Das kalifornische
Department of Public Health hat Firmen wie Googles
23andme, das isländische
deCODEme oder
Navigenics, die ihren Kunden DNA-Analysen anbieten genau dies vorläufig mit einer
einstweiligen Verfügung untersagt, die Begründung ist dabei mehr als lächerlich: Kein Arzt hätte diese Art von
"Behandlung" verordnet.
Doch erst einmal dazu wie das überhaupt funktioniert: Die Firmen scannen das Genom ihrer Kunden dabei über sogenannte
Microarrays oder
DNA-Chips nach bekannten
Single Nucleotide Polymorphisms (SNPs), wer mehr darüber erfahren will wie das funktioniert sollte sich bei YouTube
diesen Film ansehen wo genau diese Vorgehensweise der Chips super erklärt wird. Wieviel Aussagekraft so eine Suche nach SNPs hat ist dabei keineswegs unumstritten und das auch nicht ganz zu unrecht.
Während es SNPs gibt denen man ganz klar Krankheiten zuordnen kann, also sagen kann
"SNP rs4094 führt zu Krankheit X", gibt es auch viele bei denen man nur sagen kann
"steigert das Risiko für Krankheit Y um soundsoviel Prozent". Und natürlich auch welche bei denen man nicht einmal das mit Sicherheit sagen kann.
So viel zum Nutzen der Gentests, also ich würde dafür keine 999 US Dollar zahlen wollen. Dann schon
Venter-like komplett sequenzieren lassen und ein Poster draus machen (was dann allerdings auch um ein paar Zehnerpotenzen teurer ist).
Aber ist das ein Grund das zu verbieten? Ich finde nicht, immerhin geht es um
meine Erbinformationen. Wieso sollte ich dafür eine ärztliche Bescheinigung brauchen? Wenn ich bereit bin dafür zu zahlen, dass ich wenigstens einen kleinen Einblick in diese Daten kriege dann sollte ich doch auch das dazu Recht haben und mir diese Möglichkeit doch nicht nehmen lassen. Sonst wäre es ja fast so als dürfte ich kein Tagebuch schreiben weil mein Deutschlehrer mir keine Erlaubnis dazu gegeben hat...
Aber wie seht ihr das? Und was haltet ihr überhaupt von
Personal Gen Analysis?