Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

Sparen bis zum Umfallen

Posted by Bastian • Wednesday, June 9. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Klar, es ist kein Geld da. Und wo spart man da am besten? Genau, bei denen, die sich nicht wehren können. Und was sagen die Piraten dazu: Erstmal nix. Es gibt ja auch keine Programmpunkte, aus denen man das unmittelbar ableiten könnte und noch keine Leitlinien, an denen wir unsere Politik festmachen. Oder etwa doch?

Zeitweise hat sich mit der maximalen individuellen Freiheit des Individuums bei gleichzeitiger größtmöglicher Chancengleichheit an einem Grundsatz für die Piraten versucht. Dass ich Fan davon bin, dürfte ja auch kein Geheimnis sein. Aber da ist noch etwas, was eigentlich über so ziemlich jedem Programmpunkt der Piraten schwebt.

Und das ist die Teilhabe, die Teilhabe an dem gesellschaftlichen Leben. Downloads von Musik und Filmen? Finden wir prima. Und das nicht (nur) weil wir geizige Egoisten sind. Sondern weil sie auch ein einfacher Weg der Teilhabe an Kunst und Kultur sind (ja, nicht jeder Charthit ist Kunst oder Kultur, aber geschenkt).

Freier Zugang zu Bildung und Wissen? Finden wir prima. Nicht nur weil Bildung Jobchancen ermöglich. Sondern auch weil Bildung und Wissen öffnen Tür und Tor zu einer aktiven Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft.

Bürgerrechte? Finden wir prima. Weil sie jedem die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen sollen. Ohne Furcht vor Repressionen seitens des Staats. Datenschutz? Finden wir prima. Ermöglicht die Teilhabe ohne Furcht vor Repressionen seitens des Staats und der Wirtschaft. Transparenz? Finden wir prima. Ermöglicht die aktive Teilhabe an den politischen Prozessen in unserer Gesellschaft.

Patente? Finden wir doof, weil sie die Teilhabe blockieren können. Monopole auf Infrastrukturen? Finden wir doof, weil sie Teilhabe blockieren können.

Aber was ist mit der Teilhabe jener, die eigentlich jetzt schon nichts mehr haben?

Ich müsste mal wieder bloggen

Posted by Bastian • Monday, June 7. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Herr Urbach zieht in seinem Blog über die Konjunktiv-Piraten her. Nein, nicht die extreme, aber lesenswerte Form. Aber all jene die mit «wir müssten mal», «man könnte doch mal» etc. ihre Ideen präsentieren. Als Grund hat er die Angst ausgemacht. Die Angst es vorgeworfen zu bekommen, dass man mit fertigen Ideen an die Öffentlichkeit geht. Und dafür aufs Maul bekommt weil man angeblich keine Diskussion wünscht. Und damit hat er prinzipiell nicht unrecht. Denn genau das passiert ja oft genug.

Da muss nur jemand mit einer Idee an die Öffentlichkeit gehen und dann gibt es Geschrei, meist ganz unabhängig davon wie fertig ausgearbeitet die Idee ist. Denn meckern ist einfach und bequem auf Mailinglisten zu machen und erfordert ziemlich wenig Aufwand. Und selbst wenn man mal keinen spontanen Ansatzpunkt zum kaputt reden findet, dann muss man nur 3 Wikipedia-Artikel lesen um sich eine Kontra-Haltung zu erlesen.

Einfach, bequem und effektiv. Und unglaublich frustrierend für die Leute die Zeit und Energie in Ideen gesteckt haben und statt ernsthafter Kritik nur Gebashe abkriegen. Deshalb kann ich es den Leuten aus der Kategorie die Stephan erwähnt gar nicht wirklich verübeln, dass aus den Indikativ-Piraten so über die Zeit langsam Konjunktiv-Piraten werden. Denn nichts schadet der Motivation mehr als nur niedergemacht zu werden und nie Lob zu hören und nicht jeder hat eine so hohe Frust-Schwelle wie manche hyperaktive Piraten.

Aber es gibt da auch noch andere Konjunktiv-Piraten: Nämlich diejenigen die mit «man müsste mal» eigentlich «jemand anders soll gefälligst» meinen. Und meist überlappen die Menschen die in diese Konjunktiv-Piratengruppe fallen auch ganz gut mit jenen die andere Ideen kaputtreden. Anstatt selbst mal den Arsch hoch zu kriegen und sich für ihre Ideen einzusetzen wird lieber etwas halb-gares in den Raum geworfen. Und falls wer anders sich die Mühe macht daraus vielleicht etwas zu entwickeln kann man wieder in das Mecker-Schema verfallen, denn so war das ja gar nicht gedacht. Man selbst hätte es ja sicher ganz anders umgesetzt. So man denn mal selbst aktiv werden würde. Huch da war der Konjunktiv ja wieder.

Und dann gibt es noch eine Gruppe von Konjunktiv-Piraten. Jene die nicht ihre gesamte Freizeit in eine Partei stecken. Die es zeitlich nicht schaffen ihre Ideen selbst umzusetzen. Aber froh sind wenn sie mit einer Idee etwas anstoßen können, in der Hoffnung, dass andere Leute etwas tolles daraus machen und so einen Impuls gegeben haben. Die Piraten gibt es, ich kenne welche davon. Und leider gehen die Ideen von solchen Leuten oft unter. Zwischen den Mecker-Piraten und den «Kann das nicht irgendwer anders tun, und ich mecker später»-Piraten.

An Invitation To Join The #AdACTADay

Posted by Bastian • Monday, June 7. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel

Hochzeitsfotos

Posted by Bastian • Sunday, June 6. 2010 • Category: A picture out of focus, Aktuell:
Hochzeitsfotos


Hochzeitsfotos

Gestern ging es wieder einmal raus um Hochzeitsfotos zu schiessen. Und das sind auch immer jene Jobs vor denen ich immer noch am allermeisten Respekt habe, die mir den Schweiss auf die Stirn treiben und die mich am Abend vorher nicht so ganz ruhig schlafen lassen.

Lustig ein paar Bandfotos auf Konzerten schiessen oder Pressefotos von solchen, alles kein Ding. Da kann auch eigentlich nichts ernsthaft schief gehen. Und selbst wenn: Konzerte wird so eine Band (hoffentlich) noch einmal geben. Und auch Presse-Foto-Shootings kann man notfalls wiederholen.

Bei Hochzeiten gibt es die Möglichkeit in den seltensten Fällen, zumindest in der Paar-Konstellation. Und im schlimmsten Fall ruiniert man dann halt einem Paar die «Erinnerungen» an den schönsten Tag im Leben. Zum Glück war so eine Wiederholung (zumindest für die Fotos) bislang auch nie nötig.

Gestern hat es aber gepasst. Das Wetter war toll und damit auch das Licht, die Leute waren gut gelaunt und ganz doof angestellt hab ich mich hinter der Kamera eigentlich auch nicht.

The Good Book

Posted by Bastian • Sunday, June 6. 2010 • Category: Aktuell: , Dirty Little Religion


Passend zum Sonntag, via Pharyngula

Projekt #Pirateschal

Posted by Bastian • Saturday, June 5. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel

Vorsicht, dieser Blogpost ist voller Lobhudelei und ich kann einfach nicht anders. Mit diesem Tweet oben fing für mich alles an. Zu blöd gewesen den Zigarettenautomaten zu bedienen und souverän mal filterlose Kippen anstatt der Variante mit eben solchen gezogen. Aus der Not habe ich dann das beste daraus gemacht und einen so semi-lustigen Tweet dazu abgesetzt.

Und kurz darauf kam von der bezaubernden La_Loupina ein Reply ob sie mir einen Schal stricken dürfe. Was für sich genommen schon ziemlich verrückt ist. Da sitzt irgendwo am Ende der Welt in Unterfranken jemand den ich leider noch nie außerhalb von Twitter gesehen habe und strikt einen Schal für mich (Und will damit wohl bald in Serienproduktion gehen, wer den aktuellen Stand erfahren will sollte mal das Hashtag #pirateschal beobachten).

Und dazu bin ich einfach total erstaunt über die Geschwindigkeit mit der man überhaupt stricken kann, so mit seinen eigenen Händen. Ich selbst bin ja froh, dass ich aufgegangene Nähte mit einem einfachen Rückstich wieder fixen kann. Und auch das nur weil ich mir die Technik über Google angeeignet habe. Für alles andere muss ich brav Dienstleistungen in Anspruch nehmen (na klar, am liebsten von Mama). Aber Loupina hat sich Montag morgen die passende Wolle für den Schal besorgt und Dienstag Abend war das 1,4 Meter lange Machwerk fertig. Inklusive der tollen Piraten-Applikationen.

Kurz: Ich bin begeistert. Und ein ganz großes Danke an La_Loupina für die viele Mühe. Und natürlich an ihren fleissigen Helfer, den Werewolftamer. Und hier jetzt noch ein fesches Bild des Schals (mit nicht ganz so feschem Träger).


Pirateschal

Allein oder doch Gemeinsam?

Posted by Bastian • Wednesday, June 2. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Wenn ich morgens zur Uni gehe um an meiner Bachelor-Arbeit zu schreiben, dann nicht weil ich rein technisch gesehen nur dort die Chance habe zu arbeiten. Dank VPN, SSH, einer virtuellen Ubuntu-Maschine und Co kann ich das auch ganz bequem von zu Hause, aus der Bahn oder aus dem Park heraus.

Was ich da allerdings nur sehr eingeschränkt hinkriege ist der Kontakt zu den anderen Kommilitonen die ebenfalls an ihrer Bachelor-/Master- oder Doktorarbeit rumwerkeln, vielleicht sogar an ähnlichen Themen. Denn nicht jeder ist über alle möglichen Tools vernetzt. Dabei ist der Austausch so mit das wichtigste wenn man mal wieder an einem Problem festhängt.

Klar, die eMail kann man mal fix schreiben, genauso nutzt der eine oder andere auch Jabber oder einen anderen IM Client und auch Skype ist kein Fremdwort. Und so manche Zeile wird mittlerweile auch in einem Piratepad zusammen formuliert.

Aber so richtig durchgesetzt hat sich das bislang nicht, es gibt zwar eine Wiki-Instanz im Intranet. Allerdings passwortgeschützt und genauso sieht der Informationsstand darin auch aus habe ich den Eindruck. Genau diese tolle Form von offener Kollaboration möchte Oliver Tacke an der TU Braunschweig aber nun befördern. Unter dem Titel “Gemeinsam einsam, oder wie?” bietet er am Institut für Organisation und Führung einen Kurs zum Thema «Teams» an. Kurz zusammengefasst findet ihr die Idee in diesem Video was Oliver dazu erstellt hat.



Das tolle also bei dem Konzept: Die Seminararbeiten werden dazu selbst auch im Team online erstellt. Dabei können die Kursteilnehmer dann nicht nur fachliche Kompetenz an dem Thema erarbeiten sondern sie lernen dazu auch ganz praktisch wie man online kollaborativ arbeitet. Außerdem lernen sie wie man als Team miteinander arbeitet (Soft Skills) und werden so ganz selbstverständlich auch in eigenverantwortliches, wissenschaftliches Arbeiten eingeführt.

Ziemlich viel auf einmal also. Vor allem lernt man so ziemlich viele Dinge die man an den Universitäten bislang leider sträflich vernachlässigt. Und da das Konzept völlig offen angelegt ist können so nicht nur die Betreuer direkt auf die Ergebnisse zugreifen sondern auch der Rest der Welt. Und so Tipps geben oder direkt selbst auf den Ergebnissen aufbauen. Es wäre wünschenswert wenn mehr Unis solche Projekte durchführen würden.  

Zur Zeit nimmt dieses Projekt am Wettbewerb «campusemerge 2010» teil der multimedial unterstützte Lehrveranstaltungen prämiert. Und natürlich kann man dort auch für das Projekt (und viele andere, ebenfals sehr interessante) abstimmen.

Unendlich viele Affen auf Twitter

Posted by Bastian • Wednesday, June 2. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer


Das Infinite Monkey Theorem besagt ja, dass unendlich viele Affen mit unendlich vielen Schreibmaschinen irgendwann durch puren Zufall die Werke von Shakespeare nachschreiben würden. Würde auch klappen, nur leider hat der olle Shakespeare so manche Zeile an Text generiert weshalb es zwar irgendwann klappen würde, aber es dürften so manche Terajahrtausende ins Land ziehen bis das «by chance» klappt.

Einen Simulator der dieses Theorem relativ bequem an seinem Computer durchspielt gibt es schon online zu finden. Und wie man in einem Video sehen kann wurde das auch schon mit etwas weniger Affen und mit Tastaturen anstelle von Schreibmaschinen ausprobiert. Mit genauso sichtbar wenig Erfolg. Bis man also den kompletten Shakespeare zufällig getroffen hat können wir noch ein bisschen warten. Übrigens lässt sich dieses Theorem ganz wundervoll mit der Evolution in Verbindung (riesige, unwahrscheinliche Sprünge ./. graduelle Veränderungen) bringen.

Für Twitter gibt es ja schon jede Menge sinnvoller und sinnloser Bots. Aber einen der dieses Theorem nachspielt fehlt meines Wissens nach bislang. Deshalb habe ich mich heute morgen als Entspannung von der Bachelor-Arbeit mal kurz daran gesetzt so ein Ding zu schreiben. In der Theorie kann man natürlich auch alle Tweets vorformulieren und absetzen. Immerhin lassen sich in 140 Zeichen nur endliche Kombinationen von Zeichenfolgen unterbringen.

Doch auch das wird dauern. Der Bot arbeitet zur Vereinfachung mit 42 verschiedenen Zeichen (das Alphabet von A bis Z ohne Umlaute, die Ziffern von 0-9, verfeinert mit ein paar Satzzeichen). An jeder der 140 Stellen eines Tweets wählt der Bot eines der Zeichen aus.

Das macht in der Summe also 42^140 verschiedene Möglichkeiten in denen man die Zeichen anordnen kann. Zum Vergleich: Selbst wenn man bei unserem normalen Lotto die Kugeln zurücklegen würde (um eine Zahl mehrfach ziehen zu können) gäbe es “nur” 49^6 verschiedene, mögliche Kombinationen. Der Bot zieht allerdings nur alle 10 Minuten zufällig einen Tweet aus den 42^140 Möglichkeiten. Zum einen um Twitter nicht zu fluten und zum anderen um es noch halbwegs lesbar zu halten. Doch damit verzehnfacht sich auch gleichzeitig die benötigte Zeit.

Und dabei vernachlässigt man noch völlig das der twitter typing monkey auch durchaus mehrfach die genau gleiche Kombination ziehen kann. Es wird also noch dauern bis alle Kombinationen in der Timeline auftauchen. Falls ihr trotzdem dabei zuschauen wollt könnt ihr dem kleinen Äffchen folgen was, freundlicherweise auf einer Maschine von Jochen gehostet, an seinem Keyboard sitzt.

Lei(s)tung muss sich wieder lohnen!

Posted by Bastian • Tuesday, June 1. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel

Fast der feuchte Traum der FDPler. Die arme Leistung. Muss sich endlich wieder lohnen. Wo kommen wir denn auch hin, wenn sich Leistung nicht lohnt? Vielleicht zu einer Gesellschaft wo Menschen Dinge tun weil sie ihnen Freude bereiten? Und nicht weil es sich lohnt?

Nun, überlegen wir doch mal wie das mit diesem ominösen Wert und dem Preis von Dingen so ist. Ganz einfach mag man eigentlich meinen. So ein Schwein kostet Geld, die Aufzucht davon, das Futter, die Haltung im Allgemeinen (so ein Stall will ja auch gebaut werden) etc. pp. Am Ende hat das Schwein also eine Summe gekostet und diese Summe können wir dann auch verlangen wenn wir es, schnitzelweise, an den Mann bringen. Klar, es könnte so einfach sein.

Ist es aber nicht. Denn wer zufälligerweise Vegetarier ist, der wird im Zweifel mal gar keinen Preis dafür zahlen wollen, weil es ihm nichts Wert ist. Und genau dieser Wert ist irgendwie immer etwas ganz persönliches und keine dem Ding inhärente Eigenschaft. Trotzdem, im großen und ganzen klappt das Prinzip, auch weil wir halt nicht in einer Welt leben in der einem Schnitzel einfach so in den Mund fliegen und es Menschen gibt die bereit sind einen Preis X dafür zu zahlen.

Trotzdem gibt es auch Bestrebungen genau diese Verflechtung von Preis und Wert auszuhebeln, das Buzzword lautet «Zahle das, was du meinst, das es dir Wert ist». Was bei Dienstleistungen ganz hervorragend funktioniert - wenn ich von Zeit zu Zeit mal kleine Fotoshootings mache, dann auch oft nach dem Prinzip. In fast allen Fällen mit erfreulichem Ergebnis - könnte ja auch mit Waren funktionieren. Der Schnitzelliebhaber wird potentiell mehr für tolles, totes Tier zahlen als der erwähnte Vegetarier oder der Junkfood-Süchtling. Ob das in der Summe klappt? Wer weiss, vielleicht besser als das jetzige System...

Was aber schon in der analogen Welt hinkt wird in der digitalen Welt noch absurder. Diese Koppelung von Preis und Wert (genauso wie von Arbeit und Bezahlung übrigens). Analog hält die begrenzte Verfügbarkeit von Waren noch ein wenig den Daumen auf den Preisen, man erinnere sich: Schnitzel die nicht in den Mund fliegen. Doch alles was sich mit einer Abfolge von Einsen und Nullen darstellen kann ist nicht nur verlustfrei sondern auch nahezu unbegrenzt (Die Kosten für CPU Cycles und Speicherplatz sind heutzutage ja doch vernachlässigbar) kopierbar.

An einmal erstellten Daten, ganz egal ob Foto, Film oder Musik herrscht kein Mangel mehr. Und auch der Preis lässt sich schlicht nicht mehr nach dem Angebot diktieren. Stattdessen scheinen die Konsumenten sich wieder auf Werte zu besinnen. Egal was der Hollywood-Blockbuster in der Produktion gekostet hat, wenn er für mich persönl ich ohne Wert ist, dann gebe ich halt wieder ein paar Blöcke auf meiner Festplatte frei und gut ist. Während Leute durchaus bereit sind für gute Inhalte ihr Geld als Anerkennung auf den Tisch zu legen. Egal ob sie das nun über Flattr oder iTunes oder ein anderes Bezahlmodell tun oder ob sie ihr Geld direkt an den Künstler ihrer Wahl geben.

Und Kunst und Kultur waren nie ein wirklich lukratives Geschäft für den überwiegenden Großteil der Kulturschaffenden. Und wild kopiert wurde auch in der prä-digitalen Ära. Und hat trotzdem so manches Jahrhundert überstanden. Face it. Die digitale Revolution der Kopierbarkeit lässt sich nicht rückgängig machen, egal wie sehr man es auch versucht.

Trotzdem versuchen die Regierungen der Welt es immer und immer wieder und scheinen nicht zu verstehen wie sich die Welt schon geändert hat. Und das nicht nur Weltweit mit ACTA sondern auch direkt vor unserer Haustür. Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat sich heute mit dem Gallo-Report beschäftigt. Das Fazit ist das Übliche: Filesharing ist eine Ausgeburt der organisierten Kriminalität und schadet der Wirtschaft™. Deshalb müssen ganz schnell Strategien daher wie man geistiges Eigentum schützen kann.

Bereiten wir uns schon mal auf die nächste Schlacht im Copywar vor. Und möge es am Ende heissen: Die (DSL-)Leitung muss sich wieder lohnen.

AG $something == Experten?

Posted by Bastian • Tuesday, June 1. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Auftakt #247

Vertraust du AGs? Also ich weiss gar nicht wie oft ich diesen Spruch schon gehört habe: «Aber PG/AG/AK Irgendwas sagt, $irgendwas, die müssen es doch wohl wissen». Und so langsam ist es wohl endgültig an der Zeit manchen Leuten genau diesen Zahn mal zu ziehen. Es stimmt so generell einfach nicht. Also eigentlich stimmt es sogar meistens nicht. Wer in der Bundes-AG Bildung der Piratenpartei aktiv ist oder war wird das nachvollziehen können. Die wohl mit Abstand aktivsten Personen vertreten vor allem eins: Partikulärinteressen.

Ganz egal ob das Kind nun Home- Un- oder Deschooling in der AG Bildung oder «Rettung des toten Pferds Crewkonzept» in der PG Satzung heisst. Das ist nur zu menschlich und auch völlig normal. Man sollte sich nur bewusst machen, dass Experten™ sich im Zweifel nicht dadurch definieren, dass sie sich selbst dieses oder ein vergleichbares Label geben sondern schlicht dadurch welche Kompetenzen und welches Wissen sie sich zu einem Thema angeeignet haben.

Um sich selbst ein wohl klingendes Präfix zu einem Thema zu geben braucht es nicht viel. So schaffe ich es sicher auch in kurzer Zeit die AG Kosmologie zu gründen obwohl ich schon an der einfachsten Mechanik zu scheitern drohe. Was mich dann aber im Zweifel nicht davon abhalten würde die Interessen der Flat Earth Society dort zu verbreiten. Und wenn ich nun noch 2-3 ebenso fanatische Mitstreiter finde gibt das schon eine ganz formidable AG ab die man im Zweifel als vermeintliche Experten heranziehen kann: «Aber die AG Kosmologie sagt doch...» T(r)oll, oder?

Und jetzt komm mir bitte niemand mit dem Piraten-Todschlag-Argument: «Aber es kann doch jeder mitmachen in so einer AG um so einem Wahnsinn Einhalt zu gebieten». Klar, in einer Welt in der die Dimension Zeit keine Rolle spielt. De facto haben wir leider wohl alle ein Limit an Interessen was wir mit der uns gegebenen Zeit neben Job, Familie und vielleicht sogar noch Freunden noch ausfüllen können. Ganz abgesehen davon wie extrem motivierend es ist mit einem Haufen Leute in einer Arbeitsgruppe zu stecken die diametral unterschiedliche Ansichten vertreten und man vor allem darum streiten muss.

Deshalb der Appell: Bitte, bitte, bitte: Denkt vielleicht trotzdem noch einmal oder vielleicht sogar zweimal darüber nach wenn euch jemand etwas als «die AG sagt...» verkaufen will. Ja, das können Leute sein die Ahnung von einem Thema haben. Aber genauso gut einfach nur krude Spinner.

Der adACTADay in Düsseldorf

Posted by Bastian • Tuesday, June 1. 2010 • Category: Aktuell: , The Pirates Gospel
Die bislang einzig mir bekannten Planungen zum adACTADay in Nordrhein-Westfalen fangen so langsam an. Und zwar soll die Landeshauptstadt Düsseldorf am 26.06. gegen 12 Uhr gerockt werden. Vielleicht kriegt man ja auch noch ein cooles Feature um 13:37 Uhr hin? Den aktuellen Planungsstand könnt ihr auf jeden Fall dem Planungs-Pad entnehmen.

Bis dato soll es einen Infostand geben, die passenden Flyer sind schon bestellt und wenn der @HerrUrbach seinen Charme in der nächsten Bundesvorstandssitzung spielen lässt wird es vielleicht sogar sehr hübsche Plakate geben. Und an ACTA-Aufklebern wird so weit ich weiss auch gearbeitet. Werbezeugs ist also vorhanden. Falls wir genug Support bekommen kann man sicherlich auch eine nette Demo mit anschliessender Kundgebung durchführen. Falls noch wer andere, kreative Ideen hat: Her damit!

Damit wir genug Leute zusammenbekommen sind jetzt die üblichen Verdächtigen gefragt: Nämlich ihr. Solche Aktionen leben nur davon, dass man sich auch mal aus dem heimischen RSS/Twitter-Feed herausbewegt (Tipp: Es lohnt sich, man kann nachher/dabei darüber bloggen/tweeten). Tragt euch ein wenn ihr teilnehmen wollt. Erzählt euren Freunden/Followern/Lesern von der Aktion.

Und falls ihr zufällig in einer Gruppierung aktiv seid die sich ebenfalls gegen ACTA engagieren will: Überlegt doch ob ihr nicht Lust auf eine Organisations- und Parteiübergreifende Aktion habt. Wir freuen uns über jeden der mit uns auf die Straße gehen will, meldet euch. Und dann können wir ja vielleicht zusammen gröhlen: «ACTA IST EIN MONSTRUM, DASS DIE FREIHEIT UNTERGRÄBT...»

Geld _und_ Liebe. Oder so.

Posted by Bastian • Tuesday, June 1. 2010 • Category: Aktuell: , i love my computer
Hearts

Ihr habt mich überzeugt. Via Twitter, Jabber, mit Kommentaren und Mails. Ich werde nun doch auch mit dem Blog hier bei Flattr teilnehmen. Und auch nicht ganz unschuldig daran sind Holgi und Tim mit ihrem NSFW-Podcast in dem die beiden ein ganz klein wenig über das System schnacken. Außerdem wurde mir Liebe für Clicks versprochen, wenn das mal kein Anreiz ist.

Also feel free to click. Und weiterhin to comment, to mail, to tweet, to talk. Falls das nicht klappt kann der Button halt auch wieder raus.