Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

God Hates $Thing

Posted by Bastian • Thursday, July 29. 2010 • Category: Dirty Little Religion
Fred Phelps und seine Westboro Baptist Church sind ganz ausgesprochen schräge und verrückte Vögel, denn diese unabhängige Baptisten-Kirche gehört zu der Gruppe radikaler Christen die den Kontakt zur Welt völlig verloren haben. Wer daran zweifelt sollte sich nur mal anschauen unter welcher Domain man die Kirche im Internet findet: God Hates Fags. Aber keine Angst, die Anhänger der Kirche sind nicht nur homophob sondern auch Antisemiten und sind gegen den Katholizismus, gegen die amerikanische Flagge und, haltet euch fest, auch gegen Schweden und Irland (sagt zumindest die Wikipedia mit ein paar Belegen). Also der komplette Rundumschlag gegen alle die nicht schnell genug missioniert worden sind...

Letzte Woche fand in San Diego die Comic-Con, die weltgrößte Comicmesse, statt. Dazu trifft man vor Ort auch auf die üblichen, verkleideten Comic-Fans die in die Rolle ihrer Comic-Charaktere schlüpfen. Sehr schön anzusehen. Ebenfalls vor Ort: Ein paar einsame Anhänger der Westboro Baptist Church um gegen die, aus der Hölle geschickten, Comic-Fans zu protestieren. Aber die Comicer waren nicht nur in der Überzahl sondern auch um einiges kreativer was ihre Protestschilder angeht, mein Favorit: “All Glory To The Hypnotoad”. Das Video unten zeigt einen kurzen Bericht dazu. Und bei Comics Alliance findet man noch viel mehr Fotos.

Heaven is placid and fluffy

Posted by Bastian • Wednesday, July 7. 2010 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


[via]

The Good Book

Posted by Bastian • Sunday, June 6. 2010 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Passend zum Sonntag, via Pharyngula

Direkte Demokratie - #fail?

Posted by Bastian • Monday, November 30. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion, The Pirates Gospel
Verbieten - alles

Die Schweizer haben also einen Volksentscheid durchgeführt. Über ein Bauverbot von Minaretten. Und mit 57 % der Stimmen ist es durchgekommen ist dieses Verbot nun angenommen worden und soll Teil der Schweizer Verfassung werden.

Erwartungsgemäß jubelt die Rechte und der Rest ist empört. Und auch innerhalb der Piraten finden sich jene die es skandalös finden und jene die es bejubeln. Auch weil hier doch gezeigt wird wie toll direkte Demokratie (oder Basisdemokratie wie die Piraten in NRW zu sagen pflegen) funktioniert.

Erst einmal zur Entscheidung selbst: Ich würde auch sagen, es ist ein Skandal. Und das nicht weil ich so großer Fan des Islams bin, denn jeder der hier mal ein paar Postings gelesen hat wird wissen, dass ich überzeugter Gegner sämtlicher Religionen und ihrer Sonderstellungen innerhalb der Gesellschaft bin.

Doch aus den gleichen Gründen, aus denen ich die vielen Knebelverträge der christlichen Kirchen ablehne, lehne ich dieses Vorhaben der Minarettverbote genauso ab: Denn auf den ersten Blick verstößt es gleich gegen 2 Grundrechte die zumindest ich persönlich sehr zu schätzen weiss und die bei uns gelten (sollten):

1. Den Gedanken der Gleichheit, “Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.” und auch der Rest von Artikel 3 des Grundgesetzes spricht dafür: Niemand darf wegen seiner Religion benachteiligt werden. Durch diese Entscheidung werden allerdings die Angehörigen einer Religionsgemeinschaft - hier des Islams - konkret benachteiligt. Während die Christen und alle anderen Fans des Übernatürlichens weiter lustig ihre Tempel zimmern dürfen, wurde ihnen das nun partiell untersagt.

2.  Artikel 4 unseres Grundgesetzes ist da auch recht eindeutig: “Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.” In wie weit das noch gegeben wäre, wenn man den Anhängern verbietet ihre typischen Tempel zu bauen? Ich wage es zu bezweifeln.

Und auch der Schutz von Minderheiten, wenn auch kein explizites Grundrecht, wird hier eklatant verletzt.

Und als jemand der explizit keiner Religion zugehörig ist beanspruche ich für mich diese Rechte: Nämlich das auch völlig frei von Glauben zu sein und deshalb trotzdem nicht benachteiligt zu werden. Das dies auch bei uns in der Realität ganz anders aussieht, steht leider auf einem anderen Blatt.

Und nur weil ich der überzeugten Ansicht bin, dass dies die beste Ansicht ist, will ich trotzdem nicht jedem anderen verbieten an sein Suppe zu glauben. In dem Sinne: Glaub doch bitte jeder was er will - solange er niemanden damit belästigt, niemandem dabei schadet und nicht alles und jeden Indoktrinieren will (Das gilt natürlich für alle Grundrechte und Freiheiten: Sie enden da wo sie die Freiheiten der anderen Einschränken). Von daher ist das Vorgehen der Schweiz für mich völlig ungeheuerlich.

Aber zurück zu den Piraten: Wie sieht es denn aus? Mit der ach so tollen direkten Demokratie haben die Schweizer entschieden. Und wie kann man es da denn wagen das zu kritisieren? Erstmal: 57 % sind keine überwältigende Mehrheit. Und jeder der schon mal auf einem Parteitag (auch der Piraten) war dürfte wissen: Gegner für etwas zu mobilisieren ist viel einfacher als Unterstützer. Denn meckern kann man immer.  Und einige sogar auf hohem Niveau.

Dazu kommt: Direkte Demokratie hat durch aus seine Fehler, gerade bei emotionalen Themen. Denn mit der Angst zu spielen, das ist immer leicht. Und verleitet auch unentschlossene dazu ihr “Nein” zu geben. Man stelle sich nur vor mal einen Volksentscheid bei uns zu machen, “Sollte man allen Kinderschändern den Schwanz abschneiden. Ja/Nein”. Ich mag erahnen was dabei raus kommt. Vermutlich keine rationale Entscheidung.

Das heisst aber nicht, dass das System oder Konzept der direkten Demokratie schlecht ist. Es heisst nur, dass die Direkte Demokratie nicht der erste Punkt auf der Umsetzung der Piratenagenda sein sollte. Denn damit das Konzept funktionieren kann muss erstmal ein ganz anderer, gewichtiger Faktor geregelt sein: Gute Entscheidungen kann man nur treffen wenn man informiert ist. Hier ist das riesige Themenfeld Transparenz gefragt.

Ohne ausreichende Transparenz ist es unmöglich für jeden Bürger eine informierte Entscheidung zu treffen und sich nicht rein von seiner Emotion leiten zu lassen. So lange dieser Faktor nicht umgesetzt ist, macht man es nur Demagogen leicht Stimmen zu fangen. Und wie Corax auf Twitter so schön sagte: “Niemöller kennt keiner mehr”, deshalb hier nochmal für euch:



„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“



Wofür Kirchensteuer?

Posted by Bastian • Monday, November 23. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion
Das Argument für die Kirchensteuer und den Aufrechterhalt der Kirchenmitgliedschaft, welches Dennis anführt kenne ich auch nur zur genüge: “Aber das Geld wird doch für gute Zwecke eingesetzt, für Kindergärten und soziale Einrichtungen”. Das dieses nicht mal ansatzweise der Wahrheit entspricht muss man mir nicht erzählen. Aber es ist schön, dass er auch gleich eine Quelle aufgefunden hat die vermeintlich belastbare Zahlen dazu liefert wie viel Geld denn für diese tollen Zwecke ausgegeben wird. Der Internationale Bund der Konfessionslosen & Atheisten hat dazu nämlich Zahlen auf seiner Homepage:

“Viele glauben, der Großteil der Kirchensteuer komme sozialen Zwecken zugute. Das ist jedoch falsch: In Wirklichkeit werden zwei Drittel der Kirchensteuer für die Bezahlung von Pfarrern und Kirchenpersonal verbraucht. In keinem anderen Land der Welt verdienen Pfarrer so viel wie bei uns: etwa 4000 Euro im Monat. Ihre Besoldung und Versorgung entspricht der eines Regierungsdirektors. Bischöfe werden aus öffentlichen Steuermitteln bezahlt und beziehen rund 7.700 Euro, Erzbischöfe sowie der evangelische Landesbischof sogar fast 10.000 Euro. Für öffentliche soziale Zwecke bleiben – selbst nach kirchlichen Angaben – nur höchstens 8 Prozent der Kircheneinnahmen übrig, der Rest wird größtenteils für Kirchenbauten und Verwaltungszwecke verwendet. Die Kosten von kirchlichen Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen etc. werden fast ganz – zwischen 85 und 100 Prozent – aus öffentlichen Steuermitteln finanziert oder von Elternbeiträgen, Krankenkassen etc. gedeckt.”
Wie war das nun also damit, dass die Kirchen so viele wichtige Dinge aus den Kirchensteuern bezahlen?

FaschistInnen!

Posted by Bastian • Saturday, October 10. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Das Bill O'Reilly nicht zu den hellsten Köpfen der USA gehört dürfte hinlänglich bekannt sein. Aber wie schnell er den Faschismus aus der Kiste zaubert ist wirklich arm.

[via]

Ein toller Arbeitgeber

Posted by Bastian • Wednesday, October 7. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion
Das ehemalige Nachrichtenmagazin SpOn hat wieder einen schönen Artikel über einen meiner Lieblingsgegner der Demokratie - Die Kirchen. Und zwar geht es um die Sonderrechte, die Kirchen in Bezug auf ihre Angestellten haben. Denn es ist heute immer noch so das die Religionsgemeinschaften besondere Features haben, nicht nur was das Eintreiben ihrer Mitgliederbeiträge - der Kirchensteuer - angeht sondern sie haben auch eine extreme Macht über ihre Mitarbeiter.

Während pädophile Pastoren höchstens wegversetzt werden kann der gemeine Angestellte in der Diözese schon dafür entlassen werden das er mit seinem Lebenspartner unter einem Dach wohnt. Zumindest wenn er das - schockierenderweise - ohne Trauschein macht, das kann ein mittelalterliches Weltbild schon ernsthaft erschüttern. Da hilft dann auch das Antidiskriminierungsgesetz nichts. Denn auch darüber stehen die Kirchen. Und das zum guten Teil auf Grund von Staatsverträgen wie dem Reichskonkordat - welches 1933 von der kath. Kirche mit den Nazis geschlossen wurde.

Doch auch ganz abseits von der zweifelhaften Geschichte dieser Verträge: Wie ernst ist es in Deutschland mit der Einhaltung von Rechten und Gesetzen? Offensichtlich nicht ganz so wenn die Kirchen ihre Finger da mit im Spiel haben. Da kann man feststellen: Wirklich weit sind wir hier in Deutschland mit der Trennung von Kirche & Staat nicht.

Trennung von Kirche & Staat?

Posted by Bastian • Monday, August 31. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion
Wenn ich erzähle das wir in Deutschland bis heute keine wirkliche Trennung von Kirche & Staat haben werde ich meist nur müde belächelt. Wie könnte das denn der Fall sein? Das es schon bei den Kindergärten anfängt bei denen die Kirchen nur einen Teil der Finanzmittel stellen (der Rest kommt aus öffentlicher Hand) und dafür die maximale Kontrolle wollen ist vielen nicht bewusst.

Doch unter anderem in Nordrhein-Westfalen geht es noch einen Schritt weiter: «Von den 3500 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sind 1100 katholisch und 100 evangelisch.» so ein SpOn-Artikel. Und gleichzeitig haben nicht jene Schüler ein Anrecht auf einen Schulplatz die möglichst nah an der Schule wohnen - sondern jene Schüler die das passende Bekenntnis haben. Da stellt sich mir doch direkt die Frage wie sinnvoll es überhaupt ist das staatliche Schulen konfessionsgebunden sind. Gleichzeitig werden damit nämlich auch Leute aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit benachteiligt (wie Grundgesetzkonform das ist möchte ich gar nicht beleuchten).

Das Problem betrifft natürlich nicht nur Konfessionslose sondern jeden der einer “falschen”™ Religion angehört. Und kann im Endeffekt zu einer Ghettoisierung führen wenn in den Schulen nur noch die gleichen Religionsgemeinschaften aufeinanderprallen. Das dürfte etwas sein was man in NRW & Niedersachen (die einzigen beiden Länder die solchen Unsinn durchführen) mal ändern sollte. Wir schreiben das Jahr 2009, nicht 1009.

(rechts-)radikale Evangelikale in Deutschland

Posted by Bastian • Thursday, July 9. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Der letzte Artikel über fundamentalistische Christen in Deutschland mit dem passenden Video ist ja noch gar nicht so lange her. Der Film hier, “Jesus Junge Garde” ist eine Dokumentation von 2005 die unter anderem bei Phoenix lief. Mit den verschiedenen christlichen Festivals die es auch dieses Jahr gab jedoch immer noch aktuell. Das ganze Ding hat gut 45 Minuten Laufzeit, ihr solltet also ein bisschen Zeit mitbringen. Dafür gibt es zu sehen was (auch rechts-)radikale Fundamentalisten für Jugendliche so attraktiv macht.

[via]

Christliche Nächstenliebe

Posted by Bastian • Wednesday, July 1. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Abartige Evangelikale die Andersgläubigen und Kritikern mit dem Tode drohen gibt es nur in den USA? Weit gefehlt...

[via]

Buskampagne Münster auf YouTube

Posted by Bastian • Saturday, June 6. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Mit ein bisschen tricksen ist nun auch das WDR Lokalzeit-Video bei YouTube gelandet.

Und nochmal die Buskampagne

Posted by Bastian • Wednesday, June 3. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion
Buskampagne

Heute morgen, fast pünktlich, um kurz nach 11 kam die Buskampagne auch nach Münster gerollt. Im Gepäck neben dem eigenen Bus auch die christliche “Kontervariante”. Neben einigen ortsansässigen Atheisten kamen dann fast nochmal so viele Medienvertreter zum Start, neben der Lokalpresse in Form der Münsterschen Zeitung auch der WDR und SAT 1 die fleissig gefilmt haben und sicher noch einige andere die ich hier vergessen habe. Dank des typischen, verhangenen Münsteraner Wetters musste das Verdeck des Doppeldeckers leider geschlossen bleiben.


Buskampagne

Die anschliessende Stadtrundfahrt, an einigen der zahlreichen Kirchen vorbei, war sehr nett. Peder von der Buskampagne erzählte dazu allgemein etwas zu den Zielen der Kampagne und den Problemen die Werbung auf Linienbussen schalten zu lassen. Dazu gab es von einigen Münsteranern noch Berichte über zweifelhafte Aktivitäten der Kirche direkt vor der eigenen Haustür. Mancher erinnert sich vielleicht an den Aufmarsch “der 1000 Kreuze” gegen Abtreibungen in der Innenstadt. Deren Initiatoren haben wohl nicht ganz zufällig engere Verbindungen mit der Rechtsradikalen Szene.


Buskampagne

Sehr nett fand ich die Diskussionen während der Fahrt und auch vor dem Bus mit Besuchern und auch der christlichen Missionierungsgruppe. Die negativen Reaktionen seitens gläubiger Menschen hielten sich dabei auch zurück. Und auch irgendwelche Ausschreitungen gab es nicht. Wohl ganz anders als all die Verkehrsbetriebe befürchtet haben die ihren Schwanz eingezogen haben und die Werbung nicht schalten wollten.

Buskampagne kann starten

Posted by Bastian • Saturday, May 2. 2009 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion
Nachdem sich in Essen nun endlich ein Verkehrsbetrieb gefunden hat der die deutsche Buskampagne auf seinen Bussen erlauben will wird es aber noch eine begleitende Aktion geben: Eine Deutschlandtour mit einem passend beklebten Doppeldecker-Bus! Das hat den Vorteil dass der Atheistbus ganz sicher auch in eure Nähe kommt.

Darüber dass unser schönes aber erzkatholisches Münster dabei ist freue ich mich ganz besonders.