<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
<?xml-stylesheet href="/templates/default/atom.css" type="text/css" ?>

<feed 
   xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom"
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/">
    <link href="http://www.gedankenstuecke.de/feeds/atom.xml" rel="self" title="Gedankenstücke" type="application/atom+xml" />
    <link href="http://www.gedankenstuecke.de/"                        rel="alternate"    title="Gedankenstücke" type="text/html" />
    <link href="http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=2.0"     rel="alternate"    title="Gedankenstücke" type="application/rss+xml" />
    <title type="html">Gedankenstücke</title>
    <subtitle type="html">(m)ein Leben durch den Sucher</subtitle>
    
    <id>http://www.gedankenstuecke.de/</id>
    <updated>2011-12-23T16:55:00Z</updated>
    <generator uri="http://www.s9y.org/" version="1.5.3">Serendipity 1.5.3 - http://www.s9y.org/</generator>
    <dc:language>en</dc:language>

    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2451-Kandidatur.html" rel="alternate" title="Kandidatur?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-12-23T11:50:30Z</published>
        <updated>2011-12-23T16:55:00Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2451</wfw:comment>
    
        <slash:comments>3</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2451</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2451-guid.html</id>
        <title type="html">Kandidatur?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Auf der Mailingliste der Piraten von NRW wird schon über Kandidatur für die nächste Landtags- und Bundestagswahl nachgedacht. Ok. Das ist noch eine Weile hin, aber ich denke natürlich auch mal darüber nach, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen könnte. Nach der Tätigkeit als 1. Vorsitzende bis Januar 2010 war ich wirklich froh, mit Piraten nichts mehr zu tun haben zu müssen. Die Anfeindungen können echt ganz schön übel sein. Ich habe keine Ahnung, ob das in anderen Parteien auch so ist. In kurzer Zeit habe ich mir durchaus ein paar Feinde gemacht. (Hintergrund: Eigentlich habe ich nur an der Stelle Position bezogen, als es um das zeitlich begrenzte Verbot der Gründung von Kreisverbänden ging. Das fand ich für eine Partei, die irgendetwas mit Freiheit machen will, unangemessen. Ich habe damals nichts gegen Crews gesagt. Es war nur meine Auffassung, dass ich den Gruppen vor Ort nicht vorschreiben wollte, wie sie sich zu organisieren haben. Offenbar hat das trotzdem dazu geführt, dass ich auf einmal zur Gruppe der KV-Leute gehörte und damit zum erklärten Feind der Crew-Befürworter.) Ich kann also gar nicht einschätzen, ob eine Kandidatur überhaupt Chancen hätte. Die Leute, die mich zu ihrem Feind erkoren hatten, wollten ja nicht reden, sondern lieber bashen via Twitter oder so. Bei solchen Auseinandersetzungen geht es selten wirklich um Argumente, sondern mehr um persönliches Angepimmel. Ich bin ziemlich sicher, dass ich an dieser Art Politik keinen Spaß habe. Überlässt man den Vollpfosten deshalb das Feld? Ich bin die, die voller Zweifel ist. Ständig. Das macht mich durchaus auch gut. Auf der anderen Seite macht es mich angreifbar. Ich kann nämlich durchaus drei Tage heulen wegen irgendwelcher Idioten, die anonym sexuelle Boshaftigkeiten in ein Pad schreiben (damals bei dem Bundesparteitag). Bin ich nicht deshalb schon untauglich für Politik? Zu dünnhäutig? <br /><br />Ich habe bei meinen Überlegungen ein paar weitere Probleme. <br /><br />Ich habe großartige Menschen im Bereich Bildung kennen gelernt. Ich habe die Möglichkeit gehabt, meinen Horizont zu erweitern und ich gehe davon aus, dass wir, um Bildung wirklich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbessern, durchaus in der Politik ansetzen müssen. Das würde für eine Kandidatur sprechen.<br /><br />Auf der anderen Seite darf man als Lehrer nicht gleichzeitig in  der Politik (z.B. im Landtag) aktiv sein. Das wäre zeitlich wohl auch nicht möglich. Aber ich liebe meine Arbeit, zumal meine Schülerinnen und Schüler auch dafür sorgen, dass ich in jedem Fall auf dem Teppich bleibe. In der Vorstandszeit habe ich mich natürlich über gute Presse gefreut. Beinhaltet das aber nicht auch immer die Gefahr, sich von Medienpräsenz korrumpieren zu lassen? Ich will mich nicht verbiegen. Selbst wenn ich kandidiere, twittere ich immer noch aus der Badewanne. Ich mache nichts, weil &quot;man das so macht&quot; oder für die Wählbarkeit. Ein Journalist hat für die &quot;Zeit&quot; mal geschrieben, ich sei &quot;erfrischend anders&quot; und &quot;entwaffnend ehrlich&quot;. Das will ich beibehalten.<br />Das habe ich auch als Lehrerin immer getan. Obwohl mir Professoren und Justitiare sagen, meine Tweets seien &quot;justiziabel&quot;. Obwohl behauptet wird, Lehrer dürften wegen des Beamtenstatus nicht authentisch sein. Jedenfalls nur in gewissen Grenzen. Obwohl ich hätte längst Karriere in Schule machen können, wenn ich denn &quot;systemkonformer&quot; wäre. Es gibt Werte, die verkaufe ich nicht.<br /><br />Eigentlich würde ich gerne beides machen. Lehrerin sein und Politik machen.  Ich habe Schüler nie beeinflusst. Zumindest nicht bewusst. Aber einige wissen auch, dass ich mich politisch engagiere. Ich sehe da durchaus ein Dilemma. Auf der anderen Seite ist Politik immer zu weit weg von den Menschen, die sie betrifft.  Es wird viel zu viel über Menschen entschieden statt mit ihnen. Meine Schüler sind meine Inspiration, weil sie an vielen Stellen ganz gleichberechtigt mit mir über Themen diskutieren können. Weil sie großartige Ideen haben. Weil sie tolle Reden halten und ansprechende Präsentationen machen können. Weil wir voneinander lernen können. Weil wir einander vertrauen und weil ich ihre Kritik ernst nehme. Ich würde die Politikerin sein wollen, die mit den Menschen redet, nicht über sie. Mir ist unklar, ob das Utopie ist....<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Autorin: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2450-Mein-Traum-von-Schule.html" rel="alternate" title="Mein Traum von Schule" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-12-13T22:20:44Z</published>
        <updated>2011-12-13T22:20:44Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2450</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2450</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2450-guid.html</id>
        <title type="html">Mein Traum von Schule</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Der Aufhänger für meine Gedanken auf der Autofahrt war eine Konferenz, wie sie ständig in irgendwelchen Schulen stattfindet. Der Wunsch nach mehr Druck, mehr Kontrolle, mehr Disziplin, mehr Handyverbot. Mich gruselt das zunehmend. Manchmal habe ich die Befürchtung, dass ich irgendwann durch den Austausch mit Menschen, die auch eine andere Schule denken können, für das staatliche Schulsystem mit all der Hierarchie und fehlenden Demokratie, mit all den Eingriffen in die individuellen Möglichkeiten schlicht unbrauchbar geworden sein könnte. Dabei sei gesagt, dass ich an einer &quot;Vorzeigeschule&quot; arbeite (was immer das heißen mag), mit finanziellen Mitteln, mit guter Ausstattung, mit einem Chef, der Projekte unterstützt, Europaschule usw. Trotzdem bin ich da noch so weit weg von dem, wie ich mir Schule im Idealfall vorstellen kann.<br /><br />Ich weiß, man braucht Geld und Erlaubnis und Förderung usw., um eine Schule zu gründen, aber träumen wir doch einfach mal so vor uns hin...<br /><br />Wie müsste meine Traumschule eigentlich sein? Was müsste sie leisten können? Wie müsste sie aussehen? Wie würden wir arbeiten/leben? Welche Kompetenzen würde sie vermitteln?<br /><br />Nehmen wir doch einfach mal an, Motivation wird durch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=u6XAPnuFjJc">die in diesem (vermutlich allen bekannten) Video</a> beschriebenen Aspekte ausgelöst und verstärkt: Autonomy, Mastery, Purpose. <br /><br />Was bedeutet das für Schule? Wie viel Anteil des Tages können Schüler selbstorganisiert, selbstbestimmt lernen? (Die Antwort könnte uns schon in die erste Depression treiben.)<br />Welchen Sinn hat Schule für die meisten Schüler (über den Gedanken hinaus, dass es zumindest warm ist im Winter)?<br /><br />So. Da stehen wir nun mit unserer Schule, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/X-Y-Theorie">die auf Menschenbild X</a> aufbaut, statt Menschen zuzugestehen, dass sie sich verwirklichen wollen, dass sie wirksam sein wollen, dass sie sich verbessern wollen. Ich glaube an Menschenbild Y, aber wir setzen nichts davon um im Schulsystem.<br /><br />Ich habe Schüler, die großartige Reden halten, die sich einsetzen für andere Menschen. Warum pressen wir diese in ein gängelndes System, anstatt ihnen bei der Verwirklichung ihrer Ideen beizustehen? <br /> <br />Wenn wir auf <a href="http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2010/die-befreiung-der-arbeit-das-7-tage-wochenende.html">dieses Unternehmensmodell von Semco schauen</a>, dann wäre es durchaus möglich, sich auch Schule in ähnlicher Form vorzustellen. (Gut, nicht für jeden meiner Kollegen.....)<br /><br />Die Schule meiner Träume ist ein Ort, zu dem man gerne geht. (Und zwar dann, wenn man es möchte.) Schüler sollen selbst entscheiden können, wann sie mit wem zu welcher Uhrzeit und wie lange arbeiten. Versteht mich nicht falsch. Ich möchte es nicht belanglos. Natürlich muss man Rechnen und Schreiben lernen und argumentieren und präsentieren und all diese Dinge. Im Gegenteil: Ich möchte, dass Schule mehr Bedeutung bekommt, mehr zur Lebenswirklichkeit der Schüler (und Lehrer) wird und nicht ein abgetrennter Raum, weit weg von dem, was wirklich passiert in der Welt.<br /><br />Ich möchte, dass Schule ein Ort der Begegnung wird, an dem man sich weiterentwickeln kann, an dem man Hilfe erfährt und Anregung, Inspiration. Ich möchte, dass Schule Projekte von Schülern unterstützt. Das können die ganz großen Dinge sein (&quot;Wir möchten nach Durban fahren, um dort für eine bessere Welt zu kämpfen.&quot; &quot;Wir möchten an einer Kampagne teilnehmen, die die Atomwaffen auf der Welt reduziert.&quot; &quot;Wir möchten eine Schule in Nepal aufbauen.&quot; &quot;Wir möchten einen Vortrag zur Republica einreichen.&quot;) oder die kleinen Dinge vor der Haustür (das Tierheim unterstützen, zusehen, dass alte Menschen nicht einsam sterben, einem Obdachlosen zuhören, ein Praktikum beim Tierarzt machen usw.) <br /><br />Wir haben die Schüler, die all das können, aber wir lassen ihre Talente verkommen im 45-Minuten-Takt. <br /><br />Und dann möchte ich ihnen sagen:<br />Ja. Geht raus, lernt, aber schreibt darüber. Präsentiert, was ihr erlebt habt, diskutiert, was man verbessern kann. Lernt, einander zu helfen, Projekte zu entwickeln und durchzuführen. Sucht euch Lehrer oder Mitschüler oder Experten, die das können.<br /><br />Ich möchte eine Schule, die Schülern hilft, sich zu vernetzen mit Menschen aus der ganzen Welt, über Blogbeiträge, über Projekte usw.<br /><br />Ich möchte eine Schule, in der Schüler und Lehrer gemeinsam entscheiden, wie das vorhandene Budget verwendet wird. Ohne Noten (aber meinetwegen mit Teilnahme an externen Prüfungen.) Nicht als Eliteschule, sondern mit den durchschnittlichen Schülern eines Landes, mit Hauptschülern und Elitegymasiasten und natürlich als inklusive Schule mit Schülern, die sich als Team begreifen. <br /><br />Ich möchte, dass Schüler voneinander und Lehrer von Schülern lernen. Ich möchte eine Schule, in der wir gemeinsam die Welt entdecken und vielleicht auch ein wenig besser machen...<br /><br />Ich weiß, ich bin ein Träumer....<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Autorin: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2449-Session-Professionelle-Intelligenz-in-der-Schule.html" rel="alternate" title="Session: Professionelle Intelligenz in der Schule" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-11-20T12:18:35Z</published>
        <updated>2011-11-20T12:27:13Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2449</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2449</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2449-guid.html</id>
        <title type="html">Session: Professionelle Intelligenz in der Schule</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Beim Educamp in Bielefeld habe ich zusammen mit Oliver Tacke (@<a href="http://www.twitter.com/otacke">otacke</a>) eine Session zum Buch von Günter Dueck über professionelle Intelligenz angeboten.<br /><br />Nach einer kurzen Einführung von Oliver über die von Dueck genannten unterschiedlichen Formen von Intelligenz haben wir in kleinem Kreis darüber diskutiert, wie Schule diese ganzheitliche Bildung besser fördern kann.<br /><br />Hier kurz die bei Dueck näher beschriebenen Arten von Intelligenz:<br /><ul><li>Reine klassische Intelligenz (wie in IQ-Tests) - Intelligenz des Verstandes</li><br />
<li>Emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit</li><li>Vitale Intelligenz des Instinktes und des Handelns</li><li>Intelligenz der Attraktion/der Sinnlichkeit</li><li>Kreative Intelligenz</li><li>Intelligenz der Sinnstiftung</li></ul>Es ergaben sich die zwei Grundfragestellungen:<br /><ol><li>Wie kann man dies im bestehenden System, was heute noch vor allem klassischen IQ, also Fachwissen, abprüft, erreichen? Dueck nennt das: &quot;Run the System&quot;</li><li>Und langfristig: Wie müsste Schule im Idealfall aussehen? &quot;Change the System&quot;</li></ol>Vorweg: Die Stunde war viel zu kurz, aber wir haben neuen Input, um über diese Fragen in Blogs etc. weiterzudenken.<br /><br />Zunächst ging es um Hierarchie. Es wurde behauptet, dass die von Dueck aufgestellte These, dass Lehrer grundsätzlich schon mehr Wissen hätten als Schüler,  (noch?) nicht zutreffend sei.<br /><br />Ich behaupte mal frech, dass das von vielen Lehrern auch so gewollt ist. Deren &quot;Standing&quot; basiert darauf. <br />Ein Kollege stellte darauf in den Raum, dass Lehrer lernen müssen, loszulassen, also zum Beispiel auch den Mut zu zeigen, voneinander lernen zu und gemeinsam Themen entdecken zu wollen.<br /><br />Es bleibt aber die Angst und Unsicherheit vieler Lehrer zum Beispiel davor, sich gegen bestehende Beschlüsse zu stellen. Beispiel: Es gibt einen Bildungsgangbeschluss, dass pro Halbjahr zwei schriftliche Klassenarbeiten geschrieben werden müssen. Darf man nun einfach ein Portfolio derart werten? Ist das wirklich eine individuelle Leistung? (Ketzerisch: Sind rein individuelle Leistungen ohne Internetzugang überhaupt noch zeitgemäß und an der Wirklichkeit orientiert? Würde ich so arbeiten im meiner Praxis? Würde ich nicht Vernetzung suchen, Menschen, die &quot;Experten&quot; sind, kollaborieren? Jede mir verfügbare Information suchen? Ein wenig sehe ich das als Besitzstandswahrung. Es ist die Angst, Prüfungen so zu gestalten, dass sie Relevanz besitzen. (Bei und werden teilweise die Handys eingesammelt bei Klausuren.) Es ist die Angst, Macht abzugeben. Fachwissen ist zudem leichter abprüfbar.)<br /><br />Wenn man den Mut hat, gibt es also durchaus Bereiche, in denen man das System &quot;Schule&quot; &quot;hacken&quot; kann. Auf der anderen Seite stand aber auch der Wunsch nach politischer Veränderung (nur dauert sowas in Deutschland ja tendenziell sehr lange, wie wir wissen).<br /><br />Eine Schule, die schon im Praktischen ganzheitliche, selbstbestimmte, praxisnahe Bildung abbildet,  hat mich sehr inspiriert: <a href="http://www.sts-winterhude.de/">Die Winterhuder Reformschule</a>.&#160;Vielleicht müssen wir doch einfach mit ein paar interessierten Menschen eine eigene Schule gründen;-)<br /><br /><strong>Weiterführende Links:</strong><br /><br /><a href="http://www.omnisophie.com">Website von Gunter Dueck</a><br /><a href="http://www.omnisophie.com/lit_aufbrechen.php">Buch: Aufbrechen, 2010</a><br /><a href="http://www.omnisophie.com/lit_professionelle_intelligenz.php">Buch: Professionelle Intelligenz, 2011</a><br /><a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2447-Wie-Schueler-Professionals-werden-koennen....html">Wie Schüler Professionals werden können</a> <br /><a href="http://www.olivertacke.de/2011/09/04/professionelle-intelligenz/%20">Zusammenfassung von &quot;Professionelle Intelligenz</a><br /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=Optk-gYgFo8">&quot;Bildung und Mensch im digitalen Zeitalter&quot;, Aufzeichnung von der TEDxRheinNecker 2010</a><br /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=woA4R3KrACg">&quot;Das Internet als Gesellschaftsbetriebssystem&quot;, Aufzeichnung von der re:publica 2011</a><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2448-Wie-viel-Unterricht-ist-heute-eigentlich-so-frontal.html" rel="alternate" title="Wie viel Unterricht ist heute eigentlich so frontal?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-11-12T22:55:18Z</published>
        <updated>2011-11-12T23:05:31Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2448</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2448</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2448-guid.html</id>
        <title type="html">Wie viel Unterricht ist heute eigentlich so frontal?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Aufgrund einer kurzen Diskussion bei Twitter habe ich mich gefragt, wie viel von meinem Unterricht eigentlich so frontal ist.<br /><br />Da schauen wir uns doch einfach mal die aktuelle Woche an. <br /><br /><br /><strong>Montag, 7.11.</strong><br />Montag: Start in meiner Klasse (#1 Höhere Handelsschule Abschlussjahrgang) Zunächst Information, dass ein Lehrerverstorben ist. Schwierige Überleitung&#160;zur Rückgabe der Klausur (Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen), die recht schlecht ausgefallen ist. Nach der Rückgabe: Beginn der Berichtigung, Punkte nachzählen etc. <br />Die Schüler bearbeiten dies zunächst selbstständig. Parallel dazu Besprechung mit Schülern einzeln (auf dem Flur). Rückgabe Praktikumsmappe und bei Bedarf Thematisieren&#160;der jeweiligen Zielvereinbarungen der Schüler. Noten/Stand/Arbeitseinstellung in drei Fächern besprechen. Eventuell&#160;individuelle Probleme anreißen.<br /><br /><br />(Klasse #2 Höhere Handelsschule Unterstufe, die ich in Deutsch und Volkswirtschaftslehre unterrichte) Eine Stunde Präsentation einer Teamarbeit zu einem selbstgewählten Thema aus dem Bereich &quot;Arbeit&quot; (weil eine Präsentation ausfällt: Improvisation mit einem Arbeitsblatt zu Arbeitsteilung, dazu kurze Gruppenarbeit mit Besprechung), Schüler bewerten jeweils die Gruppe nach ihrer mit Hilfe eines Bewertungsbogens, Handout der Präsentationen stellt&#160;die Gruppe selbstständig ins Intranet (www.rvw-bk.net)<br /><br /><strong>Dienstag 8.11.</strong> <br />Zwei Stunden Klausurbesprechung (siehe Montag), frontal, Unterrichtsgespräch, Erläuterungen/Rechnungen&#160;bei Bedarf an der Tafel, Rest der Berichtigung (Erstellen Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz als Hausaufgabe).&#160;Eine Stunde Arbeitsblätter Politik aktuell und ein wenig zum Grundgesetz mit Material von Schroedel aktuell (<a href="http://www.schroedel.de/schroedelaktuell/">Wochenrückblick</a>) und BPB (<a href="http://www.bpb.de/publikationen/04396050633187203056209201238394,0,Grundgesetz_f%FCr_Einsteiger_und_Fortgeschrittene.html)">Grundgesetz für Einsteiger und Fortgeschrittene</a>).&#160;Eine Stunde Präsentationen (siehe Montag)<br /><br />Drei Stunden in meiner zweiten Klasse (als Klassenlehrerin) Gymnasiale Oberstufe, 11. Klasse mit Schwerpunkt&#160;Informatik/Mathematik (Klasse #3). Ich unterrichte dort Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen und Deutsch.  <br />Parallel müssen drei Schüler die Deutsch-Klausur nachschreiben. Die restliche Gruppe arbeitet in einem freien Rechnerraum am&#160;<a href="http://www.planspiel-boerse.de/toplevel/deutsch/index.htm">Börsenplanspiel</a> und an Aufgaben Rechnungswesen (Gewinnermittlung durch Eigenkapitalvergleich), zusätzlich: Prüfen Vertrag Klassenfahrt, Einsammeln Unterschriften dafür, Entschuldigungen abgeben, Prüfen Vertrag Klassenfahrt etc.<br /><br /><strong>Mittwoch 9.11.</strong><br />Klasse #3: Zwei Stunden frontal Rewe: Bilanzänderungen, dazu anschließend Übungsaufgaben<br />Klasse #2: Eine Stunde Buchvorstellung (selbstgewählter Roman mit dem Ziel, Lust am Lesen zu wecken)<br />Klasse #2: Eine Stunde Präsentationen VWL<br /><br /><strong>Donnerstag 10.11.</strong><br />Klasse #1: Eine Stunde Aufsicht Englischklausur.<br />Kurz: Rest der Berichtigung der Klausur<br />Danach Wechsel zu VWL: Zwei Stunden Spiel zur Thematik &quot;Geldschöpfung&quot; mit gemeinsamer Auswertung<br /><br /><strong>Freitag</strong><br />Klasse #2 und #4 Jeweils eine Stunde Klausur VWL Grundlagen<br />Klasse #4 (paralleler Kurs, ebenfalls Höhere Handelsschule Unterstufe, hier nur VWL): Eine Stunde Präsentationen <br />Klasse #3: Zwei Stunden Einstieg Zeitung mit Quiz zur lokalen Tageszeitung und Fragebogen zum individuellen <br />Leseverhalten (Auswertung durch freiwillige Schüler über das Wochenende)<br /><br />Anmerkung: Eine Klasse der Handelsschule befindet sich im Betriebspraktikum für drei Wochen. Telefonate <br />und Betriebsbesichtigung statt Unterricht<br /><br /><strong>Planung für die kommende Woche</strong>:<br /><br />Abweichend: weniger Anteil VWL (nach Abschluss der Präsentationen zum Thema &quot;Arbeit&quot;), stattdessen Überblick über mögliche Analysepunkte bei einem fiktionalen Text (am Beispiel einer Hausaufgabe, die bereits vor de Ferien besprochen wurde) Neue Aufgaben Deutsch als Gruppenaufgabe: Text einer Kurzgeschichte (&quot;Der Wunsch&quot;) beenden, Analyse dazu in einem Etherpad <br /><br />Für mich sehr vorteilhaft: Ich habe in mehreren Klassen (#1, #2 und #3) mehrere Fächer (in #1 Betriebswirtschaftslehre&#160;mit Rechnungswesen, Volkwirtschaftslehre und Politik, Stundenzahl gesamt: 8 in #2 Deutsch und VWL (Stundenzahl gesamt: 5 in #3 Deutsch und BRW (Stundenzahl gesamt: 7), so dass ich die Wochenstunden weitgehend flexibel und nach Bedarf in Absprache mit den Schülern/Kursen verwendet werden kann<br /><br />Weiterhin angenehm ist, dass ich oft auf freie Rechnerräume zugreifen kann. Für &quot;Notfälle&quot; gibt es auch einen Satz&#160;Laptops mit WLAN-Anbindung.<br /><br />Stressig wird es wiederum durch die zwei Gebäude, die ungefähr 5 Min. mit dem Auto und 15 min. zu Fuß auseinanderliegen.<br /><br /><br /><strong>Fazit:</strong><br /><br />Am Montag waren 45 Min. frontal (aufgeteilt in zwei Klassen und mit Arbeitsphasen, rein frontal&#160;mit Unterrichtsgespräch verlief die Besprechung der Aufgaben)<br />Am Dienstag 135 Min. frontal (allerdings mit Gruppenarbeitsphasen dazwischen)<br />Am Mittwoch 90 Min. frontal (wegen des neuen Themas)<br />Am Donnerstag ca. 20 Min. frontal (besprechen der Spielergebnisse)<br />Am Freitag ca. 45 Min. frontal<br /><br />Nun ist hier auch das als &quot;frontal&quot; bezeichnet, was die Moderation und Sammlung von Arbeitsergebnissen angeht. Vermutlich unterscheidet sich dies durchaus von dem Unterricht, den man von &quot;damals&quot; als Frontalunterricht kennt (hoffe ich)<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2447-Wie-Schueler-Professionals-werden-koennen....html" rel="alternate" title="Wie Schüler &quot;Professionals&quot; werden können..." />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-10-12T20:40:30Z</published>
        <updated>2011-10-18T10:34:51Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2447</wfw:comment>
    
        <slash:comments>24</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2447</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2447-guid.html</id>
        <title type="html">Wie Schüler &quot;Professionals&quot; werden können...</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Gunter Dueck hat ein neues Buch verfasst: &quot;<a href="http://www.amazon.de/Professionelle-Intelligenz-Worauf-morgen-ankommt/dp/3821865504">Professionelle Intelligenz. Worauf es morgen ankommt</a>.&quot; Es ist erschienen im Eichborn Verlag/Frankfurt. <br /><br />Problem/Aufhänger: Für Tätigkeiten, die nicht automatisierbar sind, gibt es &quot;immer höhere Anforderungen&quot; (S. 12)<br />Was also brauchen Menschen zukünftig, um erfolgreich/&quot;wirksam&quot; zu sein?<br /><br />Nach Dueck ist dies über das reine Fachwissen hinaus ein ganzes Bündel an Fähigkeiten: sich vernetzen können, kommunizieren, führen, begeistern etc. <br />Diese von G. Dueck als Professionalität/&quot;Exzellenz&quot; benannten Kompetenzbündel lernt man aber quasi nirgendwo.<br /><br />Dueck geht weiter und setzt die Spanne zwischen Arm und Reich gleich mit der Spanne zwischen &quot;Routine und Exzellenz&quot; (S. 12)<br /><br />Ich mag den Gedanken, dass Routineaufgaben, lästiges Verwaltungszeug und Bürokratie-/Formularkram automatisiert werden könnten. Aufgaben zu erledigen, bei denen man die Informationen statt mit einem Formular per Post auch automatisiert übermitteln könnte, frustrieren mich überwiegend.<br />Warum kann mein Arzt die Rechnung nicht einfach an die Behilfe und die Versicherung übermitteln? (Im Moment bekomme ich die Rechnung per Post, muss zwei Formulare mit Kopien der Rechnungen wieder per Post an die zuständigen Stellen schicken. Dort müssen die Rechnungen dann eingescannt werden. Das ist vor allem Zeitverschwendung.)<br /><br />Weiterhin müssten wir nicht mehr mit Mittelmaß leben. Dank des Internets können wir uns informieren, bewerten, besser auswählen. Für Unternehmen geht es also nicht mehr nur um die reine Arbeitsleistung, es geht auch ums Vernetzen, ums Vermarkten und den Bekanntheitsgrad, um erfolgreich zu sein.<br /><br />Das ist übrigens auch in Schulen längst der Fall. Weiterführende Schulen stehen im Konkurrenzkampf und müssen viel mehr in Marketing stecken, als das früher der Fall war. Wir-als Schule, die Bildungsgänge der Sekundarstufe II anbietet- besuchen Schulen der Sekundarstufe I, um zu informieren. Wir produzieren Hochglanzflyer usw.<br /><br />Ebenfalls sehr gut anwendbar auf das Schulsystem ist der Abschnitt über die Konflikte, die entstehen, wenn man gleichzeitig im System arbeiten und dieses umbauen möchte. (S. 39ff)<br />Run the System = täglicher Unterricht<br />Change the System = da entsteht schon als erstes das Problem, dass sich nicht einmal alle Lehrer und Bildungspolitiker einig sind, wohin es gehen soll. Es bleibt also dem kleinen Lehrer nur die Möglichkeit, an der eigenen Schule im Rahmen der geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen ein paar Kleinigkeiten zu verändern. Ich muss gestehen, dass mir das nicht immer reicht.<br /><br />Nachdenken und Arbeiten am Umbau wird also auch folgerichtig von G. Dueck als &quot;Ehrenamt&quot; bezeichnet, weil es über die normale, alltägliche Arbeit hinausgeht und meist freiwillig ist. (S. 45)<br /><br />An dem Anspruch, dass dann alles trotzdem in diesem Spannungsfeld glatt laufen muss, scheitere ich noch regelmäßig. Professionalität oder den Anspruch daran muss man also stetig verbessern.<br /><br />Großartig finde ich auch den Bezug zu Riemanns &quot;Grundformen der Angst&quot; (den ich aber nicht weiter ausführen werde. Interessierte sollten sich diesem spannenden Werk gesondert widmen.)<br /><br />Nun nähern wir uns im Buch dem Feld &quot;Schule&quot;, wenn nämlich Digital Natives von der &quot;Analog-Exile-Oberstudienrätin&quot; frontal unterrichtet werden. (S. 69) Schade. Das Kapitel endet da schon.<br /><br />&quot;Es gehört zur Professionalität dazu, dass Kunden und Arbeitgeber das Professionelle sehen!&quot; (S. 86) Das bedeutet also für den Lehrer als Schlussfolgerung: Wenn das, was ich mache, nicht beim Schüler/Kunden ankommt, bin ich nicht professionell. Puh. Ist sicherlich etwas dran. Ich glaube, in meinem letzten LK hat das geklappt. Aber in meiner Klasse, als diese im Konflikt mit einer anderen Lehrerin waren, hatte ich das Gefühl, dass sie am Ende meinten, ich hätte nicht genug getan. Ein Systemproblem oder mein persönliches Problem. Ich bin da unsicher...<br /><br />Felix Schaumburg hat mich bei Lektüre des Entwurfes für diesen Blogbeitrag darauf aufmerksam gemacht, dass ein weiteres Problem darin bestehe, dass Inhalt und Bewertung beim Lehrer in einer Hand liegen. Wann empfindet man einen LK als &quot;gut&quot;? Für mich kann ich sagen, dass ich nicht unbedingt einen &quot;ruhigen&quot; Kurs bevorzuge. In diesem Fall war es so, dass die Schüler einfach sehr vielfältig interessiert waren, sehr tiefgründig diskutieren und großartige Präsentationen halten konnten. Hinzu kam die Atmosphäre im Kurs. Die Zuverlässigkeit, die empfundene Aufrichtigkeit, die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, also der Umgang miteinander.<br /><br />Die Ausführungen über verschiedene Teilintelligenzen eines Professionals kürze ich an dieser Stelle ab. Erwähnen sollte man die verschiedenen Bereiche aber schon, um überhaupt dazu zu kommen, wie man diese im Bildungssystem fördern kann:<br /><br />Reine klassische Intelligenz (wie in IQ-Tests) - Intelligenz des Verstandes<br />Emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit<br />Vitale Intelligenz des Instinktes und des Handelns<br />Intelligenz der Attraktion/der Sinnlichkeit<br />Kreative Intelligenz<br />Intelligenz der Sinnstiftung<br /><br />Dabei gebe es natürlich verschiedene &quot;Professionalitätstypen&quot;, je nach Mischverhältnis, nach Charakter einer Person. Trivial: Man müsse dabei seine Stärken und Schwächen kennen.<br /><br />Als spannend (und weitgehend zutreffend) habe ich den Teil über das Bildungssystem empfunden. Durch die dort vorherrschende Annahme, die Schüler müssten &quot;synchron verbessert&quot; werden, wird es schwierig, eben jene geforderten Intelligenzen gleichermaßen auszubilden. Bisher werde im Bildungssystem vor allem der Teil des klassischen IQs vermittelt. (S. 167)<br />Schlimmer wird dies durch den Versuche, Schule (G8 ) oder Studium (Bachelor) effizienter zu gestalten.<br /><br />An dieser Stelle ein Verweis auf den Beitrag von Felix (@schb) über &quot;<a href="http://www.edushift.de/2011/10/08/schule-und-die-buchgesellschaft/">Schule als Buchgesellschaft</a>&quot;&#160;<br /><br />Schule hat offenbar (noch?) viel zu wenig mit dem Internet oder einer zukunftsfähigen Exzellenzgesellschaft zu tun.<br /><br />Am Berufskolleg habe ich aber immerhin das Gefühl, dass wir noch ein wenig Nähe zu verschiedenen Berufen haben (selbst in Vollzeitbildungsgängen jenseits der Berufsschule und mit Kollegen, die alle mal in einem &quot;richtigen Beruf&quot; tätig waren) Vielleicht habe ich da mehr Glück als ein Kollege am Gymnasium. Auch der Tipp, Schüler Bewerbungen aus der Sicht des Arbeitgebers zu sehen, wird hier schon lange umgesetzt. <br /><br />Über den Abschnitt, in dem Führungsstile behandelt werden, habe ich lange nachgedacht, weil dies unmittelbar auf Lehrstile von Lehrern anwendbar ist. Es geht auch darum, wie man motiviert. Ein immer wieder wichtiges Thema in Schulen. <br /><br />An der Stelle mache ich einen kleinen Exkurs in meinen aktuellen Unterricht: <br />Meine Oberstufe in der Höheren Handelsschule hat in VWL das große Thema &quot;Geld&quot; im Lehrplan. Ich habe den Schülern zunächst die Möglichkeit gegeben, Unterthemen zu sammeln, die sie interessierten und aus denen sie dann wiederum ein Thema wählen konnten, um dieses im Detail in einer Kleingruppe zu erarbeiten und abschließend zu präsentieren.<br /><br />Die Klasse hatte mehrere Stunden während des Unterrichts Zeit, um an der Recherche etc. im Rechnerraum zu arbeiten (mit meiner Anwesenheit, so dass ich für Fragen zur Verfügung stand). <br /><br />Leider zeigte sich bei den ersten Präsentationen, dass diese nach meiner Auffassung nicht dem Stand einer Oberstufe entsprachen. Die Themen waren tw. nur sehr oberflächlich bearbeitet. Die Zeitvorgabe (40 min.) wurde kaum erreicht. Eine Präsentation fiel komplett aus.<br /><br />Das alles erzeugt Frust auf beiden Seiten. Die Schüler rechnen mit dem schlechten Ergebnis. Ich bin frustriert, weil ich doch das Ziel habe, dass am Ende des Schuljahres alle Schüler nicht nur bestanden haben sollen, sondern ich möchte alle möglichst mit viel Horizont/Bandbreite und unterschiedlichen Kompetenzen entlassen, so dass ich sagen können will, dass diese Schüler studierfähig (FH) und professionell ins Berufsleben entlassen werden.<br /><br />Offensichtlich fehlt irgendwie die Motivation, um sich eingehend mit einem Thema zu beschäftigen. Es wird nur das Nötigste gemacht. <br /><br />In der Besprechung darüber (ich möchte es ja wirklich verstehen!) wird auch von Schülern nicht so richtig klar angesprochen, woran es scheitert. Genannt wird fehlendes Zeitmanagement/fehlendes Interesse/andere Belastungen (z.B. durch private Probleme) und Frust über innerschulische Organisationsprobleme (Raumsituation).<br /><br />In Präsentationen wünsche ich mir Kennerstufe 3 (&quot;Ich weiß einiges darüber&quot;) oder gar 4 (&quot;Ich kenne mich gut aus.&quot;), meist kommen wir aber über 2 (&quot;Schon davon gehört!&quot;) nicht hinaus. (S. 168)<br /><br />Ich glaube daran, dass Menschen neugierig sind und etwas bewirken wollen. Insofern gebe ich auch den Plan nicht auf, Schule mit Schülern zusammen so zu gestalten, dass dies möglich ist. <br /><br />Schöner Aussagen dazu: &quot;Professionalität aber ist behaglich. Professionelle Bildung schafft eine Kultur des Gelingens.&quot; (S. 189)<br /><br />Man sieht am obigen aktuellen Beispiel aus einer meiner Klassen, dass ich offenbar an der Stelle noch Verbesserungsbedarf habe, aber vielleicht ist es auch schon ein Ansatz an der Stelle, im Kontakt miteinander zu bleiben. Schülern zuzuhören, Probleme zu diskutieren und allen Beteiligten den Raum für Entwicklung zu geben.<br /><br />Ich habe aber vor allem das Gefühl, dass Schüler (wenn sie mit ca. 16 Jahren bei uns landen) noch nicht gelernt haben, sich zu vernetzen. Vernetzen über die plumpe Frage in irgendeinem Forum hinaus, ob jemand mal schnell eine Inhaltsangabe für eine nicht gelesene Schullektüre liefern könne. Vernetzen über den üblichen Freundeskreis via Facebook oder icq hinaus. Von meinen Schülern nutzt niemand Twitter und vermutlich kennen sie es nur wegen mir. Kaum jemand hat schon mal gebloggt und ein Etherpad lernen sie auch bei mir kennen und nutzen (z.B. für eine gemeinsame Hausaufgabe mit mehreren Mitschülern). Ich teile also nicht die Euphorie, mit den &quot;Digital Natives&quot; würde jetzt automatisch alles gut.<br /><br />Wie aber kann uns das Internet überhaupt in der Bildung helfen? Es wäre möglich, verschiedene Lerntypen/Reifegrade etc. zu berücksichtigen. &quot;Der Computer hat immer Zeit für mich.&quot; (S. 194) Es folgt ein Teil, der sich gut mit der Idee der &quot;<a href="https://wiki.piratenpartei.de/NRW-Web:Wahlprogramm_Landtagswahl_NRW_2010#Flie.C3.9Fende_Schullaufbahn">fließenden Schullaufbahn</a>&quot;&#160;verbinden ließe. Schüler lernen in unterschiedlichem Fächern unterschiedlich schnell. Das lässt sich ohne Zweifel gut mit der Nutzung des Internets verbinden. Und weiterhin könnte dies Lehrern die Freiräume geben, vorrangig Coach/Tutor zu sein. <br /><br />Ich bin begeistert von den Analysen und Ideen von Gunter Dueck. Schüler in unserem Land könnten mit Schülern aus der ganzen Welt lernen. Mit- und voneinander. Es ist so viel möglich in diesen Zeiten. Wir müssen aber Schüler dazu befähigen, diese Möglichkeiten auch zu nutzen. Wir müssen ihnen mehr zutrauen, ihnen Vorbild sein und Ansprechpartner. Wir müssen Hilfe sein beim Vernetzen und Inspiration beim Lernen. <br /><br />Ich bin in vielen Bereichen Idealist und hoffe, dass man die &quot;pragmatische Mitte&quot; (S. 236) irgendwann mitziehen kann für eine notwendige Veränderung in ein zeitgemäßes Bildungssystem.<br /><br />Die Ausgangsfrage, wie man Schüler zu mehr Professionalität verhelfen kann, ist für mich damit aber noch nicht mal im Ansatz geklärt, deshalb möchte ich die gesamte Thematik sehr gerne diskutieren, z.B. beim <a href="http://educamp.mixxt.de/networks/forum/thread.90791">Educamp in Bielefeld</a>.<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2446-Lernen-lernen.html" rel="alternate" title="Lernen lernen" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-09-15T14:31:34Z</published>
        <updated>2011-09-15T15:02:31Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2446</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2446</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2446-guid.html</id>
        <title type="html">Lernen lernen</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Neues Schuljahr. Es ist mal wieder soweit:&#160;Seit einigen Jahren machen wir in der Höheren Handelsschule (richtig heißt das: &quot;Zweijährige höhere Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung&quot;) ein Methodentraining zu Beginn jeder neuen Unterstufe.<br />Das Methodentraining besteht bei uns aus vier Modulen:<ul><li>Recherchieren, wissenschaftliches Arbeiten</li><li>Texte verstehen</li><li>Präsentieren</li><li>Lernen lernen</li></ul>Damit sich in der jeweiligen Jahrgangsstufe nicht nur die Klassen kennen lernen, sondern alle Schüler, verteilen wir die Schüler so, dass jeder Schüler jeden Tag mit anderen Mitschülern aus der Jahrgangsstufe ein Modul besucht. (Ein lieber Informatik-Kollege hat da etwas in Excel gebastelt, damit das einfach funktioniert;-)<br />Wie die Überschrift schon andeutet versuche ich, das Modul &quot;Lernen lernen&quot; zu vermitteln. Dieses Jahr haben mein Teamkollege und ich das komplette Modul überarbeitet und testen es nun in der neuen Form.<br /><br />Der aus wissenschaftlicher Sicht <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lerntypentest">durchaus umstrittene Lerntypentest</a> hält sich immer noch hartnäckig. Die Schüler machen sowas auch wirklich gerne, auch noch in höherem Alter. Ich würde das aber gerne fürs nächste Jahr ersetzen/austauschen/verbessern.<br /><br /><br />
<iframe width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/MS9554ZoGu8" frameborder="0"></iframe><br /><br />In diesem Jahr haben wir neu die Ausschnitte vom Republica Vortrag von <a href="http://www.twitter.com/wilddueck">Gunter</a> <a href="http://www.omnisophie.com">Dueck</a> hinzugenommen. Da die Schüler, wenn sie bei uns landen (also mit ungefähr 16 Jahren), schon einige Schulerfahrung mit sich bringen, halte ich es für notwendig, überhaupt erst einmal ein Problembewusstsein für eine sich ändernde Welt zu wecken. Ich favorisiere Menschenbild Y, muss aber, um Schüler dafür zu begeistern, zunächst die Erfahrungen der Jahre mit &quot;Kästchenrechnen&quot; und Druck überwinden. Bei uns sind Schüler freiwillig. Das muss ihnen selber aber auch klar werden. (Realistisch sind sie oft hier, weil sie nichts Anderes gefunden haben oder weil es dann noch weiter Kindergeld gibt. Wenn sie aber nun schon da sind, kann man m.E. auch etwas Gutes daraus machen.<br /><br />Wir haben begleitend zu den Ausschnitten folgende Fragestellungen diskutiert:<ul><li>Wie verändert sich die Berufswelt durch das Internet?</li><li>Welche Berufe und Tätigkeiten werden dadurch überflüssig?</li><li>Was macht einen &quot;Professional&quot; aus? (Und wie kommt man dahin?)</li><br />
<li>Was versteht G. Dueck unter dem Menschenbild X und Y?</li></ul>Ein Schüler fragte, ob dann die Berufe, die man gewöhnlich nach einem Abschluss im Bereich Wirtschaft und Verwaltung ergreifen würde, dann alle wegfallen werden? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht, aber es kann sicher nicht schaden, auf eine sich ändernde Welt vorbereitet zu sein. Ich möchte, dass möglichst viele meiner Schüler möglichst viel lernen bei uns, was sie befähigt, &quot;Professional&quot; zu werden.<br /><br />Weiterhin haben wir spontan (<a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/530484/Wuerdest-du-deine-Arbeit-auch-umsonst-machen">und inspiriert durch diesen Artikel</a>) die Frage von Motivation diskutiert. &quot;Würden Sie Ihre Arbeit auch ohne Entgelt machen? Wenn nicht, kündigen Sie!&quot;<br /><br />Ich finde es immer ein wenig erschreckend, wie sehr Jugendliche ausschließlich Geld und Konsum als Motivator sehen. Ich wünsche mir, dass sie stattdessen irgendwann eine Arbeit machen können, die sie erfüllt, glücklich macht, zu der sie jeden Tag gerne gehen. Nur, was man mit Leidenschaft tut, macht man gut. Schüler sagen in der Diskussion aber oft, dass ihnen Zufriedenheit mit der Arbeit egal sei. Oder überspitzt: Für Geld würden sie alles machen.<br /><br />Im Anschluss daran haben wir mittels der Expertenmethode (Schüler bereiten den Text vor und müssen ihn einem Mitschüler vorstellen) diesen Text diskutiert: <a href="http://imgriff.com/2011/04/18/unsere-zukunft-was-wir-wirklich-lernen-muessen/%20">&quot;Was wir wirklich lernen müssen.&quot;</a> Hierbei sollen von den Schülern bereits mehrere Ebenen bewältigt werden. Sie müssen den Text natürlich erst einmal verstehen (und das fällt vielen schon schwer). Sie müssen ihn aufbereiten und Stichpunkte verwenden, um den Kern, die Essenz der einzelnen Abschnitte an einen Mitschüler weitervermitteln zu können. Im letzten Teil müssen sie dann noch eine eigene Meinung dazu diskutieren können. (Es ist erschreckend, wie viele Schüler schon Probleme mit 5 Seiten Text haben. Das ist auch einer der Kritikpunkte der Schüler bei der Evaluation: &quot;Der Text ist zu lang.&quot; Ich bin aber bei einem Bildungsgang, der in Studierfähigkeit (Fachhochschulreife) münden soll, nicht bereit, ganz auf längere Texte zu verzichten;-)<br /> <br />Zusätzlich zum Vormittagsprogramm haben wir zwei Nachmittage mit Aktivität gefüllt. Dienstag die traditionelle Kanutour auf der Werse/bei Münster. Resultat: Super Wetter und trotz vier gekenterter Boote war die Stimmung auch im Anschluss im Bus gut.<br />Heute endet das Methodentraining mit einem abschließenden gemeinsamen Grillen. Viele Schüler haben Salate/Brot/Kuchen etc. mitgebracht. Ich habe den Eindruck, das wird eine richtig gute Jahrgangsstufe. Nach vier Tagen bin ich aber auch froh, dass ich morgen wieder mal etwas Anderes unterrichten darf. Immer dieselben Inhalte zu vermitteln, wäre nichts für mich;-)<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2445-Post-Privacy-Seine-Gendaten-und-persoenliche-Merkmale-teilen.html" rel="alternate" title="Post Privacy – Seine Gendaten und persönliche Merkmale teilen? " />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-08-30T14:07:46Z</published>
        <updated>2011-08-30T14:23:28Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2445</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2445</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2445-guid.html</id>
        <title type="html">Post Privacy – Seine Gendaten und persönliche Merkmale teilen? </title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <div>Zusammen mit <a href="http://twitter.com/#!/PhilippBayer">Philipp</a>, arbeite ich zusammen an einem Projekt, das sich mit dem öffentlichen <a href="https://github.com/gedankenstuecke/snpr">zur Verfügung stellen von genetischen Informationen</a> befasst. Wie der eine oder andere vielleicht mitbekommen hat, habe ich meine Gen-Test-Ergebnisse, direkt nachdem ich sie von <em>23andMe</em> geliefert bekommen habe, <a href="https://github.com/gedankenstuecke/genotyping_23andme">zu GitHub geladen</a>. Dort stehen sie jetzt für jeden Interessierten zum Download bereit, zusammen mit ein paar kleinen Skripten zur Analyse der Gen-Marker. Damit bin ich <a href="http://www.snpedia.com/index.php/Genomes">weder alleine, noch der erste</a>. Aber wie viele Leute würden sich eigentlich dafür entscheiden, ihre Daten so zu teilen? Immerhin sind das Daten, die nicht nur so personenbezogen sind, wie es Daten überhaupt nur sein können. Sondern auch Daten, die potentiell <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/informatik/2011-03-18/der-nutzen-elektronischer-patientenakten">mehr verraten als jede Krankenakte</a>. Genau das macht die Daten aber (zusammen mit Krankenakten) zu einer spannenden Grundlage, für die Wissenschaft. Mit ausreichend vielen solcher Gen-Daten, kann man zum Beispiel neue Assoziationen zu Krankheiten ausfindig machen.</div> <br />
<div><br /></div> <br />
<div><em>23andMe</em> hat dies, gepaart mit Fragebögen, die von den Kunden ausgefüllt wurden, schon häufiger <a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2011-06-24/die-positiven-nebenwirkungen-von-genotypisierungen">unter Beweis gestellt und die Ergebnisse auch veröffentlicht</a>. Aber die Rohdaten von den Kunden bleiben natürlich, aus Datenschutzgründen (und vermutlich auch um nicht endlos verklagt zu werden), unter Verschluss. Und so können nur jene Dinge getestet werden, die für die 23andMe entweder das ok gibt und entsprechende Umfragen einstellt, oder die <em>23andMe</em> selbst in den Sinn kommen. Viel cooler wäre es natürlich, wenn die Daten dafür offen rumliegen würden, und jeder sich seine eigenen Studien ausdenken könnte. Klar, da wird nicht jeder mitmachen wollen und seine vermeintlich sensiblen Daten veröffentlichen wollen. Aber wie viele Leute wären trotzdem bereit dazu? Und würden damit Open Science ermöglichen?&#160;</div> <br />
<div><br /></div> <br />
<div>Genau das würden Philipp und ich gerne rausfinden, und haben deshalb eine <strong>kleine Umfrage gebaut</strong>, die genau das abfragt. Hier geht’s <strong><a href="https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?hl=en_US&amp;formkey=dFEtSW16YkxkU0MyWk1DUmxiUHo4dlE6MQ#gid=0">zur englischen Variante</a></strong> und hier <strong><a href="https://docs.google.com/spreadsheet/viewform?hl=en_US&amp;formkey=dDAyZ0RhRG11eHhkNGpSLS1xY0kwU3c6MQ#gid=0">zur deutschen Variante</a></strong> (Bitte nur an einer davon teilnehmen). Ihr würdet uns einen riesigen Gefallen tun, wenn ihr daran teilnehmen und sie noch etwas weiterverbreiten könntet.</div> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2444-Talking-bout-a-revolution.html" rel="alternate" title="Talking bout a revolution" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-07-19T15:25:20Z</published>
        <updated>2011-07-20T18:07:20Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2444</wfw:comment>
    
        <slash:comments>4</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2444</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2444-guid.html</id>
        <title type="html">Talking bout a revolution</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://www.twitter.com/ciffi">Christian Füller</a> hat letztens mal gefragt, wie so eine Schulreform eigentlich aussehen könnte.<br /><br />Politisch (also von &quot;oben&quot;) erwarte ich, ehrlich gestanden, keine großen Visionen. Politiker haben leider in den seltensten Fällen das gesellschaftliche Wohl im Blick, sondern eher die möglichen Ergebnisse der nächsten Wahl. Also wird, statt auf Studien, Experten oder andere Länder zu gucken, gerne nur eine kleine Stellschraube verändert im Bildungssystem und das wortgewandt als der große Wurf verkauft.<br /><br />Letztendlich glaube ich, dass unser deutsches Bildungssystem nicht mehr funktioniert. Wir zerstören Kinder, wir haben zu viele Schulabbrecher, wir setzen auf mehr Standards, auf Selektion und ein paar Papiertiger (individuelle Förderung). Letztendlich wird aber keins der Probleme und keine der möglichen Ideen konsequent durchdacht.<br /><br />Da ist sicherlich bei Politikern, bei Lehrern, bei Schülern und Eltern die Angst vor etwas Neuem vorhanden (und letztendlich denkt dann jeder an sich selbst, versucht sich, seine Kinder irgendwie dadurch zu bekommen). Glücklich sind aber nur wirklich wenige damit.<br /><br />Meine Traumschule würde individuelle Förderung und die einzelnen Menschen ernst nehmen.<br /><br />Mal ein harmloses Beispiel aus dem Alltag. Wir haben am Berufskolleg diverse Bildungsgänge mit unterschiedlichen Abschlüssen. Ein Schüler macht also in der Handelsschule seinen Realschulabschluss (mittleren Schulabschluss). Kommt dann (weil er keine Lehrstelle findet) in die Höhere Handelsschule mit dem Ziel, dort Fachabitur zu erreichen. Er muss also all die Grundlagen Rechnungswesen, BWL, VWL etc., die er alle schon kann, nochmal hören. Natürlich langweilt der sich. Im schlimmsten Fall macht er danach eine dreijährige, kaufmännische Lehre und da beginnt das Spiel von vorne. <br /><br /><a href="http://www.deltion.nl/">Wir haben eine Partnerschule in den Niederlanden</a>. Da läuft vieles ganz anders. Da wird in diversen Bildungsgängen projektorientiert gearbeitet. Da müssen Schüler an der Praxis orientierte Aufgaben langfristig selber lösen und selber entscheiden, welche Kurse sie dafür benötigen. Da werden Fähigkeiten anerkannt, die Schüler schon erworben haben und sogar außerschulisch erworbene Kompetenzen.<br /><br />Ich war mal mit meinem Chef dort. Ich habe ihm auf der Rückfahrt gesagt, dass ich mir gut vorstellen könnte, dass wir auch so arbeiten. Das geht aber hier nicht, weil es so viele Vorgaben gibt (<a href="http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/APOen/APOBK.pdf">Apo-BK</a>), die eingehalten werden müssen und die nicht einfach aufgebrochen werden können. <br /><br />Sagen wir also, ich hätte einen Chef, der das mittragen würde. Ich hätte ein paar offene, interessierte Kollegen und einen Bildungsgang (vielleicht etwas im mittleren Bereich, also mit Abschluss der Fachhochschulreife) und ich würde dort etwas ganz Neues versuchen wollen (gerne mit Unterstützung einer Uni). Es wäre schier unmöglich. Ich habe mal mit jemandem von der Bezirksregierung darüber gesprochen. Nein. Sagen wir, ich habe es versucht. Der Blick war in etwa so, als würde ich von regenbogenfarbenen Einhörnern phantasieren. Verwaltungsmenschen sind oft völlig visionsfrei.<br /><br />Es fehlt also von Seiten der Politik der Freiraum, überhaupt anders handeln zu können. <br /><br />Von &quot;unten&quot; also wenig Chancen außer an extra dafür eingerichteten experimentellen Schulen. Von &quot;oben&quot; keine Bewegung erkennbar. Schachmatt.<br/><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2443-Koch-Mehrin-Ich-bin-nutzlos,-befoerdert-mich.html" rel="alternate" title="Koch-Mehrin: Ich bin nutzlos, befördert mich" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-06-23T18:58:06Z</published>
        <updated>2011-06-23T19:45:57Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2443</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2443</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2443-guid.html</id>
        <title type="html">Koch-Mehrin: Ich bin nutzlos, befördert mich</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Silvana Koch-Mehrin, Noch-Europa-Politikerin der FDP, ist ja in der Vergangenheit schon negativ aufgefallen, <a href="http://www.faz.net/s/Rub4D092B53EEAA4A45A7708962A9AD06AF/Doc~EAF23FE848FB342629F84718A76687EEC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">nämlich mit chronischer Abwesenheit im Parlament</a>. Dann kam auch noch dieses Internet vorbei und hat nicht nur gezeigt, dass sie nicht nur zu faul ist sich ins Parlament zu bewegen. Sondern hat auch nachgewiesen, dass sie offensichtlich <a href="http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Skm">nicht in der Lage ist ihren Kopf zum denken zu benutzen</a>. Denn auch sie hat es nicht geschafft eine eigene Doktorarbeit zu schreiben, sondern musste sich per Copy &amp; Paste das entsprechende Werk zusammenklicken (lassen). Dementsprechend hat die Universität Heidelberg ihr auch den Doktortitel aberkannt, <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,768607,00.html">schliesslich habe sie keine „<em>selbständige wissenschaftliche Arbeit</em></a>“ abgeliefert. Und weil das ja noch nicht peinlich genug ist, hat sie sich noch weiter entblödet und sich damit verteidigt, dass die Uni ja schuld sei, schliesslich wäre ja damals schon klar gewesen, dass sie zu doof ist.<br /><br />So weit, so hohl. Aber jetzt wurde Koch-Mehrin auch noch zum Vollmitglied des <em>Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie</em>. Und als wäre es nicht schon genug Ironie, dass in diesen Ausschuss ausgerechnet jemand kommt, dem die Energie für Sitzungsbesuche genauso fehlt wie das Basiswissen über Forschung (Immerhin die Verbindung zur Industrie kann man bei der FDP aber sicherlich ungesehen glauben...): Sie ersetzt Jorgo Chatzimarkakis, ebenfalls Noch-Europa-Politiker der FDP, dessen Doktorarbeit von der Uni Bonn gerade auch wegen Plagiatsverdachts untersucht wird.<br /><br />Wieso Plagiate in der Wissenschaft nichts verloren haben, <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/wissenschaft-gesellschaft/2011-02-24/wieso-zitate-auch-ohne-geistiges-eigentum-wichtig-sind">habe ich ja schon mal versucht zu erklären</a>. Und dabei hat sich seit Guttenberg auch nichts geändert. Umso erfreulicher ist es, dass einige spontan entschlossene Scilogger sich heute <a href="http://www.gopetition.com/petitions/resignation-of-silvana-koch-mehrin-from-the-european-pa.html">direkt an einen Petitionstext gemacht haben</a>.&#160;Und fordern, dass Koch Mehrin doch bitte zurücktreten solle, denn: <em>Es ist inakzeptabel, dass jemand, der sich des akademischen Betrugs schuldig gemacht hat, in einem Ausschuss sitzt, der die europäische Forschungspolitik und ihre Finanzierung überwacht</em>.<br /><br />Mehr muss man dazu auch gar nicht sagen. <a href="http://www.gopetition.com/petitions/resignation-of-silvana-koch-mehrin-from-the-european-pa.html">Hier geht es zum kompletten Petitionstext, wo man auch mitzeichnen kann.</a> So möge der Ausschuss denselbigen jetzt bitte verlassen. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2442-Open-Course-Was-ich-bisher-dabei-empfunden-habe.html" rel="alternate" title="Open Course - Was ich bisher dabei empfunden habe" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-06-12T10:58:57Z</published>
        <updated>2011-06-13T23:27:28Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2442</wfw:comment>
    
        <slash:comments>11</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2442</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2442-guid.html</id>
        <title type="html">Open Course - Was ich bisher dabei empfunden habe</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Es geht um diese <a href="http://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/opco11/">Aktion mit dem Thema Zukunft des Lernens</a>.<br /><br /><strong>1. Woche</strong>: Ich war noch total motiviert. <a href="http://ietherpad.com/Bildungsvisionen">Warum muss sich in der Bildungslandschaft überhaupt etwas verändern</a>?<br />Ich habe noch einigermaßen fleißig mitdiskutiert, vor allem, weil ich daran glaube, dass Bildung (in meinem Fall jetzt Schule) auch ganz anders funktionieren könnte. Freier. Individueller. Mit mehr Spaß. Und mehr Chancen für alle.<br /><br /><strong>2. Woche</strong>: <a href="http://ietherpad.com/networking">Social Networks</a><br />Netzwerken finde ich toll. Ich liebe Twitter. Aber ich sehe auch zunehmend, wie ich an meine Grenzen komme. Parallel laufen Abiklausuren. Während also irgendwo in der Bildungslandschaft die immer gleichen Leute zu Vorträgen auflaufen, denke ich in der Schule darüber nach, warum schon wieder die Herrentoilette versaut wurde. Nicht ohne Neid verfolge ich Diskussionen auf Twitter, erliege aber immer mehr dem Gefühl, dass ich so als &quot;normaler&quot; Lehrer gar nicht Teil dieses Netzwerks von voll coolen Bildungshackern bin. Also widme ich mich den zum Teil existentiellen Ängsten meiner Schüler, ob sie das Schuljahr schaffen, statt auf Antworten von Experten zu hoffen, die bei Twitter oft auch gar nicht antworten wollen. (Ich hoffe, das klingt jetzt nicht zu frustriert, aber meine Versuche, mit Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen auf Twitter zu kommunizieren, hat gelegentlich gezeigt, dass Kommunikation hier nicht funktioniert. Da sind die Accounts, die Twitter vor allem als Selbstdarstellungsplattform nutzen. Die Institutionen, die auf Fragen nicht mal antworten und für die Twitter nur nettes Marketingspielzeug ist.)<br /><br /><strong>3. Woche</strong>: <a href="http://ietherpad.com/lerntechnologien">Lerntechnologien</a><br />Da habe ich mich so allmählich aus der Diskussion gezogen. Ich habe ein IPad. Meine Schule ist wirklich gut ausgestattet, was Technik angeht. Ich glaube, mehr ist im Moment einfach pragmatisch nicht drin. Und löst Technik wirklich die Probleme? Es bleiben also für mich zunehmend mehr Fragen als Antworten.<br /><br /><strong>4. Woche</strong>: <a href="http://ietherpad.com/lernumgebungen">Lernumgebungen</a><br />Mittlerweile sind eine Menge Tools und Möglichkeiten erwähnt worden, die ich vorher gar nicht kannte. Das ist grundsätzlich toll, aber im Moment fehlt mir die Zeit, mich damit überhaupt auseinanderzusetzen. Ich beschränke mich also auf das wöchentliche Erstellen des Etherpads und bremse mich selber aus an der Frage, wie ihr das alle eigentlich macht im normalen Alltag? Blogs schreiben, mit Technik spielen. Familie bespaßen. Wohnung aufräumen. Klausuren korrigieren. <br /><br /><strong>5. Woche</strong>: <a href="http://ietherpad.com/mobile">Mobile</a><br />Mobile Technik. Oder so...<br /><br /><strong>6. Woche</strong>: <a href="http://ietherpad.com/lernszenarien">Lernszenarien</a><br />Ich habe bisher alle Vorträge mehr oder minder konzentriert verfolgt. Dieser hier hat mich geärgert. Ich habe vermutlich nicht richtig zugehört, hatte aber kurz das Gefühl, die Darstellungen könnte man mit &quot;eher trivial&quot; überschreiben. Schüler haben auch noch Freunde. Gehen auch noch vor die Tür. <br /><br />Das erinnert mich andererseits aber auch an die Diskussion mit einem Kollegen letztens im Lehrerzimmer: &quot;Ihr lest morgens schon eure Mails?&quot; &quot;Ja. Das mache ich gleich als erstes.&quot; &quot;Also ich lese höchstens die Zeitung.&quot; &quot;Ich auch. Aber auf dem Pad. Und dann gleich die Feeds von mehreren Zeitungen.&quot; Unterschiedliche Welten. Zeitung lesen auf dem Pad ist offenbar bei vielen Menschen nicht als gleichwertig anerkannt. Hallo? Es ist unter Umständen dieselbe Zeitung.<br /><br />Also hänge ich gerade zwischen den Welten. Möchte etwas verändern. Möchte lernen. Schule revolutionieren und scheitere an meinem Zeitmanagement. Auf dem Tisch liegen 18 Prüfungsklausuren (Deutsch, Höhere Handelsschule). <br /><br />Und ich scheitere noch an etwas Anderem. Für mich funktioniert Lernen nicht, wenn ich nicht auch mal Austausch mit Menschen habe, mit denen man sich treffen kann. Ich liebe diese Online-Netzwerke, aber für mich geht nichts über einen Plausch beim Tee, bei dem man sich auch mal in die Augen sehen kann.<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2441-Eine-kurze-Leseliste.html" rel="alternate" title="Eine kurze Leseliste" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-06-07T17:34:45Z</published>
        <updated>2011-06-11T08:54:28Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2441</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2441</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2441-guid.html</id>
        <title type="html">Eine kurze Leseliste</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ein kurzer Einwurf über 3 Bücher die ich vor kurzem gelesen habe:<br /><ul><li><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1846683564/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1846683564">An Optimist's Tour of the Future</a></em> von Mark Stevenson schaut sich an mit was für Veränderungen wir in den nächsten Jahren rechnen können. Während der gemeine Techno-Pessimist davon ausgeht, dass wir alle wegen einer amoklaufenden Künstlichen Intelligenz, wegen grauen Nano-Schleims der die Welt fressen will, oder auch wegen des Klimawandels draufgehen werden, hat sich Mark Stevenson dem Thema aus einer erfreulicheren Perspektive genähert. Werden wir dank moderner Biotechnologie ewig leben, Blinde wieder (oder auch erstmalig) sehend machen und mit passenden Prothesen verlorene Gliedmassen verbessert wieder anbauen können? Werden wir Künstliche Intelligenzen erschaffen, die für uns Wissenschaft betreiben, Hypothesen aufstellen, testen und verbessern können? Und werden wir das Uncanny Valley hinter uns lassen, um endlich mehr Roboter im Alltag einzusetzen? Und was für Methoden werden wir einsetzen können, um den Klimawandel aufzuhalten, rückgängig zu machen und wie wird das unseren Alltag verändern? Wer auf solche Fragen spannende und kreative Antworten hören möchte, der wird bei Stevenson fündig. Wer noch auf die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t">Singularität</a> kann das Buch beruhigt lesen.</li><li><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/055277524X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=055277524X">The Greatest Show on Earth</a></em>&#160;von Richard Dawkins, fand ich hingegen einen echten Reinfall. Nicht unbedingt, weil das Buch schlecht ist, aber Dawkins nimmt sich das Thema «Wieso Evolution wahr ist» vor, weil er das, zumindest seiner Meinung nach, in all seinen anderen Büchern bislang vernachlässigt hätte. Ob dem so ist, darüber kann man streiten, aber vor allem präsentiert Dawkins hier einfach die gesamten Fakten mit vielen Beispielen. Die man nur dummerweise schon alle kennt, wenn man nur ein paar seiner anderen Bücher gelesen hat. Jene Leute können also beruhigt auf die Lektüre verzichten. Falls man das noch nicht getan hat, und einen entspannt lesbaren Einstieg in das Thema sucht, dann macht man damit nichts verkehrt.&#160;</li><li><em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/014311882X/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=014311882X">The Poisoner's Handbook</a></em> von Deborah Blum ist, entgegen des Titels, keine direkte Anleitung dazu, wie man seine Frau um die Ecke bringt, um an ihre Lebensversicherung zu kommen. Stattdessen beschäftigt sich Blum mit dem New York der 1920-1930er Jahre. Eine Zeit die nicht nur als Hochzeit von Jazz und Prohibition in die Geschichte eingegangen ist, sondern auch ein Paradies für Giftmörder war. Und auch deshalb die Geburt der medizinischen Forensik begründet hat. Dank Blum kann man die Geschichte von Alexander Gettler und Charles Norris, den beiden Köpfen hinter der Forensik, verfolgen. Dazu gibt es einen Haufen Kriminalfälle, an denen die beiden gearbeitet haben, genauso wie einen Überblick darüber, welche Gifte damals populär waren, wie sie wirken und wie man sie entdecken kann. Ein schönes Stück Wissenschaftshistorie, und man muss weder Mediziner noch Chemiker sein, um Blums Buch folgen zu können.</li></ul>Die Links sind wieder Amazon-Partner-Links. Ihr bezahlt nicht mehr, wenn ihr darüber bestellt. <a href="http://twitter.com/#!/senficon">@Senficon</a> und ich bekommen aber wieder 1-2 Bälle fürs Bällchenbad bezahlt. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2440-Zentralabitur-Fluch-oder-Segen.html" rel="alternate" title="Zentralabitur Fluch oder Segen?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-05-10T16:44:08Z</published>
        <updated>2011-05-10T16:44:08Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2440</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2440</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2440-guid.html</id>
        <title type="html">Zentralabitur Fluch oder Segen?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Heute hat mein Deutsch-Leistungskurs die Abiklausur geschrieben. Für mich war es das erste Mal Leistungskurs (vorher hatte ich immer nur Grundlurse) und das erste Mal Zentralabitur.<br/><br/>Ja. Ich war nervös vorm Öffnen der Umschläge mit den Aufgaben. Es gab dafür allerdings keinen wirklichen Grund. Der Kurs war der beste, den ich je hatte. Sie sind auch gut vorbereitet und es gibt drei Auswahlaufgaben. Da ist doch für jedem normalerweise etwas dabei. Insofern war es aber trotzdem noch interessant, welche Schwerpunkte die Auswahlkommission setzen würde. <br/><br/>1. Auswahlaufgabe: Analyse eines Auszuges aus "Berlin Alexanderplatz" mit anschließender Rezension für eine Schülerzeitung.<br/><br/>(Hat keiner ausgewählt. Hätte ich auch nicht genommen, vor allem deshalb, weil mir die Textstelle zu nichtssagend war.)<br/><br/>2. Auswahlaufgabe: Analyse eines Sachtextes zum Thema "Globalisierung" mit anschließendem Vergleich zu den Positionen des Autors eines 2. Textes<br/><br/>3. Auswahlaufgabe: Analyse eines Kommentars zum Thema "Internet" mit anschließender Erörterung (Das wäre mein Favorit gewesen, hätte ich selbst schreiben müssen).<br/><br/>Ich glaube zunächst mal nicht, dass mehr Standardisierung alle Probleme des Bildungssystem lösen kann (vermutlich nicht mal ein paar davon), weil hier Objektivität vorgetäuscht wird, die es nach meiner Erfahrung nicht geben wird. Zudem lässt es wenig Spielraum für Entfaltung von individuellen Lernwegen.<br/><br/>Auf der anderen Seite kann ich dem Zentralabitur durchaus etwas abgewinnen, dies ist aber vor allem eine subjektive Empfindung.<br/>Dieser Deutsch-Leistungskurs war sehr leistungsstark, die Schüler überdurchschnittlich sozial kompetent, interessiert in alle Richtungen, mit einem offenen Geist und ganz viel Bereitschaft, über ihren Horizont zu schauen.<br/><br/>In diesem Kurs war es somit gleich, welche Themen uns vorgesetzt wurden, weil alles gut lief. Ich fand die Themenauswahl vielfältig (Globalisierung, Brecht: Hl. Johanna, Büchner: Woyzeck, Döblin: Berlin Alexanderplatz, politische Lyrik von Heine, Heym, Fried und zum Ende eine Reihe über Medien, Wirkung, Medienkritik). <br/><br/>Darüber hinaus lief es so gut, dass wir auch über die eigentlichen Abithemen rechts und links nach anderen spannenden Themen gucken und dies diskutieren konnten. Aktuelles, Banales, Tiefsinniges, Lustiges, Philosophisches, Trauriges usw. <br/><br/>Es gibt m.E. noch einen Vorteil des Zentralabiturs: Ich muss nichts zurückhalten. Alle Materialien, die ich habe, alle Interpretationen, alle Texte, die ich im Internet finde, kann ich ungefiltert weitergeben. Das kommt meinen Forderungen nach Transparenz nahe und macht es möglich, dass man sich gemeinsam auf eine quasi externe Prüfung vorbereitet. Das verringert die Hierarchie und ist eine Form der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung, die mir sehr entgegen kommt.<br/><br/>Ich habe so viel gelernt in diesem Kurs. Viele Themen waren auch für mich neu.  Bei anderen Themen habe ich neue Sichtweisen kennen gelernt. Deshalb geht mein Dank an meine wundervollen Schüler und Schülerinnen! (Ich werde dann schon ein wenig sentimental;-)<br/><br/>Geht hinaus und macht die Welt besser. Ihr habt alles Zeug dafür!<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2439-Die-naechsten-Lesetipps.html" rel="alternate" title="Die nächsten Lesetipps" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-05-08T09:57:49Z</published>
        <updated>2011-05-08T09:57:49Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2439</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2439</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2439-guid.html</id>
        <title type="html">Die nächsten Lesetipps</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Neben <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2011-04-21/mein-unialltag-zwischen-blut-und-sch-deln">der Uni</a>, <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2437-Portale-fuers-Wohnzimmer.html">dem Umzug</a>, dem rum programmieren und <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2011-05-04/meine-genotypisierung">der Analyse meiner Genotypisierung</a> bin ich auch wieder ein bisschen zum lesen gekommen. Hier die Bücher die seit dem letzten Blogpost durch meine Hände gegangen sind:<br /> <br />
<ul> <br />
<li>Auf den <a href="http://twitter.com/#!/philippbayer">Tipp von Philipp hin</a>: <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0330510940/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0330510940">Blood Meridian</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0330510940" width="1" height="1" border="0" style="border-top-style: none !important; border-right-style: none !important; border-bottom-style: none !important; border-left-style: none !important; border-width: initial !important; border-color: initial !important; margin-top: 0px !important; margin-right: 0px !important; margin-bottom: 0px !important; margin-left: 0px !important; " /></em><br />
 von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cormac_McCarthy">Cormac McCarthy</a>, von dem ich bislang nur The Road gelesen hatte. Ein extrem düsterer Western, hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Auch wenn ich mit McCarthys Stil, die Anführungszeichen konsequent nicht einzusetzen manchmal Probleme hab.</li> <br />
<li>Weiter ging es mit dem wohl umfangreichsten Werk von Richard Dawkins: <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0753819961/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0753819961">The Ancestor's Tale</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0753819961" width="1" height="1" border="0" style="border-top-style: none !important; border-right-style: none !important; border-bottom-style: none !important; border-left-style: none !important; border-width: initial !important; border-color: initial !important; margin-top: 0px !important; margin-right: 0px !important; margin-bottom: 0px !important; margin-left: 0px !important; " /></em><br />
. Ganz in Art der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Canterbury_Tales">Canterbury Tales von Chaucer</a> wird in dem Buch eine Pilgerreise begangen. Allerdings halt nicht nach Canterbury, sondern zurück in der Zeit. Bis an den Ursprung des Lebens. Ausgehend von Homo Sapiens klettert man den Tree of Life zurück um an jeder Gabelung von diesem Ast aus neue Pilgergruppen zu treffen: Von den anderen Menschenaffen über Nagetiere, alle anderen Säuger und Fische bis zu den einzelligen Eukaryoten und zum Last Universal Common Ancestor. Dabei lernt man nicht nur, ganz nebenbei, die Anordnung der verschiedenen Gruppen im Tree of Life sondern auch viele spannende Details zu einzelnen Tiergruppen und über Evolutionsbiologie allgemein.</li> <br />
<li>Mit der Evolutionsbiologie geht es auch weiter. <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0878932232/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0878932232">Evolution</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0878932232" width="1" height="1" border="0" style="border-top-style: none !important; border-right-style: none !important; border-bottom-style: none !important; border-left-style: none !important; border-width: initial !important; border-color: initial !important; margin-top: 0px !important; margin-right: 0px !important; margin-bottom: 0px !important; margin-left: 0px !important; " /></em> von Douglas Futuyma ist eines der Lehrbücher, was man häufig empfohlen bekommt. Ich hab es nur überflogen, da mir das meiste aus meinen Vorlesungen &amp; Co schon bekannt war, aber es ist nett und verständlich geschrieben, und wenn man gerade mit der Thematik anfängt sicher auch zu empfehlen. Ich hatte mir nur etwas mehr zu den mathematischen Modellen, die man zur Beschreibung nutzen kann gewünscht.Aber dafür gibt es ja auch andere Bücher:&#160;</li> <br />
<li>Ich hab es mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ronald_Aylmer_Fisher">R.A. Fishers</a> <em><a href="http://www.archive.org/details/geneticaltheoryo031631mbp">Genetic Theory of Natural Selection</a></em> versucht. Da sind viele der grundlegenden Modelle drin, allerdings merkt man dem Buch sein Alter mittlerweile auch an. In den 1930ern, also noch einige Zeit vor der Entdeckung der DNA-Struktur, geschrieben, ist es zwar eine gute Grundlage, aber vielleicht nicht das beste Buch, um in die Thematik einzusteigen. Außerdem sind die elektronischen Versionen, die man davon bekommen kann extrem schlecht zu lesen. In den ePubs hat die Text-Erkennung beim Scannen der Formeln total versagt. Und auch der normale PDF-Scan ist nicht so der Hit.&#160;</li> <br />
<li>Besser ist da schon <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0198502311/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0198502311">Evolutionary Genetics</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=0198502311" width="1" height="1" border="0" style="border-top-style: none !important; border-right-style: none !important; border-bottom-style: none !important; border-left-style: none !important; border-width: initial !important; border-color: initial !important; margin-top: 0px !important; margin-right: 0px !important; margin-bottom: 0px !important; margin-left: 0px !important; " /> </em> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Maynard_Smith">John Maynard Smith</a>. Ich bin noch nicht ganz durch, aber so weit ich das sehen kann deckt Smith die Themen von Fischer ebenfalls mit ab und hat nicht nur den Vorteil, dass das Buch um einiges aktueller ist, sondern es ist auch didaktisch aufbereitet und macht es einem einfacher, den Modellen und Formeln zu folgen. Wer sich für das Thema Evolutions &amp; Populationsgenetik interessiert sollte vielleicht mit dem Buch einsteigen.</li> <br />
<li>Zum Abschluss noch ein Buch, dass nicht aus der Evolutionsbiologie kommt (also nicht direkt): <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594202850/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1594202850">Reality Is Broken: Why Games Make Us Better and How They Can Change the World</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=1594202850" width="1" height="1" border="0" style="border-top-style: none !important; border-right-style: none !important; border-bottom-style: none !important; border-left-style: none !important; border-width: initial !important; border-color: initial !important; margin-top: 0px !important; margin-right: 0px !important; margin-bottom: 0px !important; margin-left: 0px !important; " /> </em> von <a href="http://www.ted.com/talks/jane_mcgonigal_gaming_can_make_a_better_world.html">Jane McGonigal</a>. Jeder kennt das Klischee: Gamer sind vereinsamte, meist etwas dickliche Nerds, die alleine im Keller sitzen und Pixel abschiessen. Und im schlimmsten Fall danach noch Amok laufen. Der Blick von McGonigal ist ein anderer: Gamer sind hocheffiziente, kreative Problemlöser die sich extrem motiviert und freiwillig daran machen sich selbst gesteckte, unnütze Hindernisse zu überwinden. In ihrem Buch erklärt sie, wieso sie zu ihrer Einschätzung kommt und wie man diese Fähigkeiten nutzen kann, nicht nur zum eigenen Vorteil, sondern auch um die Welt ein Stück besser zu machen.</li> <br />
</ul>Falls sich wer zum nachlesen entscheiden sollte: Viel Spaß damit. Noch ein Hinweis: Die <em>Amazon</em>-Links sind <a href="https://partnernet.amazon.de/">Amazon-Partner-Programm-Links</a>. Wenn ihr darüber etwas bestellt, dann kostet es euch nicht mehr. Aber ihr finanziert @<a href="http://twitter.com/#!/senficon">Senficon</a> und mir damit 1-2 Bälle für unser Bällebad. Trotzdem habe ich, so es legale &amp; frei verfügbare Angebote gab, auf die kostenlosen Bücher gelinkt.&#160; 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2438-Frust.html" rel="alternate" title="Frust" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-05-07T13:50:29Z</published>
        <updated>2011-05-07T15:50:31Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2438</wfw:comment>
    
        <slash:comments>3</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2438</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2438-guid.html</id>
        <title type="html">Frust</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Beim Korrigieren von Klausuren trifft mich manchmal die Erkenntnis, dass ich als Lehrer vielleicht gar nicht tauge, weil da einfach keine Lerneffekte eintreten.&#160;Da sortiert man ein halbes Jahr Gleichungen hin und her, lässt Netto- aus Bruttobträgen berechnen, übt den Konjunktiv und in der Klausur fällt auf, dass bei vielen Schülern nichts davon angekommen ist.&#160;Ich habe es mit unterschiedlichen Methoden versucht, streng, mit Freiräumen und trotzdem musste ich etliche &quot;Blaue Briefe&quot; ausfüllen (mit der Hand, aber das ist ein anderer Aufreger). <br /><br />Wir haben mittels Lernen durch Lehren gelernt (oder halt nicht), ich habe acht Wochen Freiraum geboten, in denen Grundlagen des Rechnungswesens wiederholt werden konnten. Ich war präsent und habe zumindest versucht, Regeln durchzusetzen und trotzdem habe ich langsam die Erkenntnis, dass nicht alle das Schuljahr schaffen werden (darunter auch Wiederholer, für die die Schule dann bei uns aufgrund der Höchstverweildauer in dem Bildungsgang endet).&#160;Mich ärgert das. Ich gebe nicht gerne schlechte Noten. Ich sehe Menschen nicht gerne zu, wenn sie &quot;vor die Wand laufen&quot; oder irgendwie im schulischen Sinn &quot;versagen&quot;.<br /><br />Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, an meine persönlichen Grenzen zu stoßen zwischen allen Gesprächen, Konferenzen etc.&#160;In meiner Klasse habe ich mal gesagt, dass es erst ernst wird, wenn ich mich nicht mehr aufrege (weil dann irgendwann der Punkt überschritten ist, an dem man das Schuljahr noch retten kann). Jetzt ist noch etwas Zeit, aber mit Feiertagen, Praktikum etc. ist offensichtlich, dass nicht mehr viel Zeit ist.&#160;Warum werdet ihr nicht endlich wach?<br /><br />Mal Klartext: Ich war weit entfernt davon, Musterschüler zu sein. In der Mittelstufe haben die Lehrer unsere Klasse gehasst. Es soll heulende Exemplare gegeben haben (und als Schüler findet man das nicht einmal besonders schlimm.) In der Oberstufe kamen andere Probleme hinzu. Liebeskummer in jeder erdenklichen Form. Mit 17 hatte ich meinen ersten wirklich ernsthaften Freund (mit dem ich dann 14 Jahre zusammen war (aber auch das ist eine andere Geschichte)). Worauf ich hinaus will: Schule war auch für uns damals denkbar unwichtig. Sie war nett, weil man dort die Menschen getroffen hat, die einem wichtig waren, aber nur ganz selten wegen der Inhalte (Mathe, Bio habe ich gerne gemacht, den Rest eher gezwungen).  Meist ist man hingegangen, oft auch nicht und gelegentlich ist man beim Blaumachen erwischt worden (weil auch Lehrer mal in die Stadt gehen). Mein Abitur war mittelmäßig (2,8). Außer für Mathe habe ich nicht dafür gelernt und für Mathe auch nur, weil ich im Vergleich zu meinem Freund nicht schlechter sein wollte. Ich hatte eine vage Idee, was ich werden wollte (damals war das Fotografin, weil ich dafür wohl etwas Talent hatte und freie Zeit im Fotolabor verbrachte). Aber Schule lief halt nebenher (Reiten war ich schließlich auch noch und Hausaufgaben habe ich oft im Stall mal kurz erledigt, Latein abgeschrieben usw.) <br /><br />Aber irgendetwas war eben doch anders. Ich glaube gar nicht, dass wir so viel schlauer waren, aber wir haben das System &quot;Schule&quot; genug durchschaut, um zu erkennen, wo wir aufpassen, wo wir lernen mussten und wo wir es lassen konnten. <br /><br />Dann komme ich zurück zur heutigen Zeit: Die Schüler sind nicht dümmer, schlechter etc. Davon bin ich überzeugt. Aber die Erkenntnis, dass man irgendwann Verantwortung für sein Leben übernehmen muss, kommt m.E. manchmal zu spät an. Für mich geht es essentiell genau darum. Die Chancen zu sehen und zu nutzen, die man hat. Die Freiräume auszufüllen. Eigene Interessen zu verwirklichen. Nicht nur auf Anweisung zu handeln (der Ordnungsdienst klappt übrigens super, also alles mit klarer Handlungsoption und solange jemand &quot;mit der Peitsche&quot; dahinter steht). <br /><br />Im Moment ist mir noch nicht wirklich klar, was mir noch an Möglichkeiten bleibt, um ihnen bei der Erkenntnis zu helfen....<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2437-Portale-fuers-Wohnzimmer.html" rel="alternate" title="Portale fürs Wohnzimmer" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-21T18:07:24Z</published>
        <updated>2011-04-28T08:08:50Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2437</wfw:comment>
    
        <slash:comments>1</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2437</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2437-guid.html</id>
        <title type="html">Portale fürs Wohnzimmer</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Fast passend zum Launch von <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Portal_2">Portal 2</a></em> haben wir es nun geschafft unsere Spiegel im Wohnzimmer aufzuhängen. Aber nicht nur irgendwelche Spiegel, sondern welche, die bei passenden Lichtverhältnissen Portale simulieren. Wie man auf dem Foto glaube ich ganz schön erkennen kann. Die Grund-Idee dafür haben wir allerdings <a href="http://imgur.com/a/Sfydf">auch nur geklaut</a>. Die Umsetzung haben wir aber ein bisschen angepasst. Wer selbst basteln will findet hier eine kurze Anleitung.<br /><br /><div style="text-align: center; "><a href="http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5641280720/" title="Portal by gedankenstuecke, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5049/5641280720_ac0cc971d9.jpg" width="500" height="500" alt="Portal" /></a></div><br /><strong>Was ihr benötigt:</strong><br /><ul><li>2 <strong>ovale Spiegel</strong>, z.B. die <a href="http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/40133531">Kolja-Variante von <em>IKEA</em></a>, kosten nur 15,99 € das Stück&#160;</li><li><strong>LED-Lichtschläuche</strong>, 4-5 Meter länge sind mehr als ausreichend. Gibt’s bei <em><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001G9ZOR8/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=httpwwwgedank-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B001G9ZOR8">Amazon</a></em> oder <a href="http://www.pollin.de/shop/dt/MDY3ODY0OTk-/Lichttechnik_Leuchtmittel/Leuchten/Fest_Partybeleuchtung/Lichtschlauch_TwistyLight_.html"><em>Pollin</em></a>. Kostenpunkt pro Schlauch zwischen 10-20 €&#160;</li><li>Ein paar <strong>Dübel, Schrauben, Nägel und Abstandshalter</strong>. Dürften maximal 10 € im Baumarkt kosten</li></ul>Im Endeffekt kommt man dann auf gute 80 € an Materialkosten. Die IKEA-Spiegel haben den Vorteil, dass die Wandbefestigung bereits im Lieferumfang enthalten ist, das erleichtert das Anbringen der Spiegel doch ganz gut. Damit man jetzt aber noch die Lichtschläuche hinter den Spiegel bekommt, muss man den gesamten Spiegel ein paar Zentimeter von der Wand abheben lassen. Genau dafür kann man im Baumarkt die passenden Abstandshalter erwerben.<br /><br /> <br />
<div style="text-align: center; "><a href="http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5641280728/" title="Abstandshalter by gedankenstuecke, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5306/5641280728_fe1abee48b.jpg" width="500" height="374" alt="Abstandshalter" /></a></div><br />Die gibt es unterschiedlichen Stärken, so dass man sich die passende Breite einfach auf eine Schraube zusammenstecken kann. Den so entstanden Abstand sollte man bei der Wahl der Schraubenlänge dann mit einfliessen lassen, sonst klappt die Konstruktion natürlich nicht. <br /><br />Wir haben uns für 6 cm Abstand von der Wand entschieden (das reicht bei unseren Lichtschläuchen für 2-3 Windungen hinter dem Spiegel) und 10 cm lange Schrauben verwendet. Also passende Löcher in die Wand gebohrt, den Dübel ins Bohrloch gesteckt und dann einen lustigen Spieß auf die Schraube ziehen. Zu erst kommt die Spiegelbefestigung aus dem IKEA-Lieferumfang, dann die entsprechende Anzahl an Abstandshalter für den gewünschten Abstand. Und dann ab in die Wand damit.<br /><br /> <br />
<div style="text-align: center; "><a href="http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5641280722/" title="Anbringung Lichtschlauch by gedankenstuecke, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5029/5641280722_2abe1bf5c9.jpg" width="374" height="500" alt="Anbringung Lichtschlauch" /></a></div><br />Wenn die 4 Halterungen pro Spiegel in der Wand sind, dann schnappt man sich seinen Hammer und prügelt Nägel in die Wand, auf denen man nachher den Lichtschlauch anbringen kann. Idealerweise sollten die Nägel so angebracht sein, dass sie den Lichtschlauch nah am Spiegelrand herlaufen lassen, aber nicht so weit draußen, dass man den Schlauch direkt sehen kann. Da könnt ihr am besten selbst mal experimentieren, was für euch die besten Ergebnisse liefert.<br /><br />Danach kann man dann den Lichtschlauch über die Nägel vorbei führen. Achtet darauf, dass ihr das ganze Straff zieht, damit es fest hängt und hinterher nicht doch hinter dem Spiegel hervorlugt. Und wenn ihr dann so weit seid, dann ab an die Wand mit dem Spiegel. Und fertig. Falls ihr noch Fragen dazu habt: Her damit. Und in der nächsten Heimwerker-Episode kann ich euch dann hoffentlich erklären, wie man ein Bällebad ins Wohnzimmer baut.<br /><br /> <br />
<div style="text-align: center; "><a href="http://www.flickr.com/photos/gedankenstuecke/5641280712/" title="Portal orange by gedankenstuecke, on Flickr"><img src="http://farm6.static.flickr.com/5184/5641280712_cd47127d67.jpg" width="374" height="500" alt="Portal orange" /></a></div><br/><br/> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2436-Wider-das-gegliederte-Schulsystem.html" rel="alternate" title="Wider das gegliederte Schulsystem" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-12T16:31:43Z</published>
        <updated>2011-04-13T16:05:54Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2436</wfw:comment>
    
        <slash:comments>5</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2436</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2436-guid.html</id>
        <title type="html">Wider das gegliederte Schulsystem</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Nach ein paar Tweets hin und her habe ich mich nun doch entschlossen, kurz über das Thema zu bloggen.<br /><br />Aufhänger waren <a href="http://www.pisa-versteher.de">unter anderem der Blogbeitrag von @ciffi</a> (mit der Auffassung, das Schulsystem sei undemokratisch) sowie die Ausführungen von <a href="http://twitter.com/BigArne">BigArne</a> (als Verfechter eines gegliederten Schulsystems).<br /><br />Meine Meinung wird in der Überschrift schon deutlich: Ich bin strikter Gegner eines gegliederten Schulsystems. @BigArne führt aus, dass er individuelle Förderung aber befürwortet. Individuelle Förderung halte ich auch für unabdingbar, allerdings behebt das m.E. nicht das grundsätzliche Problem der frühen Selektion.<br /><br />Was macht das mit Kindern, wenn man ihnen im Alter von ca. 10 Jahren sagt, sie seien nicht gut genug (für das Gymnasium)?<br /><br />Ich behaupte, dass ich unterschiedliche Schülertypen einschätzen kann. Ich unterrichte Hauptschüler, Realschüler, Gymnasiasten in unterschiedlichen Bildungsgängen am Berufskolleg (mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung). Ja, es gibt Unterschiede, aber weit weniger als man als Laie landläufig meint. Studien (auch die bekannte Pisastudie) zeigen, dass die Unterschiede zwischen guten Hauptschülern und schlechten Gymnasiasten marginal sind. Es ist nicht der Intellekt, der sie unterscheidet, aber wenn sie mit ca. 16 bei uns landen, ist es die Geisteshaltung, die Einstellung zum Lernen, die manchmal unterschiedlich ist (aber auch da gibt es Überschneidungen). Ich habe Hauptschüler, die fleißig und intelligent sind und bei denen ich nicht sagen könnte, warum jemand mal befunden hat, diese Schüler dürften nicht aufs Gymnasium.<br /><br />Es ist aber vor allem ein Unterschied im Selbstbewusstsein zu erkennen. <br /><br />Zu Anfang eines Kurses lasse ich Schüler gerne 10 Eigenschaften aufschreiben, die sie an sich mögen/gut finden. Die Hauptschüler ziehen solche Aufgaben eher mal ins Lächerliche, aber vor allem deshalb, weil es ihnen sehr schwer fällt. Sie haben gelernt, Kritik zu hören. Sie haben sich daran gewöhnt, die Versager der Gesellschaft zu sein. Sie haben gelernt, zu &quot;posen&quot;. Aber letztendlich fehlt ihnen der Glaube daran, etwas an ihrer Situation verändern zu können (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erlernte_Hilflosigkeit">erlernte Hilflosigkeit</a>).<br /><br />Wenn man sie fragt, warum sie glauben, dass sie nicht auf einem Gymnasium gelandet sind, antworten sie, dass sie zu faul, nicht schlau genug seien. <br />Rein objektiv stimmt das schlicht nicht, aber sie haben das gefressen und verinnerlicht.<br /><br />Es geht um Anerkennung. Schüler frühzeitig auf unterschiedliche Schulformen aufzuteilen, wird zu einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selbsterf%FCllende_Prophezeiung">self-fulfilling-prophecy</a>, führt zu Frustration, Aggression, im schlimmsten Fall zu Resignation und Depression. <br /><br />Ich gebe den Traum mit einer Schule für alle nicht auf. Ich möchte Schulen, in denen Schüler mit unterschiedlichsten Talenten zusammen und voneinander lernen können. Das muss selbstverständlich auch für Schüler mit Beeinträchtigungen gelten. Wie viel könnte meine jetzige Klasse Höhere Handelsschule davon profitieren, wenn z.B. ein blinder Schüler oder eine gehörlose Schülerin Teil der Klasse wären? Ich möchte flexiblen, respektvollen Umgang fördern, unabhängig davon, wer wo Stärken und wer wo Schwächen hat. An meine Schüler glaube ich an der Stelle, nur die Gesellschaft scheint ein solches System nicht für möglich zu halten.<br /><br />Ich möchte Schulen (als Vorbild sehe ich unsere holländische Partnerschule), die projektorientierter arbeiten. In der jeder Schüler das Gefühl hat, so angenommen zu werden, wie er ist. In der Schüler sich finden und verwirklichen können. In der Schüler Spaß an Schule, Spaß am Lernen haben. Nicht jeder muss Studieren, nicht jeder muss Abitur machen, aber jeder soll eine aufrichtige Chance dazu haben, die wir heute, mit einem selektiven System verwehren. <br /><br />Die verzweifelten Versuche, ein mehrgliedriges System aufrecht zu halten und stattdessen ein wenig Geld hier, ein wenig mehr Personal da zu fordern, sehe ich sehr skeptisch. Ich sehe da die Angst um die &quot;heilige Kuh&quot; Gymnasium und die Angst, die eigenen Kinder müssten gar mit den &quot;Schmuddelkindern&quot; zusammen lernen. Für mich hat das was von Doppelmoral. Ein paar schöne Stichworte (&quot;individuelle Förderung&quot;) werden den toten Gaul Schulsystem nicht retten. <br /><br />Den Preis, den wir in Kauf nehmen, sind Schüler, die in Hartz IV und Maßnahmen enden, weil sie aufgehört haben, an sich zu glauben.<br /><br />Ja. Es wird Geld und Mittel und Lehrer brauchen, die das tragen können, aber ich bin für meine zukünftigen Schüler bereit, dafür zu kämpfen. Es wird Diskussionen brauchen und Politiker, die sich zutrauen, das zu verändern. Und je länger wir warten, desto mehr und mehr Schüler gehen unter in unserem System. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2435-Lernen-durch-Lehren-Fazit-aus-dieser-Reihe-zum-Thema-Kaufvertrag-und-Kaufvertragsstoerungen.html" rel="alternate" title="Lernen durch Lehren - Fazit aus dieser Reihe zum Thema &quot;Kaufvertrag und Kaufvertragsstörungen&quot;" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-08T15:29:58Z</published>
        <updated>2011-04-08T17:52:46Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2435</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2435</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2435-guid.html</id>
        <title type="html">Lernen durch Lehren - Fazit aus dieser Reihe zum Thema &quot;Kaufvertrag und Kaufvertragsstörungen&quot;</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <em>&quot;Was man lernen muß, um es zu tun, das lernt man, indem man es tut.&quot; –</em> Aristoteles&#160; <br /><br /> Abschlussbesprechung mit den Gruppen: <br /><br /> Gespannt war ich, wie offen die Schüler Kritikpunkte ansprechen. Sind die Gruppen schon so weit, offen über Probleme zu sprechen? <br /><br /> Aufgabe war: Unterrichtsstunde konzipieren und durchführen, Test dazu mit Korrektur und Besprechung als Vorbereitung auf die dann von mir gestellte Klausur&#160; <br /><br /> Die Gruppenmitglieder waren in allen Gruppen eher vorsichtig hinsichtlich des Kommunizierens von Problemen innerhalb der eigenen Gruppe. Probleme bei den Unterrichtsstunden wurden aber ansonsten gut erkannt. Einige hatten die recht lange Vorbereitungszeit zunächst nicht gut genug genutzt (sondern sich mit unterrichtsfremden Themen beschäftigt) und am Ende wurde dann zum Termin hin die Zeit doch knapp. (Erläuterung: Wir haben aufgrund der neuen Herangehensweise und den komplexen Themen ca. 8 Wochen (mit ca. 3-4 Stunden pro Woche) an der Vorbereitung der Stunden gearbeitet) <br /><br /> Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es durchaus bei einigen Gruppen/Stunden Probleme gab, wobei ich die konzeptionellen Probleme weniger stark gewichtet habe als die offenkundig vorhandenen sachlichen Fehler in einigen Präsentationen/Aufgaben. Ich erwarte hier von Schülern, die einen Abschluss anstreben, der zum Studieren berechtigt (FHR), dass sie in der Lage sind, einen Themenbereich selbstständig weitgehend fehlerfrei aufzubereiten. <br /><br /> Wie haben die Schüler die Reihe empfunden? <br /><br /> Offensichtlich war dies das erste Mal bei nahezu allen Schülern, dass sie so frei an einem Thema gearbeitet haben. (Ich frage mich an der Stelle alle Jahre wieder, was eigentlich die Sek. I-Schulen machen. Gerne würde ich mal mit Lehrern aus den Zubringerschulen in unserem Kreis ins Gespräch kommen. Gar nicht in einer nur kritischen Form, aber um z.B. Anforderungen abzugleichen. Es ist für Schüler auch sehr frustrierend, wenn sie mit verhältnismäßig guten Noten bei uns ankommen und dann scheitern.) <br /><br /> Die meisten Gruppen sind aber eher in ihrer Zeitplanung unsicher gewesen, nicht so beim eigentlichen Inhalt. Da gab es nur bei zwei (von sieben) Gruppen Probleme. Überhaupt wurde das Gefühl &quot;Unsicherheit&quot; mehrfach genannt, aber diesen Punkt hatte ich in meinem Einstieg zur Reihe bereits als möglichen Faktor angesprochen. <br /><br /> Mehrere Gruppen fanden die Freiheit gut, mit der sie arbeiten und planen konnten. Die Problematik, aus einem großen Umfang von Material das für die Gruppe/Klasse passende auszuwählen, viel einigen Gruppen schwer. Es ist aber auch nur bei wenigen Gruppen versucht worden, über das vorhandene, von mir organisierte Material hinaus, eigene Rechercheergebnisse hinzuzufügen. Einige Schüler gaben zu, am Anfang sehr skeptisch gewesen zu sein. Sie waren dann überrascht, dass die Ergebnisse doch recht gut geworden sind (z.B. haben kaum Schüler gefehlt, wenn sie ihre Unterrichtsstunde halten sollten. Ich habe also das Gefühl, dass sie sich der großen Verantwortung auch gegenüber ihren Mitschülern sehr bewusst waren.) Es wurde zudem als Vorteil empfunden, dass man das eigene Thema wirklich sehr gut konnte für die Klausur.Ebenso wurde angesprochen, dass man durch die selbstständige Arbeit weniger abhängig vom Lehrer ist/Wird und Aspekte mehr hinterfragt, was man sonst im normalen Unterricht nicht tun würde.&#160; <br /><br /> Die Klausur über diesen Teil ist zumindest deutlich besser ausgefallen als die davor geschriebene. Allerdings kommen hierfür als Grund mehrere Faktoren in Betracht: Der zweite Teil war eine große Rechnungswesenaufgabe. Hier haben wir einige Wochen investiert, um die Grundlagen nochmal zu wiederholen. Dies hat bei einigen Schülern zu Verbesserungen geführt. Außerdem ist es aufgrund diverser Gespräche und pädagogischer Maßnahmen m.E. insgesamt zu einer Verbesserung der Arbeitsatmosphäre und der Arbeitseinstellung gekommen.&#160; <br /><br /> Eine Klausur über den zweiten Teil steht noch nach den Osterferien an. Die hierzu als Übung dienenden Tests sind von den Schülern noch nicht abschließend korrigiert und werden erst am Montag zurückgegeben und besprochen. <br /><br /> Die nun schon begonnene neue Unterrichtsreihe (zum Bereich &quot;Marketing&quot;) baut auf den jetzt erworbenen Fähigkeiten auf, Sachgebiete selbstständig zu erarbeiten. Allerdings wird hier der Hauptaspekt auf der kreativen Gestaltung und Präsentation liegen. Die Schüler sollen anhand eines selbstgewählten fiktiven Produktes ein Marketingkonzept im Wettbewerb gegeneinander entwickeln, welches alle gängigen Bereiche des Marketings abdecken soll. Hierfür müssen die theoretischen Grundlagen erarbeitet werden. Darüber hinaus wird aber der Bereich gefördert, der in der Reihe mittels LdL zum Kaufvertrag eher vernachlässigt worden war und auch noch nicht so gut umgesetzt wurde: Das kreative Präsentieren/Visualisieren.&#160; <br /><br /> Wir hatten viele Probleme in der Klasse, was z.B. die Geisteshaltung und Einstellung zum Lernen angeht. Ich bin deshalb sehr stolz auf meine Klasse, weil sich die Schülerinnen und Schüler mit einem komplexen Themenbereich erfolgreich selbstständig auseinandergesetzt haben. <br /><br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/91-Impressum.html" rel="alternate" title="Impressum" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2005-08-30T10:31:00Z</published>
        <updated>2011-04-07T11:55:49Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=91</wfw:comment>
    
        <slash:comments>1</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=91</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/1-i-love-my-computer" label="i love my computer" term="i love my computer" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/91-guid.html</id>
        <title type="html">Impressum</title>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2434-Beamte-streiken-heimlich.html" rel="alternate" title="&quot;Beamte streiken heimlich&quot;" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-04-06T10:08:02Z</published>
        <updated>2011-04-06T18:31:42Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2434</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2434</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2434-guid.html</id>
        <title type="html">&quot;Beamte streiken heimlich&quot;</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Angesichts meines &quot;Personalentwicklungsgesprächs&quot; habe ich mir ein paar Gedanken über meine Einstellung zu meiner möglichen Karriere und dem Beamtentum im Allgemeinen gemacht: <br />
<br /> <br />
Fehlende Flexibilität&#160; <br />
<br /> <br />
Aufgaben, einmal verteilt, hat man für längere Zeit, wenn nicht gar für immer. <br />
<br /> <br />
Mir erschließt sich der Sinn nicht. Ich glaube daran, dass Menschen vor allem dann gute Arbeit machen, wenn ihnen etwas Freude bereitet. Vielleicht ändern sich Bedingungen, vielleicht ändert sich die private Lebenssituation, man wird älter etc. Warum also nicht Aufgaben nur für eine Zeit verteilen? Warum nicht Aufgaben an Zulagen koppeln oder an Entlastung und nicht an Gehaltsstufen?&#160; <br />
<br /> <br />
Theoretisch und auch praktisch hat man derzeit die Situation, dass Menschen auf Stellen sitzen, in denen sie gar nicht mehr aufgehen. Im schlimmsten Fall baden das Schüler aus, im etwas weniger schlimmen Fall die Kollegen, die dann stattdessen die Aufgaben erledigen.&#160; <br />
<br /> <br />
Lehrerarbeitszeit <br />
<br /> <br />
Keine Landesregierung traut sich da ran. (Auch kaum eine Schule, denn auch Schulen können selbstständig Modelle für ihr Kollegium entwickeln). Da scheint es viel Angst vor neuem Unmut, gar vor Rebellion, zu geben. Bloß nicht über Probleme sprechen, dann merkt es vielleicht keiner, scheint die Devise.&#160; <br />
<br /> <br />
Aufgaben/Belastung werden/wird nie wirklich gerecht verteilt werden. Das ist nicht nur in Schulen ein Problem. Wenn aber die Ungleichverteilung so deutlich wird, dass Unmut aufkommt oder im Gegenzug Resignation, dann läuft etwas falsch. (Wenn wir ehrlich sind, ist in Deutschland von Seiten der Lehrer keine große Revolution zu erwarten. Da sind einzelne Menschen, die es satt haben, aber in Summe erscheint mir die Masse so, dass sie froh sind, wenn alles so bleibt, wie es ist, nicht nur bei Arbeitszeitmodellen, auch bei anderen Veränderungen.) <br />
<br /> <br />
Ich will nicht nörgeln. Ich freue mich über die Vielfalt meiner sechs Fächer (BWL, VWL, Rewe, Deutsch, Mathe, &#160;Politik) in drei Bildungsgängen (Handelsschule, Höhere Handelsschule, Gymnasiale Oberstufe) an zwei Schulorten. Auch die Zusatzaufgaben (Admin Intranet, Beratungslehrerin, Kriseninterventionsteam) mache ich freiwillig, weil ich sie für sinnvoll und wichtig halte. Es gibt aber keine Entlastung dafür. Das ist alles zusätzlich zum normalen Alltag. (Es gibt aber immerhin eine Entlastung für Korrekturbelastung für das Fach Deutsch.) <br />
<br /> <br />
Und so mag man mir nachsehen, wenn ich mich daran störe, dass es immer auch Kollegen gibt, die offensichtlich eine sehr ruhige Kugel schieben. Meine Möglichkeiten sind da gering. Als kleiner Lehrer (ich befinde mich da derzeit in der Einstiegsstufe vom Gehalt und vom &quot;Ranking&quot;) kann man sich ärgern und dem aus dem Weg gehen. Genau bis zu dem Moment, wo ich in direkte Konfrontation einbezogen werde, sei es als Beratungslehrerin, weil Schülerin A ein Problem damit hat, dass Lehrer B sie beleidigt oder weil Kollegin C zu mir kommt, weil ich ja für irgendeine Aufgabe zuständig sei (die sie auch locker selbst erledigen könnte).&#160; <br />
<br /> <br />
Es ist aber an der Stelle -und nun komme ich zum Beamtenrecht zurück- auch vermutlich als Abteilungsleiter und Schulleiter so, dass man quasi doch nur sehr wenig machen kann, wenn jemand seinen Aufgaben wirklich nicht nachkommt oder gar ausfällig wird.&#160; <br />
<br /> <br />
Ich bin froh, dass ich Beamtin bin, vor allem, weil ich mit meiner Augenerkrankung weitgehend Schutz erwarten kann, selbst wenn es schlimmer werden sollte. Trotzdem hoffe ich, dass ich gegen alle Widrigkeiten auch mit einer möglichen anstehenden Beförderung nicht &quot;käuflich&quot; werde. (Diplomatischer soll ich werden beim Äußern von Kritik und mich besser ins System eingliedern.) <br />
<br /> <br />
Ich hoffe sogar darüber hinaus, dass ich den Mut habe, auszusteigen, falls ich meinen Ansprüchen an die Arbeit nicht mehr gerecht werde. Falls ich keinen Spaß mehr habe, an dem was ich tue. Falls ich meinen Humor verliere. Oder falls es mir keine Freude mehr bereitet, mit Schüler, Kollegen und anderen Menschen eine Idee weiterzuentwickeln.<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert.</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2433-Ein-Intranet-fuer-unsere-Schule.html" rel="alternate" title="Ein Intranet für unsere Schule" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-22T20:28:09Z</published>
        <updated>2011-03-22T20:28:09Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2433</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2433</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2433-guid.html</id>
        <title type="html">Ein Intranet für unsere Schule</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <h4>Weiß hier die rechte Hand eigentlich, was die linke tut?</h4>Meine erste Schule, damals nach dem Referendariat, 2003. <br />Über 3.000 Schüler, drei Schulstandorte, ca. 160 Lehrer, diverse Bildungsgänge, Abteilungen, noch mehr Teams, Konferenzen. Wer hat hier eigentlich den Überblick? Die räumliche Distanz, aber auch das Chaos eines normalen Schultages (unter Umständen noch mit Fahrten zwischen den Standorten) zeigten mir bereits deutlich, dass digitale Vernetzung von Vorteil sein könnte. <br /><br />Ich geriet weiterhin -weitgehend ohne mein Dazutun- in eine Fortbildung über Netzwerke in Schulen (der genaue Titel ist mir glatt entfallen).&#160; Hieraus entstanden im „Intranet-Team“ die ersten Ideen, was eine Plattform für die Schule können soll. Wen müssen wir überzeugen? Mit wem muss man reden? Wer bezahlt das? Was darf es kosten? Wer entwickelt das?&#160; Welche Anforderungen haben Kollegen/Schüler? Wie viel Zeit wird es brauchen? Für uns, aber auch in der Gesamtimplementierung. Einfach war: Der Informationsfluss sollte verbessert werden zwischen den Kollegen an den unterschiedlichen Schulstandorten. Zu viele Informationen gingen unter im Chaos der Fächer oder an den Pinnwänden. Der immense Kopierbedarf sollte verringert werden. Schwierig in der Praxis: Die Umsetzung hat letztendlich Jahre gedauert. Aber das, was wir heute als Lernplattform, Informationsbrett usw. benutzen, ist m.E. in den Jahren der Überarbeitung richtig gut geworden.<br /><br />Jetzt aber mal ein wenig praktischer. Hier landet man, wenn man sich anmelden will: <br /><br /><!-- s9ymdb:527 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="292" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/Anmeldebildschirm.jpg" /><br /></div><br />Um einen Überblick zu behalten, haben wir folgende Namenskonventionen: Lehrer melden sich an mit nachname,&#160; Schüler melden sich an mit nachname_vorname. Wir bestehen also auf Klarnamen, aber seien wir ehrlich: Im Beruf nennt sich vermutlich auch niemand „Wilder Hengst 24“. Es wäre ansonsten für die Administratoren fast unmöglich, Zuordnungen vornehmen zu können und Zugriffsrechte zu vergeben. Aber bremst dies Schüler auch aus? Im Positiven (weil es keine typischen Mobbingbereiche gibt; keine Freiräume, anonym zu handeln) oder eher im Negativen (weil es die Entfaltung beschränkt, weil man sich überwacht fühlt)? In unserem Intranet werden unterschiedliche Bereiche angeboten. Ein gemeinsamer Bereich für Schüler und Lehrer („Schule“). Hier können Stellenanzeigen, Termine für alle, Informationen etc. abgelegt werden. <br /><br /><!-- s9ymdb:528 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="325" class="serendipity_image_center" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/Schule.jpg" /><br /></div><br />Für die Lehrer auch sehr wichtig: Das „Lehrerzimmer mit allem, was eine Pinnwand im Lehrerzimmer gewöhnlich bietet. Weiterhin gibt es Teamräume/Fachgruppenräume für Lehrer und/oder Schüler, Klassenräume für Kurse/Klassen etc. Ein ganzer Teil unseres Schullebens lässt sich dadurch vereinfachen. Einladungen für Konferenzen werden dort veröffentlicht, man kann auf der Plattform nach Stichworten suchen (und hoffentlich das Protokoll der Konferenz finden). Der Kalender bietet eine Gesamtübersicht aller Termine. Handouts für Referate müssen nicht mehr für alle kopiert werden, sondern können einfach von den Präsentierenden im Raum der Klasse eingestellt werden. Zur Abschlussprüfung stehen viele Informationen/Arbeitsblätter/Hausaufgaben/Linksammlungen einfach zur Verfügung. Der Nutzungsgrad ist dabei sowohl vom Interesse und Engagement der betreuenden Lehrkraft abhängig, aber natürlich auch davon, wie viele Informationen die Schüler von sich aus einstellen. <br /><br />So sieht beispielsweise ein Teil eines Klassenraums aus (hier am Beispiel meines Deutsch Leistungskurses):<br /><br /><!-- s9ymdb:529 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="363" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/LK1.jpg" class="serendipity_image_center" /><br /></div><br />Außer der Unterteilung in diverse Ordnerstrukturen gibt es die Möglichkeit, Chats und ein Forum pro Raum einzurichten. Hier können Hausaufgaben, mögliche Klassenausflüge etc. diskutiert werden.<br /><br /><!-- s9ymdb:530 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="391" class="serendipity_image_center" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/LK.jpg" /><br /></div><br />Ich liebe die Gruppenmailfunktion. Da alle Schüler meiner Kurse mit Mail angemeldet sind, kann man mit wenig Aufwand ganze Kurse per Mail erreichen. <br />Hier ein weiteres Beispiel aus meiner eigenen Klasse. In der sehr selbstgesteuerten Unterrichtsreihe zum „Kaufvertrag“ finden die Schüler in diesem Bereich ihre Gruppeneinteilung, Hinweise zum Arbeiten, einen Link zu den beliebten „Etherpads“, die Termine, wann welche Gruppe mit welchem Teilbereich ihre Unterrichtsstunde halten wird und den Link zu meinen Blogbeiträgen über diese Unterrichtsreihe. <br /><br /><!-- s9ymdb:531 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="334" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/Kaufvertrag.jpg" class="serendipity_image_center" /><br /></div><br /> <br />
<h4>Eine Plattform ist nur so gut wie ihre Anwender</h4>Die ganz großen Schwierigkeiten sind bis heute geblieben. Es geht um Akzeptanz und um verlässliche Informationen. Das funktioniert aber eben nur, wenn die zuständigen Kollegen/Abteilungsleiter usw. die im Intranet veröffentlichten Inhalte aktuell halten, überprüfen, Abgelaufenes löschen, Wichtiges ergänzen, Termine lückenlos sind. Es geht um Zuverlässigkeit. Je mehr sich Kollegen darauf verlassen, dass z.B. keine Termine fehlen, desto mehr müssen alle darauf achten, dass neue Informationen, Terminverschiebungen, Raumänderungen etc.&#160; kommuniziert werden. Eine recht breite Akzeptanz haben wir vor allem durch viele Schulungen erreicht, die wir angeboten haben. Nicht jedem Kollegen ist intuitiv klar, wie man Artikel hinzufügt, Dateien hochlädt etc. Schülern unterstelle ich zunächst einmal, dass sie viele Anwendungsmöglichkeiten schneller begreifen. Man sieht aber auch gelegentlich Probleme bei der Akzeptanz von Schülerseite. Das hatte ich so zu Beginn nicht erwartet. Eine Plattform der Schule ist halt nicht Facebook oder Schüler-VZ. Die Motivation, sich dort hineinzudenken, sich einzubringen, ein Profil zu gestalten, Links einzustellen und aktive gestaltend tätig zu werden, ist deutlich geringer als bei Netzwerken, die man in der Freizeit nutzt. <br />Warum ist das so? Hier erscheint langfristig eine Evaluation notwendig.<br /><br />Ich wünsche mir zwar Ernsthaftigkeit, aber auch durchaus mehr Mut, selber Inhalte beizusteuern.&#160; Die Wiki-Funktion wird kaum genutzt, auch Foren eher selten. Es gibt kaum Profile mit Bildern. Privates wird hier scheinbar ungern mit dem Schulalltag vermischt. Die Teilnahme an einem Schulintranet basiert eben nicht auf Freiwilligkeit, so wie das bei privat genutzten Angeboten im Bereich „social media“ der Fall ist, sondern die Schüler empfinden sich eventuell als Teil einer „Zwangsgemeinschaft“, sowohl in der Schule, der Klasse, aber eben auch im Intranet. In meiner Idealvorstellung wäre der Übergang nicht so hart und deutlich. Kann Schule nicht selbstverständlicher Teil des gesamten Lebens sein und damit Teil eines Gesamtprozesses lebenslangen Lernens? <br /><br />Für die Technikfreaks: <br />Das steckt dahinter:<br /><br /><!-- s9ymdb:532 --> <br />
<div align="center"><img width="600" height="723" src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/Technik.jpg" class="serendipity_image_center" /><br /></div><br />Vermutlich hätten wir auch in der Schule Kompetenz genug, um die Plattform selber zu betreiben. Allerdings ist dies sehr aufwändig, so dass wir den Auftrag außerhalb vergeben haben.&#160; <a href="http://xo7.de/">Damit haben wir ein Unternehmen, was uns als Ansprechpartner bei technischen Neuerungen, Problemen etc. zur Verfügung steht</a>.<br /><br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Zur Person: <a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Dülmen/Lüdinghausen, digital immigrant, politisch engagiert. Kontakt über: rydlewski@gmx.net Telefon: 0177 7792284<br /><br />Zur Schule: <a href="http://www.rvw-berufskolleg.de/">Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg</a>, zwei große Schulstandorte in Lüdinghausen und Dülmen (plus angemietete Räume in einem Schulgebäude in der Nähe), Bildungsangebote in den Bereichen „Wirtschaft und Verwaltung“, „Ernährung und Hauswirtschaft“, „Sozial- und Gesundheitswesen“, „Technik und Agrarwirtschaft“ für Schüler ohne Abschluss bis zum Abiturienten oder Berufsschüler, Europaschule. <br /></font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2431-Urheberrechtsverletzungswahnsinn-5000-Euro-Strafe,-pro-Tag.html" rel="alternate" title="Urheberrechtsverletzungswahnsinn: 5000 Euro Strafe, pro Tag" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-16T09:42:00Z</published>
        <updated>2011-03-22T11:50:13Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2431</wfw:comment>
    
        <slash:comments>9</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2431</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2431-guid.html</id>
        <title type="html">Urheberrechtsverletzungswahnsinn: 5000 Euro Strafe, pro Tag</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://www.artchive.com/artchive/p/picasso/guernica.jpg">Picassos Guernica gehört wohl zu einem seiner bekanntesten Werke</a> (immerhin kenn sogar ich, als Banause, es). Er malte es nachdem die spanische Stadt Gernika <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guernica_%28Bild%29">während des spanischen Bürgerkriegs durch einen Luftangriff zerstört</a> wurde und das Gemälde zeigt eindringlich die Konsequenzen von Krieg. <br /><br />Nadia Plesner ist eine dänische Künstlerin, die zur Zeit in den Niederlanden studiert. Sie hat Picassos Idee aufgegriffen und <a href="http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/darfurnica4.png">mit der Darfurnica ein Gemälde geschaffen</a>, dass sich mit den Konsequenzen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Darfur#Darfur-Krise">Darfur-Krise</a>, sowie der Gleichgültigkeit unserer Medien zu dem Thema beschäftigt. Anstatt den Blick nach Darfur zu wenden, beschäftigt sich der Rest der Welt lieber damit das Schicksal von C-Promis wie Paris Hilton zu verfolgen. <br /><br /><a href="http://www.mediareport.nl/persrecht/07032011/louis-vuitton-sues-danish-artist-plesner-in-the-netherlands-over-depiction-of-bag-in-art-work/en/">Und genau mit diesem Werk hat sie, nach Ansicht eines niederländischen Gerichts, eine Urheberrechtsverletzung begangen</a>. Allerdings haben nicht die Rechteinhaber von Picassos Werk sie verklagt. Sondern Louis Vuitton, die damit den Titel Spitzen-Vollkoffer sowas von der verdient haben. Der Grund wieso geklagt wird: In dem Gemälde von Plesner sieht man ein afrikanisches Kind, welches neben einem hässlichen Hündchen eine Tasche, die an Louis Vuittons Design angelehnt ist, trägt. <br /><br />Das Gericht, vor welches Louis Vuitton gezogen ist, hat ihnen recht gegeben. Und das ganz ohne Plesner anzuhören. Sie soll jetzt für jeden Tag an dem das Gemälde so weiter existiert 5000 Euro an Louis Vuitton zahlen. Damit darf sie das Werk auch weder ausstellen, noch auf ihrer Webseite zeigen. <a href="http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/kvdl-716759-v1-english_translation_court_order_louis_vuitton_vs_plesner_27_january_2011.pdf">Eine englische Übersetzung der gerichtlichen Anordnung ist bereits online</a>. <br /><br />In wie weit es von Louis Vuitton klug ist, dieses Werk über gerichtliche Urteile entfernen zu wollen sei mal dahingestellt (<a href="http://www.mediareport.nl/wp-content/uploads/2011/03/darfurnica4.png">Streisand, anyone?</a>). Ob es in dem Fall wirklich um den Schutz eines Designs geht, oder ob es Louis Vuitton doch mehr darum geht, dass man nicht im Kontext von Kriegsverbrechen und hungernden Kindern gesehen will ebenso. Aber der Fall zeigt mal wieder ziemlich eindrücklich, wie Schutzrechte für geistiges Eigentum genutzt werden können, um die Meinungsfreiheit und die künstlerische Freiheit zu unterdrücken. <br /><br />Und da helfen eben auch, die so oft als Lösung herbeigesehnten, Schranken im Urheberrecht oder Fair Use-Klauseln in meinen Augen nicht wirklich weiter. Nicht nur, weil es für den Laien nicht wirklich ersichtlich ist ob man sich noch durch Schranken oder Fair Use gedeckten Bereich bewegt. Sondern auch, weil es erstmal ziemlich egal ist, ob man Recht bekommen würde. <br /><br />Finanzstarke Unternehmen, wie die Majorlabels oder hier eben Louis Vuitton, können schlicht erstmal klagen und damit eine Menge Druck auf Betroffene ausüben. Mit einem ausreichend auf IP-Rechte spezialisiertem Team und einem ausreichend hohen Streitwert ausgestattet, wird sich jeder, der so angeklagt wird, überlegen ob es ihm den Stress wert ist: Lange Klagewege gegen Konzerne, mit ungewissem Ausgang und der Möglichkeit am Ende zu verlieren und dann horrende Summen zu zahlen? Wer will das schon auf sich nehmen? Kein Wunder, dass viele deshalb auf außergerichtliche Einigungen zurückgreifen. <br /><br />Gerade bei den IP-Rechten bleibt es wohl dabei: Recht haben, Recht bekommen und Gerechtigkeit sind drei verschiedene Paar Schuhe. Nadia Plesner wird sich erfreulicherweise gegen das Vorgehen wehren.<br /><br /><strong>*UPDATE*</strong> Bei Twitter bin ich <a href="http://twitpic.com/4a05l4">auf ein schönes Alternativ-Muster für die Handtäschen</a> hingewiesen worden. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2432-In-welcher-Gesellschaft-moechte-ich-leben-Educamp-Bremen-echb11.html" rel="alternate" title="In welcher Gesellschaft möchte ich leben? Educamp Bremen #echb11" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-21T11:33:37Z</published>
        <updated>2011-03-21T13:05:48Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2432</wfw:comment>
    
        <slash:comments>1</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2432</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2432-guid.html</id>
        <title type="html">In welcher Gesellschaft möchte ich leben? Educamp Bremen #echb11</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ich bin noch überwältigt von allen Eindrücken. Bekannte getroffen, viele, wundervolle Menschen kennen gelernt, Anregungen erhalten, Diskussionen geführt usw.<br /><br />Welche Sessions fand ich besonders gut?<br /><br />Mir ist leider der Titel entfallen. Ein Kommunikationstrainer hat dargestellt, wie man als Lehrer (aber durchaus auch sonst in der Gesellschaft) in Situationen gerät, die ein Dilemma sind. Man möchte keine Noten geben, aber &quot;das System&quot; schreibt es einem vor. <br /><br />Es ging um Authentizität, Echtheit. Er definierte Wahrhaftigkeit als Authentizität plus Angstfreiheit. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem darüber hinaus, dass man nur dann emphatisch handeln könne, wenn man angstfrei sei. <br /><br />Weitere Folge daraus: Aus dem Eindruck, seine Werte nicht leben zu können, kann Burnout entstehen. <br /><br />Es gilt also: Jeder sollte immer mal reflektieren, warum man etwas tut. Was sind die Motive für mein Handeln? Passt das zu mir oder habe ich nur Angst, meinem Chef nicht zu gefallen? Angst vor dem Shitstorm der Parteikollegen, weil ich eine dort unpopuläre Meinung vertrete? Angst vor den Presseberichten? <br /><br />Wenn meine Überzeugung ist, das &quot;Richtige&quot; zu tun, muss ich aber eventuell die Ängste hinterfragen. Gebe ich nur Noten, weil ich selektieren muss? Schreibe ich die Klausur so, weil das &quot;immer so gemacht wurde&quot;?<br />Twittere ich nur das, was von mir erwartet wird, damit ich nicht angreifbar bin? <br /><br />Welche Fragestellungen bleiben bei mir offen? <br /><br />Egal, auf welche Konferenz ich gehe, mir scheint es so, als würden verschiedene Themen immer wieder von unterschiedlichen Menschen angesprochen.<br /><br />Wie soll sich Gesellschaft verändern? Wie funktioniert Teilhabe? Was muss dafür getan werden? Welche Medien können wobei helfen?<br /><br />Mit einem Entwickler von Software kam auch die Frage nach der Vergütung auf. Er hat 9 Monate seiner Zeit in die Entwicklung gesteckt. Wie wird das nun an die Interessenten gebracht? Er muss davon leben, aber er hat durchaus auch Interesse an anderen Konzepten. Kann man so etwas frei verfügbar machen? Haben freiwillige Bezahlsysteme eine Zukunft? Ich finde die Idee großartig, selbst entscheiden zu können, was mir ein Produkt oder eine Dienstleistung wert ist. Aber von mir selbst denke ich auch, dass ich recht großzügig bin. Das trifft aber sicher nicht auf alle Menschen zu, oder? Kann man das lernen? In welcher Form von Gesellschaft?<br /><br />Ein anderer großer Komplex war die Diskussion um Privatsphäre.&#160; Lehrer scheinen da (auch bei einer Veranstaltung mit den eher offenen Exemplaren) sehr darauf bedacht zu sein, ihr Privatleben vor Schülern verbergen zu wollen. &quot;Das geht die Schüler nichts an.&quot; Ich frage mich, ob ich eventuell zu naiv bin. Immer schon hatten meine Schüler ganz selbstverständlich meine Handynummer und private Mailadresse. Ich habe das immer als Bereicherung und Vereinfachung empfunden. Bei Krankmeldungen bekomme ich schnell morgens eine SMS. Man kann Nachfragen recht umgehend beantworten etc.<br /><br />Meine Einstellung hierzu hat sich vor allem in der Kommunikation mit einigen Bekannten und Freunden geändert. Der tiefgreifende Einschnitt war aber sicher der Posten des Vorsitzes im LV NRW der Piraten. Mein halbes Leben war mit einem Schlag öffentlich. Sicher könnte man auch da mehr auf das Privathalten von privaten Informationen achten. Ich habe das für mich aber anders entschieden. Meine Badetweets scheinen immer noch Piraten zu beschäftigen;-) Ich bin mehrfach angegriffen worden für das Tweeten über private Dinge. Sex darf man nicht erwähnen (also sagen irgendwelche Leute). Das Problem hat man als Lehrer ähnlich. Lehrer haben nach weitläufiger Meinung keinen Sex zu haben. Und wenn schon, dann doch bitte schön heimlich. <br /><br />Ich möchte aber in meiner Idealvorstellung eine Gesellschaft, in der man ganz selbstverständlich ein Mensch mit allen Facetten sein kann. Auch Lehrer waren mal betrunken, auch Lehrer machen Fehler, auch Lehrer heulen mal und sogar Sex soll da gelegentlich vorkommen. <br /><br />Es ist die Entscheidung jedes Lesers, ob ihn das interessiert. Die Entscheidung, ob man etwas offen kommuniziert, sollte aber m.E. nicht auf der Angst basieren, dass irgendwer irgendetwas gegen einen verwenden könnte. <br /><br />Nun kann ich als Beamte vielleicht gut reden, mögen einige denken. Vielleicht ist meine Beförderung gefährdet, wenn ich zu offen bin, wenn ich offen kritisiere, wenn ich nicht immer systemkomform handele, wenn ich nicht bei der &quot;richtigen&quot; Partei bin. <br /><br />Aus Angst verbiegen möchte ich mich aber sicher nicht. Das bedeutet auch, dass wir etwas verändern müssen. Menschen müssen weniger erpressbar sein. <br /><br />Dafür möchte ich eine Gesellschaft, die Individualität verkraftet und unterschiedliche Meinungen. Eine Gesellschaft, die verzeihen kann.<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a> ist, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2430-Lernen-erfolgreich-gestalten.html" rel="alternate" title="Lernen erfolgreich gestalten" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-12T19:39:45Z</published>
        <updated>2011-03-12T19:39:45Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2430</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2430</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2430-guid.html</id>
        <title type="html">Lernen erfolgreich gestalten</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ein Rückblick auf <a href="http://www.schulbuchkopie.de/vds/dortmund2011/Include/Dortmund2011_Programm.pdf">diese Veranstaltung</a> (natürlich aus meiner sehr subjektiven Sicht).<br /><br />Für so einen frühlingshaft schönen Tag hatten sich in meinen Augen eine doch recht große Anzahl interessierter Lehrer um 10.00 Uhr im Goldsaal in Dortmund eingefunden, um der Eröffnungsrede von Frau Löhrmann zu lauschen. Ich muss gestehen, dass ich noch nicht ganz wach war und im zweiten Teil davon -auch aufgrund der hohen Buzzwortdichte- einfach gedanklich abgedriftet bin. <br /><br />Erfreulich bei solchen Werbeveranstaltungen der Schulbuchverlage sind natürlich die kostenlosen Getränke. Überhaupt war der gesamte Kongress kostenlos, nicht umsonst, hoffe ich.<br /><br />Den Werbecharakter merkt man dann natürlich in einigen Veranstaltungen auch recht massiv. Die Verlage wollen ihre Produkte verkaufen. Das gilt auch für die Hersteller von Whitebords (über die ich den ersten Vortrag besuchte). Das darauf vorgestellte Programm &quot;Pfifficon&quot; (<em>Freiburger Verlag</em>) ist sicher so einsetzbar. Die älteren Leser unter euch werden sich vielleicht an &quot;Der große Preis&quot; erinnern. So ähnlich ist dieses Programm auch aufgebaut. Ich setze solche Spiele auch ohne Whitebord schon gerne als Wiederholung und Auflockerung im Unterricht ein. <br /><br />Inspiration: <br /><br />Wolfgang Matthes, den ich dann im zweiten Vortrag bewundern durfte, hat zwar auch mindestens ein Buch geschrieben und will das sicher auch gerne verkaufen, aber dies war dem Vortrag wirklich nicht anzumerken. Von den wenigen Einblicken kann ich mir gut vorstellen, dass dies ein Lehrer ist, bei dem der Unterricht richtig Spaß macht, weil er mit so viel Begeisterung und Charisma bei der Sache war. Der Vortrag war dementsprechend kurzweilig und viel zu schnell vorbei. <br /><br />Der Mann vom Ministerium (Richard Stigulinszky), der dann im Anschluss über &quot;Systematische Unterrichtsentwicklung im BK - konsequente Strukturierung von Bildungsangeboten, Curricula, Handreichungen, Beratung und Lehrerfortbildung&quot; informieren wollte, hatte es dementsprechend bei mir schwer. In solchen Vorträgen habe ich immer wieder das Gefühl, dass eine Vision/Inspiration/eine weiterentwickelnde Idee von Schule fehlt. Meine Kritik via Twitter muss ich trotzdem insofern korrigieren, dass ich im Anschluss noch ein angenehmes Gespräch mit ihm hatte, was mir zumindest gezeigt hat, dass hier eine Öffnung für Ideen, wie Schule in 10 Jahren sein könnte vorhanden ist. <br /><br />Im deutschen Schulsystem sind aber wohl keine Revolutionen zu erwarten...<br /><br />Eigentlich wollte ich noch einen vierten Vortrag besuchen über Abitur online, bin aber stattdessen nochmal durch die Ausstellung der Schulbuchverlage geschlendert. <br /><br />Neben den mir weitgehend bekannten Medien ist mir ein Verlag in all den Jahren noch gar nicht aufgefallen, weshalb ich ihn hier extra erwähne: Der <a href="http://www.wochenschau-verlag.de/%20">Wochenschauverlag</a>.<br /><br />Die Antwort auf meine Anfrage, ob die regelmäßige Ausgabe der Zeitung &quot;Wochenschau&quot; mit unterschiedlichen interessanten Themen auch als pdf bezogen werden kann, erwarte ich per Mail...<br /><br />Insgesamt hat sich die Veranstaltung gelohnt, allerdings waren die Pausen zwischen den einzelnen Beiträgen sehr kurz. Das haben wir bei der &quot;Open Mind&quot; besser gelöst, finde ich. Auch würde ich mir bei solchen Kongressen mehr Diskussionsmöglichkeiten wünschen. Vortrag/Impuls über 30 min. und danach Diskussion. Schließlich sind wir alle Experten und können durchaus mitreden beim Thema &quot;Bildung&quot;.<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a> ist, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2429-Rollentausch-Die-erste-Unterrichtsstunde-meines-Kurses.html" rel="alternate" title="Rollentausch: Die erste Unterrichtsstunde meines Kurses" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-03-09T13:37:07Z</published>
        <updated>2011-03-09T16:41:45Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2429</wfw:comment>
    
        <slash:comments>4</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2429</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2429-guid.html</id>
        <title type="html">Rollentausch: Die erste Unterrichtsstunde meines Kurses</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ich gebe zu. Ich war nervös. Die Vorbereitungszeit war sicher lang genug, aber die Themen für eine an selbstständiges Arbeiten noch nicht gewöhnte Gruppe auch recht komplex. Außerdem hatte ich in den zahlreichen betreuten Gruppenarbeitsstunden mitunter das Gefühl, dass die Arbeit zu oberflächlich war (was sich leider in dieser Gruppe bestätigt hat). <br /><br />Die erste Stunde hatte die Themen <em>&quot;Zustandekommen und Inhalte des Kaufvertrages&quot;</em>. <br /><br />Einige Fehler konnte ich anhand der vorab eingereichten Materialien im Vorfeld finden, bei einigen Inhalten zeigten sich die Schwächen aber erst im Verlauf der Unterrichtsstunde. Ich bin gerne bereit, über strukturelle Probleme hinwegzusehen, aber nach sechs Wochen Vorbereitungszeit tue ich mich schwer mit sachlichen Fehlern.<br /><br />Einige Hinweise von mir (z.B. den Einstieg über einen Fall zu wählen, um überhaupt zu verdeutlichen, warum dieses Thema bearbeitet wird, um also die Problemstellung anzureißen) wurden leider nicht beachtet. <br /><br />Die erste Stunde war also insgesamt noch sehr schwach. Trotzdem musste ich jetzt gucken, die Gesamtgruppe nicht zu sehr zu demotivieren, denn letztendlich sollen alle möglichst aus den Fehlern lernen, so dass dies eventuell im Verlauf der nächsten Stunden besser werden kann. <br /><br />Der Einstieg erfolgte über eine Powerpointpräsentation. (Wie gewöhne ich Schülern ab, zu glauben, dass Powerpoint die Lösung für alles ist? Dieses Hauptsache &quot;Powerpoint&quot;. Von wem haben die das nur?) Das Hauptproblem an der Stelle war aber&#160; eher noch das relativ sinn- und planlose Hintereinanderreihen von Fachbegriffen (teilweise noch falsch verwendet).<br /><br />Ich habe als erste Hilfestellung bei Twitter dieses Video empfohlen bekommen, was ich meinen Schülern gleich weitergeleitet habe:<br /><br /> <br />
<iframe width="480" height="390" frameborder="0" title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/jFfFQ9XU7Jw"></iframe><br /><br />Und hier noch eins:<br /><br /> <br />
<iframe width="560" height="349" frameborder="0" title="YouTube video player" src="http://www.youtube.com/embed/lpvgfmEU2Ck"></iframe><br /><br />(Besonders Beispiele für die erste Folie habe ich letztens noch in einem anderen Kurs gesehen.)<br /><br />Aber zurück zur Unterrichtsstunde:<br /><br />Insgesamt enthielten alle Materialien recht viele Rechtschreibfehler. Da besteht wenig Ehrgeiz, eine Arbeit auch schön gestalten zu wollen, scheint mir. (Oder merken die Schüler das einfach nicht?)<br /><br />Die Verteilung der Aufgaben innerhalb der Gruppe (mit zwei Schülerinnen und zwei Schülern) war sehr unausgewogen. Während ein Schüler recht eifrig Hilfestellung anbot bei der Gruppenarbeit in der Erarbeitungsphase, wirkten die restlichen Schüler überfordert bis gelangweilt. Hier ist mir nicht einmal wirklich klar, ob die Thematik bei allen Schülern überhaupt ausreichend erarbeitet worden war. <br /><br />Die Präsentation der Gruppenergebnisse in der Erarbeitungsphase wirkte unnötig, denn die Ergebnisse wurden nicht aufgenommen, sondern an der Tafel gab es anschließend vorgefertigte Lösungen, die nicht viel zu tun hatten mit den Lösungen der Gruppen. (Das passiert aber durchaus auch Referendaren.)<br /><br />Die Struktur war verbesserungswürdig, es wurde zu oft gesprungen zwischen verschiedenen Bereichen des Themas. Es fehlten sinnvolle Visualisierungen (das Plakat am Ende der Stunde war zu klein und daher keine Hilfe). <br /><br />Am Ende wurde die Zeit knapp, so dass ein komplettes Arbeitsblatt weggefallen ist. <br /><br />Es ist also noch ein weiter Weg bis zu wirklich selbstständiger Arbeit, aber bis zum Abschluss haben wir auch noch 1,5 Jahre Zeit <img src="http://www.gedankenstuecke.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /><br /><br />Es erscheint mir auf der Basis dieser Erfahrung sinnvoll, alle Unterlagen plus die komplette Planung vor einer solchen Unterrichtsstunde einzusehen, um Fehlerquellen früher ausschließen zu können. <br /><br />Zudem ist mir (im Falle von unvorhersehbaren Problemen) nicht klar, wann ich eingreifen soll. Bei manchen sachlichen Fehlern hoffe ich eventuell zu lange auf das Korrektiv der gesamten Gruppe. Wenn ich aber unmittelbar eingreife, frustriere ich unter Umständen sehr früh. Da muss ich sicher noch einen entsprechenden Weg für mich finden.<br /><br />Die Besprechung der Stunde fand ich zunächst etwas mühsam, da die Gruppe selbst kaum Aussagen machen konnte über die Qualität ihrer Arbeit. Die Anmerkungen der beurteilenden Gruppe (die sich mit Hilfe von Bewertungsbögen eine Meinung gebildet hatte) war aber anschließend recht fundiert und mit guten Verbesserungsvorschlägen.<br /><br /><img src="http://www.gedankenstuecke.de/uploads/ScreenshotAuswertungsbogen.jpg" /><br /><br />Ich gebe also die Hoffnung noch nicht auf und freue mich auf die nächsten Stunden mit den Themen &quot;Annahmeverzug&quot;, &quot;Mangelhafte Lieferung/Schlechtleistung&quot; und &quot;Lieferverzug&quot; . <br /><br /><br />Wie es weiterging:<br /><br />Um den geneigten Leser nicht zu langweilen, fasse ich die nächsten Stunden kurz zusammen:<br /><br />In den stattgefundenen weiteren Stunden gab es gute Ideen (Rollenspiele, Fälle etc.), aber auch immer wieder ähnliche Probleme, die ich zukünftig angehen will:<br /><br />Foliengestaltung gelingt nicht (Schriftgröße zu klein, viel Text, kaum Anschaulichkeit)<br /><br />Strukturprobleme (Inhalte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, gelingt nicht durchgängig)<br /><br />Teilweise gab es auch noch sachliche Defizite (diesbezüglich haben die Gruppen nach den von ihnen ausgewerteten Tests nächste Woche auch noch die Gelegenheit, Fragen und Begriffe zu wiederholen und zu klären für die dann entscheidende Klausur).<br /><br />Visualisierung gelingt kaum; Themen werden zu wenig systematisch aufbereitet und dargestellt, Anschaulichkeit fehlt<br /><br />Gerade im kreativen Bereich können wir alle noch lernen. Ich kann z.B. auch kaum zeichnen. Deshalb habe ich mir mal ein Buch (Vorsicht Werbung) <a href="http://www.amazon.de/Sichtbar-besten-Visualisierungs-Tipps-Pr%E4sentation-Training/dp/3936075131/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1299246950&amp;sr=8-1">bestellt</a> (und hoffe, dort Anregungen zu finden, die ich zusammen mit den Schülern zur Verbesserung unserer Fähigkeiten einsetzen kann).&#160; Auch hierzu folgt natürlich demnächst ein Erfahrungsbericht...<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a> ist, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2428-Relevanzkriterien.html" rel="alternate" title="Relevanzkriterien" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-28T23:53:06Z</published>
        <updated>2011-02-28T23:53:06Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2428</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2428</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/1-i-love-my-computer" label="i love my computer" term="i love my computer" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2428-guid.html</id>
        <title type="html">Relevanzkriterien</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher">Das allgemeine Informationsüberangebot im Netz verstört ja so manchen</a>. Um der Flut an Daten Herr zu werden nutzt jeder so seine eigenen Mechanismen. Manche lesen nur einzelne Newsseiten, direkt im Browser. Andere abonnieren so viele RSS-Kanäle wie irgendwie möglich und markieren einfach regelmäßig alles als gelesen. Und hoffen dann darauf, dass die relevanten Informationen schon so oft veröffentlicht werden, dass sie nicht untergehen <a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2011/feb/22/information-overload-probabilistic">weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man sie irgendwann liest.</a> Wieder andere nutzen eine ganze Reihe sozialer Filter und lassen sich dadurch informieren.<br /><br />Meine Informationen beziehe ich vor allem aus einem Haufen RSS-Feeds (145 sind es laut <em>Google Reader</em> zur Zeit), darunter Feeds von Zeitungen, von Blogs, von Aggregatoren wie <em>ResearchBlogging</em> und abseits davon aus meiner <em>Twitter</em>-Timeline und durch Twitter-Suchen. Während die RSS-Feeds zumindest zum Großteil von mir selbst angelegt wurden (wenn man das Sharing-Feature des <em>Google Readers</em> mal vernachlässigt) erfüllt die Timeline den sozialen Filter und spült da Links und Quellen nach oben.<br /><br />Je häufiger einzelne Links gepostet werden, desto wichtiger oder relevanter sind sie dabei vermutlich. Auch wenn man, dank der nativen Retweet-Funktion, nicht mehr wirklich einen Überblick darüber bekommt wie oft einzelne Artikel empfohlen werden, ist das eigentlich ein ganz gutes Maß für den Impact einzelner Links. Allerdings: Wenn man nicht den ganzen Tag vor seiner Timeline liest und jeden einzelnen Tweet liest, dann ist es nicht ganz trivial mitzubekommen, welche Links gerade „heiss“ sind. Außerdem ist das im Kopf mitzählen wie oft etwas gepostet wurde keine dankbare Aufgabe. Und vor allem eine Aufgabe für die Computer mit ihrer Fähigkeit zu zählen viel besser geeignet sind.<br /><br />Mit <em>Paper.li</em>, <em>Twittertim.es</em> &amp; Co gibt es zwar schon automatisierte Lösungen um die eigene Timeline auszuwerten. Aber ich hab mir deshalb selbst eine kleine Lösung für das Problem gebastelt. Zum Teil aus Neugier, zum Teil um eine selbst-gehostete Lösung und zum Teil auch einfach „weil es geht“.<br /><br />Auf dem Server der auch den <a href="http://www.phylomemetic-tree.de/"><em>Phylomemetic Tree</em></a> hostet läuft sowieso 24 Stunden lang am Tag mein <em>irssi</em>. Und neben dem Rumhängen in IRC-Chats nutze ich es, via <em>twirssi</em>, auch für Twitter. Und da die gesamte Timeline dort sowieso mitgeloggt wird lag es relativ nah diese Datenquelle dafür zu verwenden. Und so parst ein kleines Python-Script jetzt am Ende jeden Tages sämtliche Links des Tags aus dem Logfile, verwandelt die Short-URLs gegebenenfalls wieder in die Ziel-Adressen, erstellt das Histogramm für den Tag und <a href="http://phylomemetic-tree.de/toplinks.xml">baut aus den häufigsten Links des Tages einen RSS-Feed</a>. Und der ist <a href="http://phylomemetic-tree.de/toplinks.xml">öffentlich zugänglich</a>, falls ihr euch also dafür interessiert was ich jeden Tag so lese, dann viel Spaß damit.<br /><br />Und hier der obligatorische Disclaimer: Das Ding hab ich gestern Nachmittag kurz zusammengehackt. Es ist also nicht fertig und hat noch Fehler. Z.B. sind die Umlaute in den Titeln manchmal zerschossen. <br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2427-Die-naechste-Leseliste.html" rel="alternate" title="Die nächste Leseliste" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-18T22:46:09Z</published>
        <updated>2011-02-19T18:17:41Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2427</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2427</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2427-guid.html</id>
        <title type="html">Die nächste Leseliste</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p>Seit der letzten Leseliste hab ich mich wieder durch ein paar Bücher durchgewühlt. Was seitdem durch den eBook-Reader des Vertrauens gegangen ist:&#160;</p> <br />
<ul> <br />
<li><a href="http://www.intechopen.com/books/show/title/biosensors"><strong>Biosensors</strong></a> gibt es als kostenloses PDF und ist eine ganz spannende Sammlung von Essays über, nunja, halt Biosensoren. Denn es ist gar nicht so einfach chemische Komponenten nachzuweisen (Chemiker mögen mich da korrigieren, aber so weit ich an meine Chemie-Praktika zurückdenken kann ist es nicht wirklich trivial und eine Heidenarbeit in Stoffgemischen einzelne Komponenten nachzuweisen). Daher versucht man bei Biosensoren einfach von der Natur hergestellte Detektoren zu verwenden. Viele Stoffe werden von unserem Körper ja bereits durch Proteine sehr gut erkannt und verwendet. Wenn man die Proteine auf Materialen in Nano-Größe immobilisiert, dann kann man daraus ganz tolle Sensoren bauen. Ist ganz spannend zu lesen, setzt aber vermutlich ein Grundwissen in Chemie &amp; Biologie vorraus.&#160;</li> <br />
<li><a href="http://www.gutenberg.org/ebooks/1227"><strong>The Expression of the Emotions in Man and Animals</strong></a> von Charles Darwin, denn der Mann hat ja nicht nur entscheidend zur Entstehung der Evolutionstheorie beigetragen sondern war nebenbei auch an Botanik, Ökologie, Taubenzucht und eben auch Verhaltensbiologie interessiert. In dem Buch beschäftigt er sich mit Gesten und Mimik in Mensch und Tier und offenbart dabei nicht nur, dass er ein hervorragender Beobachter war, sondern auch wie Gesten &amp; Mimik ebenfalls evolutionäre Wurzeln haben. Disclaimer: Man merkt dem Buch den Entstehungszeitpunkt an, man sollte also im Kontext lesen können. <br /></li> <br />
<li>Dann kamen auch wieder 2 Bücher von Cory Doctorow dran: <strong><a href="http://craphound.com/ftw/">For The Win</a> </strong>ist wieder ein Roman über Jugendliche, so wie <strong>Little Brother</strong> zuvor. Diesmal geht es aber nicht um den Überwachungsstaat sondern über Ökonomie. Dabei kann der Leser nicht nur viel über die Grundlagen der Wirtschaftstheorie (und so spannende Dinge wie das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Coase_theorem">Coarse-Theorem</a>) erfahren sondern auch darüber wie das Internet die Wirtschaft verändert. Und weil es ein Roman ist wird das ganze nicht langweilig trocken präsentiert sondern es geht um jugendliche Gold-Farmer die in MMORPGs ihr Geld verdienen, ausgebeutet werden und eine globale Gewerkschaft gründen. Gibt es auch wieder kostenlos als eBook.<br /></li> <br />
<li>Das zweite Werk von Doctorow war die Kurzgeschichtensammlung <a href="http://craphound.com/walh/"><strong>With a Little Help</strong></a>. Dabei geht es unter anderem um Netzwerke die sich wie Ameisenkolonien verhalten (man Vergleiche es mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/B.A.T.M.A.N.">B.A.T.M.A.N.</a>-Protokoll der Freifunker), die Enstehung der ersten echten künstlichen Intelligenz oder auch darum wie Google böse wird. Ebenfalls umsonst als eBook erhältlich. Aber Cory freut sich über Spenden für das Buch. <br /></li> <br />
<li><a href="http://mitpress.mit.edu/catalog/item/default.asp?ttype=2&amp;tid=12589"><strong>Access to Knowledge in the Age of Intellectual Property</strong></a> ist ein extrem umfangreiches Werk welches Essays zum Komplex Copyrigh, Freier Zugang zu Wissen &amp; Co enthält. Dabei geht es nicht nur um die offensichtlichen Vorzüge und die Revolution im Bereich freies Wissen durch das Internet. Sondern auch um Probleme: In wie weit können wir überhaupt von wirklich offenem Zugang reden, wenn ein Großteil der Weltbevölkerung nach wie vor einfach gar keinen Zugang hat. Und auch die Problematik im Bereich Pharmapatente (Man denke an HIV, Malaria etc.) werden beleuchtet.</li> <br />
<li><a href="http://www.springerlink.com/content/978-3-8274-1983-5#section=60748&amp;page=1"><strong>Gene und Stammbäume</strong></a> ist dann wieder mal ein biologisches Lehrbuch, von einem meiner ehemaligen Professoren mitgeschrieben und behandelt sehr eingängig das gesamte Thema der phylogenetischen Stammbaum-Rekonstruktion. Wer also Wissen möchte wie man aus Gen-Sequenzen die Abstammung der Arten (und noch einiges mehr) rekonstruieren kann, der kann hier nachlesen. In den ersten Kapiteln werden dabei auch die Grundlagen der notwendigen Biochemie recht allgemeinverständlich wiederholt. Im Mittelteil geht es dann viel um Algorithmen und Software-Tools die dafür existieren (mit guten Step-By-Step-Anleitungen, dürfte aber doch mehr was für Biologen sein). Und gegen Ende gibt es dann noch ein paar Beispiele über Wissen, was mit solchen Methoden generiert wurde.&#160;</li> <br />
<li>Und auf Hinweis von <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie">Philipp</a> hin habe ich mir dann auch noch <a href="http://manybooks.net/titles/baileyjb3261432614-8.html"><strong>The Diary of a Resurrectionist</strong></a> durchgelesen. Dabei geht es darum wie die Anatomen im Grossbritannien des 19. Jahrhunderts an ihre Leichen für ihre Kurse gekommen sind. Denn mit dem steigenden Bedarf an ärztlicher Ausbildung stieg auch der Bedarf an anatomischer Ausbildung. Da es keine Gesetze zur Eröffnung von Anatomieschulen gab wurden reihenweise solcher Schulen eröffnet. Und damit stieg auch der Bedarf an Leichen für Lehrzwecke. Dummerweise gab es offiziell nur eine Quelle dafür: Die Leichen der zum Tode verurteilten. Und das waren bei weitem nicht genug um den Bedarf zu decken.<br /><br /> &quot;Glücklicherweise&quot; war die Exhumierung von Verstorbenen zu dem Zeitpunkt aber kein Verbrechen (was mit Verschiffung in die Kolonien oder dem Tod hätte bestraft werden können) sondern nur ein Vergehen, sprich: Als Strafe gab es maximal ein Bußgeld oder einen Gastaufenthalt im Knast. Und diese Kombination führte dazu, dass alsbald sämtliche Schulen mit dem neugeschaffenen &quot;Berufsstand&quot; der Ressurectionists zusammengearbeitet haben. Die haben des Nachts Gräber geplündert und die Leichname an die Schulen verkauft.Das eigentliche Tagebuch macht nur den kleinsten Teil des Buchs aus, stattdessen gibt es aber eine sehr schöne Einordnung dazu wie es dazu gekommen ist, wie die Resurrectionists ihrem Job nachgegangen sind und wie man dieses Vorgehen schlussendlich abgestellt hat und wieso das Problem in anderen Ländern so nicht vorhanden war. <br /></li> <br />
</ul>Und jetzt viel Spaß beim lesen. Denn wenn ich das richtig sehe, dann müsste es erfreulicherweise sämtliche hier genannten Titel kostenlos als eBook oder PDF geben.<br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2426-Etikettenschwindel.html" rel="alternate" title="Etikettenschwindel?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-16T13:09:46Z</published>
        <updated>2011-02-16T19:18:26Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2426</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2426</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2426-guid.html</id>
        <title type="html">Etikettenschwindel?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Im Rahmen des pädagogischen Tages unserer Schule habe ich teilgenommen an dem Modul &quot;Selbstgesteuertes Lernen&quot;, durchgeführt von einem Moderator der Bezirksregierung Münster.<br /><br />Vorab: Es gab durchaus spannende Gespräche mit Kollegen, es gab auch Erweiterungen zu Methoden, die ich noch nicht kannte, aber trotzdem bleibt irgendwie das Gefühl zurück, dass dort längst bekannte und von vielen Kollegen angewendete Methoden unter neuem Namen (&quot;Segel&quot;) &quot;verkauft&quot; wurden.<br /><br />Ich empfinde Lernen nicht per se als &quot;selbstgesteuert&quot;, nur weil Gruppenpuzzle oder ähnliche Methoden dabei vorkommen. Letztendlich waren, zumindest bei dem heute kennen gelernten Teil, alle &quot;Methodenketten&quot; sehr stringent durchgeplant. Sicher ist es schön, wenn die Schüler bei &quot;Methodenkette 5&quot; gleich wissen, in welcher Form sie das Grobraster Einzelarbeit, Gruppenarbeit, Präsentation/Sicherung durchführen sollen, trotzdem empfinde ich das nicht als &quot;selbstgesteuert&quot;. <br /><br />Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mich mit weiterer Literatur unter diesem Stichwort bisher nicht beschäftigt habe und dass im weiteren Verlauf der Entwicklung solcher selbstständiger Phasen durchaus etwas angedacht sein könnte, was meiner Definition von &quot;selbstgesteuert&quot; näher komme, aber bis zu diesem Moment bin ich ein wenig enttäuscht.<br /><br />Natürlich muss man bei solchen Fortbildungen für ein großes Lehrerkollegium darauf achten, dass man alle Kollegen ansprechen kann und vielleicht wäre ein größerer Schritt in eine andere Richtung von Schule für einige Kollegen zu viel auf einmal.<br /><br />Wünschen würde ich mir aber, dass Lehrerkollegien, Steuergruppen, Moderatoren etc. auch den Mut finden, Paradigmenwechsel nicht nur vorzuschlagen, sondern diese auch konsequenter zu durchdenken. <br /><br />Ich wünsche mir auch Fortbildungen, die konkrete Handlungshilfen im Alltag geben, aber darüber hinaus wünsche ich mir auch Fortbildungen/Veranstaltungen etc., bei denen Ideale von Schule durchdacht werden können. <br /><br />Ich wünsche mir mehr Utopie, mehr Traum von einer besseren Schule, mehr wirkliche individuelle Förderung, mehr Mut. <br /><br />Welche Formen von Schule mit welchen Möglichkeiten wollen wir in 10 Jahren?<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a> ist, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2424-Lernen-lernen.html" rel="alternate" title="Lernen lernen" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-12T11:30:44Z</published>
        <updated>2011-02-15T18:41:47Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2424</wfw:comment>
    
        <slash:comments>1</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2424</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/2-dont-crash-the-ambulance" label="don't crash the ambulance" term="don't crash the ambulance" />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2424-guid.html</id>
        <title type="html">Lernen lernen</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Wo waren wir stehen geblieben? (An der Stelle habe ich mal einen Duden bemüht. Ich muss nämlich gestehen, dass ich diese Getrennt- und Zusammenschreibung der Rechtschreibreform (oder der Reform der Reform) nicht immer stimmig finde.)<br /><br />Meine Klasse arbeitet in Gruppen an der Unterrichtsreihe zum Kaufvertrag mittels <em>&quot;Lernen durch Lehren&quot;</em>.<br /><br />Im Laufe der Gruppenarbeit haben wir diverse Gespräche in der Klasse geführt, wie diese Arbeit im Idealfall laufen könnte. Ok. Ich habe geredet und die Klasse hat mehr oder minder gut zugehört. <br /><br />Ich muss sagen: Diese Woche hatte ich mehrfach echt so einen Hals. (Und das durchaus im tatsächlichen Sinne. Ich bin ätzend verspannt von dem ganzen Ärger.) Ich muss weiter ausholen: Lehrer sein ist zu dieser Zeit des Jahres anstrengend. Da stehen Zeugnisse an (die gerne auch noch Fehler haben und dann mehrfach gedruckt werden). Diverse Fortbildungen lagen gerade jetzt (weil dann angeblich ruhiger ist. Witzig...) Jedenfalls würde ich nicht ausschließen, dass ich dann sowieso etwas angespannter bin als im Alltagsgeschäft. Hinzu kam aber erschwerend, dass die Leistungen der Klasse sich in der Zeugnisliste massiv wiederfinden. Faktisch würden mit den Zeugnissen 9! Schüler oder Schülerinnen der Klasse das Schuljahr schaffen. Von 29. Das ist frustrierend. Nicht nur für die Schüler, sondern auch für mich. <br /><br />Ich habe meine Klasse nämlich sehr gern. Ich möchte, dass möglichst viele den Weg in die Oberstufe und zur Abschlussprüfung erfolgreich absolvieren. <br /><br />Realistisch betrachtet sieht das derzeit nicht so gut aus. Zu dem üblichen Stress standen also in dieser Woche diverse Gespräche mit Kollegen, anderen Beratungslehrern, Fachlehrern, meinem Schulleiter und natürlich Einzelgespräche mit den Schülern an. (Nächste Woche steht dann noch zusätzlich der Elternsprechtag an.)<br /><br />Jetzt komme ich aber endlich zum eigentlichen Problem:<br /><br />Gestern noch haben wir, also ich... darüber geredet, dass ich sehen will, dass die Schüler auch etwas für ihren Abschluss tun. Dazu gehört für mich angesichts der fortgeschrittenen Zeit bis zu den zu haltenden Unterrichtsstunden auch, dass die Schüler bei einem Stundenausfall nicht rumgammeln oder zu Mc Do fahren, sondern die Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten ausfüllen (dabei können sie durchaus selbstständig entscheiden, ob das nun aktuell gerade bei Mathe, Rechnungswesen oder der Arbeit für BWL in den Gruppen wichtiger ist).<br /><br />Alleine klappt das aber einfach nicht. Wie ich es drehe und wende: Einige Schüler nutzen jede erdenkliche Möglichkeit, um abzuhauen oder andere Sachen zu machen. <br /><br />(Nein. Das sind nicht alle Schüler. Es gibt auch viele in der Klasse, die super arbeiten. Ja. Ich sehe das!) <br /><br />Aber die Schüler, mit denen ich quasi täglich darüber diskutiere, sind mir zu viele. <br /><br />Ohne Aufsicht (manchmal auch mit) ist es total laut in der Klasse. Ich kann Rewe auch im Schlaf, wenn es sein muss, aber bei der Lautstärke fällt es selbst mir schwer, eine etwas anspruchsvollere  Aufgabe korrekt zu beenden.<br /><br />Es ist für viele Schüler enorm schwer, sich selber Inhalte anzueignen. Ich mache den Schülern keinen Vorwurf, denn ich gehe davon aus, dass sie nie die Gelegenheit hatten, dies zu lernen. Was aber in aller Welt haben einige Sek. I-Schulen eigentlich gemacht in all den Jahren?<br /><br />Meine Vorstellung von Schule besteht eben nicht aus vorgetanztem Frontalunterricht. Leider ist die Umstellung auf andere Methoden auch für Lehrer sehr anstrengend, wie ich gerade feststelle. <br /><br />Es geht nicht vordergründig um Inhalte. Im Moment geht es mir vor allem darum, dass die Schüler am Ende des Jahres gelernt haben, sich selber mit Wissen/Sachinhalten auseinanderzusetzen. Viele geben mir zu schnell auf. Wir reden hier von 3-10 Seiten Text, anspruchsvoll ja, aber nicht unüberwindbar. Schließlich haben das Generationen von kaufmännischen Angestellten vorher auch schon geschafft.<br /><br />Wir haben vor 5 Wochen mit der Arbeit an den Themen begonnen. Dafür sind wir nach meiner Einschätzung nicht weit genug in einigen Gruppen. Bei einigen Schülern sitzen nicht einmal im Grundsatz die Sachinhalte. Von Planung einer Unterrichtsstunde sind wir da noch sehr weit entfernt. <br /><br />Parallel haben wir in dieser Zeit in einer Doppelstunde pro Woche die Grundlagen des Rechnungswesens wiederholt. Ebenfalls in Gruppen, die sich je nach Leistungsstand zusammenfinden konnten. <br /><br />Hier klappt die Arbeit mittlerweile recht ordentlich. Leider fällt es aber auch an dieser Stelle einigen Schülern schwer, Defizite auszugleichen, weil dann nachmittags oder am Wochenende Aufgaben bearbeitet werden müssten.<br /><br />Die Zeit für solche ausführlichen Wiederholungsphasen habe ich in diesem Schuljahr nur, weil das Schuljahr recht lang ist. <br /><br />Ich nehme mir auch gerne diese Zeit für solche freien Arbeitsphasen, aber je näher wir den angedachten Terminen für die zu haltenden Unterrichtsstunden im Fach BWL kommen, desto unruhiger bin ich bezüglich der bisherigen Ergebnisse.<br /><br />Vielleicht brauchen die Schüler aber auch den Termindruck, um wirklich zur Sache zu kommen. (Sowas kenne ich bei mir auch. Stichwort: Prokrastination)<br /><br />&quot;<em>Nebenbei</em>&quot; erhoffe ich mir auch noch eine Zunahme von sozialen und anderen Kompetenzen in dieser Reihe: Sich als Teil einer Gruppe zu empfinden, die Verantwortung dafür wahrzunehmen (auch für die gesamte Klasse, denn das werden die Inhalte sein, die Teil der nächsten Klausur sind), Zuverlässigkeit, aber auch das Interesse über den normalen Stundenplan hinaus, Aufgaben und Nachbereitung als etwas Selbstverständliches zu begreifen im Prozess des lebenslangen Lernens.<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a> ist, 41 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2413-Gastbeitrag-Mein-Schatz...aeh...-Mein-iPad.html" rel="alternate" title="Gastbeitrag: Mein Schatz...äh... Mein iPad" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-29T19:10:09Z</published>
        <updated>2011-02-15T18:39:10Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2413</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2413</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/1-i-love-my-computer" label="i love my computer" term="i love my computer" />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2413-guid.html</id>
        <title type="html">Gastbeitrag: Mein Schatz...äh... Mein iPad</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Ich gebe zu: Ich gebe es nur sehr selten (und ungern;-) in fremde Hände. Da bin ich eigen.<br /><br />Ein paar Schüler und Kollegen durften natürlich schon einmal damit &quot;spielen&quot;, sei es zum Ansehen einiger Unterlagen, z.B. Mindmaps (Schüler) oder anderer Apps (Lehrer) oder in der Langeweile einer Konferenz (die Variante Konferenz, die sich jedes Jahr wiederholt und wenig Neues bietet).<br /><br />Ich gehe auch nur noch selten ohne iPad aus dem Haus. Es ist so praktisch., zwischendurch arbeiten, surfen, kommunizieren, spielen zu können. Leider hat dies in Schule noch nicht Einzug gehalten. Im Gegenteil führen wir immer noch die Diskussionen, dass Handys im Unterricht ausgeschaltet sein müssen (was ich in Grundzügen nachvollziehen kann, die Möglichkeiten eines anderen Unterrichts werden damit aber zunächst nicht einmal angedacht).<br /><br />Die Schüler waren also zu Beginn des Schuljahres erst einmal sehr interessiert bis hin zu irritiert, was ich mit dem neuen Spielzeug so tue. Mittlerweile hat es sich aber zu einem normalen Bestandteil des Unterrichts entwickelt.<br /><br />Was im Einzelnen habe ich also derzeit auf dem iPad und wofür nutze ich es:<br />
<ul><br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/teachertool/id305589771?mt=8"><strong>Teachertool </strong></a>ist für mich mittlerweile unentbehrlich geworden und ersetzt meinen Lehrerkalender vollständig. Sämtliche Notenverwaltung befindet sich dort (verschlüsselt und mit Passwort versehen), das Kursbuch, die Bemerkungen (zu Schülern, zum Kurs etc.), die Aufgaben, die Fehlstunden sowie Checklisten (z.B: Wer muss noch für die Klassenfahrt bezahlen?). Mittlerweile habe ich einige Kollegen angesteckt, die diese App verwenden (meist auf dem iPhone). Die App ist jeden Cent wert, der Service sehr gut, auf Nachfragen per Mail bekommt man schnell und kompetent Hilfe.</li> <br />
<li><strong>Kalender</strong> (Memo an mich: Ich sollte mich an die Geburtstage meiner Schüler erinnern lassen. In der Hektik des Alltags geht da leider zu viel unter.)<a href="http://itunes.apple.com/de/app/keynote/id361285480?mt=8"></a></li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/keynote/id361285480?mt=8">Keynote</a></strong> Das gängige Präsentationsprogramm wird von mir eingesetzt, um Präsentationen über den Beamer zeigen zu können, z.B. im Unterricht, bei Elternabenden, Fortbildungen, Infoabenden etc.<a href="http://itunes.apple.com/de/app/pages/id361309726?mt=8"></a></li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/pages/id361309726?mt=8">Pages</a></strong> nutze ich nur relativ selten, weil ich längere Texte doch lieber auf einem normalen Rechner mit normaler Tastatur schreibe.</li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/touchcalc/id286091993?mt=8">Touch Calculator</a></strong>, ein gratis Taschenrechner.</li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/web-presenter/id371829595?mt=8"><strong>Presenter</strong></a>: Damit soll man pdfs und Webseiten etc. am Beamer zeigen können. Ich muss hier gestehen, dass ich noch nicht zum Testen gekommen bin. Die Kritik scheint zu sein, dass das Programm oft abstürzt.&#160;</li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/id317065689?mt=8">Articles</a></strong>, die Wikipedia (Großartig, wenn man mal eben im Unterricht etwas nachschlagen kann, auch immer anschaulich bebildert)</li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/gesetze-im-internet/id351653840?mt=8" target="_blank"><strong>Gesetze</strong> </a>für den BWL- Unterricht</li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/sketchbook-pro/id364253478?mt=8">SketchBook</a></strong>, zum Malen: Die App sieht sehr angenehm aus und bietet viele Möglichkeiten für verschiedene Einstellungen. Leider hatte ich noch keine Zeit, mich dort hineinzudenken (und so toll malen kann ich auch nicht).&#160;</li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/ithoughts-mindmapping/id294144368?mt=8">iThoughts</a></strong>: einfaches, intuitives Mindmapdesign; mit 5,99 € nicht ganz preiswert, das Geld ist die App aber nach meiner Auffassung wert. Mein bevorzugtes Tool für Brainstorming zu Unterrichtseinheiten, Themen, Aspekten. Export per Mail, so dass ich meinen Schülern meine Mindmaps zur Verfügung stellen kann. Besonders mein LK fragt explizit nach diesen Mindmaps. Ich würde mir eine Möglichkeit wünschen, die Mindmaps auch direkt am Beamer zeigen zu können. Weiß da jemand etwas?</li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/ibooks/id364709193?mt=8"><strong>iBooks Bücher</strong></a>: Kostenfreier Reader für Bücher und pdfs (aktuell habe ich da für die Schule für die nach den Weihnachtsferien kommende Reihe im LK Deutsch über Medien die neueste Studie (<a href="http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf10/JIM2010.pdf">JIM-Studie</a>, und für die Reihe zu Drogen/Drogenpolitik in der Handelsschulklasse <a href="http://www.emcdda.europa.eu/attachements.cfm/att_120104_DE_EMCDDA_AR2010_DE.pdf">die aktuellste EU- Studie</a>)</li> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/echofon-pro-for-twitter/id315577859?mt=8">Echofon</a></strong> Twittern gehört mittlerweile zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich bin nicht sicher, ob es schon unter &quot;Sucht&quot; fällt;-) Gerne mittlerweile auch bei Veranstaltungen nicht nur im politischen Umfeld, sondern auch bei Schulveranstaltungen (z.B. dem Besuch des Namensgebers der Schule: Richard von Weizsäcker oder die Teilnahme unserer Schüler an der Veranstaltung „Faszination Netzwelten“ des Arbeitskreises für Prävention in Coesfeld). Übrigens: Die Pressemitteilung hierzu, die auf der Homepage zu finden ist, entstand nachmittags mit Schülerinnen und Schülern des LKs interaktiv in einem Etherpad.) Dass es Twitter gibt, ist mittlerweile auch meiner Schulleitung bekannt (wobei ich davon ausgehe, dass der Großteil des Kollegiums Twitter nicht kennt und/oder nicht versteht). Anekdote am Rande: Im letzten Schuljahr hatte ich wutschnaubend (und mit einem hämisch lachenden Kollegen neben mir) aus dem Lehrerzimmer getwittert, dass ich das &quot;heilige&quot; Prüfungsheft mit allen Noten versehentlich mit einem ausgelaufenen Tipp-Ex-Stift versaut hatte. Am Vormittag danach kam ein Schüler und wollte nun auch endlich dieses Heft sehen (es war das Heft seiner Klasse). Ich bin dem Wunsch lachend nachgekommen (hatte aber bereits den schlimmsten Schaden beseitigt). Der Schulleiter hat mich auch -wie wir sehen- am Leben gelassen;-) Aus dem Unterricht heraus twittere ich natürlich nicht (wobei es gelegentlich in den Fingern juckt;-) (aber manchmal dann aus der Pause heraus oder in einer Freistunde).&#160;</li><br />
</ul> <strong>Schnick-Schnack</strong> <br /><br />
<ul> <br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/beejiveim-for-ipad/id372269251?mt=8">BeejiveIM</a></strong> zum chatten</li><br />
<li><strong><a href="http://itunes.apple.com/de/app/nightstand-central-for-ipad/id392480771?mt=8">Nightstand</a></strong> zum wecken&#160;</li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/best-wallpapers-backgrounds/id387141913?mt=8">Wallpapers</a>, Schicke Hintergrundbilder</li><br />
<li>Plus einige Apps für Zeitungen, die ich nur sehr unregelmäßig nutze (fr, itaz, News Pro, FT Mobile Edition, Finanzen.Net, Prinz Magazin) und das <a href="http://itunes.apple.com/de/app/wdr-radio-fur-ipad/id375730052?mt=8">WDR Radio.</a></li><br />
</ul> <strong>Spiele:</strong><br />
<ul><br />
<li><strong></strong>Favorit (und hierbei absolut ungeschlagen): <a href="http://itunes.apple.com/de/app/carcassonne/id375295479?mt=8"><strong>Carcassonne, </strong>Das beliebte Brettspiel für Spiele unterschiedlicher Art (Single-Player, gegen einen virtuellen Gegner oder gegen Gegner via Internet).<strong><br /></strong></a></li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/harbor-master/id313014213?mt=8"><strong>Harbor Master</strong></a>, Schiffe so in den Hafen zum Ausladen bringen und wieder hinaus, dass sie nicht kollidieren (taugt für Konferenzen nur bedingt, weil man sich irgendwann doch konzentrieren muss, wenn es viele Schiffe werden;-)</li> <br />
<li><a href="http://itunes.apple.com/de/app/osmos-for-ipad/id379323382?mt=8"><strong>Osmos</strong></a> </li> <br />
</ul><strong>Mein bisher größter Kritikpunkt bei der Nutzung des iPads:<br /></strong><br />Sehr schade finde ich, dass das IPad derzeit keine Bearbeitung von Etherpads erlaubt. Das ist angesichts der sonst wundervollen Möglichkeiten für mich eine große Einschränkung. Auch mit Schülern, Kollegen und in der Politik benutze ich diese sehr häufig und kann sie aber leider nur am Rechner bearbeiten. Ich hoffe darauf, dass dies ein findiger Tüftler bald auch für das IPad ermöglichen kann.<br /><br /><strong>Tauglichkeitstest bei Sehbehinderung steht noch aus:<strong><br /><br /></strong></strong>Ich habe eine in Schüben auftretende Erkrankung der Netzhaut, die gerne im Winter (also meist im Januar) bei Kälte auftritt. In den akuten Phasen ist meine Sehstärke deutlich eingeschränkt. Ich bin gespannt, wie ich dann mit dem iPad zurechtkomme. <br /><br />Diese Erkrankung ist auch der Grund, warum ich mich gegen ein iPhone und für ein iPad entschieden habe. Ich erhoffe mir, dass ich auch in diesen Phasen gut damit weiterarbeiten kann.<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><em><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 40 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen; derzeit 1. Vorsitzende des LV NRW der <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Rya">Piratenpartei Deutschland</a></em></font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2418-Lernen-durch-Lehren.html" rel="alternate" title="Lernen durch Lehren " />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-11T15:11:56Z</published>
        <updated>2011-02-15T18:39:02Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2418</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2418</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/2-dont-crash-the-ambulance" label="don't crash the ambulance" term="don't crash the ambulance" />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2418-guid.html</id>
        <title type="html">Lernen durch Lehren </title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Was ist damit eigentlich gemeint?<br /><br /><em>&quot;Bei LdL lernen die Schüler den neuen Stoff, indem sie ihn lehren, also didaktisch aufbereiten, ihren Mitschülern präsentieren und mit ihnen zusammen, also aktivierend erarbeiten. Nicht Monologe der Schülerexperten oder Dialoge mit den besten Schülern stehen im Vordergrund, sondern &quot;Polyloge&quot;, also die konzentrierte Vernetzung aller Schüler.&quot; </em>(<a href="http://www.ku-eichstaett.de/Forschung/forschungsprojekte/ldl.de">Quelle</a>)<br /><br /><strong>Vorerfahrungen</strong><br /><br />In den letzten Jahren habe ich in mehreren Kursen Unterrichtseinheiten in dieser Form durchgeführt, zuletzt in meinem Deutsch Leistungskurs in der Jahrgangsstufe 12 bei der Reihe zum Theaterstück &quot;Die heilige Johanna der Schlachthöfe&quot; von Brecht.<br /><br />Einerseits möchte ich gerne, dass die Schüler lernen, selbstständig Informationen zu suchen, zu bewerten und didaktisch aufzubereiten. Auf der anderen Seite habe ich seit einigen Jahren im Winter Probleme mit einer (vermutlich entzündlichen) Netzhauterkrankung, die mich immer wieder für einige Wochen aus dem Schuldienst nimmt, weil dann die Sehstärke rapide abnimmt. Ich bereite also meine Schüler auch darauf vor, diese Zeit ohne meine körperliche Anwesenheit sinnvoll zu nutzen. <br /><br />In meinem Leistungskurs (in dem aber ohnehin sehr selbstständige Schüler sind) lief diese Einheit mit Begleitung durch mich via Chat und Mail nach meiner Einschätzung sehr gut. Kollegen, die Stunden der Schüler gesehen haben in meiner Abwesenheit, waren ebenfalls von der Qualität der Unterrichtsstunden begeistert. Hier ist aber ganz klar das Ergebnis vor allem deshalb so gut ausgefallen, weil die Schülergruppe insgesamt sehr leistungsstark ist und auch alleine sehr gut arbeitet. <br /><br />Trotzdem erwähnten die Schüler auch hier eine gewisse Unsicherheit vor der abschließenden Klausur, die nicht so groß war bei dem darauf folgenden (und von mir wieder intensiver begleiteten) Drama &quot;Woyzeck&quot;. <br /><br /><strong>Der aktuelle Kurs</strong><br /><br />Die von mir nun aktuell durchgeführte Unterrichtsreihe findet in einem Kurs der Höheren Handelsschule statt. Die Schüler wollen am Ende des Bildungsganges mit der Abschlussprüfung den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreichen. Die Klasse befindet sich im ersten Jahr des zweijährigen Bildungsganges. Ich bin dort als Klassenlehrerin mit den Fächern Volkswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (mit insgesamt 8 Stunden Unterricht in der Woche.) Wir kennen uns also derzeit ein halbes Jahr. Die Schüler und Schülerinnen kommen von unterschiedlichen Schulen der Sekundarstufe I und bringen dementsprechend sehr unterschiedliche Kompetenzen mit.<br /><br />Aufgrund der freundlichen Atmosphäre unterrichte ich die Klasse sehr gerne. Leider sind aber in mehreren Hauptfächern (so auch bei mir) die Leistungen in Form der Noten in Klausuren etc. im Durchschnitt schwach. Hausaufgaben werden nur von einer geringen Anzahl der Schüler gewissenhaft erledigt. Einige Schüler weisen hohe Fehlzeiten auf.<br /><br />Aufgrund der Probleme mit den Leistungen habe ich diverse Gespräche mit der Klasse geführt und eine Umfrage durchgeführt. Auffällig finde ich bei den Ergebnissen der Umfrage, dass ein großer Teil der Klasse nicht gerne zur Schule geht, aber gerne etwas Neues lernt. <br /><br />Mir ist zudem aufgefallen, dass sich Schüler, die z.B. wegen Krankheit gefehlt haben, sehr schwer tun, behandelten Stoff selbstständig nachzuarbeiten. Gerade im Bereich &quot;Rechnungswesen&quot; führt dies zu Defiziten in den Grundlagen, auf die das gesamte Schuljahr zurückgegriffen werden muss.<br /><br />Da ich aber die Schüler und Schülerinnen der Klasse durch die Bank weg für intelligent genug halte, einen guten Abschluss zu erreichen, möchte ich das Experiment &quot;Lernen durch Lehren&quot; gerade in diesem Kurs versuchen. <br /><br />Während der Diskussion über Lernkultur und Gestaltung von Schule habe wir im Unterricht bereits dieses Video gemeinsam gesehen und diskutiert, was m.E. recht gut illustriert, welche Probleme Schule eigentlich aufwirft:<br /><br /><object width="560" height="340"><param value="http://www.youtube.com/v/zDZFcDGpL4U?fs=1&amp;hl=de_DE" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowscriptaccess" /><embed width="560" height="340" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/zDZFcDGpL4U?fs=1&amp;hl=de_DE" /></object><br /><br />Als Vorinformation habe ich zu dem Zeitpunkt bereits vorgestellt, wie ich mir die nächste Unterrichtsreihe vorstelle und warum ich es für sinnvoll und notwendig erachte, vom &quot;normalen&quot; Unterrichtskonzept abzuweichen.<br /><br /><strong>Der Sprung ins kalte Wasser oder keine halben Sachen</strong><br /><br />Meine Überlegungen, mit welchem Komplexitätsgrad ich einsteigen möchte, habe ich damit beendet, dass ich keine kleinen Häppchen anbieten möchte, sondern gleich &quot;richtig&quot; mit praxisrelevanten Themen einsteigen werde. <br /><br />Die Schüler sind fast volljährig und ich glaube derzeit, dass sie durch den (auch aus früheren Schulen) gewohnten Frontalunterricht ihre Flexibilität und Selbstständigkeit zugunsten einer Konsumhaltung eingebüßt haben. <br /><br />Ich möchte nun, dass die Schüler die Verantwortung für ihren Abschluss selbst in die Hand nehmen. (Natürlich unter meiner ständigen Begleitung)<br /><br />Die kommende Unterrichtsreihe wird den &quot;Kaufvertrag&quot; behandeln, ein komplexes Thema mit vielen Facetten, aber auch vielen Praxisbeispielen. Es ist schließlich auch für jeden Verbraucher bares Geld wert, zu wissen, was man bei einem defekten MP3-Player für Rechte geltend machen kann. <br /><br />Die Unterrichtsreihe bietet zudem viele Unterteilungsmöglichkeiten, so dass eine Aufteilung der Klasse in 7 Gruppen (bei 29 Schülern) angestrebt wird.<br /><br />Zu Beginn der Unterrichtsreihe zeige ich eine kurze Präsentation mit den nach meiner Einschätzung wichtigen Aspekten von &quot;Lernen durch Lehren&quot;.&#160; Bitte nicht schlagen: Aus Zeitmangel ist es was mit Powerpoint geworden...<br /><br /> <br />
<div id="__ss_6518030" style="width: 425px;"><strong style="display: block; margin: 12px 0pt 4px;"><a title="Lernen durch Lehren" href="http://www.slideshare.net/gedankenstuecke/lernen-durch-lehren">Lernen durch Lehren</a></strong><object width="425" height="355" id="__sse6518030"><param value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=lernen-110111091538-phpapp02&amp;stripped_title=lernen-durch-lehren&amp;userName=gedankenstuecke" name="movie" /><param value="true" name="allowFullScreen" /><param value="always" name="allowScriptAccess" /><embed width="425" height="355" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=lernen-110111091538-phpapp02&amp;stripped_title=lernen-durch-lehren&amp;userName=gedankenstuecke" name="__sse6518030" /></object> <br />
<div style="padding: 5px 0pt 12px;">View more <a href="http://www.slideshare.net/">presentations</a> from <a href="http://www.slideshare.net/gedankenstuecke">Bastian Greshake</a>.</div> <br />
</div><br /><br />Ich freue mich sehr auf diese Unterrichtsreihe, weil ich hoffe, dass die Schüler endlich zeigen können, wozu sie wirklich fähig sind. Ich glaube, dass sie derzeit ihre vielen Fähigkeiten gar nicht richtig einsetzen. <br /><br /><strong>Und nun geht es auch endlich los...</strong> (Fortsetzung folgt)<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 40 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen; derzeit 1. Vorsitzende des LV NRW der Piratenpartei Deutschland</font></strong> <script src="http://b.scorecardresearch.com/beacon.js?c1=7&amp;c2=7400849&amp;c3=1&amp;c4=&amp;c5=&amp;c6="></script> <script src="http://b.scorecardresearch.com/beacon.js?c1=7&amp;c2=7400849&amp;c3=1&amp;c4=&amp;c5=&amp;c6="></script> <script src="http://b.scorecardresearch.com/beacon.js?c1=7&amp;c2=7400849&amp;c3=1&amp;c4=&amp;c5=&amp;c6="></script> <script src="http://b.scorecardresearch.com/beacon.js?c1=7&amp;c2=7400849&amp;c3=1&amp;c4=&amp;c5=&amp;c6="></script> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2419-Aller-Anfang-ist-schwer-oder-Macht-Verantwortung-Angst.html" rel="alternate" title="Aller Anfang ist schwer oder: Macht Verantwortung Angst?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-14T18:44:23Z</published>
        <updated>2011-02-15T18:38:52Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2419</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2419</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/2-dont-crash-the-ambulance" label="don't crash the ambulance" term="don't crash the ambulance" />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2419-guid.html</id>
        <title type="html">Aller Anfang ist schwer oder: Macht Verantwortung Angst?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <em>Ihr Abschluss, Ihre Unterrichtsreihe, Ihre Verantwortung.</em><br /><br /><strong>Die Gruppenauswahl</strong><br /><br />Nach kurzer Diskussion hat sich die Klasse für Zufallsgruppen entschieden. Ich sehe den Vorteil darin, dass sich eben nicht die Schüler zusammenfinden, die einen ähnlichen Leistungsstand haben, sondern die Gruppen gut gemischt sind mit Menschen mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten/Interessen und Kompetenzen. Zudem erhoffe ich mir, dass sich die Gruppenarbeit zusätzlich positiv auf das Klassenklima auswirkt (welches aber ohnehin gut ist).<br /><br />Anschließend haben die Gruppen selbst festgelegt, welche Gruppe welches Thema bearbeiten möchte.<br /><br />Nach kurzer Einleitung zum Thema und Austeilen der Materialien für die einzelnen Gruppen (mit Übersichten, Sachdarstellungen und Aufgabenbeispielen) überlasse ich die Gruppen erst einmal ihrem Findungsprozess. Zunächst habe ich aber angeregt, Organisatorisches zu besprechen (Kontaktdaten, Vorgehensweise etc.), um danach mit dem Sichten des Materials (plus Recherche im Internet) zu beginnen.<br /><br />Die Gruppen gehen sehr unterschiedlich vor. Einige Schüler diskutieren die Medienauswahl (&quot;<em>Powerpoint</em>&quot;), bevor sie sich mit dem Thema beschäftigen. Einige recherchieren sehr gezielt. Bei anderen nehme ich sehr viel Unsicherheit wahr. (&quot;<em>Was sollen wir überhaupt machen?</em>&quot; &quot;<em>... 90-min. Präsentation...</em>&quot; &quot;<em>Frau Rydlewski, was bedeutet Begriff x?</em>&quot;)<br /><br />Gleichzeitig laufen natürlich ebenso gruppendynamische Prozesse ab. In den meisten Gruppen gibt es Wortführer. Das sind meist die Schüler, die auch sonst in Gesprächen im Plenum (also der gesamten Klasse) Vorreiter sind (durchaus in unterschiedliche Richtungen, das kann also auch der jemand sein, der eher Unfug macht;-))<br /><br />Mein persönlicher Frust beginnt zu dem Zeitpunkt, als Schüler eben halt ganz andere Dinge machen: Gespräche über Fußball, chatten oder anderes Zeug im Internet, irgendetwas spielen (mit Ton!) <br /><br />Da fällt es mir schlicht schwer, den &quot;<em>Beißreflex</em>&quot;;-) zu unterdrücken. Es gelingt mir auch nicht gänzlich. Da meine Ansprüche an die Unterrichtsreihe aber sind, dass die Schülerinnen und Schüler eben lernen sollen, mehr Verantwortung selbst zu übernehmen, muss ich von der Kontroll- und Überwachungsidee wegkommen, schon deshalb, weil ich nicht daran glaube, dass die Auseinandersetzung mit Inhalten nur dann funktioniert, wenn jemand dahinter steht und zum Arbeiten antreibt. <br /><br />Also Memo an mich: Auf Provokationen nicht eingehen, als Hilfe zur Verfügung stehen, den Schülern den Freiraum lassen, ihren Weg selbst zu suchen (und zu finden). <br /><br />Ich hoffe zudem auf den Fortschritt aufgrund von Gruppendynamik. (Kleiner Exkurs: Meist machen Gruppen verschiedene Phasen durch. Im Moment sind wir im Bereich des &quot;<em>Formings</em>&quot;, also der Findungsphase in der Gruppe, in der zunächst die geltenden Konventionen im Sinne der Vorsicht und für den Erhalt von Sicherheit beibehalten werden. Erst in der nächsten Phase (&quot;<em>storming</em>&quot;) sind Konflikte aufgrund von unterschiedlichen Zielvorstellungen zu erwarten.) Es ist also durchaus denkbar, dass irgendwann Mitschüler darauf reagieren, wenn die Beschäftigung mit themenfremden Gebieten überwiegt oder die Beschäftigung einer parallelen Gruppe die Arbeit der eigenen Gruppe behindert (z.B. durch unangemessene Lautstärke). <br /><br />Bisher sind bei der Beobachtung der Gruppen sonst noch wenig Probleme auszumachen. (Auch im Gespräch im Plenum am Abschluss der Woche zeigt sich, dass das Sichten der Materialien noch nicht beendet ist und daher noch nicht so viele Fragen zu klären sind.) Ich habe vorgeschlagen, die Gruppenarbeitsphasen auch atmosphärisch angenehm zu gestalten (vielleicht mit Tee/Kaffee oder Gebäck). Das müssen die Gruppen aber für sich selbst entscheiden. <br /><br /><strong>Erst der Inhalt, dann die Medien!</strong><br /><br />Nach meiner Einschätzung (siehe oben) beschäftigen sich einige Gruppen schon zu viel mit den möglichen Medien (&quot;<em>Lasst uns was mit Powerpoint machen.</em>&quot;) und zu wenig mit den Inhalten. Ich habe in den Raum geworfen, dass die Medien zu dem passen sollten, was ich damit erreichen will und damit vom Inhalt, der Struktur der Stunde etc. abhängig. (Steuere ich damit schon zu viel?)<br /><br />Zudem ist es erst mit Kenntnis der Inhalte möglich, Vernetzungen zwischen den thematisch eng zusammenhängenden Gruppen/Inhalten zu versuchen. <br /><br />Bis zum Ende der nächsten Woche sollen die Gruppen auch entscheiden, wie viel Zeit sie schätzungsweise für die Erarbeitung brauchen werden, so dass wir grob Termine für die zu haltenden Unterrichtsstunden ausmachen können.<br /><br />Ich sehe sonst die Gefahr, dass die Arbeit zu wenig zielgerichtet abläuft. Auf der anderen Seite möchte ich nicht zu früh Druck aufbauen in Form von Terminen, die eingehalten werden müssen. Also schon wieder ein Dilemma. <br /><br />Bei dieser Reihe kann ich mich derzeit vor allem auch sportlich betätigen, weil die Gruppen im Klassen- und im PC-Raum arbeiten dürfen und diese Räume an genau entgegengesetzen Stellen des Gebäudes liegen <img src="http://www.gedankenstuecke.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /><br /><br />Fortsetzung folgt....<br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/%3Cu%3ERya%3C/u%3E">Birgit Rydlewski</a>, 40 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen; derzeit 1. Vorsitzende des LV NRW der Piratenpartei Deutschland</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2422-Beim-Fussballspiel-verlasse-ich-doch-auch-nicht-vor-Ende-das-Feld,-oder.html" rel="alternate" title="Beim Fußballspiel verlasse ich doch auch nicht vor Ende das Feld, oder?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-29T22:00:14Z</published>
        <updated>2011-02-15T18:38:31Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2422</wfw:comment>
    
        <slash:comments>4</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2422</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/2-dont-crash-the-ambulance" label="don't crash the ambulance" term="don't crash the ambulance" />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/13-We-Dont-Need-No-Education" label="We Don't Need No Education" term="We Don't Need No Education" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2422-guid.html</id>
        <title type="html">Beim Fußballspiel verlasse ich doch auch nicht vor Ende das Feld, oder?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                In dieser Woche war ich am Mittwoch wegen einer Fortbildung abwesend. Da meine Klasse die Unterrichtsreihe zum &quot;Kaufvertrag und den Leistungsstörungen&quot; selbstständig mittels &quot;Lernen durch Lehren&quot; erarbeitet, war dies eine gute Gelegenheit für den Test, wie gut denn die selbstständige Arbeit klappt, wenn ich nicht zur Aufsicht vor Ort bin.<br /><br />Die Gruppen sollten daher in der 6. und 7. Stunde nach Sport einen freien Raum aufsuchen und dort ihre Arbeit fortführen. Klar. Zu der Zeit, nach Sport, das ist schon erhöhter Schwierigkeitsgrad;-)Ich hatte ausdrücklich dabei gesagt, dass ich keinen anderen Lehrer zur Aufsicht vorbeischicken werde, sondern darauf vertraue, dass die Gruppen alles selber regeln.<br /><br />Freitag haben wir dann besprochen, wie gut (oder eben nicht) das funktioniert hat.<br /><br />Mir auferlegte Bedingungen für die Reflexion: Es wird nichts bewertet davon. Nichts wird gegen die Gruppe/Schüler verwendet. Ich notiere keine Fehlstunden. Aber dafür möchte ich Aufrichtigkeit und ehrliche Äußerungen.Die Gruppen haben kurz Zeit, sich intern zu besprechen. Was hat gut geklappt? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Wer hat aus der Gruppe gefehlt? Warum? Dann haben wir die Ergebnisse der Reflexion im Plenum besprochen. <br /><br />Kurzfassung (aus meiner Vorstandstätigkeit als &quot;running gag&quot; bekannt: Ich habe mich geärgert.)<br /><br />Der für die Klasse gebuchte und von mir vorgesehene Raum war abgeschlossen. (Lehrerzimmer und Sekretariat zu der Zeit nicht mehr besetzt.) So ein Orgaproblem ist ärgerlich, allerdings gab es durchaus Alternativen, an die aber kaum jemand gedacht hat: Einfach einen anderen Raum im Gebäude nehmen, einen Lehrer aus einem Raum fragen, in dem noch Unterricht ist, in einer Kneipe weiterarbeiten usw. Hier fehlt  noch  Problemlösekompetenz (vielleicht auch Phantasie). <br /><br />Fazit: Nur ein kleiner Teil der Schüler ist wirklich zum Arbeiten geblieben. Die Absprache in den Gruppen hat leider nach meinem Empfinden auch nicht sehr gut geklappt. <br /><br />Einige Schüler sind gegangen, ohne dies mit der Gruppe abgesprochen zu haben.An der Stelle fehlt mir bei einigen Schülern noch das Gefühl von Verantwortung für eine Gruppe und das Ergebnis.<br /><br />Ich denke auch, dass in den Gruppen noch nicht genug kommuniziert wird (auch Kritik wird untereinander nach meinem Empfinden zu wenig geäußert). Die Themen/Inhalte werden zudem noch nicht ausreichend als Gruppe diskutiert. Oft teilen Gruppen lieber Inhalte auf, was leicht dazu führen kann, dass das große Ganze aus den Augen verloren wird und unter Umständen auch nicht jeder wirklich über das gesamte Thema Bescheid weiß.<br /><br />Ich will aber nicht nur meckern. Es gab auch Gruppen (oder Teile von Gruppen), die bei der Reflexion den Eindruck machten, dass sie gut organisiert sind und auch sehr sinnvoll weitergearbeitet haben.<br /><br />Letzendlich wird sich das Ergebnis sowieso erst am Ende zeigen, nämlich dann, wenn die Unterrichtsstunden gehalten werden und wenn sich in den beiden Klausuren zeigt, wie gut die Schüler sich zusammen/gegenseitig darauf vorbereitet haben.<hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1"><a href="http://twitter.com/<u>Rya</u>">Birgit Rydlewski</a>, 41 Jahre alt [alles gute zum Geburtstag auch hier im Kleingedruckten noch mal] , Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen; derzeit 1. Vorsitzende des LV NRW der Piratenpartei Deutschland</font></strong> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2425-Zukunft-durch-Bildung-Kraft-durch-Freude.html" rel="alternate" title="Zukunft durch Bildung – Kraft durch Freude " />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-14T20:40:04Z</published>
        <updated>2011-02-15T10:19:53Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2425</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2425</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2425-guid.html</id>
        <title type="html">Zukunft durch Bildung – Kraft durch Freude </title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <blockquote>Sehr geehrter Herr Greshake,<br /><br />
ihre Webseite http://twitter.com/gedankenstuecke weist ein hohes Maß an Qualität, Aktualität und Vernetzung mit Leser und anderen Webseites auf. Aus diesem Grunde treten wir an Sie heran, um Ihnen ein auch für Ihre Webseite interessantes Projekt vorzustellen.</blockquote>Emails die schon so anfangen, da kann man sich ja sicher sein, dass es entweder nicht so richtig doller Spam ist oder, dass man von vermeintlichen PR-Genies, Social Media-Beratern oder SEO-Experten auf Linkfang angeschrieben wurde. In diesem Fall wohl eine Kombination aus allem... Eine Marketing-Agentur die eine selbsternannte Bildungsumfrage unterstützt...<blockquote>Viele politische und gesellschaftliche Themen erhalten heutzutage zumeist nur dann öffentliche Präsenz, wenn <strong>Menschen wie Sie</strong> auf Ihren Web-Angeboten auf wichtige Themen aufmerksam machen und sich mit anderen Kommunikatoren vernetzen.</blockquote>Und in der Regel funktioniert das auch ganz ohne PR-Agentur, die kostenlose Werbung haben will. Oder wer hat in Tunesien oder Ägypten die PR-Kampagne auf Twitter und Facebook organisiert?<blockquote>Ein Thema, welches die Unterstützung <strong>von Kommunikatoren wie Ihnen</strong> in Deutschland verdient hat, ist das Thema Bildung.</blockquote>Ich fühle mich ja gleich so in die Verpflichtung genommen, weil in HTML-Mails geschrieben wird, dass ein Thema wichtig ist. Und ich nur ganz alleine zur Rettung der Welt beitragen kann...<blockquote>Die Methode der Online-Befragung vertritt den <strong>demokratischen Gedanken des Internets</strong>. Jeder kann frei seine Meinung äußern und jede Meinung hat dasselbe Gewicht.</blockquote>Und wer das größere PR-Budget hat, der wird gehört. Das ist der demokratische Gedanke von Marketing-Heinis. Davon wie repräsentativ Online-Umfragen sind mal ganz zu schweigen. Vielleicht sollte man mal das <em>Bildblog</em> oder <a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/">Pharyngula</a> befragen...<blockquote>Den Initiatoren <em>BILD</em>, <em>Hürriyet</em>, <em>Roland Berger Strategy Consultants</em> und <em>der Bertelsmann</em> <em>Stiftung</em> ist es wichtig, dass bei dieser Online-Befragung nicht die Initiatoren, sondern das <strong>Thema der Umfrage im Vordergrund</strong> steht. Bildung geht alle etwas an, aktuell und zukünftig ist ein funktionierendes Bildungssystem eminent wichtig für Deutschland.</blockquote>Da haben sich ja die richtigen Leute gefunden. Die <em>BILD</em> hat mit <em>BILD</em>ung ja so viel zu tun wie mit Journalismus. Und den <em>Strategy Consultants</em> und der <em>Bertelsmann Stiftung</em> geht es natürlich genauso um den Wert von echter Bildung, und nicht etwa um möglichst effiziente Arbeitskräfte. Oder wie die <em>Bertelsmann Stiftung</em> in ihrem Leitbild in schönstem Neusprech formuliert: „<em>Die Grundsätze unternehmerischer, leistungsgerechter Gestaltung [sollen] in allen Lebenslagen zur Anwendung gebracht werden.</em>” Leistungsgerechtigkeit, der feuchte Traum der <em>FDP</em>... Fragt mal Leute die von Bildung ein bisschen Ahnung haben, was die davon halten.<blockquote>Prominente Testimonials wie unter anderem <strong>Bundespräsident Christian Wulff, Franz Beckenbauer</strong>, Moderatorin Nazan Eckes, Comedian <strong>Atze Schröder</strong>, TV-Koch <strong>Horst Lichter</strong>, Volkssänger <strong>Heino</strong> und viele weitere konnten gewonnen werden, um die Studie zu unterstützen.</blockquote>Jetzt bin ich überzeugt! Wenn ein fundamentalistischer Christ, ein netzweitbekannter Abmahn-Assi und ein abgewrackter Schlagerstar eine Bildungsstudie unterstützen, wie könnte ich dann nicht? Immerhin scheinen die Testimonials ja vor allem als abschreckende Beispiele zu fungieren: „<em>Passt auf liebe Kinder, das könnte aus euch werden, wenn ihr nix ordentliches lernt.</em>” Für etwas anderes können die nicht wirklich taugen, oder?<blockquote>Sie können mit Ihrem Webangebot entscheidend dazu beitragen, dass sich möglichst viele Mitbürger an der Umfrage beteiligen und so Bewegung in das Thema kommt. Zudem erhalten Sie von uns <strong>regelmäßig aufbereiteten Content und exklusive Informationen</strong>. Zusätzlich erstellen wir eine <strong>Verlinkung zu Ihrer Webseite</strong> auf dem offiziellen facebook-Profil der Bildungsstudie und erwähnen Ihren Twitter-Account auf @tuthiernichtszusache.</blockquote>Gibt es ernsthaft Blogger, außer dem Pallenberg, die auf die Masche mit „exklusiven” Informationen reinfallen?<blockquote>Wichtiger Hinweis: Diese E-Mail kann Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse oder sonstige vertrauliche Informationen enthalten. Sollten Sie diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, ist Ihnen eine Kenntnisnahme des Inhalts, eine Vervielfältigung oder Weitergabe der E-Mail ausdrücklich untersagt. Bitte benachrichtigen Sie uns und vernichten Sie die empfangene E-Mail. Vielen Dank.</blockquote>Genau, erst mal Spam versenden und hoffen, dass er bzw. sein Inhalt veröffentlicht wird und dann so einen nichtigen Footer in der eMail unterbringen... Ich weiss ja nicht...<br /><br />Die gesamte Kampagne ist genau das, was man am Blogger-Internet-Marketing-Zeugs eigentlich nur verabscheuen kann. Die Hoffnung auf einfache Backlinks, Blogger die für ihre PR-Maßnahmen nicht bezahlt werden sollen, den demokratischen Anteil des Internets nicht im Ansatz verstanden, und dazu auch noch organisiert von einigen der fiesesten Organisationen in ganz Deutschland.<br /><br />Ich hab mich spaßeshalber mal ein bisschen durch die Umfrage geklickt. Und vom wissenschaftlichen Standpunkt her dürften die Ergebnisse <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html">in etwa so repräsentativ und aussagekräftig wie die INDECT-Fragebögen sein</a>. Gleichzeitig offenbaren die (meist ohne Freitext-Option festgelegten...) Antwortoptionen, welches Geistes Kind die Umfrage ist: Bei der Frage danach wer entscheiden sollte auf welche weiterführende Schule ein Kind kommt stehen zur Auswahl: „Eltern“, „Lehrer“, „Lehrer &amp; Eltern“,  „Die Noten“. Von den Kindern? Keine Spur... Und auch die anderen Fragen haben mehr den Tenor von <em>„Bildung für alle? Ist das gerecht gegenüber denen, die Arbeiten?”</em>.<br /><br />Ein schönes Beispiel dafür, wie man das Internet nicht verstanden haben kann und wie man Umfragen nicht aufziehen sollte, wenn man sich echten Erkenntnisgewinn verspricht...<br/><br/> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2423-Verleger-und-das-Internet....html" rel="alternate" title="Verleger und das Internet..." />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-02-09T09:05:38Z</published>
        <updated>2011-02-09T09:05:38Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2423</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2423</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2423-guid.html</id>
        <title type="html">Verleger und das Internet...</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Mit dem Start-Up <a href="http://www.commentarist.de/"><em>Commentarist</em></a> gab es, zumindest kurzzeitig, auch in Deutschland mal wieder eine ganz nette Idee: Die Seite aggregierte von über 1000 Journalisten Kommentare und Meinungsartikel und sortierte sie Kategorien zu. Neben der Überschrift und einem kurzen Anriss gab es dann den Link zu den Artikeln in voller Länge, zu den Webseiten auf denen die Kommentare erschienen sind. Im Endeffekt also nichts anderes als <a href="http://news.google.de/"><em>Google News</em></a> für Meinungsartikel. Dummerweise haben sie ihre Pläne dabei ohne den Starrsinn und den fehlenden Verstand, in Dingen neue Medien, von deutschen Verlegern gemacht: Denn sowohl die Süddeutsche als auch die FAZ haben sofort <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,743649,00.html">rechtliche Schritte angedroht</a>. Und deshalb ist die Plattform damit auch schon wieder offline. <br /><br />Eine <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/4985/kanonen-gegen-online-spatzen?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+DerSpiegelfechter+%28Der+Spiegelfechter%29">ausführliche Beschreibung und sehr gute Bewertung der gesamten Vorgänge findet man beim Spiegelfechter</a> und ich teile seine Einschätzung so weit. Hier sieht man jetzt schon wo hin die Reise der Verleger mit einem ja <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-IGEL-Gegen-den-feuchten-Traum-der-Verlegerlobby.html">bereits angedachten Leistungsschutzrecht gehen soll</a>: Nämlich ins Land der unbegrenzen Einnahmequellen. Es wäre ja auch zu schön, wenn man <em>Google News</em>, Plattformen wie <em>Commentarist</em> und auch jeden Blogger für Text-Auszüge zur Kasse bitten könnte um so doppelt zu verdienen. Denn was die Verlage ja gerne unter den Tisch fallen lassen: Sie verdienen so schon an jeder Verlinkung potentiell ganz gut. Durch Besucher die über Verlinkungen von Google, Blogs &amp; Co zu ihnen kommen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Informationsgemeinschaft_zur_Feststellung_der_Verbreitung_von_Werbetr%C3%A4gern#Pr.C3.BCfung_der_Online-Medien">steigen nicht nur die Besucherzahlen sondern auch ihre Reichweite</a>. An der sich wiederum die Preise für Werbung festlegen lassen. Und so hilft jeder Klick entspannt dabei sich die Taschen zu füllen. Oder was glaubt ihr, wieso wirklich jede Nachrichten-Seite aus den Verlagen mit strunzdummen Foto-Klickstrecken daher kommt? Anstatt aber jedem für Verlinkungen die Füße zu küssen droht man lieber mit dem Anwalt.<br /><br />Und irgendwie habe ich den Eindruck, dass auch die Verleger einfach nicht verstanden haben welches die eigentlichen Chancen des Webs sind. Denn die Zeiten des One-Size-Fits-All sind im Web eindeutig angezählt. Immer mehr Leute beziehen ihre Nachrichten auf sie zugeschnitten: Ob über den <em>RSS</em>-Reader, ihre <em>Twitter</em>-Timeline, <em>Facebook</em>, <em>Flipboard</em> oder, ganz ohne Wissen um die Technik dahinter, über die &quot;<em>dynamischen Lesezeichen</em>&quot; im Browser. Warum sollte ich mir auch den Boulevard-Teil nach Hause liefern lassen, wenn ich nur das politische Tagesgeschehen verfolgen will? Oder eben per Hand alle Verlagswebseiten nach klugen Kommentaren abgrasen? <br /><br />Denn das liebe Verlagshäuser ist die Zukunft. Auch wenn ihr <em>RSS</em> aus schon nicht verstanden habt, wie eure verstümmelten Feeds, mit nichtssagenden Symbolbildchen und 1 1/2 Sätzen langen Anrissen beweisen. Ihr spekuliert darauf, dass Nutzer deshalb auf eure Seite kommen und euch Klicks bescheren. Aber ich will irgendwie nicht so recht daran glauben, denn für meinen Teil verzichte ich lieber ganz auf eure Feeds. Oder lasse mir die lesbare Form direkt über <a href="https://www.readability.com/bookmarklets/"><em>Readability</em></a> ausgeben. Ob euch das Klicks bringt: Keine Ahnung. Aber zumindest ist es Werbefrei. Das man Volltext-Feeds anbieten kann, die dann sogar Werbung beinhalten zeigen die deutschen <a href="http://www.scienceblogs.de/"><em>ScienceBlogs</em></a>. Und ich verrate euch was: Anders als im Browser haben nur die wenigsten Leute im Feedreader einen Werbeblocker installiert.<br /><br />Aggregatoren bieten dabei so viele Vorzüge im Kampf gegen das, was Cory Doctorow in einem seiner Romane im Vorwort so schön umschreibt: &quot;<em>The big problem isn't piracy, it's obscurity.</em>&quot; Menschen die sonst nie auf die Idee gekommen wären eure Angebote zu nutzen, sei es Mangels Wissen darum oder Mangels Interesse am Gesamtpaket, kommen dadurch auf eure Webseite. Ein Beispiel, das zeigt wie es gut funktioniert, ist der Aggregator &quot;<a href="http://givemesomethingtoread.com/"><em>Give me something to read</em></a>&quot;, der aus Instapaper-Empfehlungen eine handverlesene Liste großartiger Artikel erzeugt. Aber dafür muss man natürlich Vertrauen in die Qualität der eigenen Angebote und Inhalte haben. Wenn das nicht da ist, dann hilft aber auch kein Schreien nach strengeren Gesetzen mehr...<br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2421-Wikileaks.html" rel="alternate" title="Wikileaks" />
        <author>
            <name>Jochen Schäfer</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-18T12:08:20Z</published>
        <updated>2011-01-18T12:57:50Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2421</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2421</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2421-guid.html</id>
        <title type="html">Wikileaks</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Wikileaks wird zur Zeit massiv angegriffen, sowohl auf der technischen bzw. strukturellen Ebene - z.B. DNS-Sperren bzw. Kontosperren von <em>Paypal</em>, <em>Mastercard</em> und <em>Visa</em> - als auch auf der persönlichen Ebene - Bedrängen von Wikileaks-Mitarbeitern und Aufrufe zur Ermordung von Julian Assange. Im folgenden möchte ich diese Angriffe einordnen. <br /><br /> <strong>Warum wird Wikileaks angegriffen?</strong> <br />
<blockquote><em>Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.</em> &#160;(Victor Hugo)</blockquote>Immer wenn eine neue Idee entsteht, die den Status quo bedroht, ruft diese bei den Machthabern eine starke Reaktion gegen die Idee hervor. Dies war auch so im Umfeld eines Ereignisses, auf das die Pfälzer zu recht stolz sind: Das Hambacher Fest. <br /><br />Nachdem Napoleon 1815 endgültig gescheitert war, wurde die Pfalz, die seit 1793 von Frankreich annektiert war, unter die Verwaltung des Königreichs Bayern gestellt. Bayern musste allerdings die Einhaltung der Pfälzer Verfassung mit den von der Französischen Revolution inspirierten Rechten und Freiheiten garantieren. <br /><br />1830 löste die Julirevolution in Paris auch in der Pfalz Unruhen aus, die <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Julirevolution_von_1830#Weitere_Auswirkungen">die Bayern durch Einschränken der Bürgerrechte zu unterdrücken versuchten</a>. Die Verfassung ignorierend wurden politische Veranstaltungen verboten und Zensur eingeführt. <br /><br />Daher wurde am 29. Januar 1832 im pfälzischen Zweibrücken der „Deutsche Preß- und Vaterlandsverein“ mit dem Ziel gegründet, durch unabhängige Journalisten und Pressefreiheit <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Deutscher_Pre%C3%9F-_und_Vaterlandsverein">die nationale Einheit Deutschlands in einem freiheitlichen Europa zu erreichen</a>. <br /><br />Der Verein formulierte also Ziele, die den Herrschenden nicht gefallen konnte. Einerseits konnte ein vereintes Deutschland den Fürsten nicht gefallen, die damit Macht eingebüßt hätten. Andererseits musste den deutschen Fürsten die liberale und freiheitliche Pfälzer Verfassung ein Dorn im autoritären Auge sein. <br /><br />Ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung fand das Hambacher Fest statt. Dies war ein europäisches Ereignis und gilt heute als der Höhepunkt des Vormärzes. Getarnt als Volksfest unterliefen die Veranstalter die verfassungswidrige Rechtslage und <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Hambacher_Fest">riefen in ihren Reden zum Widerstand gegen die Repression auf</a>. <br /><br />Zwar wurden die Wortführer des „Deutschen Preß- und Vaterlandsvereins“ danach verhaftet und eingesperrt. Dies konnte aber letztlich die Deutschen Revolutionen 1848/49 nicht verhindern. Folgerichtig finden sich die in der Paulskirchenverfassung 1849 zum ersten Mal für Gesamtdeutschland formulierten Bürgerrechte im Kern unverändert auch in der Weimarer Verfassung und im Grundgesetz wieder. <br /><br />Auch die Versuche Wikileaks abzuschalten, haben bisher nur eine gewaltige Solidarisierung gebracht und jeden Versuch, die Inhalte von Wikileaks aus dem Internet zu entfernen, durch über 1000 Spiegelungen vollkommen zunichte gemacht. Auch die persönlichen Angriffe auf Julian Assange und seine Mitarbeiter könnten höchstens dazu führen, dass Wikileaks seinen Dienst, das anonyme Whistleblowing zu unterstützen, einstellt. Aber die gerade gestarteten Projekte, wie <em><a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/OpenLeaks">OpenLeaks</a></em> und <a href="https://www.derwesten-recherche.org"><em>WAZ Recherche</em></a> zeigen, dass die Zeit der Idee von Whistleblowing und Plattformen zur Unterstützung von Whistleblowing gekommen ist. <br /><br />Wikileaks ist dabei nur der Anfang. Die Entwicklung anderer System und der Druck auf diese werden dazu führen, dass diese Systeme stetig verbessert und immer weitere Nutzerkreise finden werden. Die Erfahrung mit dem <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Napster#Alternativen">Kampf zwischen der Contentindustrie und Napster</a> ist nur ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung. <br /><br />Die Machthaber dieser Welt werden sich aber darauf einstellen müssen, dass sie ihre politischen Spielchen nicht mehr im Dunkeln machen können, sondern das Flutlicht der Whistleblower auch den letzten Winkel ausleuchten wird. <br /><br /><hr width="100%" size="2" /><strong><font size="1">Ein Gast-Beitrag von <a href="http://twitter.com/josch1710">Jochen Schäfer</a>, der ihn auch <a href="http://www.piraten-rlp.de/285/wikileaks/">bei der Piratenpartei Rheinland-Pfalz</a>, bei der er Beauftragter für Whistlebowing ist, veröffentlicht hat. Jochen ist Vorsitzender im Kreisverband Rhein-Pfalz und war hauptverantwortlicher Autor der Punkte des Grundsatzprogramms der Piratenpartei zum Thema Whistleblowing.</font></strong><br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2420-Leseliste-Dezember-und-Januar.html" rel="alternate" title="Leseliste: Dezember und Januar" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-17T19:44:20Z</published>
        <updated>2011-01-17T19:44:20Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2420</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2420</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/1-i-love-my-computer" label="i love my computer" term="i love my computer" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2420-guid.html</id>
        <title type="html">Leseliste: Dezember und Januar</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                In meinem Artikel über das iPad hatte ich ja <a target="<u>blank" href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2414-Das-iPad-For-Science-on-the-Road.html">schon angedeutet</a>, dass mir das Lesen von eBooks recht viel Spaß macht. Und in den letzten 2 Monaten hab ich gefühlt mehr Bücher gelesen als im gesamten Jahr davor. Und dabei nur ein Werk im analogen Papier-Format. Die Auswahl des iTunes-Bücherladens ist dabei eigentlich ganz okay, vor allem weil man auch auf das <a href="http://www.gutenberg.org/wiki/Main_Page">Gutenberg-Archiv</a> Zugang hat. Aber das DRM der kostenpflichtigen Buchtitel kann einen in der Tat in den Wahnsinn treiben. Das man die Dinger nicht auf jedem Gerät abspielen kann: Nervig, aber geschenkt. Aber das man nicht direkt aus den Büchern kopieren kann macht mich verrückt. Es bleibt zu hoffen, dass Apple hier den gleichen Weg geht wie mit der Musikabteilung und die blödsinnige Beschränkung kippt...<br /><br />Sonst steht einem natürlich immer noch der Weg über die Tauschbörsen der Wahl offen, die Auswahl an eBooks im ePub-Format soll da, natürlich nur gerüchteweise, gar nicht so übel sein und kommt glücklicherweise ohne alberne Einschränkungen daher. Aber so viel zu dem üblichen Copyright-Foo. Hier jetzt die, halbwegs vollständige, Liste der Bücher die in der letzten Zeit durch den Reader oder durch meine Hände gelaufen sind:<ul><li>Über <em>„Machine of Death”</em> und <em>„Out of Control”</em> habe ich bereits <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/allgemein/2010-12-18/schon-wieder-ein-jahr-rum">bei der Bierologie kurz gebloggt</a>, genauso wie <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-Das-Personal-Genome-Projekt-Ein-Privacy-Albtraum.html">hier über <em>„Here is a Human Being”</em></a>. Die Empfehlungen dafür bleiben natürlich bestehen.</li><li>Seit der letzten Stephenson-Lektüre ist schon wieder einige Zeit vergangen. Das ist auch so ein Autor den ich, wieso auch immer, nur auf Empfehlung lese. Nach dem „<em>Cryptonomicon</em>” und „<em>In The Beginning Was The Command Line</em>” gab es jetzt „<em>Snow Crash</em>”. Netter Cyberpunk (aber ich bin auch generell großer Fan des Themas): Menschen die sich in den Cyberspace gogglen, fiese Drogen, ein bisschen Religion. Ich hab es innerhalb recht kurzer Zeit verschlugen, fragt mal <a href="http://www.twitter.com/_Rya</u>">Birgit</a>, die auf der Fahrt nach Berlin zum 27c3 deshalb nichts von mir hatte.&#160;</li><li>Danach kam dann endlich mal „<a href="http://manybooks.net/titles/lessiglother04free_culture.html"><em>Free Culture</em></a>” von Lawrence Lessig dran. Das Buch ist eine schöne Abhandlung der Geschichte des Copyrights, wie sich das Copyright durch jede neue Revision von Technik verändert hat und wieso die aktuellen Bestrebungen das Copyright ins digitale Zeitalter zu übertragen zum scheitern verurteilt sind (bzw. es zumindest sein sollten). Wer sich mit der Materie noch nicht auseinandergesetzt hat kriegt hier einen guten Einblick. Wer sich damit schon beschäftigt hat findet die wichtigsten Argumente auf wenige Seiten komprimiert.&#160;</li> <br />
<li>Passend dazu hab ich mich danach dann mal am Kanon von Cory Doctorow versucht und mich durch 3 seiner Bücher gelesen. Angefangen mit seinem Roman „<a href="http://craphound.com/littlebrother/"><em>Little Brother</em></a>”, einer nicht-ganz-so-fernen Dystopie: Nach 9/11 nimmt die Terrorpanik den gewohnten Gang, die Homeland Security übt sich in der Überwachung der Bevölkerung. Und dann sprengt irgendwer in San Francisco eine der Brücken und der erweiterte Überwachungswahn nimmt seinen Lauf, jeder Bürger wird verdächtig. Dazwischen ein paar Jugendliche die in ihrem Parallel-Internet dafür sorgen, dass auch dem Rest der Bevölkerung klar wird, dass Überwachung böse ist. Schön geschrieben und wer mit dem „<em>Cryptonomicon</em>” die Grundlagen der Kryptographie gelernt hat, der kann hier eine Auffrischung darüber kriegen, genauso zu den Themen Freifunk und Anonymisierungsdienste.&#160;</li><li>Weiter ging es dann mit „<a href="http://craphound.com/makers/download/"><em>Makers</em></a>”: Einer Zukunftsaussicht was passieren könnte wenn sich die DYI-Mentalität (wohl das, was bei uns z.T. <a href="http://chaosradio.ccc.de/cre138.html">bausteln</a> genannt wird) weiterentwickelt und man auf einmal relativ günstig und einfach auch analoge Objekte kopieren und deren Designs teilen kann und so die analogen Produktionsmittel auf einmal wirklich demokratisiert werden. Außerdem gibt es ein paar nette Einblicke in eine potentielle Zukunft der (Schönheits-)Medizin.&#160;</li><li>Und ein Nicht-Roman von Doctorow: „<a href="http://craphound.com/content/"><em>Content</em></a>” ist eine Sammlung von Talks und Essays von ihm. Neben vielen Texten zum leidigen Thema Copyright (es ist tot, Jim), DRM (die Grundidee ist schon selten dämlich, dafür muss man kein Crypto-Experte sein) &amp; Co. Ebenfalls nichts neues für jeden, der sich mit der Materie beschäftigt. Aber auch die Frage nach Metadaten, die dank der Informationsmenge immer wichtiger werden wird aufgenommen. Und auch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Technologische_Singularit%C3%A4t">Singularität</a> ist Thema.&#160;</li><li>Seit gestern endlich auch im iBooks-Store erhältlich: „<a href="http://carlzimmer.com/books/braincuttings/index.html"><em>Brain Cuttings</em></a>” von Carl Zimmer. Eine kurze Sammlung von Texten die sich mit Neurowissenschaften und –&#160;Oh Wunder – unserem Gehirn beschäftigt: Mit dabei sind Grundlagen wie unser Gehirn Informationen verarbeitet und weitersendet, wie ansatzweises Multitasking funktioniert, was <a href="http://jonfwilkins.blogspot.com/2011/01/genomic-imprinting-iii-loudest-voice.html">genetisches Imprinting</a> mit unserem Hirn zu tun hat und noch einiges mehr. Sehr schön ist der Artikel zum Thema Singularität, den man dankenswerterweise auch für <a href="http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=e-zimmer-can-you-live-forever">umsonst bei <em>Scientific American</em> findet</a>.&#160;</li> </ul></br> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-Das-Personal-Genome-Projekt-Ein-Privacy-Albtraum.html" rel="alternate" title="Das Personal Genome Projekt – Ein Privacy-Albtraum?" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2011-01-07T18:46:36Z</published>
        <updated>2011-01-09T21:47:14Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2417</wfw:comment>
    
        <slash:comments>2</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2417</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2417-guid.html</id>
        <title type="html">Das Personal Genome Projekt – Ein Privacy-Albtraum?</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Vor Weihnachten gab es bei der Bierologie schon <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/allgemein/2010-12-18/schon-wieder-ein-jahr-rum">ein paar Buchtipps</a> von Philipp und mir. Leider habe ich <em><a href="http://www.amazon.com/Here-Human-Being-Personal-Genomics/dp/0061628336">Here Is A Human Being (At The Dawn Of Personal Genomics)</a></em> gerade erst durchgelesen. Sonst wäre das sicherlich auf der Liste der empfehlenswerten Bücher gelandet. Denn das Buch von Misha Angrist - bislang glaube ich nur auf englisch erschienen - ist für jeden der sich auch nur Ansatzweise für Genetik interessiert extrem spannend. Grundlagen der Genetik mit Fallbeispielen wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/BRCA2">BRCA2</a> (Ein Gen was bei der Entwicklung von Brustkrebs eine Rolle spielt), werden genauso erklärt wie moderne Sequenziermethoden und alles in allem gibt es rund um die Sequenzierung des menschlichen Genoms eine Abhandlung über das <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Humangenomprojekt">Human Genome Project</a></em> (HGP), die Entwicklung auf dem Markt des <em>Next Generation Sequencing</em> hin zu den Personal Genomics-Firmen wie <a href="http://www.decodeme.com/"><em>deCODEme</em></a> und <a href="https://www.23andme.com/"><em>23andme</em></a>.<br /><br />Kernstück der gesamten Geschichte ist allerdings das <a href="http://www.personalgenomes.org/"><em>Personal Genome Project</em></a> (<em>PGP</em>), was versucht die Genome von möglichst vielen Menschen zu veröffentlichen. Und Angrist ist selbst einer der ersten 10 Teilnehmer. Der Gründungs-Mythos des <em>PGP</em> ist eigentlich schnell erzählt: Nachdem sowohl Venter als auch das HGP die ersten Genome fertiggestellt haben musste man leider doch recht schnell anerkennen, dass rein genomische Daten leider nicht von ganz so viel Wert sind, wie man gedacht haben könnte. Die Lösung die George Church mit dem <em>PGP</em> vorschlägt ist daher simpel: Man braucht einfach nur mehr Daten. Und im Idealfall hat man nicht nur mehr menschliche Genome zur Hand (die auch schon helfen, immerhin hat man so mehr Vergleichsdaten und kann Unterschiede finden), sondern auch mehr Daten über die Phänotypen die Menschen mit dem Genom ausprägen, genauso wie deren Lebenssituation. Nun, und genau das versuchen sie nun auch umzusetzen. <br /><br />Da das PGP sehr viel Wert auf den freien Zugang zu den Daten legt, und diese unter einer <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/"><em>Creative Commons Zero</em></a>-Lizenz veröffentlicht, kann sich jeder auf der Webseite nicht nur den <a href="http://www.personalgenomes.org/public/">Zugang zu den DNA-Sequenzen der Teilnehmer verschaffen, sondern auch Krankendaten, Portraitfotos etc. einsehen</a>. Für Privacy-Verfechter vermutlich ein Albtraum und wohl so ziemlich das Maximum was man in der Richtung an Offenheit erzeugen kann. Und auch bei der Podiumsdiskussion zum Thema Privatsphäre/Post Privacy bei der <a href="http://www.om2010.de/"><em>#om10</em></a> kam die Frage nach den Datenschutz-Problemen mit DNA auf. Und ein Grund den George Church für diese absolute Offenheit angibt (neben den offensichtlichen Vorteilen frei verfügbaren Daten) ist die Tatsache, dass man den Teilnehmern des <em>PGP</em> nicht ernsthaft zusichern kann, dass ihre Daten anonym bleiben. Denn auch ohne Namen lässt sich aus den Daten in vielen Fällen relativ gut die Person zurück zuordnen (erst Recht, wenn man die ganzen phänotypischen Daten) dazu rechnet. <br /><br />Und auch das redigieren von Daten ist keine so einfache Lösung wie man sich das vorstellt: Als prominentes Beispiel wird <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/James_Watson">James Watson</a>, Mit-Entdecker der DNA-Struktur, angeführt. Dieser hatte sich vor der Veröffentlichung seines Genoms dazu entschlossen seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/ApoE"><em>ApoE</em>-Gene</a> redigieren zu lassen. <em>ApoE</em> spielt bei der Ausbildung von Alzheimer eine Rolle und er wollte nicht wissen ob er eine Prädisposition dafür hat. Dementsprechend wurden die betreffenden Teile redigiert. Allerdings gelang es mehreren Leuten trotzdem seinen Genotyp herauszufinden. Und zwar über ein Phänomen welches sich <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Linkage_disequilibrium#Role_of_recombination">Linkage Disequilibrium</a> nennt: Chromosomale Neuordnungen passieren zufällig, allerdings bleiben dabei Gene, die eng nebeneinanderliegen, meist trotzdem zusammen (einfach da es unwahrscheinlich ist, dass genau an der kleinen Stelle dazwischen die Rekombination stattfindet). Und so konnte man alleine durch Kenntnis der umliegenden DNA-Sequenzen herausfinden welchen Genotyp Watson höchstwahrscheinlich hat. <br /><br />So viel unsere Gene und unser Genom auch über uns verraten mögen: Bislang waren solche Informationen einzig und allein dadurch geschützt, dass die Sequenzierung einzelner Gene, von Genomen gar nicht erst zu reden, unglaublich komplex und teuer war. Denn genetische Informationen verteilen wir alle jeden Tag so ziemlich überall. Doch mittlerweile kann fast jeder der nicht gerade 2 linke Hände hat in seiner Küche anfangen DNA-Sequenzen zu entschlüsseln: Die entsprechenden Thermocycler und Sequenzer lassen sich mittlerweile <a href="http://cgi.ebay.com/ABI-PRISM-3700-DNA-ANYLYZER-SEQUENCER-fully-automated-/330512964596?pt=LH_DefaultDomain_0&amp;hash=item4cf41b9bf4">für weniger als 500 US $ bei Ebay ersteigern</a>. Und erfreulicherweise geht Angrist in seinem Buch auch auf die Do It Yourself-Biologen in ihren Küchen ein. <br /><br />George Church und das <em>PGP</em> präsentieren auf jeden Fall eine ziemlich radikale Lösung für den Umgang mit diesen Entwicklungen.<br/> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-IGEL-Gegen-den-feuchten-Traum-der-Verlegerlobby.html" rel="alternate" title="IGEL: Gegen den feuchten Traum der Verlegerlobby" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-12-13T19:23:50Z</published>
        <updated>2010-12-13T20:07:14Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2415</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2415</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2415-guid.html</id>
        <title type="html">IGEL: Gegen den feuchten Traum der Verlegerlobby</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Die Verlegerlobby bastelt ja schon seit geraumer Zeit an ihren Wunschgesetzen. Hinter den Vorschlägen der <em>„Leistungsschutzrechte für Presseverleger“</em> verbirgt sich dabei nichts anderes als der Wunsch überalterte Geschäftsmodelle durch auf sie optimierte rechtliche Bedingungen auch im 21. Jahrhundert noch unverändert fortzuführen. Wer will schon die Realität und dieses Internet anerkennen? Und wenn das Verklagen von Filesharern für die Musik- und Filmindustrie so tadellos funktioniert, wieso sollte das auch nicht mit Texten gehen? Besonders schön finde ich dabei die Vorstellung, dass man für das Verwenden von <em>Snippets</em> entlohnt werden möchte. Früher nannte man diese Dinger schlicht Zitate und waren nicht nur zentraler Bestandteil von wissenschaftlichen Arbeiten sondern auch eine ganz reguläre Kulturtechnik die so ziemlich von jedem verwendet wurden. Man munkelt sogar, dass Künstler, Autoren und Musiker sich dieser Technik bedient haben sollen...<br /><br />Aber dieses Internet hat ja so vieles verändert. Und in diesem Netz taucht da auf einmal der Feind auf. Google News und überhaupt: Diese Suchmaschinen! Die nehmen doch glatt Zitate und nutzen diese um auf Verlagsangebote zu verlinken. Damit verlieren die Verlage natürlich Unsummen an Geld. Oder halt auch nicht... Denn ein guter Anteil der Besucher die sich auf die, mit Werbung zugepflasterten, Seiten der Verlage verirren kommen gerade über solche Quellen. Und mehr Besucher heissen auch mehr Werbeeinnahmen. Aber das macht ja nichts, diese Suchmaschinen bleiben böse. Da kann man auch schon mal vergessen, dass die Verlage ihre Inhalte aus freien Stücken frei und kostenlos zugänglich gemacht haben. Und es auch technisch ganz einfach wäre Pay-Walls zu errichten und Suchmaschinen-Roboter auszusperren. Denn vielleicht kann man ja noch ein paar Suchmaschinenbetreiber schröpfen...<br /><br />Wer Links und Zitate als ungeheuerlich empfindet sollte sich einfach noch mal einen Nachhilfe-Kurs in <em>„Wie funktioniert das Internet“</em> geben lassen. Genug SEO-Experten und Social Media-Berater gibt es bestimmt. Und sogar die haben das gerüchteweise ganz gut verstanden. Wer jetzt noch nicht genug hat von den abstrusen Ideen der Verleger kann sich seit heute glücklicherweise an einer zentralen Stelle über den (Un-)Sinn der Leistungsschutzrechte informieren: Bei der <strong><em><a href="http://leistungsschutzrecht.info">Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht</a> </em></strong>findet man nicht nur die <a href="http://leistungsschutzrecht.info/argumente">Pro- und Contra-Argumente</a> aufgelistet sondern auch die <a href="http://leistungsschutzrecht.info/stimmen-zum-lsr">Meinungen aus Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft</a>. Und man kann natürlich auch seine eigene Meinung dort hinterlassen. Und jetzt viel Spaß beim durchklicken. Die Verschwörungstheoretiker können sich dabei ja mal überlegen wieso in der Presse kaum etwas davon zu lesen ist<br/> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2414-Das-iPad-For-Science-on-the-Road.html" rel="alternate" title="Das iPad: For Science &amp; on the Road" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-30T16:07:09Z</published>
        <updated>2010-11-30T16:07:09Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2414</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2414</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/1-i-love-my-computer" label="i love my computer" term="i love my computer" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2414-guid.html</id>
        <title type="html">Das iPad: For Science &amp; on the Road</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Nachdem <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2413-Gastbeitrag-Mein-Schatz...aeh...-Mein-iPad.html">Birgit im letzten Posting auf die Vorzüge und Nachteile des iPads im Lehrbetrieb an der Schule eingegangen ist</a> will ich auch kurz noch etwas dazu schreiben wofür ich das Ding im Alltag einsetze. Für mich sind dabei vor allem 2 Komponenten wichtig gewesen: Zuerst wäre da der Einsatz beim pendeln. Wer einen guten Anteil seiner Lebenszeit in Bussen und Bahnen verbringt sollte sich die Zeit da vertreiben und im Idealfall bei Bedarf produktiv werden können.<br /><br />Für mich heisst das vor allem: Feeds lesen, den ganzen Social Media-Krams nutzen können, Blogpostings tippen, Mails versenden und Co. Also alles Dinge die sowohl auf dem iPhone als auch am Notebook gehen. Allerdings macht es in den normalen Bussen und Zügen nicht gerade Spass sein Notebook auf den Beinen zu balancieren. Mal ganz abgesehen von der doch begrenzten Akku-Kapazität (Obwohl das MacBook Pro seit letzter Woche einen neuen Akku implantiert hat: Mehr als 3 1/2 Stunden Laufzeit sind nicht drin, und das auch nur unter optimalen Bedingungen).<br /><br />Das iPhone nimmt zwar viel weniger Platz weg. Dafür ist das längere Lesen von Feeds trotz Retina-Display nicht unbedingt ein Spaß. Und auch wenn die Akku-Laufzeit etwas besser ist: Nach 4-5 Stunden Benutzung ist der Spaß vorbei, mit dem Bonus-Feature, dass man dann nicht mehr telefonisch erreichbar ist. Und so gut die virtuelle Tastatur des iPhones auch ist: Längere Mails oder Blogpostings schreiben sind darauf extrem bescheiden.<br /><br />Für mich füllt das iPad damit im Pendel-Alltag genau die Nische aus. Feeds lesen, Videos schauen, eBooks lesen, Social Media-Foo befüllen. Dabei nicht zu winzig und nicht zu gross. Und der Akku hält bislang zuverlässig 2 Tage durch. Damit dürfte sich das iPad zumindest für mich auch zum idealen Konferenzbegleiter mausern und damit sowohl den Rücken schonen als auch das nervige Steckdosen-Such-Spiel erledigen. Und damit bloggen kann man auch, siehe diesen Eintrag.<br /><br />Dazu kommt noch der Einsatz auf der Arbeit, wo das Ding hauptsächlich als PDF-Reader genutzt wird. Als Naturwissenschaftler quält man sich ja jeden Tag durch Berge von Veröffentlichungen, die man meist eben als PDF erhält. Dabei leisten mir sowohl Mendeley als auch <a href="http://itunes.apple.com/de/app/goodreader-for-ipad/id363448914?mt=8">GoodReader</a> gute Dienste. <a href="http://itunes.apple.com/de/app/mendeley-reference-manager/id380669300?mt=8">Mendeley</a> indexiert und verschlagwortet schon auf meinem Mac und dem iPhone die Literatur (und hat ausgezeichneten Support für BibTeX). Und da die Quell-PDF-Daten in der Dropbox liegen hat auch GoodReader Zugriff auf die Dateien. Das schöne an GoodReader: Man kann direkt in den PDFs Annotationen, Notizen und sogar Skizzen ablegen. Damit fällt zumindest für mich das nervige Ausdrucken von Papern komplett weg.<br /><br />Neben den Papern hat man so im PDF-Format gleich sämtliche technischen eBooks, Manuals &amp; Co zur Hand. Selbstverständlich in komplett durchsuchbar. Und so bleibt der Workspace frei für den Code während man bequem in den Kochbüchern nachschlagen kann. Ausserdem ein nettes Feature: Über <a href="http://itunes.apple.com/de/app/air-display/id368158927?mt=8">AirDisplay</a> lässt sich das iPad über ein WLAN als zweiter Monitor an den Mac bringen. Je nach Netzwerkverbindung klappt das besser und schlechter. Um aber einen Blick auf Logfiles (oder in IRC/Jabber/Twitter) zu behalten reicht das allemal.<br /><br />Für mich ebenfalls sehr praktisch und erstaunlich gut: Über <a href="http://itunes.apple.com/de/app/issh-ssh-vnc-console/id287765826?mt=8">iSSH</a> lässt sich bequem die Verbindung zu Servern, egal ob in der Uni oder auf die eigenen Maschinen, herstellen. Mit der grossen Tastatur und dem ausreichend grossen Display kann man sich so auch bequem um die anfallenden Aufgaben kümmern.<br /><br />Für meine Zwecke taugt das Ding bislang sehr gut. Ja, es kein Flash und es kann keine Piratenpads bearbeiten. Aber im Zweifel packe ich mir die entsprechenden Links in Instapaper und lese/schreibe später bzw. Schaue die Videos später. Was noch aussteht: Den Rechner mal für ein paar Tage ausgeschaltet lassen mit dem kleinen Ersatz. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2412-Was-macht-eigentlich-der-Dritte-Korb.html" rel="alternate" title="Was macht eigentlich der Dritte Korb? " />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-26T22:09:31Z</published>
        <updated>2010-11-27T11:56:08Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2412</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2412</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2412-guid.html</id>
        <title type="html">Was macht eigentlich der Dritte Korb? </title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Anfang des Monats bin ich, gemeinschaftlich mit <a href="http://twitter.com/#%21/library_pirate">Kathi</a>, vom Bundesvorstand der Piratenpartei als Koordinator für die Arbeit zum <em>Dritten Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft</em> – oder auch kurz: dem 3. Korb – <a href="http://vorstand.piratenpartei.de/2010/11/06/protokoll-zur-vorstandssitzung-2010-11-04/">beauftragt worden</a>. Ich hab mich auf die Zusammenarbeit mit Kathi gefreut und bislang haben wir vor allem hinter den Kulissen an dem Thema herumgewerkelt. Aber in der dieswöchigen Flaschenpost, dem Newsletter der Piraten, ist ein kurzes Interview mit uns erschienen. Okay, Interview ist dreist gelogen. Kathi und ich haben uns selbst die Fragen gestellt und wir wollen damit erstmal klar machen um was es überhaupt bei dem Thema geht und natürlich auch Mitstreiter finden. Im Text  geht es vor allem um die Historie der ersten beiden Körbe und was man bislang vom dritten Korb erwarten darf. Ihr könnt <a href="http://bit.ly/dWjjHX">die gesamte Flaschenpost als PDF herunterladen</a>. Oder auch, etwas netter formatiert, direkt hier lesen: <br /><br /><strong>Flaschenpost: Hallo Bastian. Hallo Kathi. Es ist schön, dass ihr euch dieses wichtigen Themas annehmt. Wie kam es zu dieser Beauftragung?</strong><br /><br /> <strong>Bastian:</strong> Der ganze Urheberrechts- und Lizenz-Komplex begleitet mich jetzt schon seit ein paar Jahren und so hab ich natürlich auch die fatalen Urheberrechts-änderungen der letzten Jahre mit verfolgt. Seitdem im Juni die ersten Anhörungen zum Dritten Korb begonnen haben, <a href="http://web.piratenpartei.de/Pressemitteilung-100613-Presseverleger-Wissenschaftler-oder-Nutzer-Wer-kriegt-den-Dritten-Korb">hat sich bei den Piraten nicht mehr viel zu dem Thema getan</a>. Inspiriert durch die gute Arbeit durch die Beauftragungen bei INDECT, ACTA &amp; Co habe ich zusammen mit Kathi überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre so etwas auch für den 3. Korb zu initiieren. Nachdem wir das Thema mit Wolfgang Dudda und Andreas Popp besprochen haben, kam es dann zu der Ausschreibung, für die sich sowohl Kathi als auch ich beworben haben. Und obwohl die Beauftragung vorläufig nur auf mich gefallen ist, werden wir das Thema zusammen bearbeiten. Gerade weil Kathi in Berlin bei den meisten Veranstaltungen direkt vor Ort mitwirken kann, bietet sich das natürlich besonders an.<br /><br /><strong>Kathi:</strong> Ich war von Bastians Idee auch gleich begeistert. Durchs Studium (elende Theorie...) und durch die Arbeit in einer wissenschaftlichen Bibliothek (noch elendere Praxis) habe ich leidvolle Erfahrungen mit dem aktuellen Urheberrecht gemacht. Wenn nun um den Dritten Korb gerungen wird, müssen die Piraten dringend für die Rechte der Nutzer eintreten. Besonders die Privatnutzer - die wir alle sind - haben so gut wie keinen Fürsprecher in diesen Beratungen. Ich habe aber nur wenig Hoffnung, dass bei den nächsten Anhörungen die Piratenpartei irgendwie einbezogen wird. Das, was wir bisher davon mitbekommen konnten, kam ausschließlich von den wenigen engagierten Urheberrechtlern und Wissenschaftlern, die angehört wurden. Die spärliche Presseberichterstattung drehte sich fast nur um eigenes Terrain, das Leistungsschutzrecht für Presseverleger.<br /><br /><strong>Flaschenpost: Um was handelt es sich überhaupt genau bei dem dritten Korb?</strong><br /><br /><strong>Bastian:</strong> Als &quot;Dritter Korb&quot; wird das dritte „Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“ bezeichnet, das derzeit von Justizministerium und Bundestag vorbereitet wird. Die umfangreiche Reform des deutschen Urheberrechts wurde durch die Richtlinie zum Urheberrecht im Informationszeitalter der Europäischen Union von 2001 nötig. Und obwohl der Titel der Richtlinie und der Gesetze sich so fortschrittlich anhört, sollte man sich davon unter keinen Umständen blenden lassen. In den ersten beiden &quot;Körben&quot; wurde das Urheberrecht unter dem Einfluss der Verwerter- Lobby und auf Kosten der Allgemeinheit massiv verschärft.<br /><br /><strong>Kathi:</strong> Die bekanntesten Beispiele dafür sind in Piratenkreisen wohl das Verbot von &quot;offensichtlich rechtswidrig hergestellten Vorlagen&quot; Privatkopien anzufertigen und der rechtliche Schutz von DRM-Systemen. Aber auch im Bereich Bildung und Wissenschaft wurde die Nutzung von geschützten Werken in Intranets sehr restriktiv, um nicht zu sagen, realitätsfern gefasst. Diese Sachen wurden bereits im Ersten Korb 2003 durch die rot- grüne Koalition beschlossen.<br />Dem Zweiten Korb von 2007 verdanken wir schließlich die Kriminalisierung von Peer-To-Peer-Tauschbörsen und die anschließenden Massenabmahnungen. Aber zum Beispiel auch, dass Bibliotheken digitalisierte Werke an Computer-Arbeitsplätzen nur so häufig anzeigen dürfen, wie analoge Varianten im Bestand vorhanden sind. Die sich durch die Digitalisierung ergebenden Chancen wurden hier eindeutig verspielt. Und die Bedingungen in der Privatkopie-Schranke wurden in beiden Gesetzen so weit ausgedehnt, das diese heute praktisch nicht mehr zu gebrauchen ist.<br /><br /><strong>Bastian:</strong> Und es ist zu befürchten, dass sich die Lage nach dem Dritten Korb nicht verbessern, sondern noch weiter verschlechtern wird...<br /><br /><strong>Flaschenpost: Wie weit ist denn der Prozess um den dritten Korb?</strong><br /><br /><strong>Bastian:</strong> Die Arbeit an dem Dritten Korb hat im Juni diesen Jahres angefangen. Federführend war bisher das Bundesjustizministerium, weshalb die Konsultationen unter Ausschluss der öffentlichkeit stattfanden. Und so hatten nicht nur wir als Piraten keine Möglichkeit daran teilzunehmen, sondern es wurde auch die breite öffentlichkeit so ihrer Mitwirkung in diesem Stadium beraubt. Stattdessen wurden mit den Lobbyvertretern der Verwertungsindustrie mal wieder die üblichen Verdächtigen an den Tisch gebeten. Wenn im nächsten Jahr der Deutsche Bundestag bzw. der Rechtsausschuss die Beratungen übernimmt, hoffen wir, dass dies transparenter geschieht. Einer der zentralen Punkte soll zumindest das Urheberrecht für den Wissenschafts- und Bildungssektor sein. Bislang wurden Forderungen seitens der Wissenschaftsgemeinschaft immer vertröstet, und so ist es kein Wunder, dass Deutschlands Open-Access-Bewegung in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen steckt. Wir unterstützen die Forderungen des Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ und hoffen, dass dieser Zusammenschluss von zahlreichen Wissenschaftsorgansiationen genug Gehör findet. Und auch wenn mittlerweile viele Fraktionen angekündigt haben ein unabdingbares Zweitverwertungsrecht zu begrüßen, sollte man hier weiterhin wachsam sein.<br /><br /><strong>Kathi:</strong> Außer zur Förderung von Open Access hat man wenigstens noch eine Anhörung zum Problem der &quot;verwaisten Werke&quot; durchgeführt. Das sind solche nicht wenigen Werke, dessen Rechteinhaber nicht auffindbar oder feststellbar sind. Dies ist bei einem Urheberrecht, das 70 Jahre nach dem Tod des Urheber andauert, schon beinahe vorprogrammiert, zumal bei Werken, an denen mehrere Personen beteiligt sind wie zum Beispiel Filme. Das Fatale an der Situation ist, dass zum Beispiel Archive und Museen, die solche Werke gerne digitalisieren und verfügbar machen würden (und es wegen Medienzerfalls sogar müssen!), dies nicht dürfen bzw. sich strafbar machen, wenn sie es dennoch tun. Im Zweifelsfall können sie für ihre Arbeit, das kulturelle Erbe zu erhalten, verklagt werden. Dieses Risiko gehen öffentliche Institutionen - im Gegensatz zu Google - in der Regel nicht ein. Hier müssen also dringend Regelungen geschaffen werden, die den allgemeinen Zugang zu diesen Werken ermöglicht und sichert.<br /><br /><strong>Bastian:</strong> Ein wichtiger Punkt bei dem wir Piraten die Augen unbedingt offenhalten und aktiv werden sollten, ist das Leistungsschutzrecht für Presseverleger, das in den letzten Wochen und Monaten oft durch die Medien geisterte. Die Verlage arbeiten auf ein eigenes Schutzrecht hin, durch das zur Vervielfältigung nutzbare Geräte mit Abgaben belegt werden sollen. So wie Urheber bzw. Verwerter durch Pauschalabgaben auf Druckern, CD-Rohlingen, Computern etc. entschädigt werden, wollen die Verleger nun ihre &quot;Leistung&quot; noch einmal zusätzlich entlohnt haben. Dabei ist besonders bedenklich, dass sich die Entwüfe der Verlage gegen Suchmaschinen wenden. Dienste, die nur kleine Informations-Häppchen aggregieren, remixen und verlinken, wie Google News beispielsweise, sollen so nicht nur zur Vergütung gezwungen werden. Gleichzeitig wollen die Verlage ein Verbotsrecht eingeräumt haben. Damit wackelt sogar die Freiheit des Zitats und damit die Informations- und Meinungsfreiheit! <a href="http://donutpiraten.wordpress.com/2010/06/16/sls-die-berliner-rede-zum-%20lexspringer/">Leider hat sich die Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger bisher hinter diese Forderung gestellt</a>.<br /><br /><strong>Kathi:</strong> Darüber hinaus sind Dinge wie eine weitere Einschränkung der Privatkopie und auch ein Verbot intelligenter Aufnahmesoftware für Webradios im Gespräch. Es gibt also mehr als genug Gründe, wieso wir uns sorgen sollten.<br /><br /><strong>Flaschenpost: Und was können wir Piraten dagegen unternehmen?</strong><br /><br /><strong>Bastian:</strong> Damit der Dritte Korb nicht zu so einem der Allgemeinheit schädlichen Machwerk verkommt, müssen auch wir Piraten jetzt aktiv werden. Und das heißt vor allem den Widerstand in der breiten Bevölkerung zu aktivieren und so gut es geht zu bündeln, um das Feld nicht wieder der Verwerter-Lobby zu überlassen. Im ersten Schritt sind wir gerade dabei hier den Kontakt zu ähnlich eingestellten Organisationen herzustellen. Und da das Feld Urheberrecht kein gerade Kleines ist, brauchen wir natürlich noch Unterstützung. Sei es durch Leute, die in der Materie bereits tief drin stecken, sei es durch Leute die Werbematerial entwerfen können, Texter und ja: Eigentlich all diese Dinge, die man für eine Kampagne benötigt. Denn auch wenn der Gesetzesentwurf noch vergleichsweise am Anfang steht, sollten wir uns darauf einstellen, dass wir auch mit diesem Thema auf die Straße müssen.<br /><br /><strong>Kathi:</strong> Und wenn man weiterdenkt, ist eine breite Diskussion und eine weitergehende Positionierung der Piraten zum Urheberrecht natürlich sehr wichtig. Auch<br />
da gibt es noch viel zu tun, wie man bei den Diskussionen zu den Urheberrechts-Anträgen auf dem Parteitag in Chemnitz gesehen hat. Aber das ist eine andere Baustelle. <img src="http://www.gedankenstuecke.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2411-Keine-Angst!.html" rel="alternate" title="Keine Angst!" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-23T21:38:11Z</published>
        <updated>2010-11-23T21:38:11Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2411</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2411</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2411-guid.html</id>
        <title type="html">Keine Angst!</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <em><strong>Natürlich habe ich Angst vor Terror</strong><br /><br />„Terror, der (Substantiv, m)<br />Bedeutungen:[1] Schreckensherrschaft.<br />[2] Systematische Verbreitung von Angst und Schrecken.<br /><br />Herkunft:Der Staatsphilosoph Thomas Hobbes (1588-1679) betrachtete den „terror of legal punishment“, den Schrecken gesetzlicher Bestrafung, als notwendige Voraussetzung für das Funktionieren eines Staates. Während der französischen Revolution war „terreur“ die Selbstbezeichnung der Herrschaft Robespierre's und der Jakobiner. In dieser Zeit fand der Begriff Terror Eingang in die deutsche Sprache.“<br /><br />siehe auch: <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Terror">http://de.wiktionary.org/wiki/Terror</a><br /><br />Ja, vor genau der Art Terror habe ich Angst. Nämlich vor der Form den die Regierung zur Zeit verbreitet. Und zwar viel viel mehr als es ein paar durchgeknallte Spinner mit angeblichen Bomben jemals auszulösen vermögen. Denn wer terrorisiert hier eigentlich wen?<br /><br />Bastian Greshake<br /><a href="http://www.twitter.com/gedankenstuecke">http://www.twitter.com/gedankenstuecke</a></em><br /><br />Ja, ausgerechnet ich, der Mensch der die Worte „Keine Angst“ systemweit durch das Makro <em>/ka </em>auslösen kann. Aber ernsthaft: Unter <a href="http://wirhabenkeineangst.de/"><strong>Wir haben keine Angst</strong></a> gibt es eine schöne Aktion die sich gegen die aktuelle Hysterie und Panikmache wegen der Terrorwarnungen zu stellen. Oben könnt ihr meinen Beitrag dazu lesen. Und vielleicht hat hier ja noch der eine oder andere Lust <a href="http://wirhabenkeineangst.de/pages/mitmachen">seinen Beitrag einzureichen</a>. Text, Standbild, Video, Audio. Werdet kreativ. <br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2410-Ein-kurzes-Fazit-vom-Netzpolitischen-Kongress.html" rel="alternate" title="Ein kurzes Fazit vom Netzpolitischen Kongress" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-14T16:02:32Z</published>
        <updated>2010-11-14T16:06:53Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2410</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2410</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2410-guid.html</id>
        <title type="html">Ein kurzes Fazit vom Netzpolitischen Kongress</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte für die letzten beiden Tage zu ihrem <a href="http://nk10.de/">Kongress zu Netzpolitik in den Räumen des Paul-Löbe-Haus geladen</a> und zusammen mit dem bezaubernden Herrn Urbach habe ich mich auch auf den Weg dahin gemacht. Und eigentlich kann ich das Fazit was gestern Abend auf der Abschluss-Party diskutiert wurde nur unterschreiben: Es ist gut, dass das Thema bei den Grünen ankommt und das man versucht sich Wissen dazu anzueignen. Allerdings stecken die Grünen als Gesamtpartei so ziemlich in den Kinderschuhen was das angeht, auch wenn es vereinzelte Mitglieder gibt die in Netzpolitik schon fit sind. Sauer aufgestossen ist mir dabei allerdings die Tatsache, dass oft so getan wurde, als wären die Grünen per se schon kompetent was das Thema Netzpolitik angeht. Gerade die Eröffnungsrede von Renate Künast war dabei nicht mehr als ein zusammengegoogeltes Buzzword-Bingo. Dabei war das mangelnde Wissen mehr als einmal offensichtlich. Dabei ist es nicht verwerflich, dass man keine Ahnung hat wovon man redet und sich deshalb Hilfe sucht. Aber irgendwie sollte man dann auch schon so ehrlich sein und das auch offen zugeben können und nicht den Experten vorspielen. <br /><br />Sonst hat diese Hilfestellung glaube ich ganz gut geklappt, so mein Eindruck in den Gesprächen am Rande. Für Leute die in den Themen nicht seit Jahren drin stecken gab es einen guten Überblick über die aktuellen Debatten. Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei die Rede von Reto Hilty zum Urheberrecht die man auch <a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/wp-content/uploads/2010/11/Abstract-Hilty-2010-11-12.pdf%20">als PDF runterladen kann</a> und die aktuelle Situation ziemlich gut zusammenfasst. Weniger spannend war hingegen der Workshop „<a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/203/w2-jenseits-der-korbflechterei-interessenausgleich-im-urheberrecht"><em>Jenseits der Korbflechterei. Interessenausgleich im Urheberrecht</em></a>” der am Freitag morgen stattfand, was aber auch daran lag, dass der Workshop dermaßen voll bzw. überfüllt war, dass es doch mehr auf ein reines konsumieren für die meisten hinausgelaufen ist (oh, und daran, <a href="http://irights.info/?q=content/die-kulturflatrate-als-dritter-weg">dass die Kulturflatrate immer noch nicht tot ist</a>).<br />Ebenfalls sehr spannend fand ich die Barcamp-Session zum Öffentlichkeitsbegriff von Hannah Arendt bei der unter anderem @9er0, @mspro, @elicee, @jensbest, @rka und der @herrurbach und ich dabei waren. Von @9er0 gibt es dazu auch bereits einen <a href="http://9er0.wordpress.com/2010/11/13/%E2%80%9Eoffentlichkeit%E2%80%9C-auf-dem-netzkongress-der-grunen/">Blogbeitrag der den Slot behandelt</a>.<br /><br />Zwei Dinge sollte man beim nächsten Mal noch optimieren: Erstmal sollte keine Vermischung bzw. Überschneidung von Workshops &amp; Barcamp-Slots stattfinden, da letztere auf jeden Fall darunter leiden. Und das ist schade, denn gerade mehr Interaktivität hätte dem Kongress oft gut getan. Und es muss mehr Pausen geben: Das Programm war voll und es wurde wie üblich standardmässig überzogen. Dabei Leben so Kongresse von den Pausen wo man sich austauschen und kennenlernen kann. Und ja: Man übt noch. Und das ist gut. Glückwunsch zum Auftakt. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2408-Hinter-verschlossenen-Tueren-ACTA.html" rel="alternate" title="Hinter verschlossenen Türen: ACTA" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-27T18:00:46Z</published>
        <updated>2010-11-10T20:31:31Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2408</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2408</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2408-guid.html</id>
        <title type="html">Hinter verschlossenen Türen: ACTA</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Andre, der in Münster den <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-Der-neue-Personalausweis.html">Vortrag zum neuen Personalausweis</a> gehalten hat, hatte mich vor einiger Zeit gefragt ob ich nicht in Bochum im <a href="http://www.das-labor.org/"><em>Labor</em></a> einen kurzen Vortrag über ACTA halten könnte. Und eigentlich hätte ich das auch gerne getan. Aber leider ist mir dann der Umzug nach Frankfurt kurzfristig dazwischen gekommen. Erfreulicherweise hat sich aber <a href="http://blog.brechler-web.de/">Philip</a> bereit erklärt die Aktion zu übernehmen und für mich einzuspringen.<br /><br />Lange Rede, kurzer Sinn: Gestern Abend fand der Vortrag statt und freundlicherweise wurde der Vortrag nicht nur live gestreamt sondern auch aufgezeichnet. Hier eingebettet findet ihr die Aufzeichnung.<br /><br /><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/8EfTt3R5y9k?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/8EfTt3R5y9k?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340" /></object> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2409-Wenig-neues-im-Westen....html" rel="alternate" title="Wenig neues im Westen..." />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-11-10T20:16:19Z</published>
        <updated>2010-11-10T20:30:58Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2409</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2409</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/3-i-left-my-home" label="i left my home" term="i left my home" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2409-guid.html</id>
        <title type="html">Wenig neues im Westen...</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <div>...außer einem Umzug, einem mehr oder weniger geregelten Job und ein bisschen neuem Code. Der Umzug nach Frankfurt hat gut geklappt, neben den üblichen Piraten-Verdächtigen bin ich hier auch schon über uralte Freunde gestolpert die mittlerweile hier wohnen. Apropos stolpern: So viel Brüderschaft trinken an konsekutiven Abenden hatte ich glaube ich schon lange nicht mehr. Ernsthaft beschweren kann ich mich über mein Stipendium auch nicht: Auch wenn es sonst leider keinen einzigen (Bio-)Informatiker am Institut gibt funktioniert das meiste doch irgendwie. Die Genom-Analysen gehen langsam aber bestimmt vorwärts und dabei auch <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie/biologie/2010-08-11/meine-bachelor-arbeit-transkriptom-analysen-f-r-jeden">über das hinaus was ich in der BA-Thesis</a> bereits analog auf Transkriptom-Ebene angewandt habe. Ganz wissenschaftlich durch Learning by Failing (hard). Aber auch wenn Philipp gut 10 Zeitzonen entfernt in Australien sitzt und sich die Sonne auf den Pelz brennen lässt hilft er mir freundlicherweise. So weit so gut.&#160;</div> <br />
<div><br /></div> <br />
<div>Und hier noch die obligatorische Eigenwerbung. Ich hab ja schon ein paar Mal Werbung für den <a href="http://phylomemetic-tree.de:31415/analyse">Meme Analyser</a> gemacht. Mittlerweile hat das Ding einen erweiterten Feature-Satz. Na gut, eigentlich ist es nur ein Feature: Man kann nun endlich 2 verschiedene Meme direkt vergleichen lassen. Das Ergebnis wird dann in einem Graphen dargestellt. Wer also schon immer Wissen wollte ob #Piraten oder #Ninjas cooler sind kann das genauso untersuchen wie die Frage wer im evolutionären Kampf zwischen #<em>blumenkübel</em> und #<em>blumenkuebel</em> gewonnen hat. Abgesehen davon ist der Code immer noch extrem messy und langsam. Wer sich mit dem Setup Python, MySQL, der passenden <em>MySQLdb</em>-Library für Python und dem Bottle-Framework auskennt möge sich deshalb immer noch melden. Alternativ werde ich irgendwann wohl doch einen Rewrite in Ruby starten.</div> <br />
<div><br /></div> <br />
<div>Und damit auch erstmal wieder Ende und aus: Morgen geht es dann zum <a href="http://www.gruenes-blog.de/netzpolitik/">Netzpolitischen Kongress der Grünen in Berlin</a>. &#160;</div> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2407-Die-Glaubwuerdigkeit-von-WikiLeaks.html" rel="alternate" title="Die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-24T11:31:27Z</published>
        <updated>2010-10-26T12:53:59Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2407</wfw:comment>
    
        <slash:comments>9</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2407</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2407-guid.html</id>
        <title type="html">Die Glaubwürdigkeit von WikiLeaks</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                WikiLeaks hat in letzter Zeit für viel Wirbel gesorgt. Erst war da <a href="http://www.dailymotion.com/video/xcufdj_collateral-murder-wikileaks_news">das Video aus dem Irakkrieg</a>, welches zeigt, wie aus einem Helikopter auf unbewaffnete und flüchtende Zivilisten geschossen wird. Kurz danach <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/wikileaks-dokumentiert-afghanistan-krieg/">veröffentlichten sie zehntausende Militär-Dokumente aus dem Afghanistan-Krieg</a> gefolgt von knapp <a href="http://warlogs.wikileaks.org/">400 000 Dokumenten aus dem Irakkrieg am Freitag Abend</a>, die zwischen 2004 und 2009 angefallen sind. Gleichzeitig mit diesen Erfolgen beim Whistleblowing wächst aber auch die Kritik an Wikileaks. Und das ganz unabhängig von den <a href="http://www.guardian.co.uk/media/2010/sep/01/sweden-julian-assange-rape-investigation">Skandalen um die Persona Assange</a> und den <a href="http://www.gulli.com/news/daniel-schmitt-verl-sst-wikileaks-2010-09-25">Streitigkeiten innerhalb von WikiLeaks</a>. <br /><br />Bereits bei der Veröffentlichung des Videos unter dem Titel „<em>Collateral Murder</em>“ gab es Kritik daran, dass WikiLeaks ihre zuvor neutrale Rolle aufgegeben haben und stattdessen als Editor aufgetreten sind und dem Video nicht nur einen eindeutigen Titel gegeben haben, sondern das Video auch zurechtgeschnitten und kommentiert haben. Auch wenn dieser Schritt im Sinne der Erregung von Aufmerksamkeit noch gerechtfertigt werden könnte, ist dies gleichzeitig schon ein erster Schritt weg von ihrem eigenen Anspruch: Nämlich Dokumente zu veröffentlichen, solange sie nur neu sind (selbst unabhängig davon, ob sie echt oder ein Fake sind).<br /><br />Bei der Veröffentlichung der Dokumente aus Afghanistan wurden ca. 15 000 Dokumente zurückgehalten. Mit der Begründung, dass man hier die Namen der Informanten rauslöschen müsste, damit sie nicht den Taliban zum Opfer fallen. Was im ersten Moment nach einem vernünftigen Grund klingt, besiegelt allerdings den weiteren Vertrauensverlust in WikiLeaks. Ganz abgesehen von der Effizienz der Maßnahme: Denn das Löschen der Namen von Informanten zu deren Schutze funktioniert nur unter der Voraussetzung, dass die Daten/Dokumente nicht an anderer Stelle auch an die Öffentlichkeit gelangt sind. <br /><br />Was in meinen Augen eine ziemlich vermessene Ansicht ist. Wieso sollten Informationen, die es einmal an die Öffentlichkeit geschafft haben, nicht auch an anderer Stelle wieder schaffen? Wenn man hier davon ausgeht, dass Dokumente auch öfter geleaked werden, erweist man dem Schutz der Informaten mit der Zensur der Namen nur einen Bärendienst. Denn sollten die Taliban in die Hände eines Original-Dokuments gelangen, ist es dank der Arbeit von WikiLeaks auf einmal ein leichtes, sämtliche Namen der Informanten herauszubekommen, ähnlich wie es bei DNS-Zensur der Fall ist, wenn die Sperrlisten leaken. Denn alles was ein findiger Terrorist noch machen muss, ist einmal &quot;diff&quot; in seine UNIX-Shell zu tippen und am Ende noch „Todesliste“ über das Ergebnis zu schreiben. Informantenschutz sieht irgendwie anders aus.Assange gibt gegenüber CNN sogar unverhohlen zu, dass es sich bei der Löschung der Namen <a href="http://edition.cnn.com/2010/US/10/22/wikileaks.editing/">in erster Linie um eine PR-Aktion handelt</a>, und macht in einem Interview auch klar, dass <a href="http://www.huffingtonpost.com/2010/10/23/julian-assange-walks-out-_n_772837.html">Informatenschutz natürlich nicht gilt, wenn er fragt</a>.<br /><br />Bei der Veröffentlichung der Dokumente aus dem Irak-Krieg geht man daher auch gleich noch einen Schritt weiter und <a href="http://edition.cnn.com/2010/US/10/22/wikileaks.editing/">löscht lustig noch mehr Details aus den einzelnen Berichten</a>. Und führt damit den eigenen Grundsatz völlig ad absurdum und begräbt die eigene Glaubwürdigkeit. Da WikiLeaks alles andere als nachvollziehbar arbeitet, ist nun überhaupt nicht mehr klar, welche Informationen unter den Tisch gefallen sind und ob hier wirklich der Schutz von Informanten oder doch nur Agenda-Setting der Grund war. Durch dieses Vorgehen tut sich WikiLeaks keinen Gefallen und es operiert rein auf Basis der arroganten Grundannahme, dass Informationen nicht an anderer Stelle auch an die Öffentlichkeit gelangen.<br /><br />Aber was wäre die Alternative? Sollte man Menschenleben dadurch gefährden, dass man die Namen einfach mit veröffentlicht? Aber fragen wir doch lieber mal andersrum: Ist es eine Gefahr, wenn die Namen mit veröffentlicht werden? Wenn man davon ausgeht, dass Leaks so oder so vorkommen, macht es keinen Unterschied, ob man die Namen entfernt oder in den Dokumenten lässt (außer, dass die diff-Methode eben nicht mehr funktioniert). Und allgemeiner betrachtet muss man sagen, dass Informationen in der Vergangenheit ihren Wert daraus bezogen haben, dass sie selten waren. Für „<em>geheime</em>“ Informationen ist das immer noch der Fall. Durch eine bedingungslose, allgemein zugängliche Veröffentlichung entwertet man solche Daten immens und stellt auf der Informationsebene Waffengleichheit her.<br /><br />Leider liegt WikiLeaks nicht besonders viel an der bedingungslosen und allgemein zugänglichen Veröffentlichung. Denn nicht nur sämtliche Dokumente, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden, sind mittlerweile nicht mehr zugänglich. Selbst Collateral Murder und die War Diaries aus Afghanistan sind mittlerweile nicht mehr bei WikiLeaks zu finden. Herbert Snorasson, ein ehemaliger Mitarbeiter von WikiLeaks, <a href="http://www.zeit.de/digital/2010-10/wikileaks-irak-snorasson?page=2">sagte in einem Interview mit der ZEIT</a>: <em>„Ich glaube, es ist gar nicht so wichtig, wer als Quelle genannt wird. Es ist einfach nur wichtig, dass die Information ans Tageslicht kommt.“</em><br /><br />Auf WikiLeaks kann man sich dabei wohl leider nicht mehr verlassen.<br /> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2405-Kurswechsel.html" rel="alternate" title="Kurswechsel" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-20T10:03:48Z</published>
        <updated>2010-10-21T19:37:26Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2405</wfw:comment>
    
        <slash:comments>3</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2405</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2405-guid.html</id>
        <title type="html">Kurswechsel</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Denkt euch hier das übliche <em>„Es tut mir leid, dass ich so lange nicht gebloggt habe”</em>-Zeug hin. Und nun zum spannenden Teil: Nachdem ich mich ja eigentlich für das Informatik-Studium an der TU Dortmund eingeschrieben hatte gab es kurzfristig ein Angebot, dass ich dann doch nicht ablehnen konnte. Das <em>Biodiversität und Klima Forschungszentrum</em> in Frankfurt hatte nämlich ein 3-monatiges Stipendium im Bereich Genomanalyse etc. zu vergeben. Und da ich letzte Woche für einen Journalismus-Workshop zum Thema „Synthetische Biologie” sowieso in Frankfurt war hab ich passend auch mal für das Stipendium vorgestellt. Und was soll ich sagen: Ich kann so schnell wie möglich anfangen.<br /><br />Deshalb waren die letzten Tage (unter anderem) von der Wohnungssuche geprägt die ich dank <a href="http://twitter.com/gheed87">Gheed</a> nun auch erfolgreich abgeschlossen habe. Und so ziehe ich dann in der kommenden Woche erstmal um. Wobei umziehen nicht ganz richtig ist. Da das Zimmer möbliert ist muss nur wenig gepackt werden und dann geht es los: 3 Monate Frankfurt. 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2406-Death-Of-ACTA.html" rel="alternate" title="Death Of ACTA" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-20T10:37:05Z</published>
        <updated>2010-10-20T10:37:05Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2406</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2406</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2406-guid.html</id>
        <title type="html">Death Of ACTA</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Der Rapper <a href="http://twitter.com/itsDanBull">Dan Bull</a> hat mit <em>Death Of ACTA </em>nun einen Song mit sehr schön produziertem Video vorgestellt der sich nicht nur mit dem <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2374-Wieso-wir-uns-vor-ACTA-fuerchten-sollten.html"><em>Anti-Counterfeiting Trade Agreement</em></a> beschäftigt sondern ausnahmsweise auch mal nicht aus dem direkten Umfeld der Piratenpartei stammt. Viel Spass beim Hören.<br /><br/><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/elUwRb4DroU?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/elUwRb4DroU?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-Der-neue-Personalausweis.html" rel="alternate" title="Der neue Personalausweis" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-13T15:47:49Z</published>
        <updated>2010-10-13T16:20:56Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2404</wfw:comment>
    
        <slash:comments>3</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2404</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/9-The-Pirates-Gospel" label="The Pirates Gospel" term="The Pirates Gospel" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2404-guid.html</id>
        <title type="html">Der neue Personalausweis</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Gestern Abend gab es Besuch beim Stammtisch der Piraten in Münster. Neben einem Vertreter von Greenpeace der die Aktion „<a href="http://www.donnerstag-veggietag.de/"><em>Donnerstag ist Veggie-Tag</em></a>” vorgestellt hat (Die Idee ist Donnertags auf Fleisch zu verzichten um dem Klimawandel entgegenzuwirken, denn die Fleischproduktion ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen) gab es von <a href="http://twitter.com/A_Kasper">Andre Kasper</a> einen sehr guten Vortrag zum neuen Personalausweis. Der Ausweis war ja nun häufiger in der Kritik wegen angeblicher Sicherheitslücken. Vom unbemerkten Auslesen bis zum Identitätsdiebstahl gingen die Vorwürfe zu der Technik im ePerso. <br /><br />Einen viel weniger hysterischen und vor allem mit mehr Fakten gespickten Vortrag gab es dann gestern Abend. Der Tenor des Vortrags: Der Ausweis ist gar nicht so unsicher wie man einem glauben machen möchte und die Funktionen sind auch gar nicht so dumm. Ja, die elektronischen Funktionen lassen sich zerstören. Und ja, wer ein einfaches Lesegerät benutzt der sollte darauf achten, dass sich keine Malware auf seinem Computer befindet. Was nun aber auch schon ganz ohne ePerso so war. Denn mit Keyloggern kommt man heutzutage schon ganz bequem an die Logins für eBay, Paypal &amp; Co wenn man denn will. <br /><br />Problematischer sind da schon die Kosten die der neue Personalausweis verursacht. Nicht nur bei den Bürgern bei der Anschaffung, sondern auch bei den Kommunen die entsprechende Infrastruktur anschaffen und warten müssen. Genauso wie der Bestand an biometrischen Fotos die dem Staat damit auf einmal exklusiv zur Verfügung stehen und in Maschinerien wie der von <a href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2390-Mehr-Details-zu-INDECT.html">INDECT</a> geplanten eingesetzt werden können. Wir haben den Vortrag auch aufgezeichnet. Ton und Bild sind leider nicht wirklich optimal, aber wer sich eine Stunde Zeit nehmen will um sich abseits der Hysterie informieren will kann hier fündig werden: Als <a href="http://piratenpartei-muenster.de/wordpress/wp-content/uploads/movies/eperso.mp4">MP4-Version</a> sowie auch als <a href="http://piratenpartei-muenster.de/wordpress/wp-content/uploads/movies/eperso.ogv">OGG Video</a>. &#160; 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2402-Integrativer-Missionierungseifer.html" rel="alternate" title="Integrativer Missionierungseifer" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-12T15:14:18Z</published>
        <updated>2010-10-12T15:14:18Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2402</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2402</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/10-Dirty-Little-Religion" label="Dirty Little Religion" term="Dirty Little Religion" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2402-guid.html</id>
        <title type="html">Integrativer Missionierungseifer</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                Die Religion mal wieder: Während Horst Seehofer mit viel Tamtam behauptet, dass wir <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,722467,00.html">keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen</a> weil die sich ja so schwer tun <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article10241182/Papst-will-unglaeubiges-Europa-christianisieren.html">versucht der Papst es wieder einmal mit der Rechristianisierung in Europa</a>. Weil es reicht ja nicht wenn man irgendwo in Afrika den Leuten einredet, dass Kondome Teufelswerk sind und der Status <em>HIV positiv</em> nur ein echtes Gütesiegel dafür ist, dass Gott einen liebt. Und deshalb soll der <em>Päpstliche Rat zur Förderung der Neuevangelisierung</em> doch mal schauen wie man die Europäer dazu bringen kann wieder brav in die Kirche zu rennen, den Mitgliedsbeitrag zu zahlen und natürlich zu glauben.<br /><br /><em>„Wirtschaftliche Entwicklungen, Fortschritte in Technik und Wissenschaft, neue Lebensstile und verändertes Freizeitverhalten hätten die Gesellschaften und auch die religiöse Dimension des menschlichen Lebens verändert.”</em> heisst es da genauso wie vom <em>„besorgniserregenden Verlust an Sinn für das Heilige”</em> gefaselt wird. Und auch wenn die Bewertung seitens der Kirche und mir wohl nicht weiter auseinanderliegen könnte: Ich freue mich darüber. Menschen die anfangen über ihr Leben und ihre Freizeit selbst zu bestimmen und Zugang zum Fortschritt in Technik und Wissenschaft haben. Da muss einem eigentlich nicht Angst und Bange werden. Außer man zieht seinen eigenen Vorteil an einem definitiv überholten Geschäftsmodell (Die Kirche ist ja auch nur eine nette Umschreibung für Content-Mafia), aus mangelnder Bildung und mit den Urängsten von Menschen...<br /><br /><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6RT6rL2UroE?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/6RT6rL2UroE?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object> 
            </div>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="http://www.gedankenstuecke.de/archives/2401-Mehr-Meme.html" rel="alternate" title="Mehr Meme" />
        <author>
            <name>Bastian</name>
                    </author>
    
        <published>2010-10-12T11:55:27Z</published>
        <updated>2010-10-12T12:15:45Z</updated>
        <wfw:comment>http://www.gedankenstuecke.de/wfwcomment.php?cid=2401</wfw:comment>
    
        <slash:comments>0</slash:comments>
        <wfw:commentRss>http://www.gedankenstuecke.de/rss.php?version=atom1.0&amp;type=comments&amp;cid=2401</wfw:commentRss>
    
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/12-Aktuell" label="Aktuell: " term="Aktuell: " />
            <category scheme="http://www.gedankenstuecke.de/categories/6-with-a-wonder-and-a-wild-desire" label="with a wonder and a wild desire" term="with a wonder and a wild desire" />
    
        <id>http://www.gedankenstuecke.de/archives/2401-guid.html</id>
        <title type="html">Mehr Meme</title>
        <content type="xhtml" xml:base="http://www.gedankenstuecke.de/">
            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <head><script type="text/javascript" src="http://www.google.com/jsapi"></script><br />
			<script type="text/javascript">google.load("visualization", "1", {packages:["corechart"]});<br />
			google.setOnLoadCallback(drawChart);<br />
			function drawChart() {var data = new google.visualization.DataTable();<br />
			data.addColumn('string', 'Date');<br />
			data.addColumn('number',"#s21");<br />
			data.addRow(["2010-07-01",3]);data.addRow(["2010-07-02",7]);data.addRow(["2010-07-03",3]);data.addRow(["2010-07-04",2]);data.addRow(["2010-07-05",9]);data.addRow(["2010-07-06",8]);data.addRow(["2010-07-07",6]);data.addRow(["2010-07-08",12]);data.addRow(["2010-07-09",15]);data.addRow(["2010-07-10",15]);data.addRow(["2010-07-11",11]);data.addRow(["2010-07-12",9]);data.addRow(["2010-07-13",6]);data.addRow(["2010-07-14",3]);data.addRow(["2010-07-15",4]);data.addRow(["2010-07-16",6]);data.addRow(["2010-07-17",0]);data.addRow(["2010-07-18",2]);data.addRow(["2010-07-19",6]);data.addRow(["2010-07-20",4]);data.addRow(["2010-07-21",3]);data.addRow(["2010-07-22",3]);data.addRow(["2010-07-23",6]);data.addRow(["2010-07-24",1]);data.addRow(["2010-07-25",5]);data.addRow(["2010-07-26",29]);data.addRow(["2010-07-27",14]);data.addRow(["2010-07-28",15]);data.addRow(["2010-07-29",15]);data.addRow(["2010-07-30",81]);data.addRow(["2010-07-31",134]);data.addRow(["2010-08-01",40]);data.addRow(["2010-08-02",65]);data.addRow(["2010-08-03",67]);data.addRow(["2010-08-04",40]);data.addRow(["2010-08-05",30]);data.addRow(["2010-08-06",56]);data.addRow(["2010-08-07",78]);data.addRow(["2010-08-08",68]);data.addRow(["2010-08-09",66]);data.addRow(["2010-08-10",49]);data.addRow(["2010-08-11",67]);data.addRow(["2010-08-12",67]);data.addRow(["2010-08-13",108]);data.addRow(["2010-08-14",100]);data.addRow(["2010-08-15",51]);data.addRow(["2010-08-16",87]);data.addRow(["2010-08-17",111]);data.addRow(["2010-08-18",121]);data.addRow(["2010-08-19",208]);data.addRow(["2010-08-20",112]);data.addRow(["2010-08-21",90]);data.addRow(["2010-08-22",90]);data.addRow(["2010-08-23",104]);data.addRow(["2010-08-24",104]);data.addRow(["2010-08-25",432]);data.addRow(["2010-08-26",400]);data.addRow(["2010-08-27",354]);data.addRow(["2010-08-28",242]);data.addRow(["2010-08-29",161]);data.addRow(["2010-08-30",207]);data.addRow(["2010-08-31",207]);data.addRow(["2010-09-01",199]);data.addRow(["2010-09-02",184]);data.addRow(["2010-09-03",224]);data.addRow(["2010-09-04",135]);data.addRow(["2010-09-05",107]);data.addRow(["2010-09-06",175]);data.addRow(["2010-09-07",377]);data.addRow(["2010-09-08",336]);data.addRow(["2010-09-09",318]);data.addRow(["2010-09-10",237]);data.addRow(["2010-09-11",209]);data.addRow(["2010-09-12",165]);data.addRow(["2010-09-13",178]);data.addRow(["2010-09-14",209]);data.addRow(["2010-09-15",232]);data.addRow(["2010-09-16",214]);data.addRow(["2010-09-17",240]);data.addRow(["2010-09-18",172]);var chart = new google.visualization.LineChart(document.getElementById('chart_div'));<br />
			chart.draw(data, {width: 500, height: 350, title: 'The Meme-Analyser',pointSize:0});}<br />
			</script></head><body>Es ist schon etwas her, aber ich will euch auch hier mal auf dem laufenden halten was meine Meme-Wissenschaften so treiben. Als ersten Schritt habe ich vor ein paar Tagen den <em><a href="http://phylomemetic-tree.de:31415">Meme-Analyser</a></em> mal aktualisiert und habe dabei von der einfachen <em>Google Chart API</em> auf die fortgeschrittene <em>Google Visualisation API</em> gewechselt. Dadurch kann (bzw. muss) man nun zwar nicht mehr selbst die Skala auf der Y-Achse wählen (was vergleichende Graphen etwas schwieriger macht). <br/><br/>Dafür hat man nun allerdings den Vorteil, dass man in der Javascript-Lösung das Mouse-Over als Feature zur Verfügung hat. Damit ist die X-Achse nun nicht nur grob mit Daten annotiert sondern für jeden Datenpunkt kann man selbst nachschauen an welchem Tag die Daten erzeugt wurden und wie viele Tweets in der Datenbasis vorhanden sind. Unten gibt es ein kleines Beispiel dazu eingebunden.<br/><br/>Die nächsten Schritte habe ich mir auch schon überlegt: Zum einen wäre es ideal wenn man mehr als ein Meme gleichzeitig im Graphen haben könnte. Dafür braucht es gar nicht so viele Änderungen an der Code-Basis und in den nächsten Tagen sollte das kommen. Zum anderen versuche ich mit der Hilfe von Marco der die Twitter-Trends sammelt eine eigene Datenbasis auf die Beine zu stellen die auch unterhalb der Tagesansicht noch aussagekräftig ist. Bis dahin aber schon mal viel Spass mit der aktuellen Version.<div id="chart_div"></div></body><br />
 
            </div>
        </content>
        
    </entry>

</feed>
