Paid Review: Wer ist eigentlich Wolfgang Michels?
Posted by Bastian • Tuesday, April 8. 2008 • Category: Aktuell: , play guitar and play inspiredWolfgang Michels, deutscher Singer-Songwriter, Produzent, Komponist und was nicht noch alles. Ganz schön beeindruckend, habe ich trotzdem noch nie gehört den Namen. Wenn man sich den Wikipedia-Eintrag allerdings mal durchliest ist das fast schon verwunderlich. 1968 schon die erste Single auf den Markt geworfen, mit Ton Steine Scherben zusammengearbeitet und laut dem Rolling Stone-Magazin "Meister der handgemachten Rockmusik". Allerdings kann ich mich trösten: Eine, selbstverständlich absolut unrepräsentative Umfrage im Bekanntenkreis, brachte zum Vorschein, dass auch da die wenigsten ihn kennen.
Diese Tatsache, gepaart mit meiner Neugier und auch die Hörproben auf Michels Webseite, haben mich dann dazu bewogen mich für den Auftrag zu bewerben. Und nun lag Samstag die Promo-CD mit 2 Stücken im Briefkasten. Auf die Scheibe sind die Songs sehnsucht und jemand wie du gepresst die auch auf dem am 11. April erscheinenden Album zuhause zu finden sind. Ausschnitte der Songs lassen sich auch auf der Webseite abspielen, auch die Texte findet man dort.
Der erste Song, sehnsucht, kommt bei mir gut an, mit einer eingängigen Hookline auf akustischer & elektrischer Gitarre, einem gemütlichen Schlagzeugbeat und prägnantem Text. Erinnert mich auch mit seinem partiell melancholischen Auftreten stark an Stücke von Gerhard Gundermann (den ja leider auch kaum jemand kennt) & Rio Reisers Soloalben.
Und was ist mit jemand wie du? Stilistisch geht es in eine andere Richtung, irgendwo zu Jazz und Swing, und damit in eine Richtung mit der ich nie wirklich warm geworden bin, für mich bleibt so was leider einfach Fahrstuhlmusik. Technisch sauber umgesetzt, mit kurzem Einstieg über die Drums, Call & Response zwischen Klavier und Gitarren, sehr entspannt und fröhlich, passend zum Text, gar keine Frage. Aber einfach nicht meins.
Hört man sich aber mal die ganzen Hörproben auf Michels Homepage an, dann ist die Auswahl dieser beiden Tracks für die Promo-CD eine gute Entscheidung gewesen, gibt es doch einen vernünftigen Einblick in die Vielfalt der Stilrichtungen in seinem Repertoire und auf der Homepage.
Bleibt noch die große Frage: Werde oder würde ich das Album kaufen? Nach dem ausgiebigen anhören des Promozeugs war ich sehr skeptisch. Eine 50%ige Trefferquote ist nun mal nicht gerade überzeugend. Die Hörproben haben mich allerdings versöhnt, darunter sind einige Songs die ich um einiges lieber in ganzer Länge hören würde. Hört sich nach einem klaren Vielleicht an.



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