrern, doch eher schwammig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die hysterische Diskussion um Google Street View der letzten Wochen hat dabei auch andere Stilblüten hervorgebracht. Da wenden sich Leute an Lokalzeitungen, um über ihren Widerspruch zu Street View zu berichten, und lassen sich dann stolz vor ihrem Haus ablichten. &lt;a href=&quot;http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Buergerprotest-gegen-Google_aid_892897.html&quot;&gt;Unter der Angabe des vollen Namen&lt;/a&gt;s. Und dieser Artikel landet dann, erwartungsgemäß, im Netz. Dass Google durch die kleine Stichstraße niemals durchgefahren wäre, da dort keine Autos fahren können? Nur noch eine Randnotiz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein anderes Beispiel um Street View: Eine junge Frau gibt BILD.de gegenüber an, dass sie gegen Street View ist, weil sie ja gerne oben ohne auf der Terrasse liegt und sie deshalb Angst vor Spannern durch Street View hat. Bild veröffentlicht das Foto der Frau, zusammen mit ihrem Namen und ihrem Wohnort. Die Abfrage nach der Adresse ist nur ein Telefonbuch weit entfernt. Und schon haben potentielle Spanner nicht nur eine Adresse bei der es sich lohnen könnte mal vorbeizuschauen, sondern sogar schon ein Foto von dem, was sie dort erwarten könnte. Ganz ohne Street View. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In dem Zusammenhang auch passend: &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2378-Quo-vadis-Post-Privacy-und-Datenspuren.html&quot;&gt;Meine Betrachtung von Google Latitude&lt;/a&gt; und die Frage danach, in wie weit man die Daten von verschiedenen Personen zusammenführen kann, um über andere Personen an Informationen der eigentlichen „Zielperson” zu kommen. Und auch &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/ct/artikel/Archaeologie-der-Zukunft-1029002.html&quot;&gt;der Einwand von mspr0 bezüglich Google Goggles ist berechtigt&lt;/a&gt;. Denn die Technik, um Fotos von Personen einen Namen zuzuordnen, ist schon da. Apples iPhoto und auch Picasa von Google bieten so etwas bereits rudimentär an. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis man von x-beliebigen Personen in der U-Bahn ein Foto schiessen kann, welches dann in eine Google-Suche umgewandelt wird. In wie weit solche Technik-Dinge unsere Gesellschaft verändern, ist noch völlig offen und wird wohl nur die Zeit zeigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was man aber sieht: Offline bleiben kann nicht die Antwort sein. Außer man verweigert sich eines Jobs und verbleibt in seiner abgedunkelten Wohnung. Wer dies nicht tut, sollte aber vielleicht lieber online gehen und sich zumindest ein Stück Kontrolle zurückerobern. Denn wenn ich das öffentliche Bild über meine Person nur von anderen bestimmen lasse, habe ich gar keinen Einfluss darauf. Dies ändert sich aber schlagartig, wenn ich selbst das Zepter in die Hand nehme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit jedem Tweet, jedem Facebook-Status-Update, jedem Blogpost beeinflusse ich das Bild über meine Person. Nicht zwingend zum Guten, allerdings schwäche ich damit den Gesamteinfluss von Dritten auf mein Bild. Bloggen als Notwehr quasi. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber dann gibt es noch die zweite Motivation, aus der man sich selbst öffentlich machen kann: In was für einer Welt wollen wir leben? Der Trend geht dazu, dass das Private als der Raum dargestellt wird, in dem man sein kann. Aber soll dies der Weisheit letzter Schluss sein? Und in wie weit ist es Freiheit, wenn man selbst nur im privaten Raum leben darf? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In früheren Zeiten war es zum Beispiel die Zugehörigkeit zur falschen Religion, die Betroffene nur im privaten Raum ausleben durften. Entsprechende Regelungen findet man beispielsweise &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Expansion#Administrative_Ma.C3.9Fnahmen_der_Araber_in_den_eroberten_Gebieten&quot;&gt;zur Zeit des Islams auf der iberischen Halbinsel, ab 630 nach Christus&lt;/a&gt;: Andere Religionsgemeinschaften (solange sie Buchreligionen sind) werden geduldet, wenn sie Steuern für ihre Religionszugehörigkeit bezahlen und die Ausübung ihrer Religion auf den privaten Raum beschränken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heutzutage immer wieder herangezogen: Die Partyfotos im Social Network der Wahl, die der Personalchef dann als Begründung nutzt, um einen nicht einzustellen. Was in mindestens 2 Dimensionen zu kurz gedacht ist: Denn zum einen kann man relativ sicher davon ausgehen, dass auch der Personalchef ab und an mal einen über den Durst trinkt. Und eigentlich sollte das auch kein Kriterium dafür sein, ob er für den Job geeignet ist oder nicht. Und zum anderen dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch der Personaler aus einer Generation stammt, die Party-Fotos im Netz hat. Das Problem ist die vermeintliche Abnormalität des eigentlich Normalen. Und um diese Situation zu ändern, bedarf es Menschen, die offen dafür eintreten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wage mal zu behaupten, dass die immer besser werdende Situation von Menschen die nicht der Hetero-Normativität entsprechen auch damit zu tun hat, dass Menschen ihr &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Coming_out#Historische_Entwicklung&quot;&gt;Coming-Out&lt;/a&gt; haben, für sich einstehen und so der gefühlten Abnormalität entgegentreten. Der Erfolg der Szene rund um Homosexualität steht und fällt mit Leuten die dafür eintreten. Ein bekanntes Beispiel ist &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_McGeorge&quot;&gt;Jack McGeorge&lt;/a&gt;, der selbst aktiv gegen die Diskriminierung von BDSMlern vorgeht. Gleichzeitig war der gute Mann auch Waffeninspekteur der &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/United_Nations_Monitoring,_Verification_and_Inspection_Commission&quot;&gt;UNMOVIC&lt;/a&gt; im Irak. Nachdem sein Engagement in der BDSM-Szene bekannt wurde (er selbst hat daraus nie ein Geheimnis gemacht), sollte er, angefeuert von einer Medienkampagne, seinen Job bei der UN verlieren. &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Blix&quot;&gt;Hans Blix&lt;/a&gt;, zu der Zeit Chef der UNMOVIC, verweigerte den Rücktritt, mit Berufung auf die Qualifikation von McGeorge. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das ist, zumindest meiner Meinung nach, der Punkt an den wir allgemein kommen sollten. Betrinkt euch, ladet die Fotos ins Netz und macht euren Job trotzdem gut. So what? Wir brauchen Toleranz gegenüber den Eigenheiten von Menschen. Gerade jetzt, wo wir sie dank Web 2.0 &amp;amp; Co ohne weiteres erfahren können und werden. Es ist klar, dass wir noch nicht so weit sind. Es gibt für Menschen immer noch gute Gründe, Privates privat zu halten. Sei es aus Angst um Job, Status oder wasauchimmer. Aber wer sein Leben offen leben kann, sollte sich überlegen, wieso er das nicht auch so handhaben sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;„Wer sein Leben öffentlich im Netz lebt, der verliert nicht seinen Job, sondern seine Angst.“&lt;/em&gt; Denn was öffentlich liegt, das wird schnell öde und taugt nicht wirklich gut als Skandal. Bei McGeorge war der Fall weniger ein Zwangsouting als die Beschreibung von längst bekannten Tatsachen. Kein Wunder, dass er relativ entspannt &lt;em&gt;“So What?”&lt;/em&gt; sagen konnte. Freiheit statt Angst? Ja, aber nicht, wenn dies heisst, nur im Privaten leben zu dürfen.&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:14:20 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2386-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Privacy-Podiumsdiskussion auf der #om10</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2384-Privacy-Podiumsdiskussion-auf-der-om10.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2384-Privacy-Podiumsdiskussion-auf-der-om10.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2384</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2384</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    So langsam geht die Planungsphase für die openmind #om10 in die heiße Phase. Relativ kurzentschlossen wollen wir nun eine &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/kinderbetreuung&quot;&gt;Kinderbetreuung anbieten&lt;/a&gt; um auch Eltern die Teilnahme zu ermöglichen, dazu sind schon viele Tickets weg (aber &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/tickets&quot;&gt;es gibt noch welche&lt;/a&gt;). Dazu sind schon jede Menge sehr spannende Beiträge eingegangen (und es können bis zum 23.08. &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/beitragsaufruf&quot;&gt;noch Beiträge eingereicht werden&lt;/a&gt;) die ein weites, gesellschaftliches Feld abdecken. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und heute können wir weitere Details zum ersten, festen Programmpunkt verraten. Nämlich die &lt;a href=&quot;http://www.om2010.de/content/teilnehmer-der-podiumsdiskussion&quot;&gt;Besetzung des Podiums zu Privatssphäre, Datenschutz, Post Privacy &amp;amp; Co&lt;/a&gt;: Der Datenschutzbeauftragte der Piratenpartei Deutschland, Werner Hülsmann, und Ansgar Veltens, Politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Rheinland-Pfalz, treten für den bekannten Datenschutz ein während Christian Heller (aka @plomlompom) und ich auf der anderen Seite stehen werden.&lt;br /&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 21 Aug 2010 13:16:08 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2384-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Unsere Gesichter gegen ACTA</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2383-Unsere-Gesichter-gegen-ACTA.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2383-Unsere-Gesichter-gegen-ACTA.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2383</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2383</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Wir haben es getan. Wir haben unsere Gesichter gezeigt. Gegen ACTA. Was ACTA ist, kann man auf den Blogs der Herren &lt;a href=&quot;http://basisvasektomie.de/?cat=10&quot;&gt;Urbach&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/?serendipity[action]=search&amp;amp;serendipity[searchTerm]=ACTA&quot;&gt;Greshake&lt;/a&gt;, bei &lt;a href=&quot;http://stopp-acta.info&quot;&gt;Stopp ACTA&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://www.laquadrature.net/en/ACTA&quot;&gt;La Qudrature du Net&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://anti-acta.com&quot;&gt;Anti ACTA&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;http://openacta.eu/&quot;&gt;Open ACTA&lt;/a&gt;, der &lt;a href=&quot;http://web.piratenpartei.de/search/node/ACTA&quot;&gt;Piratenpartei&lt;/a&gt; und auf vielen vielen weiteren Seiten nachlesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie nun schwerlich festzustellen ist, gibt es weltweite Poteste (sucht nur mal auf Twitter nach &lt;a href=&quot;http://search.twitter.com/search?q=%23ACTA&quot;&gt;#ACTA&lt;/a&gt;). Doch warum dann diese Aktion? Nun, der Protest gegen ACTA ist vielfältig, aber allen fehlt etwas: Das Gesicht. Im Augenblick protestiert eine zum Großteil gesichtlose Masse, es wird sachlich argumentiert und die Gefahren aufgezeigt. Wie es scheint, interessiert das niemanden. &lt;br /&gt;
Also geben wir dem Protest ein Gesicht. Denn hinter den Protesten befinden sich nicht nur irgendwelche Pseudonyme die ihrem Frust Luft machen wollen. Sondern Menschen. Und die haben berechtige Angst vor ACTA und den Folgen des Abkommens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Herren Urbach und Greshake riefen über ihre Blogs und Twitter auf, Gesichter zu ACTA einzusenden. Das konnten sie über eine schlichte Internetseite tun und ausser, dass sie erlaubten, dass die Bilder weiter verwendet werden, wussten sie auch nicht, was genau passiert. Nun, hier ist das Ergebnis - geschnitten vom fabulösen Herrn Greshake, nur für uns &lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;*husthust*&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt; vertont von den &lt;em&gt;Nine Inch Nails&lt;/em&gt;. Genug der Worte, viel Spass damit:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height=&quot;340&quot; width=&quot;560&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/BWqkWr_iZUU?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot; /&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot; /&gt;&lt;embed height=&quot;340&quot; width=&quot;560&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/v/BWqkWr_iZUU?fs=1&amp;amp;hl=de_DE&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; /&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gekürzte Version wird zur Präsentation auf der Ars Technica eingereicht - um noch mehr Menschen die Gesichter gegen ACTA zu zeigen. Und ab September wird es auch eine Webseite zu der Aktion &lt;em&gt;“Face against ACTA”&lt;/em&gt; geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;On behalf of #sektion31: Stephan Urbach (tomate) &amp;amp; Bastian Greshake (gedankenstuecke)&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 19 Aug 2010 13:23:33 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2383-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Zeigt eure Angst vor ACTA</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2381-Zeigt-eure-Angst-vor-ACTA.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2381-Zeigt-eure-Angst-vor-ACTA.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2381</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2381</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;ACTA&lt;/strong&gt; wurde hier nun lange genug wieder ignoriert (Bad News, und keine Überraschung: Die Verhandlungen sind immer noch nicht vom Tisch). Deshalb ist es mal wieder an der Zeit mobil zu machen. Wieso wir alle panische Angst haben sollten vor dem fiesen Monstrum habe ich ja, mit Hilfe der Veröffentlichung von Axel Metzger ja schon &lt;a href=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/archives/2374-Wieso-wir-uns-vor-ACTA-fuerchten-sollten.html&quot;&gt;versucht ein bisschen deutlich zu machen&lt;/a&gt;. Aber das lockt natürlich niemanden hinter dem Ofen hervor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und mein Lieblings-Anti-ACTA-Agent Stephan hat sich deshalb eine &lt;a href=&quot;http://basisvasektomie.de/?p=284&quot;&gt;großartige Idee einfallen lassen&lt;/a&gt;: &lt;strong&gt;Face Against ACTA!&lt;/strong&gt; Angelehnt an die letztjährige Aktion &lt;em&gt;Ich bin Pirat&lt;/em&gt; bei der das eigene Foto mit einem kleinen Rahmen verziert wurde um seine Unterstützung auszudrücken geht das nun auch analog gegen ACTA. Und natürlich ist das Ziel die passenden Gesichtsausdrücke damit einzufangen: Frustriert, wütend, traurig, entsetzt. Sucht euch was aus. &lt;a href=&quot;http://tomate.piratenpad.de:8080/&quot;&gt;Den Generator für die Rahmen findet ihr bei Stephan&lt;/a&gt;. Falls ihr wollt könnt ihr sie auch direkt den Piraten unter einer CC-BY-SA-Lizenz anvertrauen um daraus so was wie Kunst zu machen. Und zur Verdeutlichung hier zwei Symbolbilder: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;div align=&quot;center&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://www.gedankenstuecke.de/uploads/faceagainstacta.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 13 Aug 2010 13:36:09 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2381-guid.html</guid>
    
</item>
<item>
    <title>Marktradikaler Kommunismus in Parallelwelten</title>
    <link>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2380-Marktradikaler-Kommunismus-in-Parallelwelten.html</link>
            <category>Aktuell: </category>
            <category>The Pirates Gospel</category>
    
    <comments>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2380-Marktradikaler-Kommunismus-in-Parallelwelten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2380</wfw:comment>

    <slash:comments>2</slash:comments>
    <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2380</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Bastian)</author>
    <content:encoded>
    Keine Angst, die große Zeit der Thesen ist vorbei. Und ich wollte jetzt auch nicht meine eigenen ans nächstbeste Imageboard posten. Aber spannend ist es doch wo sich dieses Internet einsortiert. Während die Verwertungsindustrie aka Content-Mafia immer wieder den Kommunismus des Internets ausruft und fürchtet, dass sich &lt;em&gt;«alles für alle und zwar umsonst»&lt;/em&gt; durchsetzen könnte. Die, Vorsicht Buzzword, Internet-Aktivisten auf der anderen Seite fordern die Freiheit des Internets nicht weiter zu beschränken. Verkehrte Welt im Internet? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vermutlich nicht ganz, denn irgendwie sind beide Ansätze, auf eine Art und Weise ja nicht ganz verkehrt. Denn das Internet ist, zumindest in Ansätzen, der feuchte Traum jedes Kommunisten. Wann waren kreative Produktionsmittel jemals so weit in den Händen eines jeden einzelnen? Auch wenn der Zugang zum Internet bei uns noch kein Grundrecht ist haben mehr Menschen den je die Möglichkeit sich Gehör zu verschaffen, sich auszudrücken. Die Preise für die Produktion von Bild, Ton und Video-Formaten sinken weiter und Produktionen die noch vor einigen Jahren Leuten mit viel Geld vorbehalten gewesen wären sind nun für fast jede erschwinglich geworden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der anderen Seite wird die Freiheit des Internets betont. Und dabei ist auch die Freiheit des Marktes gemeint. Doch anders als in der &lt;em&gt;realen Welt™&lt;/em&gt; wird online in den seltensten Fällen mit Geld bezahlt. Klar, &lt;em&gt;Flattr&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Google Ads&lt;/em&gt; &amp;amp; Co machen es möglich sich seine Werke auch versilbern zu lassen. Doch die eigentliche Währung ist Zeit. Denn jeder Rezipient hat, noch viel radikaler beschränkt als sein Geld, 2 Dinge zur Verfügung: Aufmerksamkeit und Zeit. Kein Kredit der Welt verhelfen einem zu mehr davon. Und dementsprechend überlegen die Leute auch was sie mit Aufmerksamkeit belohnen. Feedreader, Twitter und dieses ganze, soziale Zeugs im Internet ermöglicht es. Man bekommt die Nachrichten, Texte, Bilder, Videos die einen potentiell interessieren. Nach Hause geliefert und konsumfertig. Im Idealfall produziere ich daraus selbst wieder etwas und gebe es in den Kreislauf zurück. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dinge die für mich nicht taugen fliegen dabei dann ganz einfach aus dem Reader, Leute die nichts spannendes auf Twitter verbreiten werden unfollowt. Jeder hat die Möglichkeit gelesen und gehört zu werden. Das recht darauf hat keiner. Und jeder hat die Freiheit jene Dinge zu ignorieren die für ihn keinen Mehrwert darstellen. Und so entsteht die unweigerliche Fragmentierung in Parallelgesellschaften im Internet. Da tummeln sich die Scienceblogs neben Homöopathie-Foren, genauso wie Katzenbildchen in friedlicher Koexistenz mit Torture Porn lebt. Und wohl kaum ein Reader wird dem anderen gleichen, auch wenn es im Internet-Mainstream Überlappungen gibt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ich finde das ziemlich gut, so wie es ist. Denn in meinen Augen sind es alle 3 Faktoren die das Internet zu dem Medium gemacht haben wie wir es heute kennen und alltäglich nutzen: Freier Zugang zu den Produktionsmitteln, der Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit und die Fragmentierung in Zielgruppen. Problematisch wird es, wenn diese Freiheit und Gleichheit unter Beschuss gerät. Das Stichwort lautet &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Netzneutralit%C3%A4t&quot;&gt;Netzneutralität&lt;/a&gt;. Wenn bestimmte Dienste bevorzugt behandelt werden und ihre Daten schneller, besser oder zuverlässiger rund um die Welt transportieren können dann wackelt das Konstrukt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen weil die Produktionsmittel damit de facto aus den Händen der Allgemeinheit genommen werden (Dienste können nur noch von jenen Angeboten werden die das nötige Kleingeld für eine bevorzugte Behandlung haben). Und zum anderen ist der Markt damit nicht mehr wirklich frei. Denn plötzlich spielt es wieder verstärkt eine Rolle wer Informationen anbietet. Zwar mag eine gute Idee immer noch eine gute Idee haben. Aber wie hoch ist die Motivation eine Alternative zu YouTube zu nutzen wenn sie dank &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Quality_of_Service&quot;&gt;QOS&lt;/a&gt;-Regeln so langsam ist, dass ich sie nicht bedienen mag? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter &lt;a href=&quot;http://pro-netzneutralitaet.de/&quot;&gt;Pro Netzneutralität&lt;/a&gt; gibt es eine Petition die bereits von über 4000 Menschen unterzeichnet wurde und die sich dafür einsetzt den Status Quo zu erhalten. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 12 Aug 2010 12:14:09 +0200</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">http://www.gedankenstuecke.de/archives/2380-guid.html</guid>
    
</item>

</channel>
</rss>
