#rp09 #2
Posted by Bastian • Saturday, April 4. 2009 • Category: Aktuell: , i left my home
Aufgrund von Internet-, Schlafmangel und Alkoholüberschuß gibt es nun erst den nächsten Beitrag über die re:publica 09. Am zweiten Tag hab ich dann auch recht wenige Vorträge gehört. Der Vortrag zum Datenschutz vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar lässt sich kurz zusammenfassen mit “Die
Sehr spannend fand ich nachmittags “Blogging in Africa”, ein Thema mit dem ich mich vorher noch gar nicht auseinander gesetzt habe. Interessant zu hören wie die Leute dort den Mangel an weithin verfügbarem Internet durch Radio, Ausdrucken und Mobiltelefone lösen. In dem Zusammenhang war das fehlende W-LAN sehr Schade, die geplante Videokonferenz nach Afrika durfte dadurch ausfallen.
Danach hab ich dann erstmal alle weiteren offiziellen Veranstaltungen geschwänzt und mich lieber mit Marc und Lars unterhalten und über die großen Vor-/Nachteile von OpenAccess und den großen Unterschieden zwischen Bachelor/Master und Diplom gequatscht. Über den K(r)ampf Bachelor vs. Master sollte man mal eine Reihe auf W&W veranstalten.
Abends kam dann der große Auftritt von Lawrence Lessig, dem Gründer der Creative Commons, der über - wie könnte es anders sein- Urheberrechte und die Veränderung von Kreativität durch neue Techniken. Super Inhalt in einer perfekten Präsentation.
Danach gab es dann noch die Twitterlesung zu der das allgemeine Feedback ja sehr gespalten. Prinzipiell würd ich sagen: super Sache. Wichtig ist nur das auch passende Tweets ausgewählt werden. Manche waren nur Rohrkrepierer und wenn Leute ihre eigenen Tweets vorlesen ist das ganz ganz schlecht für die Stimmung.
Dafür haben die Talks gestern einfach nur gerockt: Angefangen morgens mit dem Vortrag zum “neuen Netz” von Jan Schmidt über unser Rollenverständnis im Netz und ob wir nicht einfach eine Norm brauchen, dass wir nicht alle Informationen über Menschen aus dem Netz suchen nur weil wir könnten.
Danach ging es weiter mit dem sehr spannenden Beitrag von Esra‘a Al Shafei über “Social Media in the Mideast” die gezeigt hat wie dort Zensur und Unterdrückung von staatlichen Seiten mit Hilfe des Netzes umgangen wird, Protest geübt wird und internationale Aufmerksamkeit erzeugt wird.
Die Vorträge von Jimbo Wales und Cory Doctorow muss man eigentlich nicht weiter kommentieren: Zucker! Gleiches gilt auch für den Talk über die Atheist Bus Campaign, wo sehr schon vorgestellt wurde mit welchen Mitteln das Fundraising dafür vonstatten ging.
Zusammenfassend hat es sich für mich auf jedenfall gelohnt nach Berlin zu kommen. Eine Reihe spannender Vorträge gehört, jede Menge nette und spannende Menschen kennengelernt und wiedergetroffen und auch ein bisschen was gelernt. Das kaputte WLAN fand ich für mich persönlich nicht ganz so schlimm. Das Getwitter ging ja auch per iPhone ganz okay und hat meiner Ansicht dafür gesorgt einfach mehr wirklich anwesend zu sein. Für Leute ohne Datenplan im Mobilfunk-Tarif natürlich ein großes Problem. Genauso für die Vortragenden die ihre Präsentationen darauf aufgebaut haben das es Netz gibt.
Die paar Panels die ich gesehen hab fand ich zum Großteil langweilig. Eine Podiumsdiskussion baut eben darauf auf das auch diskutiert wird. Und das passiert nicht wenn alle Leute die auf der Bühne sitzen die gleiche Meinung oder zumindest sehr ähnliche Meinung haben. Da fehlt es dann einfach an Streitkultur.




