Generation Internet *update*
Posted by Bastian • Saturday, March 28. 2009 • Category: Aktuell: , the sun never shines
Angeblich hat das Internet ja die Gesellschaft verändert und für die meisten Leser hier dürfte das auch in der Tat zustimmen. Über gedruckte Straßenkarten hat schon lange niemand mehr seinen Weg gefunden, Google Maps oder gleich die GPS-Navigation haben uns geholfen. Und Bücher im Buchladen kaufen dürfte ähnlich lange her sein, schließlich gibt es Amazon. Und sowieso, außerhalb des Supermarktes haben die meisten in offline-Läden vermutlich schon lange nicht mehr eingekauft.
Und es ist noch gar nicht so lange her da war es ein wirkliches Problem Antworten auf seine Fragen zu kriegen. Da musste man entweder den Weg zur Bibliothek auf sich nehmen, hoffen dass das ein passendes Buch im Katalog vorhanden ist und dazu auch noch nicht ausgeliehen. Dann durfte man den, meist schlechten, Index durchstöbern nach Stichwörtern um danach im Buch zu blättern um vielleicht die passenden Informationen zu bekommen.
Danach brachte ausgerechnet Microsoft in den 90er Jahren mit ihrer Enzyklopädie “Encarta” auf heimische Windows-PCs. Zwar völlig frei von Quellenangaben dafür mit Multimedia-Zeugs und für den kleinen Wissenshunger schonmal besser als nichts.
Und seit 2001 gibt es da diese seltsame Online-Sammlung von Wissen an der auch noch jeder mitschreiben darf, die Wikipedia. In dieser Sammeln sich im schlechtesten Falle schlecht oder gar nicht belegte Falschinformationen, im besten Fall jedoch gut überprüfte Informationen die jeder dank der ausführlichen Quellenangaben überprüfen kann.
Und immer wieder hört man von dieser seltsamen “Generation Internet” die kommen soll. Menschen die mit und in dem Internet aufgewachsen sind und dementsprechend ganz natürlich mit dem Medium umgehen.
Doch das Bild in der Gesellschaft sieht anders aus. Wenn man sich anschaut wie Kinder und Jugendliche das Netz heute nutzen ergibt sich meiner Erfahrung nach ein anderes Bild: Im Schüler/StudiVZ ein bisschen rumsurfen und all seine Daten ohne nachzudenken öffentlich zu machen, IMs schicken via ICQ/AIM/MSN und wie sie nicht alle heissen und dann hört es eigentlich schon auf, Google kennen sie vielleicht noch. Bei der Wikipedia wird es dann schon schwieriger. Und nach diesen dubiosen Blogs brauch man gar nicht erst fragen.
Und wenn Oberstufen-Schüler mich nach trivialen Dingen fragen, die sowohl Google als auch die Wikipedia in weniger als 60 Sekunden beantworten, dann hat das oft nichts mit Faulheit zu tun. Sondern einfach damit das sie nicht wissen wie man die neuen Werkzeuge einsetzen kann.
Die Generation Internet gibt es nicht. Und solange es keine vernünftige Medienerziehung gibt wird es sie auch nicht geben.
UPDATE
Auf der Seite des ZDF hab ich gerade einen Artikel gelesen das dieses Problem in England in Schulen nun offensiv angegangen werden soll.
Und es ist noch gar nicht so lange her da war es ein wirkliches Problem Antworten auf seine Fragen zu kriegen. Da musste man entweder den Weg zur Bibliothek auf sich nehmen, hoffen dass das ein passendes Buch im Katalog vorhanden ist und dazu auch noch nicht ausgeliehen. Dann durfte man den, meist schlechten, Index durchstöbern nach Stichwörtern um danach im Buch zu blättern um vielleicht die passenden Informationen zu bekommen.
Danach brachte ausgerechnet Microsoft in den 90er Jahren mit ihrer Enzyklopädie “Encarta” auf heimische Windows-PCs. Zwar völlig frei von Quellenangaben dafür mit Multimedia-Zeugs und für den kleinen Wissenshunger schonmal besser als nichts.
Und seit 2001 gibt es da diese seltsame Online-Sammlung von Wissen an der auch noch jeder mitschreiben darf, die Wikipedia. In dieser Sammeln sich im schlechtesten Falle schlecht oder gar nicht belegte Falschinformationen, im besten Fall jedoch gut überprüfte Informationen die jeder dank der ausführlichen Quellenangaben überprüfen kann.
Und immer wieder hört man von dieser seltsamen “Generation Internet” die kommen soll. Menschen die mit und in dem Internet aufgewachsen sind und dementsprechend ganz natürlich mit dem Medium umgehen.
Doch das Bild in der Gesellschaft sieht anders aus. Wenn man sich anschaut wie Kinder und Jugendliche das Netz heute nutzen ergibt sich meiner Erfahrung nach ein anderes Bild: Im Schüler/StudiVZ ein bisschen rumsurfen und all seine Daten ohne nachzudenken öffentlich zu machen, IMs schicken via ICQ/AIM/MSN und wie sie nicht alle heissen und dann hört es eigentlich schon auf, Google kennen sie vielleicht noch. Bei der Wikipedia wird es dann schon schwieriger. Und nach diesen dubiosen Blogs brauch man gar nicht erst fragen.
Und wenn Oberstufen-Schüler mich nach trivialen Dingen fragen, die sowohl Google als auch die Wikipedia in weniger als 60 Sekunden beantworten, dann hat das oft nichts mit Faulheit zu tun. Sondern einfach damit das sie nicht wissen wie man die neuen Werkzeuge einsetzen kann.
Die Generation Internet gibt es nicht. Und solange es keine vernünftige Medienerziehung gibt wird es sie auch nicht geben.
UPDATE
Auf der Seite des ZDF hab ich gerade einen Artikel gelesen das dieses Problem in England in Schulen nun offensiv angegangen werden soll.


5 Comments
Klar, es gibt immer Ausnahmen die fit mit der Technik sind. Aber die gibt es in deiner und meiner Altersstufe genauso und der Anteil steigt nicht.
Siehe auch den Artikel: http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/2/0,3672,7551074,00.html
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