Gedankenstücke

(m)ein Leben durch den Sucher

Evolution In A Nutshell

Posted by Bastian • Friday, June 13. 2008 • Category: Aktuell: , with a wonder and a wild desire
Na gut, nicht ganz, und auch die Petrischale war es nicht weil Lenski und seine Kollegen E. coli in Flüssigmedium kultivieren. Aber immerhin die Evolution passt.

Das Team um Lenski lässt schon seit gut 20 Jahren ihr Langzeitexperiment zur Evolution laufen. Gestartet haben sie mit 12 Flaschen genetisch identischer Bakterien und haben diese mal vor sich hinmachen lassen. Über recht wenige Generationen haben sie sich dort auch an die Bedingungen evolutiv angepasst und lebten fröhlich vor sich hin und ernährten sich von der gefütterten Glucose.

Doch mittlerweile, gut 30000 Generationen später haben sich Bakterien in einer der 12 Flaschen verändert, sie ernähren sich nun von Zitronensäure. Normalerweise kann E. coli damit nichts anfangen weil es die Zitronensäure nicht durch seine Membran transportieren kann. Anders sieht es in den von Lanski beobachteten Bakterien aus, diese besitzen nun die Fähigkeit dazu und können damit auch gut leben da sie offensichtlich so mutiert sind, dass sie die Zitronensäure durch ihre Membran kriegen.

Aber das soll hier auch als Einführung reichen, denn nicht nur das Experiment ist sehr cool weil man Evolution hier direkt beobachten kann. Das Team von Lanski bietet das komplette Paper mit den Ergebnissen kostenlos als PDF zum Download an. Und das ist ja leider nicht selbstverständlich.

[via]

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4 Comments

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  1. ist nicht alles was PNAS veröffentlicht erstmal pseudo-OpenAccess? Ich mag mich irren, meistens habe ich mit ACS, Wiley und ElseVier zu tun und die sind ja nunmal das Übelste vom Üblen...
  2. Du hast recht, ich hab gerade mal nachgeschaut. Bei PNAS ist es usus, dass die Paper nach einem halben Jahr im Volltext frei zugänglich werden, auch kein schlechtes Modell als Zwischending zwischen dem traditionellen Pay-To-Read und dem Pay-To-Publish von OpenAccess.
  3. zu open access: deswegen sollten wir alle nur bei PLoS und co veröffentlichen (wenn uns unsere bosse das zahlen...)

    wie ich sehe, hast du das mit dem science-bloggen ja schon tatkräftig umgesetzt. ;-)
  4. Im Endeffekt sollte das ganze sowieso durch reine Online-Quellen abgelöst werden die genau so auch durch die Peer-Review gehen können.

    Warum nicht Paper quasi Bloggen und durch Kommentare reviewen lassen :-P

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