Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

Allein oder doch Gemeinsam?

Posted by Bastian • Wednesday, June 2. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Wenn ich morgens zur Uni gehe um an meiner Bachelor-Arbeit zu schreiben, dann nicht weil ich rein technisch gesehen nur dort die Chance habe zu arbeiten. Dank VPN, SSH, einer virtuellen Ubuntu-Maschine und Co kann ich das auch ganz bequem von zu Hause, aus der Bahn oder aus dem Park heraus.

Was ich da allerdings nur sehr eingeschränkt hinkriege ist der Kontakt zu den anderen Kommilitonen die ebenfalls an ihrer Bachelor-/Master- oder Doktorarbeit rumwerkeln, vielleicht sogar an ähnlichen Themen. Denn nicht jeder ist über alle möglichen Tools vernetzt. Dabei ist der Austausch so mit das wichtigste wenn man mal wieder an einem Problem festhängt.

Klar, die eMail kann man mal fix schreiben, genauso nutzt der eine oder andere auch Jabber oder einen anderen IM Client und auch Skype ist kein Fremdwort. Und so manche Zeile wird mittlerweile auch in einem Piratepad zusammen formuliert.

Aber so richtig durchgesetzt hat sich das bislang nicht, es gibt zwar eine Wiki-Instanz im Intranet. Allerdings passwortgeschützt und genauso sieht der Informationsstand darin auch aus habe ich den Eindruck. Genau diese tolle Form von offener Kollaboration möchte Oliver Tacke an der TU Braunschweig aber nun befördern. Unter dem Titel “Gemeinsam einsam, oder wie?” bietet er am Institut für Organisation und Führung einen Kurs zum Thema «Teams» an. Kurz zusammengefasst findet ihr die Idee in diesem Video was Oliver dazu erstellt hat.



Das tolle also bei dem Konzept: Die Seminararbeiten werden dazu selbst auch im Team online erstellt. Dabei können die Kursteilnehmer dann nicht nur fachliche Kompetenz an dem Thema erarbeiten sondern sie lernen dazu auch ganz praktisch wie man online kollaborativ arbeitet. Außerdem lernen sie wie man als Team miteinander arbeitet (Soft Skills) und werden so ganz selbstverständlich auch in eigenverantwortliches, wissenschaftliches Arbeiten eingeführt.

Ziemlich viel auf einmal also. Vor allem lernt man so ziemlich viele Dinge die man an den Universitäten bislang leider sträflich vernachlässigt. Und da das Konzept völlig offen angelegt ist können so nicht nur die Betreuer direkt auf die Ergebnisse zugreifen sondern auch der Rest der Welt. Und so Tipps geben oder direkt selbst auf den Ergebnissen aufbauen. Es wäre wünschenswert wenn mehr Unis solche Projekte durchführen würden.  

Zur Zeit nimmt dieses Projekt am Wettbewerb «campusemerge 2010» teil der multimedial unterstützte Lehrveranstaltungen prämiert. Und natürlich kann man dort auch für das Projekt (und viele andere, ebenfals sehr interessante) abstimmen.

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1 Comments

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  1. Die Möglichkeit zur offenen kollektiven Reflexion mit Externen ist ausdrücklich gegeben, wird aber kaum genutzt. Von allein passiert hier nichts, das heißt man muss für seine Sache werben oder eine stark frequentierte Plattform nutzen. Ist allerdings auch kein Nachteil der Methode gegenüber der klassischen Papierarbeit; es kann tendenziell ja nur besser werden.

    Unabhängig davon ist ein Wiki allein auf jeden Fall schon ein prima Hilfsmittel zur gemeinsamen Erstellung der Arbeit, ich als Betreuer sehe nicht nur das Endprodukt sondern den Prozess, usw., interessierte Außenstehende können die Inhalte ebenso nutzen, ...
    Details gibt es bei Interesse auf der Seite des Kurses.

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