Rettet die Frauenstraße 24
Posted by Bastian • Sunday, July 11. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Der Kulturkneipe Frauenstraße 24 ist nun nicht nur, seit nun über einem Jahr, das zweite Zuhause der Piraten in Münster sondern hat eine viel längere Tradition. Und damit meine ich nicht nur die Treffen der DKP die dort auch regelmässig stattfinden.
Jenes Haus, das als einziges in der gesamten Straße die Fliegerbomben des zweiten Weltkriegs überstanden hat, wurde in den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts besetzt um vor Spekulanten und damit vor dem Abriss gerettet zu werden. Und das mit einem Happy End: Das denkmalgeschützte Haus steht heute noch. Und seitdem wird die Frauenstraße 24 von einem Verein getragen der unter anderem die dort beheimatete Kneipe bewirtschaftet. Doch neben dem guten und günstigem Essen und einer guten Auswahl an Getränken liegt der Fokus auf politischer und kultureller Arbeit.
Neben den Live-Auftritten von Bands bietet die Frauenstraße regelmässige Ausstellungen, Theater-Aufführungen, Diskussionsrunden und noch viel mehr an. Mal mehr mit dem Fokus auf Kunst und Kultur. Mal mehr mit dem Fokus auf der politischen Arbeit. Und so manche politische Veranstaltung habe ich dort schon mit organisiert und durchgeführt, sei es zu Google Street View, zu Liquid Democracy oder im Rahmen der internationalen Open Access-Woche.
Kurz: Ich mag die #f24 wie sie liebevoll im Twitter-Jargon genannt wird. Ich mag es in der Mittagspause zum Essen zu kommen oder nach der Arbeit noch einen Absacker dort zu trinken. Ich mag die kulturelle Vielfalt die dort gelebt wird, ich mag das tolle Personal, das Ambiente und die Kunst die man beim Kaffee dort sehen kann. Und damit hat sie sich, ganz abseits der Piraten, auch zu meinem zweiten Zuhause gemausert.
Doch momentan steht die Frauenstraße 24 wieder unter Beschuss. Einer der Nachbarn lässt von seinem Anwalt die Zulässigkeit des Kultur- und Gastronomiebetriebes prüfen und das Bauordnungsamt wurde auch schon aktiv. Kritisiert wird vor allem die Lärmbelästigung die von der Kneipe ausgehen soll. Und das auch nicht ganz zu Unrecht. Gerade im Sommer bei geöffneten Türen und Fenstern kann bei es gefülltem Saal etwas lauter werden. Doch die Betreiber haben schon eingelenkt: Die Auftritte von Bands gehören der Vergangenheit an und mit dem Hauseigentümer wurden Lärmschutzmaßnahmen besprochen. Außerdem wird das Veranstaltungskonzept geändert und wieder mehr zu Kleinkunst und Politik tendieren.
Leider üben einige Anwohner weiterhin juristischen Druck aus und gefährden so den weiteren Betrieb der Frauenstraße 24. Über die aktuellen Entwicklungen und über mögliche Gegenmaßnahmen wird am 17. Juli um 15 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Frauenstraße 24 informiert. Es würde mich freuen den einen oder anderen der Leser vor Ort zu sehen. Falls ihr es nicht schafft: Informiert andere Leute darüber die Vorgänge, schreibt Leserbriefe an die Lokalzeitungen, werdet bitte in irgendeiner Form aktiv.
Denn sollte die Frauenstraße 24 verschwinden dann würde Münster nicht nur ein Stück seiner Geschichte verlieren. Sondern wäre auch um viel alternative Kultur ärmer.
*update* Auch die Münstersche Zeitung hat darüber berichtet.
Jenes Haus, das als einziges in der gesamten Straße die Fliegerbomben des zweiten Weltkriegs überstanden hat, wurde in den 70 Jahren des letzten Jahrhunderts besetzt um vor Spekulanten und damit vor dem Abriss gerettet zu werden. Und das mit einem Happy End: Das denkmalgeschützte Haus steht heute noch. Und seitdem wird die Frauenstraße 24 von einem Verein getragen der unter anderem die dort beheimatete Kneipe bewirtschaftet. Doch neben dem guten und günstigem Essen und einer guten Auswahl an Getränken liegt der Fokus auf politischer und kultureller Arbeit.
Neben den Live-Auftritten von Bands bietet die Frauenstraße regelmässige Ausstellungen, Theater-Aufführungen, Diskussionsrunden und noch viel mehr an. Mal mehr mit dem Fokus auf Kunst und Kultur. Mal mehr mit dem Fokus auf der politischen Arbeit. Und so manche politische Veranstaltung habe ich dort schon mit organisiert und durchgeführt, sei es zu Google Street View, zu Liquid Democracy oder im Rahmen der internationalen Open Access-Woche.
Kurz: Ich mag die #f24 wie sie liebevoll im Twitter-Jargon genannt wird. Ich mag es in der Mittagspause zum Essen zu kommen oder nach der Arbeit noch einen Absacker dort zu trinken. Ich mag die kulturelle Vielfalt die dort gelebt wird, ich mag das tolle Personal, das Ambiente und die Kunst die man beim Kaffee dort sehen kann. Und damit hat sie sich, ganz abseits der Piraten, auch zu meinem zweiten Zuhause gemausert.
Doch momentan steht die Frauenstraße 24 wieder unter Beschuss. Einer der Nachbarn lässt von seinem Anwalt die Zulässigkeit des Kultur- und Gastronomiebetriebes prüfen und das Bauordnungsamt wurde auch schon aktiv. Kritisiert wird vor allem die Lärmbelästigung die von der Kneipe ausgehen soll. Und das auch nicht ganz zu Unrecht. Gerade im Sommer bei geöffneten Türen und Fenstern kann bei es gefülltem Saal etwas lauter werden. Doch die Betreiber haben schon eingelenkt: Die Auftritte von Bands gehören der Vergangenheit an und mit dem Hauseigentümer wurden Lärmschutzmaßnahmen besprochen. Außerdem wird das Veranstaltungskonzept geändert und wieder mehr zu Kleinkunst und Politik tendieren.
Leider üben einige Anwohner weiterhin juristischen Druck aus und gefährden so den weiteren Betrieb der Frauenstraße 24. Über die aktuellen Entwicklungen und über mögliche Gegenmaßnahmen wird am 17. Juli um 15 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung in der Frauenstraße 24 informiert. Es würde mich freuen den einen oder anderen der Leser vor Ort zu sehen. Falls ihr es nicht schafft: Informiert andere Leute darüber die Vorgänge, schreibt Leserbriefe an die Lokalzeitungen, werdet bitte in irgendeiner Form aktiv.
Denn sollte die Frauenstraße 24 verschwinden dann würde Münster nicht nur ein Stück seiner Geschichte verlieren. Sondern wäre auch um viel alternative Kultur ärmer.
*update* Auch die Münstersche Zeitung hat darüber berichtet.


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