Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

Relevanzkriterien

Posted by Bastian • Tuesday, March 1. 2011 • Category: Aktuell: , i love my computer
Das allgemeine Informationsüberangebot im Netz verstört ja so manchen. Um der Flut an Daten Herr zu werden nutzt jeder so seine eigenen Mechanismen. Manche lesen nur einzelne Newsseiten, direkt im Browser. Andere abonnieren so viele RSS-Kanäle wie irgendwie möglich und markieren einfach regelmäßig alles als gelesen. Und hoffen dann darauf, dass die relevanten Informationen schon so oft veröffentlicht werden, dass sie nicht untergehen weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass man sie irgendwann liest. Wieder andere nutzen eine ganze Reihe sozialer Filter und lassen sich dadurch informieren.

Meine Informationen beziehe ich vor allem aus einem Haufen RSS-Feeds (145 sind es laut Google Reader zur Zeit), darunter Feeds von Zeitungen, von Blogs, von Aggregatoren wie ResearchBlogging und abseits davon aus meiner Twitter-Timeline und durch Twitter-Suchen. Während die RSS-Feeds zumindest zum Großteil von mir selbst angelegt wurden (wenn man das Sharing-Feature des Google Readers mal vernachlässigt) erfüllt die Timeline den sozialen Filter und spült da Links und Quellen nach oben.

Je häufiger einzelne Links gepostet werden, desto wichtiger oder relevanter sind sie dabei vermutlich. Auch wenn man, dank der nativen Retweet-Funktion, nicht mehr wirklich einen Überblick darüber bekommt wie oft einzelne Artikel empfohlen werden, ist das eigentlich ein ganz gutes Maß für den Impact einzelner Links. Allerdings: Wenn man nicht den ganzen Tag vor seiner Timeline liest und jeden einzelnen Tweet liest, dann ist es nicht ganz trivial mitzubekommen, welche Links gerade „heiss“ sind. Außerdem ist das im Kopf mitzählen wie oft etwas gepostet wurde keine dankbare Aufgabe. Und vor allem eine Aufgabe für die Computer mit ihrer Fähigkeit zu zählen viel besser geeignet sind.

Mit Paper.li, Twittertim.es & Co gibt es zwar schon automatisierte Lösungen um die eigene Timeline auszuwerten. Aber ich hab mir deshalb selbst eine kleine Lösung für das Problem gebastelt. Zum Teil aus Neugier, zum Teil um eine selbst-gehostete Lösung und zum Teil auch einfach „weil es geht“.

Auf dem Server der auch den Phylomemetic Tree hostet läuft sowieso 24 Stunden lang am Tag mein irssi. Und neben dem Rumhängen in IRC-Chats nutze ich es, via twirssi, auch für Twitter. Und da die gesamte Timeline dort sowieso mitgeloggt wird lag es relativ nah diese Datenquelle dafür zu verwenden. Und so parst ein kleines Python-Script jetzt am Ende jeden Tages sämtliche Links des Tags aus dem Logfile, verwandelt die Short-URLs gegebenenfalls wieder in die Ziel-Adressen, erstellt das Histogramm für den Tag und baut aus den häufigsten Links des Tages einen RSS-Feed. Und der ist öffentlich zugänglich, falls ihr euch also dafür interessiert was ich jeden Tag so lese, dann viel Spaß damit.

Und hier der obligatorische Disclaimer: Das Ding hab ich gestern Nachmittag kurz zusammengehackt. Es ist also nicht fertig und hat noch Fehler. Z.B. sind die Umlaute in den Titeln manchmal zerschossen.

Leseliste: Dezember und Januar

Posted by Bastian • Monday, January 17. 2011 • Category: Aktuell: , i love my computer
In meinem Artikel über das iPad hatte ich ja schon angedeutet, dass mir das Lesen von eBooks recht viel Spaß macht. Und in den letzten 2 Monaten hab ich gefühlt mehr Bücher gelesen als im gesamten Jahr davor. Und dabei nur ein Werk im analogen Papier-Format. Die Auswahl des iTunes-Bücherladens ist dabei eigentlich ganz okay, vor allem weil man auch auf das Gutenberg-Archiv Zugang hat. Aber das DRM der kostenpflichtigen Buchtitel kann einen in der Tat in den Wahnsinn treiben. Das man die Dinger nicht auf jedem Gerät abspielen kann: Nervig, aber geschenkt. Aber das man nicht direkt aus den Büchern kopieren kann macht mich verrückt. Es bleibt zu hoffen, dass Apple hier den gleichen Weg geht wie mit der Musikabteilung und die blödsinnige Beschränkung kippt...

Sonst steht einem natürlich immer noch der Weg über die Tauschbörsen der Wahl offen, die Auswahl an eBooks im ePub-Format soll da, natürlich nur gerüchteweise, gar nicht so übel sein und kommt glücklicherweise ohne alberne Einschränkungen daher. Aber so viel zu dem üblichen Copyright-Foo. Hier jetzt die, halbwegs vollständige, Liste der Bücher die in der letzten Zeit durch den Reader oder durch meine Hände gelaufen sind:
  • Über „Machine of Death” und „Out of Control” habe ich bereits bei der Bierologie kurz gebloggt, genauso wie hier über „Here is a Human Being”. Die Empfehlungen dafür bleiben natürlich bestehen.
  • Seit der letzten Stephenson-Lektüre ist schon wieder einige Zeit vergangen. Das ist auch so ein Autor den ich, wieso auch immer, nur auf Empfehlung lese. Nach dem „Cryptonomicon” und „In The Beginning Was The Command Line” gab es jetzt „Snow Crash”. Netter Cyberpunk (aber ich bin auch generell großer Fan des Themas): Menschen die sich in den Cyberspace gogglen, fiese Drogen, ein bisschen Religion. Ich hab es innerhalb recht kurzer Zeit verschlugen, fragt mal Birgit, die auf der Fahrt nach Berlin zum 27c3 deshalb nichts von mir hatte. 
  • Danach kam dann endlich mal „Free Culture” von Lawrence Lessig dran. Das Buch ist eine schöne Abhandlung der Geschichte des Copyrights, wie sich das Copyright durch jede neue Revision von Technik verändert hat und wieso die aktuellen Bestrebungen das Copyright ins digitale Zeitalter zu übertragen zum scheitern verurteilt sind (bzw. es zumindest sein sollten). Wer sich mit der Materie noch nicht auseinandergesetzt hat kriegt hier einen guten Einblick. Wer sich damit schon beschäftigt hat findet die wichtigsten Argumente auf wenige Seiten komprimiert. 

  • Passend dazu hab ich mich danach dann mal am Kanon von Cory Doctorow versucht und mich durch 3 seiner Bücher gelesen. Angefangen mit seinem Roman „Little Brother”, einer nicht-ganz-so-fernen Dystopie: Nach 9/11 nimmt die Terrorpanik den gewohnten Gang, die Homeland Security übt sich in der Überwachung der Bevölkerung. Und dann sprengt irgendwer in San Francisco eine der Brücken und der erweiterte Überwachungswahn nimmt seinen Lauf, jeder Bürger wird verdächtig. Dazwischen ein paar Jugendliche die in ihrem Parallel-Internet dafür sorgen, dass auch dem Rest der Bevölkerung klar wird, dass Überwachung böse ist. Schön geschrieben und wer mit dem „Cryptonomicon” die Grundlagen der Kryptographie gelernt hat, der kann hier eine Auffrischung darüber kriegen, genauso zu den Themen Freifunk und Anonymisierungsdienste. 
  • Weiter ging es dann mit „Makers”: Einer Zukunftsaussicht was passieren könnte wenn sich die DYI-Mentalität (wohl das, was bei uns z.T. bausteln genannt wird) weiterentwickelt und man auf einmal relativ günstig und einfach auch analoge Objekte kopieren und deren Designs teilen kann und so die analogen Produktionsmittel auf einmal wirklich demokratisiert werden. Außerdem gibt es ein paar nette Einblicke in eine potentielle Zukunft der (Schönheits-)Medizin. 
  • Und ein Nicht-Roman von Doctorow: „Content” ist eine Sammlung von Talks und Essays von ihm. Neben vielen Texten zum leidigen Thema Copyright (es ist tot, Jim), DRM (die Grundidee ist schon selten dämlich, dafür muss man kein Crypto-Experte sein) & Co. Ebenfalls nichts neues für jeden, der sich mit der Materie beschäftigt. Aber auch die Frage nach Metadaten, die dank der Informationsmenge immer wichtiger werden wird aufgenommen. Und auch die Singularität ist Thema. 
  • Seit gestern endlich auch im iBooks-Store erhältlich: „Brain Cuttings” von Carl Zimmer. Eine kurze Sammlung von Texten die sich mit Neurowissenschaften und – Oh Wunder – unserem Gehirn beschäftigt: Mit dabei sind Grundlagen wie unser Gehirn Informationen verarbeitet und weitersendet, wie ansatzweises Multitasking funktioniert, was genetisches Imprinting mit unserem Hirn zu tun hat und noch einiges mehr. Sehr schön ist der Artikel zum Thema Singularität, den man dankenswerterweise auch für umsonst bei Scientific American findet

Das iPad: For Science & on the Road

Posted by Bastian • Tuesday, November 30. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Nachdem Birgit im letzten Posting auf die Vorzüge und Nachteile des iPads im Lehrbetrieb an der Schule eingegangen ist will ich auch kurz noch etwas dazu schreiben wofür ich das Ding im Alltag einsetze. Für mich sind dabei vor allem 2 Komponenten wichtig gewesen: Zuerst wäre da der Einsatz beim pendeln. Wer einen guten Anteil seiner Lebenszeit in Bussen und Bahnen verbringt sollte sich die Zeit da vertreiben und im Idealfall bei Bedarf produktiv werden können.

Für mich heisst das vor allem: Feeds lesen, den ganzen Social Media-Krams nutzen können, Blogpostings tippen, Mails versenden und Co. Also alles Dinge die sowohl auf dem iPhone als auch am Notebook gehen. Allerdings macht es in den normalen Bussen und Zügen nicht gerade Spass sein Notebook auf den Beinen zu balancieren. Mal ganz abgesehen von der doch begrenzten Akku-Kapazität (Obwohl das MacBook Pro seit letzter Woche einen neuen Akku implantiert hat: Mehr als 3 1/2 Stunden Laufzeit sind nicht drin, und das auch nur unter optimalen Bedingungen).

Das iPhone nimmt zwar viel weniger Platz weg. Dafür ist das längere Lesen von Feeds trotz Retina-Display nicht unbedingt ein Spaß. Und auch wenn die Akku-Laufzeit etwas besser ist: Nach 4-5 Stunden Benutzung ist der Spaß vorbei, mit dem Bonus-Feature, dass man dann nicht mehr telefonisch erreichbar ist. Und so gut die virtuelle Tastatur des iPhones auch ist: Längere Mails oder Blogpostings schreiben sind darauf extrem bescheiden.

Für mich füllt das iPad damit im Pendel-Alltag genau die Nische aus. Feeds lesen, Videos schauen, eBooks lesen, Social Media-Foo befüllen. Dabei nicht zu winzig und nicht zu gross. Und der Akku hält bislang zuverlässig 2 Tage durch. Damit dürfte sich das iPad zumindest für mich auch zum idealen Konferenzbegleiter mausern und damit sowohl den Rücken schonen als auch das nervige Steckdosen-Such-Spiel erledigen. Und damit bloggen kann man auch, siehe diesen Eintrag.

Dazu kommt noch der Einsatz auf der Arbeit, wo das Ding hauptsächlich als PDF-Reader genutzt wird. Als Naturwissenschaftler quält man sich ja jeden Tag durch Berge von Veröffentlichungen, die man meist eben als PDF erhält. Dabei leisten mir sowohl Mendeley als auch GoodReader gute Dienste. Mendeley indexiert und verschlagwortet schon auf meinem Mac und dem iPhone die Literatur (und hat ausgezeichneten Support für BibTeX). Und da die Quell-PDF-Daten in der Dropbox liegen hat auch GoodReader Zugriff auf die Dateien. Das schöne an GoodReader: Man kann direkt in den PDFs Annotationen, Notizen und sogar Skizzen ablegen. Damit fällt zumindest für mich das nervige Ausdrucken von Papern komplett weg.

Neben den Papern hat man so im PDF-Format gleich sämtliche technischen eBooks, Manuals & Co zur Hand. Selbstverständlich in komplett durchsuchbar. Und so bleibt der Workspace frei für den Code während man bequem in den Kochbüchern nachschlagen kann. Ausserdem ein nettes Feature: Über AirDisplay lässt sich das iPad über ein WLAN als zweiter Monitor an den Mac bringen. Je nach Netzwerkverbindung klappt das besser und schlechter. Um aber einen Blick auf Logfiles (oder in IRC/Jabber/Twitter) zu behalten reicht das allemal.

Für mich ebenfalls sehr praktisch und erstaunlich gut: Über iSSH lässt sich bequem die Verbindung zu Servern, egal ob in der Uni oder auf die eigenen Maschinen, herstellen. Mit der grossen Tastatur und dem ausreichend grossen Display kann man sich so auch bequem um die anfallenden Aufgaben kümmern.

Für meine Zwecke taugt das Ding bislang sehr gut. Ja, es kein Flash und es kann keine Piratenpads bearbeiten. Aber im Zweifel packe ich mir die entsprechenden Links in Instapaper und lese/schreibe später bzw. Schaue die Videos später. Was noch aussteht: Den Rechner mal für ein paar Tage ausgeschaltet lassen mit dem kleinen Ersatz.

Gastbeitrag: Mein Schatz...äh... Mein iPad

Posted by Bastian • Monday, November 29. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer, We Don't Need No Education
Ich gebe zu: Ich gebe es nur sehr selten (und ungern;-) in fremde Hände. Da bin ich eigen.

Ein paar Schüler und Kollegen durften natürlich schon einmal damit "spielen", sei es zum Ansehen einiger Unterlagen, z.B. Mindmaps (Schüler) oder anderer Apps (Lehrer) oder in der Langeweile einer Konferenz (die Variante Konferenz, die sich jedes Jahr wiederholt und wenig Neues bietet).

Ich gehe auch nur noch selten ohne iPad aus dem Haus. Es ist so praktisch., zwischendurch arbeiten, surfen, kommunizieren, spielen zu können. Leider hat dies in Schule noch nicht Einzug gehalten. Im Gegenteil führen wir immer noch die Diskussionen, dass Handys im Unterricht ausgeschaltet sein müssen (was ich in Grundzügen nachvollziehen kann, die Möglichkeiten eines anderen Unterrichts werden damit aber zunächst nicht einmal angedacht).

Die Schüler waren also zu Beginn des Schuljahres erst einmal sehr interessiert bis hin zu irritiert, was ich mit dem neuen Spielzeug so tue. Mittlerweile hat es sich aber zu einem normalen Bestandteil des Unterrichts entwickelt.

Was im Einzelnen habe ich also derzeit auf dem iPad und wofür nutze ich es:

  • Teachertool ist für mich mittlerweile unentbehrlich geworden und ersetzt meinen Lehrerkalender vollständig. Sämtliche Notenverwaltung befindet sich dort (verschlüsselt und mit Passwort versehen), das Kursbuch, die Bemerkungen (zu Schülern, zum Kurs etc.), die Aufgaben, die Fehlstunden sowie Checklisten (z.B: Wer muss noch für die Klassenfahrt bezahlen?). Mittlerweile habe ich einige Kollegen angesteckt, die diese App verwenden (meist auf dem iPhone). Die App ist jeden Cent wert, der Service sehr gut, auf Nachfragen per Mail bekommt man schnell und kompetent Hilfe.

  • Kalender (Memo an mich: Ich sollte mich an die Geburtstage meiner Schüler erinnern lassen. In der Hektik des Alltags geht da leider zu viel unter.)

  • Keynote Das gängige Präsentationsprogramm wird von mir eingesetzt, um Präsentationen über den Beamer zeigen zu können, z.B. im Unterricht, bei Elternabenden, Fortbildungen, Infoabenden etc.

  • Pages nutze ich nur relativ selten, weil ich längere Texte doch lieber auf einem normalen Rechner mit normaler Tastatur schreibe.

  • Touch Calculator, ein gratis Taschenrechner.

  • Presenter: Damit soll man pdfs und Webseiten etc. am Beamer zeigen können. Ich muss hier gestehen, dass ich noch nicht zum Testen gekommen bin. Die Kritik scheint zu sein, dass das Programm oft abstürzt. 

  • Articles, die Wikipedia (Großartig, wenn man mal eben im Unterricht etwas nachschlagen kann, auch immer anschaulich bebildert)

  • Gesetze für den BWL- Unterricht

  • SketchBook, zum Malen: Die App sieht sehr angenehm aus und bietet viele Möglichkeiten für verschiedene Einstellungen. Leider hatte ich noch keine Zeit, mich dort hineinzudenken (und so toll malen kann ich auch nicht). 

  • iThoughts: einfaches, intuitives Mindmapdesign; mit 5,99 € nicht ganz preiswert, das Geld ist die App aber nach meiner Auffassung wert. Mein bevorzugtes Tool für Brainstorming zu Unterrichtseinheiten, Themen, Aspekten. Export per Mail, so dass ich meinen Schülern meine Mindmaps zur Verfügung stellen kann. Besonders mein LK fragt explizit nach diesen Mindmaps. Ich würde mir eine Möglichkeit wünschen, die Mindmaps auch direkt am Beamer zeigen zu können. Weiß da jemand etwas?

  • iBooks Bücher: Kostenfreier Reader für Bücher und pdfs (aktuell habe ich da für die Schule für die nach den Weihnachtsferien kommende Reihe im LK Deutsch über Medien die neueste Studie (JIM-Studie, und für die Reihe zu Drogen/Drogenpolitik in der Handelsschulklasse die aktuellste EU- Studie)

  • Echofon Twittern gehört mittlerweile zu einer meiner Lieblingsbeschäftigungen. Ich bin nicht sicher, ob es schon unter "Sucht" fällt;-) Gerne mittlerweile auch bei Veranstaltungen nicht nur im politischen Umfeld, sondern auch bei Schulveranstaltungen (z.B. dem Besuch des Namensgebers der Schule: Richard von Weizsäcker oder die Teilnahme unserer Schüler an der Veranstaltung „Faszination Netzwelten“ des Arbeitskreises für Prävention in Coesfeld). Übrigens: Die Pressemitteilung hierzu, die auf der Homepage zu finden ist, entstand nachmittags mit Schülerinnen und Schülern des LKs interaktiv in einem Etherpad.) Dass es Twitter gibt, ist mittlerweile auch meiner Schulleitung bekannt (wobei ich davon ausgehe, dass der Großteil des Kollegiums Twitter nicht kennt und/oder nicht versteht). Anekdote am Rande: Im letzten Schuljahr hatte ich wutschnaubend (und mit einem hämisch lachenden Kollegen neben mir) aus dem Lehrerzimmer getwittert, dass ich das "heilige" Prüfungsheft mit allen Noten versehentlich mit einem ausgelaufenen Tipp-Ex-Stift versaut hatte. Am Vormittag danach kam ein Schüler und wollte nun auch endlich dieses Heft sehen (es war das Heft seiner Klasse). Ich bin dem Wunsch lachend nachgekommen (hatte aber bereits den schlimmsten Schaden beseitigt). Der Schulleiter hat mich auch -wie wir sehen- am Leben gelassen;-) Aus dem Unterricht heraus twittere ich natürlich nicht (wobei es gelegentlich in den Fingern juckt;-) (aber manchmal dann aus der Pause heraus oder in einer Freistunde). 

Schnick-Schnack


  • BeejiveIM zum chatten

  • Nightstand zum wecken 

  • Wallpapers, Schicke Hintergrundbilder

  • Plus einige Apps für Zeitungen, die ich nur sehr unregelmäßig nutze (fr, itaz, News Pro, FT Mobile Edition, Finanzen.Net, Prinz Magazin) und das WDR Radio.

Spiele:
Mein bisher größter Kritikpunkt bei der Nutzung des iPads:

Sehr schade finde ich, dass das IPad derzeit keine Bearbeitung von Etherpads erlaubt. Das ist angesichts der sonst wundervollen Möglichkeiten für mich eine große Einschränkung. Auch mit Schülern, Kollegen und in der Politik benutze ich diese sehr häufig und kann sie aber leider nur am Rechner bearbeiten. Ich hoffe darauf, dass dies ein findiger Tüftler bald auch für das IPad ermöglichen kann.

Tauglichkeitstest bei Sehbehinderung steht noch aus:

Ich habe eine in Schüben auftretende Erkrankung der Netzhaut, die gerne im Winter (also meist im Januar) bei Kälte auftritt. In den akuten Phasen ist meine Sehstärke deutlich eingeschränkt. Ich bin gespannt, wie ich dann mit dem iPad zurechtkomme.

Diese Erkrankung ist auch der Grund, warum ich mich gegen ein iPhone und für ein iPad entschieden habe. Ich erhoffe mir, dass ich auch in diesen Phasen gut damit weiterarbeiten kann.

Birgit Rydlewski, 40 Jahre alt, Lehrerin für Wirtschaftswissenschaften und Deutsch am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, Lüdinghausen/Dülmen; derzeit 1. Vorsitzende des LV NRW der Piratenpartei Deutschland

Wissenschaftsstandort Münster

Posted by Bastian • Monday, August 16. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Im Blog Of Schemes and Memes hat Matt recht schön die wissenschaftlich interessanten Standorte Londons rausgearbeitet. Dabei sind Museen, Uni-Einrichtungen, Firmen, Verlage & Co die irgendwie mit Wissenschaft zu tun haben.



Science Map Münster auf einer größeren Karte anzeigen

Gestern Abend haben Yourie und ich angefangen das Ganze auf Münster zu übertragen. Hier seht ihr die vorläufigen Ergebnisse. In Rot sind Einrichtungen der Uni zu sehen, in Blau unabhängige Institute und in Gelb sind Museen eingezeichnet. Und natürlich fehlen noch jede Menge Institute & Co. Die Museen sind zwar schon ganz gut abgedeckt, allerdings habe ich mich bislang auf die naturwissenschaftlichen Institute im Westen der Stadt konzentriert. Einfach weil ich dort selbst am meisten aktiv war oder bin.

Wer also mithelfen will die Karte zu vervollständigen kann sich gerne in den Kommentaren melden, entweder nur mit dem Ort der fehlt oder mit dem Wunsch selbst mehr Punkte einzutragen. Wir fügen euch dann mit zur Autorenschaft hinzu.

*UPDATE* Matt hat die Karte von Münster nun auch in seinem Blog.

Links in altmodisch dank Mendeley

Posted by Bastian • Monday, July 26. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Ich schreibe ja gerade fleissig an meiner Bachelor-Arbeit. Nachdem das ganze Programmieren in Ruby, Perl und Python und das Verpacken in eine hübsche Rails-Applikation erledigt ist darf ich das Endprodukt nun in eine hübsche, kleine Veröffentlichung packen die zwischen 20 und 60 Seiten umfassen soll. Und anstatt das fies mit Word oder Pages zu fummeln schreibe ich in LyX was es erlaubt die Ausgabe des gesetzten Textes durch LaTeX zu schiessen.

Damit kann man dann nicht nur Tabellen und Grafiken sondern auch Formeln recht bequem setzen und am Ende PDFs erzeugen in denen man auch auf einzelne Absätze und Abschnitte verlinken kann und so in dem erzeugten PDF ein bisschen die Internet-Stimmung bekommt. Und was für wissenschaftliche Texte natürlich noch wichtiger ist: Man kann ordentliche Zitate, also offline-Links, setzen dank des BibTeX-Support.  

Und hier muss ich noch einmal Mendeley loben. Nicht nur weil es das Verwalten von Papern auf dem eigenen Rechner zur wahren Freude macht, man mit seinen Freunden Paper teilen und empfehlen kann und die eigene Bibliothek nun auch per iPhone-app zur Verfügung stellt. Sondern auch weil der BibTeX-Support so viel Zeit spart. Denn auf Wunsch wird die gesamte Mendeley-Bibliothek auch als BibTeX-Datei exportiert und automatisch auf dem neusten Stand gehalten. Und das erleichtert meinen Workflow ziemlich.

Anstatt den ganzen Krams per Hand zu pflegen habe ich nun einen Ordner der von Mendeley überwacht wird. In den werden Paper einfach abgelegt und Mendeley erkennt diese automatisch als Neu. So möglich werden sämtliche Meta-Daten aus dem PDF extrahiert und in die Bibliothek übernommen. Wenn das nicht klappt lassen sich die Daten einfach per Google Scholar suchen und automatisch eintragen. All diese Daten werden gleichzeitig aus Mendeley in das BibTeX-File exportiert und stehen so direkt für die Weiterverwendung in LaTeX bzw. in meinem Fall LyX zur Verfügung.

Da macht das pflegen der Literatur-Liste glatt Spaß und ist dazu noch effizient. Die Desktop-Anwendung von Mendeley ist übrigens für Windows, Mac OS X und Linux verfügbar. Aber genug Lobhudelei, ich muss weiter schreiben. 

Die erste Woche mit dem iPhone 4

Posted by Bastian • Thursday, July 22. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer

Morgen fliegt das iPhone 4 nun eine Woche bei mir rum. Deshalb mal ein paar, unvollständige Eindrücke dazu:


  • Geschwindigkeit: Gut 2 Jahre lang hat mich nun das iPhone 3G jeden Tag begleitet, mich mit Mails, Twitter, Musik, Straßenkarten, Bahnfahrplänen & Co versorgt. Und mit jeder Betriebssystemrevision wurde es langsamer und langsamer. Seit dem letzten Update eigentlich unbedienbar. Und auch vorher haben Dinge wie Copy & Paste aufgrund der Verzögerung keinen Spaß mehr gemacht. Das hat sich nun dramatisch geändert: Das Gerät ist so schnell wie das Alte nie war, der Wechsel zwischen Apps passiert in Nullzeit und das gesamte GUI ist flüssig. 

  • Display: Ich glaube mit der Ankündigung, dass man nicht mehr zurück will hatte Steve Jobs nicht unrecht. Ich kann meine TeX-Dokumente in kleiner Schriftart gesetzt auch noch lesen wenn ich die DIN A4-Seiten komplett rauszoome. Das gleiche bei eMails und Webseiten. Das alte Display sieht dagegen mies verwaschen aus.

  • Face-Time: Hab ich bislang genau einmal benutzt. Eigentlich nur um es zu testen. Habe mich dann aber doch fast eine Stunde lang festgequatscht. Ein nettes Gimmick, aber wohl nichts was ich benötige. Vor allem weil man dann beim Telefonieren nur noch schlecht andere Dinge tun kann und das Telefon die ganze Zeit festhalten muss. Vermutlich auch einer der Gründe wieso sich Videotelefonie allgemein nie durchgesetzt hat...

  • Kamera: Beeindruckend was die kleine Linse auf der Rückseite für Ergebnisse produziert. Das Bild oben wurde damit geknippst und mit der Applikation Camera+ zurechtgeschnitten, durch Filter gejagt und am Ende mit dem Rahmen versehen. Klar, mit der DSLR wäre die Qualität eine andere. Aber selbst ich trage die Spiegelreflexausrüstung nicht wirklich jeden Tag mit mir rum. Und selbst wenn hat man sie im Zweifel nicht schnell genug zur Hand. Von daher freue ich mich über die aufpolierte Kamera. Für den Pseudo-Blitz hatte ich bislang keinen Einsatzzweck und auch die Videofunktion habe ich noch nicht probiert.

  • Akku: Mit einer kompletten Ladung des 3G plus einer kompletten Ladung des Zusatz-Akkus kam ich bislang so gerade über den Tag, also von Morgens bis Abends, um dann auf jeden Fall wieder an die Steckdose zu müssen. Bislang hat der Akku des iPhone 4 es auch problemlos ohne Steckdose über die Nacht geschafft und auch so lange, dass ich am nächsten Morgen noch in Ruhe in die Uni kam um dann da zu laden. Gerade im Standby scheint das Ding viel weniger Strom zu verbrauchen.

  • Antennagate: Für mich bislang nicht nachvollziehbar. Der Empfang lässt sich manchmal, wenn der Mond richtig steht, um einen Balken abschwächen. Allerdings auch nur wenn ich das Gerät so feste in der Hand drücke, dass ich Angst um die Glasfront habe. Unterbrochene Verbindungen bislang: Null. Oh, und das obwohl ich Linkshänder bin.

Willkommen in der Singularität

Posted by Bastian • Thursday, July 15. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer


Der @NetReaper hat mich auf die Dokumentation Robot Sapiens aufmerksam gemacht. Die Sendung lief 2008 bei arte und kann immer noch bequem per YouTube geschaut werden. Inhalt: Die Singularität, also der Zeitpunkt an dem Computer über eine künstliche Intelligenz verfügen die sich mit menschlichen Hirnen nicht mehr fassen lässt. Es geht neben den Fortschritten auf dem Gebiet künstlicher Intelligenz auch um die nahende Verschmelzung von Mensch und Maschine (Böse Zungen Realisten behaupten ja, dass mein iPhone auch schon angewachsen wäre).

Und auch wenn es zur Zeit so aussieht als wäre das Mooresches Gesetz bis zur Nutzbarmachung von Quanten-Computern an seine Grenze gekommen ist all das was sie in dem Film zeigen nicht ganz so Science-Fiction wie es sich anhört. Vorgestellt werden Ratten und Stiere deren Verhalten sich bequem per Funk kontrollieren lässt in dem man in den elektrischen Impulsen im Hirn rumspielt genauso wie Affen die nur mit ihren Gedanken Maschinen steuern können. Und auch im Film zu sehen: Die Bemühungen Patienten mit dem Locked In-Syndrom wieder sprechen zu lassen, indem ihre Gedanken durch einen Computer zu Sprache geformt werden.

Das ist eine Technik die nicht nur Verheissungen bedeutet. Sondern auch Angst macht. Denn der Gedanke an mechanisch-computer-erweiterte Menschen 2.0 muss nicht jedem gefallen. Und auch die DARPA mischt schon fleissig auf dem Sektor mit um die Entschlüsselung des neuronalen Codes für militärische Zwecke einsetzbar zu machen. Gegner, wie der als Unabomber bekannt gewordene Theodore Kaczynski, griffen schon in den 1980er Jahren zu Briefbomben um so einer Schreckensvision der Zukunft Einhalt zu gebieten.

Wer sich mit dem Thema schon näher beschäftigt hat wird vielleicht keine Neuigkeiten, dafür aber eine nett gemachte Dokumentation finden. Jedem anderen kann ich nur empfehlen die Stunde zu investieren. Teil 1 gibt es oben. Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 ebenfalls bei YouTube.

Was so geflattrt wird

Posted by Bastian • Tuesday, July 6. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Die erste Flattr-Abrechnung ist mittlerweile da. Dabei ist dieses Blog für 15,88 € für den Juni geflattert worden während ich selbst für den Juni 5 € verflattert habe. Das ist viel mehr als ich gedacht hatte und ich freue mich wirklich über jeden einzelnen Klick. Damit kann ich prinzipiell meine Webhosting-Kosten genauso decken wie den Flickr-Account auf dem meine Fotos liegen. Damit werde ich nicht reich (was mich auch überrascht hätte) aber ich kann die Ausgaben für meine Hobbies Schreiben & Fotografieren zumindest bei den laufenden Kosten minimieren.

Das Piratencafe auf dem wir auch Flattr laufen lassen hat Klicks im Wert von 8,63 € verzeichnen können. Das deckt zwar unsere Mate-Ausgaben nicht, aber auch das ist mehr als ich erwartet habe. Auch wenn der Schnitt insgesamt nicht so gut ist, vor allem im Vergleich zu den Hörerzahlen die wir verzeichnen können. Allerdings dürften die meisten Hörer auch einfach nur via iTunes unsere Folgen beziehen und die Webseite nicht so oft besuchen.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass wir insgesamt schon fast 300 € an Spenden für unser Equipment von verschiedenen Hörern bekommen haben die hier in der Statistik nicht auftauchen. Und das ist eine Summe auf die wir wirklich stolz sein können und über die wir uns sehr freuen und sehr dankbar sind.

Ich bin gespannt welche Entwicklung Flattr noch mitmachen wird. Ob der große Hype bald vorbei ist und Flattr dann wieder verschwinden wird oder ob der große Ansturm erst kommt wenn die Invite-Phase vorbei ist. Für alle die Statistiken mögen gibt es hier die Tabelle als PDF oder auch als CSV wenn ihr damit weiterarbeiten wollt.

Ausversehen Spamschleuder

Posted by Bastian • Friday, June 18. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Falls ihr auch zu der Gruppe Menschen gehört die heute morgen eine riesige Welle von Mail-Benachrichtigung zu Kommentaren zu einzelnen Blogposts bekommen hat: Mea Culpa! Ich hatte mal wieder an dem Twitter-S9Y-Plugin rumgespielt und dabei die Tweetbacks und die Backtype-API aktiviert.

So weit nichts schlimmes, allerdings hat das Plugin dabei einige Tausend Tweetbacks in die Datenbank geschaufelt und als Trackback zu den Einträgen hinzugefügt. Auch bis hier hin nicht schlimm. Allerdings hat S9Y dann damit angefangen brav alle Trackbacks auch per eMail an jene Leute auszuliefern die Kommentare für Einträge abonniert haben. Für einige Beiträge um die 50 Mails herum die nun Posteingänge verseuchen. Sorry! Ich hatte nicht bedacht, dass nicht nur Kommentare sondern auch die Trackbacks per Mail an die Abonnenten zugestellt werden.

Das Plugin ist nun wieder ausgestellt, ihr solltet damit nicht mehr belästigt werden.

Mail-Plugins für 10.6.4

Posted by Bastian • Thursday, June 17. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Für Mail gibt es ja jede Menge nette Plugins. Ich selbst nutze neben GPGMail zum verschlüsseln meiner Post auch GrowlMail um über Eingänge in der Inbox informiert zu werden. Und natürlich LetterBox um ein dreispaltiges Layout der Form Postfach | Mails | Mailinhalt zu erreichen. Und bei fast jeder neuen Version von Mac OS sind die Plugins wieder deaktiviert weil sie angeblich von der letzten Mail-Version nicht mehr unterstützt werden. Und dann geht das Gesuche nach Lösungen los um die Plugins wieder aktivieren zu können.

Für die Plugins die ich nutze bin ich auch fündig geworden:

Aus der Kategorie: Dinge die man regelmässig sucht.

Allein oder doch Gemeinsam?

Posted by Bastian • Wednesday, June 2. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Wenn ich morgens zur Uni gehe um an meiner Bachelor-Arbeit zu schreiben, dann nicht weil ich rein technisch gesehen nur dort die Chance habe zu arbeiten. Dank VPN, SSH, einer virtuellen Ubuntu-Maschine und Co kann ich das auch ganz bequem von zu Hause, aus der Bahn oder aus dem Park heraus.

Was ich da allerdings nur sehr eingeschränkt hinkriege ist der Kontakt zu den anderen Kommilitonen die ebenfalls an ihrer Bachelor-/Master- oder Doktorarbeit rumwerkeln, vielleicht sogar an ähnlichen Themen. Denn nicht jeder ist über alle möglichen Tools vernetzt. Dabei ist der Austausch so mit das wichtigste wenn man mal wieder an einem Problem festhängt.

Klar, die eMail kann man mal fix schreiben, genauso nutzt der eine oder andere auch Jabber oder einen anderen IM Client und auch Skype ist kein Fremdwort. Und so manche Zeile wird mittlerweile auch in einem Piratepad zusammen formuliert.

Aber so richtig durchgesetzt hat sich das bislang nicht, es gibt zwar eine Wiki-Instanz im Intranet. Allerdings passwortgeschützt und genauso sieht der Informationsstand darin auch aus habe ich den Eindruck. Genau diese tolle Form von offener Kollaboration möchte Oliver Tacke an der TU Braunschweig aber nun befördern. Unter dem Titel “Gemeinsam einsam, oder wie?” bietet er am Institut für Organisation und Führung einen Kurs zum Thema «Teams» an. Kurz zusammengefasst findet ihr die Idee in diesem Video was Oliver dazu erstellt hat.



Das tolle also bei dem Konzept: Die Seminararbeiten werden dazu selbst auch im Team online erstellt. Dabei können die Kursteilnehmer dann nicht nur fachliche Kompetenz an dem Thema erarbeiten sondern sie lernen dazu auch ganz praktisch wie man online kollaborativ arbeitet. Außerdem lernen sie wie man als Team miteinander arbeitet (Soft Skills) und werden so ganz selbstverständlich auch in eigenverantwortliches, wissenschaftliches Arbeiten eingeführt.

Ziemlich viel auf einmal also. Vor allem lernt man so ziemlich viele Dinge die man an den Universitäten bislang leider sträflich vernachlässigt. Und da das Konzept völlig offen angelegt ist können so nicht nur die Betreuer direkt auf die Ergebnisse zugreifen sondern auch der Rest der Welt. Und so Tipps geben oder direkt selbst auf den Ergebnissen aufbauen. Es wäre wünschenswert wenn mehr Unis solche Projekte durchführen würden.  

Zur Zeit nimmt dieses Projekt am Wettbewerb «campusemerge 2010» teil der multimedial unterstützte Lehrveranstaltungen prämiert. Und natürlich kann man dort auch für das Projekt (und viele andere, ebenfals sehr interessante) abstimmen.

Unendlich viele Affen auf Twitter

Posted by Bastian • Wednesday, June 2. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer


Das Infinite Monkey Theorem besagt ja, dass unendlich viele Affen mit unendlich vielen Schreibmaschinen irgendwann durch puren Zufall die Werke von Shakespeare nachschreiben würden. Würde auch klappen, nur leider hat der olle Shakespeare so manche Zeile an Text generiert weshalb es zwar irgendwann klappen würde, aber es dürften so manche Terajahrtausende ins Land ziehen bis das «by chance» klappt.

Einen Simulator der dieses Theorem relativ bequem an seinem Computer durchspielt gibt es schon online zu finden. Und wie man in einem Video sehen kann wurde das auch schon mit etwas weniger Affen und mit Tastaturen anstelle von Schreibmaschinen ausprobiert. Mit genauso sichtbar wenig Erfolg. Bis man also den kompletten Shakespeare zufällig getroffen hat können wir noch ein bisschen warten. Übrigens lässt sich dieses Theorem ganz wundervoll mit der Evolution in Verbindung (riesige, unwahrscheinliche Sprünge ./. graduelle Veränderungen) bringen.

Für Twitter gibt es ja schon jede Menge sinnvoller und sinnloser Bots. Aber einen der dieses Theorem nachspielt fehlt meines Wissens nach bislang. Deshalb habe ich mich heute morgen als Entspannung von der Bachelor-Arbeit mal kurz daran gesetzt so ein Ding zu schreiben. In der Theorie kann man natürlich auch alle Tweets vorformulieren und absetzen. Immerhin lassen sich in 140 Zeichen nur endliche Kombinationen von Zeichenfolgen unterbringen.

Doch auch das wird dauern. Der Bot arbeitet zur Vereinfachung mit 42 verschiedenen Zeichen (das Alphabet von A bis Z ohne Umlaute, die Ziffern von 0-9, verfeinert mit ein paar Satzzeichen). An jeder der 140 Stellen eines Tweets wählt der Bot eines der Zeichen aus.

Das macht in der Summe also 42^140 verschiedene Möglichkeiten in denen man die Zeichen anordnen kann. Zum Vergleich: Selbst wenn man bei unserem normalen Lotto die Kugeln zurücklegen würde (um eine Zahl mehrfach ziehen zu können) gäbe es “nur” 49^6 verschiedene, mögliche Kombinationen. Der Bot zieht allerdings nur alle 10 Minuten zufällig einen Tweet aus den 42^140 Möglichkeiten. Zum einen um Twitter nicht zu fluten und zum anderen um es noch halbwegs lesbar zu halten. Doch damit verzehnfacht sich auch gleichzeitig die benötigte Zeit.

Und dabei vernachlässigt man noch völlig das der twitter typing monkey auch durchaus mehrfach die genau gleiche Kombination ziehen kann. Es wird also noch dauern bis alle Kombinationen in der Timeline auftauchen. Falls ihr trotzdem dabei zuschauen wollt könnt ihr dem kleinen Äffchen folgen was, freundlicherweise auf einer Maschine von Jochen gehostet, an seinem Keyboard sitzt.

Geld _und_ Liebe. Oder so.

Posted by Bastian • Tuesday, June 1. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Hearts

Ihr habt mich überzeugt. Via Twitter, Jabber, mit Kommentaren und Mails. Ich werde nun doch auch mit dem Blog hier bei Flattr teilnehmen. Und auch nicht ganz unschuldig daran sind Holgi und Tim mit ihrem NSFW-Podcast in dem die beiden ein ganz klein wenig über das System schnacken. Außerdem wurde mir Liebe für Clicks versprochen, wenn das mal kein Anreiz ist.

Also feel free to click. Und weiterhin to comment, to mail, to tweet, to talk. Falls das nicht klappt kann der Button halt auch wieder raus.

Die Monetarisierung von Blogs?

Posted by Bastian • Saturday, May 29. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer


Ich bin wohl einer der letzten die über Flattr bloggen, so nachdem der Hype jetzt fast wieder vorbei ist. Wer davon noch gar nichts gehört hat sollte sich das kurze Video oben ansehen um die wichtigsten Fragen geklärt zu kriegen.

Aber kurz gesagt ist es eine Micro-Payment-Plattform mit «Kulturflatrate light-Ansatz» die davon lebt, dass die Benutzer sich gegenseitig für Content mit Kleinstbeträgen belohnen. Jeder User legt selbst fest was er im Monat ausgeben will. Und dieser Betrag wird dann gleichmässig aufgeteilt. Auf alle Inhalte die man über einen lustigen kleinen Button ausgewählt hat.

Ist das nun die heisse neue Art um Geld mit Blogs zu verdienen? Keine Ahnung, vermutlich nicht, dafür dürfte es bislang zu wenig Anwender geben und auch die Tatsache das man vor allem Geld zwischen Personen die sowieso schreiben tauscht spricht erstmal dagegen. Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Drüben im Piratencafe taggen wir nun auch unsere Podcasts mit dem Flattr-Knöpfchen. Mal schauen was das bringt.

Ich zögere allerdings mein eigenes Blog mit Flattr auszustatten, obwohl schon einige Nachfragen kamen ob das bald käme. Und das eigentlich aus zwei Gründen: Zum einen ist da das allgemeine Lizenzmassaker, denn der Einsatz von Flattr fällt sicherlich schon in die Kategorie «kommerziell». Und schliesst damit sicherlich einige Lizenzen aus, so zum Beispiel die verschiedenen Non Commercial-Derivate von Creative Commons.

Und dabei nutze ich ja selbst die CC BY-NC-SA. Wobei ich so langsam selbst nicht mehr so sicher bin ob ich da nicht wechseln sollte. Zumindest das NC könnte ich eigentlich mal fallen lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Ich glaube nicht, dass ich irgendwo hier NC-Inhalte verbaut habe die nicht meine eigenen sind, allerdings würde es mich in der Auswahl von Content schon einschränken. Das ist die erste Abwägung die ich treffen müsste.

Und der andere Punkt ist: Will ich überhaupt euer Geld für die Inhalte hier? Die Zeit die ich hierfür investiere und das Geld was ich hier reinstecke für Hosting-Kosten etc. wird das Blog eh nicht einspielen. Weder durch Trigami oder Google Adsense noch durch Flattr. Und der symbolische Wert? Wenn mir jemand ein paar Cent oder Euro zukommen lässt für einen Beitrag den er toll findet? Oder für einen netten Link, ein lustiges Video oder whatever? Ich glaube eigentlich freue ich mich viel mehr über einen netten Kommentar, über einen Trackback, eine nette Mail oder etwas ähnliches.

Klar, das machen die wenigsten, aber würden mehr Leute dieses Knöpfchen drücken? Ich bin unschlüssig. Was meint denn die werte Leserschaft? Geld oder Liebe?