Und täglich grüßt der Abmahnwahn
Posted by Bastian • Thursday, September 3. 2009 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Diese Woche geht das Schreckgespenst Abmahnung wieder durch das deutschsprachige Internet. Zuerst war da der Fall der JAKO AG die einen Fussballblogger wiederholt abmahnen bzw. Geld von ihm verlangen weil dieser sich negativ über deren neues Firmenlogo äußerte. Besonders pikant an der Sache: Mittlerweile geht es nicht mehr um die originären Äußerungen - diese hat der Blogger ganz kooperativ gelöscht und die Abmahnung über sich ergehen lassen - sondern um News-Aggregatoren die seinen Artikel irgendwo hin weiterverbreiten. Die sogenannten Aggregatoren ziehen sich Inhalte aus den RSS-Feeds und verbreiten den Content so anderswo weiter, im digitalen Zeitalter lässt sich so ein Copy & Paste nicht verhindern und Feeds machen es noch einfacher.
Nun soll der Autor nochmal zahlen, dafür das seine Aussagen - ganz ohne sein zutun - irgendwo anders im Netz weiterhin zu finden sind. Dem Rechtsmissbrauch sind damit Tür & Tor geöffnet. Denn natürlich kann jederman meine Inhalte hier kopieren und irgendwo anders weiterverbreiten, die CC-Lizenz fordert dazu ja auch förmlich auf.
Der andere aktuelle Fall ist Spreeblick und hier geht es um einen Artikel aus dem Jahre 2007. Spreeblick führte ein Interview mit einem Call-Center-Agent des Unternehmens Primacall (das Interview ist mittlerweile stellenweise geschwärzt. Aber wir erinnern uns: Das Netz vergisst nie). Seitdem versucht das Unternehmen auch den Artikel aus dem Netz gelöscht zu kriegen und nun hat es Klage eingereicht, das angedrohte Ordungsgeld ist der Schnäppchenpreis von 250000 €. Wenig verwunderlich wurde die Klage beim Landgericht Hamburg.
Wer es angesichts dieser Tatsachen noch wagt vom “rechtsfreien Chaos-Raum «Internet»”™ zu sprechen leidet ganz offensichtlich unter ganz extremen Wahrnehmungsstörungen. Und was mich an diesen Geschichten so maßlos aufregt ist nicht nur die Tatsache das Firmen hier ganz offensichtlich versuchen die Meinungsfreiheit einzuschränken sondern auch wie hier das Recht missbraucht wird um Leute einfach vermeindlich in den Ruin zu treiben und so zur Aufgabe zu zwingen.
In dem Sinne: Klarmachen zum Ändern!
Nun soll der Autor nochmal zahlen, dafür das seine Aussagen - ganz ohne sein zutun - irgendwo anders im Netz weiterhin zu finden sind. Dem Rechtsmissbrauch sind damit Tür & Tor geöffnet. Denn natürlich kann jederman meine Inhalte hier kopieren und irgendwo anders weiterverbreiten, die CC-Lizenz fordert dazu ja auch förmlich auf.
Der andere aktuelle Fall ist Spreeblick und hier geht es um einen Artikel aus dem Jahre 2007. Spreeblick führte ein Interview mit einem Call-Center-Agent des Unternehmens Primacall (das Interview ist mittlerweile stellenweise geschwärzt. Aber wir erinnern uns: Das Netz vergisst nie). Seitdem versucht das Unternehmen auch den Artikel aus dem Netz gelöscht zu kriegen und nun hat es Klage eingereicht, das angedrohte Ordungsgeld ist der Schnäppchenpreis von 250000 €. Wenig verwunderlich wurde die Klage beim Landgericht Hamburg.
Wer es angesichts dieser Tatsachen noch wagt vom “rechtsfreien Chaos-Raum «Internet»”™ zu sprechen leidet ganz offensichtlich unter ganz extremen Wahrnehmungsstörungen. Und was mich an diesen Geschichten so maßlos aufregt ist nicht nur die Tatsache das Firmen hier ganz offensichtlich versuchen die Meinungsfreiheit einzuschränken sondern auch wie hier das Recht missbraucht wird um Leute einfach vermeindlich in den Ruin zu treiben und so zur Aufgabe zu zwingen.
In dem Sinne: Klarmachen zum Ändern!


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