Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

Das iPad: For Science & on the Road

Posted by Bastian • Tuesday, November 30. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Nachdem Birgit im letzten Posting auf die Vorzüge und Nachteile des iPads im Lehrbetrieb an der Schule eingegangen ist will ich auch kurz noch etwas dazu schreiben wofür ich das Ding im Alltag einsetze. Für mich sind dabei vor allem 2 Komponenten wichtig gewesen: Zuerst wäre da der Einsatz beim pendeln. Wer einen guten Anteil seiner Lebenszeit in Bussen und Bahnen verbringt sollte sich die Zeit da vertreiben und im Idealfall bei Bedarf produktiv werden können.

Für mich heisst das vor allem: Feeds lesen, den ganzen Social Media-Krams nutzen können, Blogpostings tippen, Mails versenden und Co. Also alles Dinge die sowohl auf dem iPhone als auch am Notebook gehen. Allerdings macht es in den normalen Bussen und Zügen nicht gerade Spass sein Notebook auf den Beinen zu balancieren. Mal ganz abgesehen von der doch begrenzten Akku-Kapazität (Obwohl das MacBook Pro seit letzter Woche einen neuen Akku implantiert hat: Mehr als 3 1/2 Stunden Laufzeit sind nicht drin, und das auch nur unter optimalen Bedingungen).

Das iPhone nimmt zwar viel weniger Platz weg. Dafür ist das längere Lesen von Feeds trotz Retina-Display nicht unbedingt ein Spaß. Und auch wenn die Akku-Laufzeit etwas besser ist: Nach 4-5 Stunden Benutzung ist der Spaß vorbei, mit dem Bonus-Feature, dass man dann nicht mehr telefonisch erreichbar ist. Und so gut die virtuelle Tastatur des iPhones auch ist: Längere Mails oder Blogpostings schreiben sind darauf extrem bescheiden.

Für mich füllt das iPad damit im Pendel-Alltag genau die Nische aus. Feeds lesen, Videos schauen, eBooks lesen, Social Media-Foo befüllen. Dabei nicht zu winzig und nicht zu gross. Und der Akku hält bislang zuverlässig 2 Tage durch. Damit dürfte sich das iPad zumindest für mich auch zum idealen Konferenzbegleiter mausern und damit sowohl den Rücken schonen als auch das nervige Steckdosen-Such-Spiel erledigen. Und damit bloggen kann man auch, siehe diesen Eintrag.

Dazu kommt noch der Einsatz auf der Arbeit, wo das Ding hauptsächlich als PDF-Reader genutzt wird. Als Naturwissenschaftler quält man sich ja jeden Tag durch Berge von Veröffentlichungen, die man meist eben als PDF erhält. Dabei leisten mir sowohl Mendeley als auch GoodReader gute Dienste. Mendeley indexiert und verschlagwortet schon auf meinem Mac und dem iPhone die Literatur (und hat ausgezeichneten Support für BibTeX). Und da die Quell-PDF-Daten in der Dropbox liegen hat auch GoodReader Zugriff auf die Dateien. Das schöne an GoodReader: Man kann direkt in den PDFs Annotationen, Notizen und sogar Skizzen ablegen. Damit fällt zumindest für mich das nervige Ausdrucken von Papern komplett weg.

Neben den Papern hat man so im PDF-Format gleich sämtliche technischen eBooks, Manuals & Co zur Hand. Selbstverständlich in komplett durchsuchbar. Und so bleibt der Workspace frei für den Code während man bequem in den Kochbüchern nachschlagen kann. Ausserdem ein nettes Feature: Über AirDisplay lässt sich das iPad über ein WLAN als zweiter Monitor an den Mac bringen. Je nach Netzwerkverbindung klappt das besser und schlechter. Um aber einen Blick auf Logfiles (oder in IRC/Jabber/Twitter) zu behalten reicht das allemal.

Für mich ebenfalls sehr praktisch und erstaunlich gut: Über iSSH lässt sich bequem die Verbindung zu Servern, egal ob in der Uni oder auf die eigenen Maschinen, herstellen. Mit der grossen Tastatur und dem ausreichend grossen Display kann man sich so auch bequem um die anfallenden Aufgaben kümmern.

Für meine Zwecke taugt das Ding bislang sehr gut. Ja, es kein Flash und es kann keine Piratenpads bearbeiten. Aber im Zweifel packe ich mir die entsprechenden Links in Instapaper und lese/schreibe später bzw. Schaue die Videos später. Was noch aussteht: Den Rechner mal für ein paar Tage ausgeschaltet lassen mit dem kleinen Ersatz.

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