Spendenaufruf: behaltet das Geld, gebt uns Zeit
Posted by Bastian • Friday, February 19. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Vermehrt machen so kurz vor dem Wahlkampfbeginn die Spendenaufrufe wieder die Runde. Es werden Banner verlinkt, Tweetketten gehen über Twitter und Co. Das bekannte Spielchen.
Doch mit all dem Geld allein bekommt man keinen Wahlkampf auf die Beine gestellt. Daher ist mein Aufruf und mein Herzenswunsch ein anderer: Schenkt uns – und viel wichtiger: unseren Ideen – etwas Zeit. Denn nach dem Bundestagswahlkampf ist es ruhig geworden. Die Stammtische sind leerer, die Mailinglisten ruhiger, die Infostände dünner besetzt.
An Gründen mag es nicht mangeln: Vielleicht befindet sich ein Großteil der Leute noch im Winterschlaf. Oder kann sich mit der Ausrichtung der Piraten nicht mehr so recht identifizieren nach den Programmerweiterungen. Der ein oder andere mag auch auf der Suche nach dem Passierschein A38 im Bürokratie-Gestrüpp verloren gegangen sein. Doch es gibt noch viel zu tun.
Und auch wenn es nicht immer klar sichtbar ist: Auch wenn man kein Pirat ist, kann man sich an vielen Stellen einbringen und die helfende Hand sein. Und wenn ihr den Eindruck habt, dass wir es euch aber auch wirklich nicht einfach machen, euch einzubringen, dann gebe ich euch recht. Selbst für Mitglieder ist es nicht einfach. Ja, da haben wir Nachholbedarf. Aber wir arbeiten daran.
Aber man kann etwas tun: So wurde ein Teil des Wahlprogramms verabschiedet, allerdings gibt es noch keine Arguliner. Wer also das Wahlprogramm liest und dabei Fragen hat: Her damit, spätestens auf der Straße werden wir mit genau solchen konfrontiert werden und da kann es nicht schaden, auf die üblichen Fragen vorbereitet zu sein.
Oder helft vor Ort: Bei der Organisation von Informationsständen, beim Sammeln von Unterschriften für die Direktkandidaten. Diskutiert mit uns. Meckert mit uns, wenn wir Unsinn machen und fordern.
Sprecht mit dem Freundes- und Bekanntenkreis über unsere Ziele und Themen. Macht deutlich, wieso diese Themen wichtig sind. Bekanntheit kann man vielleicht erkaufen, Glaubwürdigkeit aber nicht.
In dem Sinne: Schenkt uns ein wenig eurer Zeit. Sei es, um im echten Leben mit anzupacken, sei es, um mit uns zu reden, sei es, um mit euren Freunden und Bekannten über uns zu reden.
Und falls ihr das nicht könnt oder nicht wollt: Zur Not nehmen wir halt doch Geld, aber nur, wenn es unbedingt sein muss. Die Piratenpartei hat ihre ersten Wahlerfolge mit unglaublich wenig Geld, aber großer Leidenschaft erreicht. Unzählige Piraten und Freibeuter haben sich an Infoständen die Beine in den Bauch gestanden, einfache, aber sinnvolle Plakate geklebt. Sie haben sich für „die Sache“ den Mund trocken geredet und sich mit den unglaublichsten Vorwürfen konfrontiert gesehen. Einhellig die Parole: „Weitermachen!“
Dies gilt noch immer: Lasst uns keinen konventionellen Wahlkampf führen, lasst uns lieber mit den Leuten auf der Straße sprechen. Wir freuen uns drauf, wenn wir beim Landtagswahlkampf wieder an Infoständen stehen und mit anderen Piraten mit der gleichen Leidenschaft wie vor dem 27.09.2009 den Bürgern unsere Vorstellung von Freiheit erklären können. Wir freuen uns drauf, wenn es wieder von den Infoständen klingt: "Klarmachen zum Ändern!"
On behalf of #sektion31: Stephan Urbach (tomate) & Bastian Greshake (gedankenstuecke)
Doch mit all dem Geld allein bekommt man keinen Wahlkampf auf die Beine gestellt. Daher ist mein Aufruf und mein Herzenswunsch ein anderer: Schenkt uns – und viel wichtiger: unseren Ideen – etwas Zeit. Denn nach dem Bundestagswahlkampf ist es ruhig geworden. Die Stammtische sind leerer, die Mailinglisten ruhiger, die Infostände dünner besetzt.
An Gründen mag es nicht mangeln: Vielleicht befindet sich ein Großteil der Leute noch im Winterschlaf. Oder kann sich mit der Ausrichtung der Piraten nicht mehr so recht identifizieren nach den Programmerweiterungen. Der ein oder andere mag auch auf der Suche nach dem Passierschein A38 im Bürokratie-Gestrüpp verloren gegangen sein. Doch es gibt noch viel zu tun.
Und auch wenn es nicht immer klar sichtbar ist: Auch wenn man kein Pirat ist, kann man sich an vielen Stellen einbringen und die helfende Hand sein. Und wenn ihr den Eindruck habt, dass wir es euch aber auch wirklich nicht einfach machen, euch einzubringen, dann gebe ich euch recht. Selbst für Mitglieder ist es nicht einfach. Ja, da haben wir Nachholbedarf. Aber wir arbeiten daran.
Aber man kann etwas tun: So wurde ein Teil des Wahlprogramms verabschiedet, allerdings gibt es noch keine Arguliner. Wer also das Wahlprogramm liest und dabei Fragen hat: Her damit, spätestens auf der Straße werden wir mit genau solchen konfrontiert werden und da kann es nicht schaden, auf die üblichen Fragen vorbereitet zu sein.
Oder helft vor Ort: Bei der Organisation von Informationsständen, beim Sammeln von Unterschriften für die Direktkandidaten. Diskutiert mit uns. Meckert mit uns, wenn wir Unsinn machen und fordern.
Sprecht mit dem Freundes- und Bekanntenkreis über unsere Ziele und Themen. Macht deutlich, wieso diese Themen wichtig sind. Bekanntheit kann man vielleicht erkaufen, Glaubwürdigkeit aber nicht.
In dem Sinne: Schenkt uns ein wenig eurer Zeit. Sei es, um im echten Leben mit anzupacken, sei es, um mit uns zu reden, sei es, um mit euren Freunden und Bekannten über uns zu reden.
Und falls ihr das nicht könnt oder nicht wollt: Zur Not nehmen wir halt doch Geld, aber nur, wenn es unbedingt sein muss. Die Piratenpartei hat ihre ersten Wahlerfolge mit unglaublich wenig Geld, aber großer Leidenschaft erreicht. Unzählige Piraten und Freibeuter haben sich an Infoständen die Beine in den Bauch gestanden, einfache, aber sinnvolle Plakate geklebt. Sie haben sich für „die Sache“ den Mund trocken geredet und sich mit den unglaublichsten Vorwürfen konfrontiert gesehen. Einhellig die Parole: „Weitermachen!“
Dies gilt noch immer: Lasst uns keinen konventionellen Wahlkampf führen, lasst uns lieber mit den Leuten auf der Straße sprechen. Wir freuen uns drauf, wenn wir beim Landtagswahlkampf wieder an Infoständen stehen und mit anderen Piraten mit der gleichen Leidenschaft wie vor dem 27.09.2009 den Bürgern unsere Vorstellung von Freiheit erklären können. Wir freuen uns drauf, wenn es wieder von den Infoständen klingt: "Klarmachen zum Ändern!"
On behalf of #sektion31: Stephan Urbach (tomate) & Bastian Greshake (gedankenstuecke)


4 Comments
Hier in Bottrop wurden die Piraten erst wach, als ich wegen mangelnder Unterstützung die Brocken hingeworfen und die Verantwortung abgegeben habe. Dafür werde ich zwar jetzt angefeindet, aber wenigstens haben die auf Deutsch gesagt den Finger ausem Arsch gekriegt und werden wieder aktiv.
Natürlich wird jede Hilfe gebraucht, Zeit und Geld sind auch nicht unwichtig, aber ich bin guter Dinge
Ich war seit März letzten Jahres überzeugter Pirat, habe auch dementsprechend gewählt und den Wahlkampf unterstützt. Erste Zweifel kamen mir mit den Unkenrufen wegen des "Junge Freiheit" Interviews. Obwohl mir der Name bekannt war, hatte ich dieses Periodikum bis zu diesem Zeitpunkt ignoriert, habe mir aber aufgrund der starken Resonanz in den Medien ein kostenloses Probeabo zukommen lassen. Ich habe die Zeitung als rechtskonservativ wahrgenommen, jedoch nicht einmal an der Schwelle zur Wiederbetätigung. Zum Interview selbst spare ich mir hier einen Kommentar, das werdet ihr denke ich selbst gelesen haben. Da meine Beweggründe für mein Engagement bei den Piraten auf dem Wunsch nach Information- und Meinungsfreiheit gegründet war, festigte sich mein Austrittsentschluss als sich die unsägliche Debatte um den den Pressesprecher der PP, König, manifestierte. Ich empfinde totalitäre Ideologien selbstverständlich als Bedrohung. Ob der Islam (Christentum, Judentum, Kommunismus, ADAC, Bertelsmannklub ...) als solche einzustufen ist, sehe ich als durchaus diskutabel an. Die Lawine an Blogeinträgen voll kindischer Beschimpfungen, Nazivergleichen, und Beissreflexen gegenüber allem was nicht konform mit der eigenen Weltanschaung oder politischen Konditionierung geht, hat mich doch zum Nachdenken gebracht. Vielleicht liegt das an der Popularität der PP und den damit verbundenen Neuankömmlingen aus dem Sumpf der SPD, Linkspartei, Grüne, KPD und NPD. Oder sind diese Duddas und Pantoffelpunks nur die lautesten Schreihälse? Wenn ich mir da einige der Blogs auf dem Piratenplanet so ansehe, habe ich das Gefühl ich bin auf Indymedia gelandet. Muss ich mich, weil ich es in Betracht ziehe, dass Hr. König in manchen Punkten Recht hat, beschimpfen lassen oder gar ein "ich-bin-nicht-nationalistisch-eingestellt" hinterherschieben, nur damit die Piratenantifa mich nicht als Rassisten diskreditiert? Ab wann gings denn plötzlich bei den Piraten um Anti-Antomkraft und "Bratwurstgrillen gegen Rechts"? Wo sind die ganzen echten Nerds geblieben? Das Parteiprogramm mag meinem Geschmack auf dem Papier noch entsprechen, die Leute tun es jedoch nicht mehr. Es war schön, solange es währte.
Ein Nichtwähler
Und ich sag Euch eins: Macht viel mehr Spaß, als Geld zu spenden. Ich hab in der Zeit enorm viele interessante Leute (Freunde) kennengelernt und mein ganzes Verständnis von Parteiarbeit etc hat sich verändert: Meckern darf nur, wer mitmacht. Und auch nur der kann Einfluss nehmen.
Und nach der Wahl gabs natürlich eine riesen Helferparty
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